Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem!
Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier.

Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

45. Neurodivergente Kinder und Körperhygiene

Shownotes

Das Thema Körperhygiene spielt in Familien mit neurodivergenten eine große Rolle. Phasenweise kennen vermutlich alle Eltern den Konflikt ums Zähneputzen, Duschen und Co, aber im neurodivergenten Kontext ist es keine Phase. Es ist gekommen, um zu blieben…

In dieser Gold-to-Go-Folgespreche ich darüber, warum dieser ganze Bereich so viele Herausforderungen bereithält und dann befassen wir uns im Schwerpunkt mit Zähneputzen, Baden und Duschen. Dafür habe ich eigene Tipps, aber auch Anregungen aus der Community zusammengetragen. Und allen voran: Wenn ein Weg für euch als Familie gut funktioniert, dann ist das ok! Auch wenn er eventuell von irgendwelchen Katalog-Family-Bildern abweicht.

👉 Habt ihr eigene Tricks oder Erfahrungen? Dann teilt sie gern in den Kommentaren.

Folge zum Thema Haare: 🔗👉 https://open.spotify.com/episode/3YB2SrZWkVCZjfkBpgV5Ev

Ihr habt selbst eine Frage oder einen Themenvorschlag? Dann schreibt mir gerne an: 📧 einkopfvollgold@gmail.com

Weitere meiner Impulse findest du hier:

Meine Webseiten:

Meine Kanäle:

Meine Bücher:

📚Wilma Wolkenkopf

📚 Wilma Wolkenkopf auf großer Fahrt

📚 Das kleine Häwas

📚 Ein Kopf voll Gold

📚 Hallo Schulanfang

💌 Kooperationsanfragen bitte an: einkopfvollgold@gmail.com

🎙️ Dieser Podcast wird produziert und betreut von Voice Art Productions

Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem!
Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier.

Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

Transkript anzeigen

00:00:01: Hi und herzlich willkommen zu einer neuen Gold to Go Folge, dem Folgenformat in diesem Podcast, wo wir uns Zeit nehmen, um mal eine ganz bestimmte Frage rund um das Thema Neurodivergenz genauer zu beleuchten oder uns so ganz kleine einzelne Themenbereiche rauszunehmen und die mal genauer anzuschauen.

00:00:18: Und in dieser Woche habe ich mir ein Thema ausgesucht, das sagen wir mal ziemlich häufig schon angefragt war und zwar das Thema Körperhygiene, ganz besonders um Fokus dabei, dass Zähne putzen und das Duschen, teils auch das Haare kämmen.

00:00:32: Zum Thema Haare habe ich bereits mit Heike Gergrat eine Folge aufgenommen, die ist schon eine Weile her, ich werde sie in den Shownotes verlinken und da sprechen wir ganz ausführlich darüber, was eigentlich für noch divergente Kinder mit dem Thema Haare verbunden sein kann und wie wir da auch auf eine gute Pflege achten können oder auch so Themen wie den nicht ganz so einfachen Besuch bei Friseurinnen meistern können.

00:00:57: Das Thema wird also nicht im Vordergrund stehen, aber alles, was wir heute besprechen, zu den Furusthemen, Zähne putzen.

00:01:03: Und ja, letztendlich ist das ja Waschen, also Baden, das Waschen mit einem Lappen oder eben das Duschen.

00:01:09: Alles das, was wir da besprechen oder das, was ich heute anbiete, sag ich mal, kann man in bestimmten Maße eben auch auf andere Themen der Körperhygiene übertragen.

00:01:18: Und damit starten wir mal rein.

00:01:22: Ein Kopf voll Gold.

00:01:25: Was neurodivagente Kinder brauchen und wie wir sie stärken können.

00:01:31: Ein Kopf voll Gold.

00:01:33: Schauen wir zuerst noch mal darauf, was eigentlich das unglaublich anspruchsvolle an diesem ganzen komplex Körperhygiene für neurodivagente Kinder ist.

00:01:43: Was macht das so anstrengend?

00:01:46: Warum ist das einfach nicht so leicht?

00:01:49: Und ein ganz wichtiger Punkt.

00:01:51: ist der ganze Bereich des Sensorischen.

00:01:54: Zum Beispiel beim Duschen haben wir diese ganzen kleinen Mikroberührungen durch diese einzelnen Wassertropfen.

00:02:01: die man eben nicht so wegfiltern kann, wie vielleicht ein neurotypischer Mensch das kann, sondern man spürt diese einzelnen kleinen Berührungen einfach viel, viel stärker.

00:02:10: Das Wahrnehmungsgefühl ist ja einfach ein anderes als ein neurotypischen Bereich.

00:02:14: Das kann also ganz schön anstrengend sein.

00:02:16: Wir haben mit unterschiedlichen Temperaturen zu tun, eine Temperatur am außen, die Körpertemperatur und die Temperatur vom Wasser.

00:02:23: Wir haben Geräusche.

00:02:24: Also ein Duschgeräusch ist für manche Kinder tatsächlich auch sehr, sehr angenehm, aber eben auch trotz... eine Geräuschkulisse, die eben für andere Kinder wiederum ein anstrengender Reiz ist.

00:02:37: Und dann haben wir noch so Faktoren wie zum Beispiel Wasserdruck, der einfach auch nicht verlässlich ist.

00:02:43: Also ich weiß zum Beispiel nicht, ob sich das Duscherlebnis sozusagen bei diesem Mal wieder ganz genauso anfühlen wird wie beim Mal davor.

00:02:54: Beim Zähneputzen gibt es natürlich auch viele sensorische Herausforderungen.

00:02:58: Ich habe die Borsten, die sich da irgendwie in meinem Mund bewegen.

00:03:01: Ich komme an sehr, sehr empfindliche Stellen.

00:03:04: Der Mund ohnehin ist ja eigentlich eine sehr empfindliche, sehr intime und private Zone und so eine Zahnbürste, damit ich ja quasi auch alle Zähne erreiche.

00:03:12: Mit der muss ich ganz schön weit in meinen Mund hinein.

00:03:15: Ich muss relativ viele Stellen treffen.

00:03:17: Das ist ein starkes Körpergefühl, je nachdem, wie sensibel auch mein Zahnfleisch zum Beispiel ist.

00:03:22: Es gibt härtere Borsten, es gibt weichere Borsten.

00:03:25: Auch da kann ich mich nicht immer ganz genau darauf einstellen.

00:03:28: Je nachdem, welche Menge an Zahnpasta ich benutze, schmeckt die vielleicht auch jeden das mal ein bisschen weniger intensiv oder eben intensiver.

00:03:34: Da kann ich mich nicht so genau darauf einstellen, wie das denn wohl.

00:03:38: oder was da sensorisch auf mich zukommt, überhaupt das Thema Zahnpasta.

00:03:41: Das ist noch ein Geschmack, der noch mit oben draufkommt.

00:03:44: Und es ist ein sehr, wie soll ich sagen, sehr eigener Geschmack, den viele novelligente Kinder nicht so unbedingt mögen.

00:03:51: Es ist für viele Eltern, es wird mir oft zurückgemeldet, eine große Schwierigkeit, eine Zahnpasta zu finden, die gut angenommen wird.

00:03:59: Es gibt da in der Regel oft so extreme Kinder, die super lang eigentlich an der Kleinkind-Zahnpasta hängen bleiben, der vertraute Geschmack, der ist meist auch etwas milder.

00:04:11: Oder es gibt Kinder, die schon ganz, ganz früh so auf extreme Geschmäcker gehen, also wirklich mit sehr, sehr scharfen Pasten.

00:04:20: Ist das das richtige Wort?

00:04:21: Die richtige Mehrzahl?

00:04:22: Pasten?

00:04:23: Pastas?

00:04:24: Pasta?

00:04:25: Lecker!

00:04:25: Okay, ich drifte ein bisschen ab.

00:04:27: Also die da einfach auf extremere Geschmackserlebnisse abfahren, möchte ich sagen, ist aber... eher seltener, kann aber durchaus auch vorkommen.

00:04:36: Dann hat das ja auch was mit dem Druck im Mund zu tun, also wie fest drück ich da auf, wie wenig fest drück ich auf und egal um welche Art der Körperhygiene es geht, es hat mit Körperkontakt zu tun, es hat mit Geruch, Geräusch und Körperempfindungen zu tun und das ist immer einfach eine Menge an Reiz, die das Gehirn erstmal verarbeiten muss.

00:05:02: Und das ist nicht unbedingt die Lieblingsdisziplin von eure divergenten Gehirn in diesem Kontext.

00:05:08: Und darum ist da schon mal eine ganz große Hürde.

00:05:11: Neben diesen Reizen, wenn wir zum Beispiel an den PDA-Kontext denken, dann sind so körperhygienische Sachen auch mit einer bestimmten Anforderung verbunden.

00:05:21: meinen Mund, also meine Zähne, die kriegen da irgendwie so ein Belag und der Verziehung ist irgendwie komisch an, da bin ich irgendwie gezwungen, mehr oder weniger, den da irgendwie wegzumachen, weil sonst könnten sich meine Zähne negative entwickeln, sag ich mal, als ich könnte Karius bekommen.

00:05:36: Und das ist dann wieder mit Schmerzen verbunden.

00:05:38: Also... Mein Körper diktiert mir da irgendwie einen Hygienevorgang, der möglichst gemacht werden muss und mit so einer Anforderung können Kinder im PDA-Kontext einfach nicht so leicht agieren wie neurotypische Kinder oder Kinder in einem anderen neurodivergenten Bereich.

00:05:56: Und das ist einfach wichtig zu wissen, das ist eine Anforderung und wenn ein Kind die bewältigen soll, gerade ein Kind im PDA-Bereich, dann wird das einfach nicht so leicht von der Hand gehen wie eben in einem anderen Bezug.

00:06:13: Außerdem kommt dazu, dass so Momente der Körperhygiene mit Übergängen verbunden sind.

00:06:19: Und ganz klassisch kennen wir das zum Beispiel beim Auf-die-toilette-Gehen, dass das auch Neurodivergenz in Kindern schwer fallen kann, weil ich muss eine Tätigkeit unterbrechen, habe dann wieder auch diese Anforderung.

00:06:30: Also mein Körper sagt, ich möchte jetzt mal auf die Toilette, weil ich muss die Blase entleeren.

00:06:34: Das findet so ein Kind dann irgendwie eben anstrengend.

00:06:38: Und wie gesagt, ich muss aus der einen Situation raus in eine andere Situation.

00:06:42: Und das fällt nicht so leicht.

00:06:43: Das ist für einen Eurodivagent.

00:06:45: Das gehört eine weitere Anforderung, die dazu kommt.

00:06:48: Und wenn das dann auch noch mit sehr unangenehmen Reizen verbunden ist, also der Übergang in das Duschen und dann auch noch viele Teilschritte beinhaltet.

00:06:56: Also ich entscheide, mich duschen zu gehen.

00:06:57: Ich stelle mich innerlich darauf ein, dass es gleich kurz kalt wird.

00:07:01: Also ich muss meine Kleidung ausziehen.

00:07:04: auf der Haut.

00:07:05: Dann muss ich mit diesem Kälte-Reiz in eine Wanne oder in eine Dusche unter als der Boden kalt.

00:07:10: Das muss ich aushalten.

00:07:11: Ich muss aushalten, dass auf diesem Kälte-Reiz dann plötzlich was Warmes kommt in diesem Übergang.

00:07:17: Manchmal ist es so, dass wir gar nicht... gut hinbekommen, diese Kinder in diesen Übergang zu bringen.

00:07:23: Man schafft es dann irgendwie, das Kind steht unter der Dusche oder sitzt in der Badewanne oder hat die Zahnbürste im Mund.

00:07:28: Und gerade, gut bei der Zahnbürste erlebe ich das jetzt ja nicht so, dass in die Rominas geschafft ist.

00:07:32: Aber es kann dann manchmal sein, dass wir sie fast nicht mehr aus der Dusche wieder raus bekommen oder aus der Badewanne, weil da eben der nächste Übergang lauert, der bewältigt werden will und das ist alles in allem nicht.

00:07:43: so einfach.

00:07:44: Das ist noch nicht bestimmt bis ins letzte Detail auseinander klamüsert, was da alles so anstrengend sein kann, an einem Körperhygiene-Prozess, aber es macht mal so.

00:07:55: das Feld davon zeigt, wie viele kleine Mini-Anforderungen da drinstecken, die dann in der Summe ganz, ganz großes Anforderungspotenzial an neurodivagente Kinder stellen.

00:08:05: Und es ist mir ganz wichtig zu erwähnen, weil das von außen vielleicht manchmal nicht so leicht nachzuvollziehen ist, wenn man nicht als Elternteil selbst auch neurodivagent ist und das kennt.

00:08:16: Das heißt, Es ist nicht immer einfach anzunehmen, dass ein Kind sich dagegen so heftig wehrt, dass es das vielleicht auch sehr deutlich macht, dass so viele Tränen fließen, dass so sehr vermieden wird, diese Prozesse zu absolvieren.

00:08:30: Und da denke ich immer an Nora Imler und werde an dieser Stelle auch immer Nora Imler zitieren, die wirklich nochmal mitgibt, das Kind macht kein Drama, das Kind erlebt ein Drama.

00:08:42: Das Kind zeigt einfach nur, das hatten wir neulich schon beim Thema Kranksein, das, was innerlich in ihm abläuft.

00:08:50: Und das ist keine Übertreibung und das geht auch nicht weg mit, oh, jetzt, also so ein Drama ist das doch nur wirklich nicht.

00:08:55: oder stelle dich nicht so an, sondern das ist ein genauer Ausdruck dessen, wie es innerlich in diesem Kind aussieht.

00:09:07: So, das mal aufgemacht.

00:09:08: Viele Eltern, die hier zuhören, die neurodivergente Kinder begleiten, werden das jetzt vielleicht so mitgenommen haben und nochmal gehört haben, okay, es scheint auch anderen so zu gehen.

00:09:18: Es ist auch für andere ein Problem, es ja immer wieder schön gesehen zu werden, aber ich werde jetzt an dieser Stelle wahrscheinlich nicht allzu viel Neues erzählt haben.

00:09:25: Die Hilferufe, die mich in diese Richtung erreicht haben, waren eher eine Bitte mal so aus den Rückmeldungen, die ich auch bekomme und aus meiner Community so zu sammeln, was man machen kann, damit diese Momente der Körperhygiene ein bisschen leichter werden und zwar für alle Beteiligten.

00:09:43: Und das werde ich jetzt einfach mal so der Reihe nach reingeben.

00:09:47: Fangen wir mal mit dem Zähneputzen an.

00:09:51: Erste Frage, die wir uns als Eltern neurodivagenter Kinder hier absolut stellen dürfen, wann ist ein guter Moment für das Szene putzen, für das individuelle Kind und muss das unbedingt im Badezimmer stattfinden?

00:10:03: Oder wo könnte ein guter Ort dafür sein?

00:10:06: Manche Kinder können das viel, viel leichter im Zimmer absolvieren.

00:10:10: Und wenn ich dann denke, das muss ja irgendwo ... ausgespuckt werden, so die Zahnpasta.

00:10:15: Dann habe ich vielleicht ein kleines Schüsselchen, dass ich mitnehme, wo das dann passieren kann.

00:10:20: Auch da können Kinder eigen sein.

00:10:21: Es ist ein bisschen ein Ausprobieren.

00:10:23: Andere Kinder machen das einfach gerne auf dem Sofa oder direkt dann nach dem Essen am Küchentisch oder wechseln vielleicht die Orte auch mal durch, weil sie es ein bisschen spannender finden, wenn das gewechselt werden kann.

00:10:36: Also einmal schauen, wo können wir es stattfinden lassen und wann ist ein guter Moment.

00:10:41: um das stattfinden zu lassen.

00:10:43: Und das wirklich individuell ausprobieren.

00:10:46: Bei uns werden die Zähne allerselbst mal im Bad geputzt, so direkt nach dem Essen.

00:10:53: Das passiert eigentlich nie, sondern es ist so ein Akt, der irgendwie in diesen Schlaf-G-Prozess eingebunden ist und ihr Kind putzt ganz gemütlich im eigenen Bett.

00:11:01: Zähne.

00:11:04: Und das zweite und das gilt auch für alle anderen Körperhygieneprozesse und Abläufe, macht euch das Leben gerne mit Medien ein bisschen leichter.

00:11:12: Ich sag euch was, eine Zeit lang, als es wirklich wirklich schwierig war, Kinder durchlaufen da ja auch wieder so Phasen.

00:11:17: Es ist manchmal deutlich schwieriger als in anderen Phasen, auch das wechselt ja so ein bisschen, mal geht es leichter, mal geht es nicht so leicht.

00:11:24: Und in Phasen gerade, als die Kinder noch deutlich kleiner waren, als es wirklich wirklich ein Kampf war, habe ich irgendwann Beziehungsschutz an die oberste Stelle gesetzt.

00:11:35: Gerade das ist ja im neurodivergenten Kontext so unglaublich wichtig und wird so oft belastet durch diese ganzen Anforderungen.

00:11:41: Und dann haben wir abends, wenn wir, wenn die Kinder ihre Abendserie geschaut haben, gemeinsam haben wir da auf dem Sofa gesessen und Scheiner links, Scheiner rechts, alles was so körperhygienetechnisch wichtig war, schnell gemacht.

00:11:54: fertig, auch zähne geputzt.

00:11:56: Und als es ganz ganz besonders schwierig war, sah auch unser Morgen exakt genauso aus.

00:12:00: Da haben wir irgendeine Folge angemacht, so ein zehn Minuten Ding.

00:12:03: und in diesen zehn Minuten, die waren auch abgesteckt für die Kinder, die haben sich darauf etwas konzentriert und wir haben alles andere gemacht.

00:12:10: Angezogen, zähne geputzt, Haare gekämmt, was man eben so macht.

00:12:15: Und ein kleiner Blick nach vorn.

00:12:18: Für alle, die mir damals gesagt haben, das hast du ja schön antrainiert, das wirst du nie wieder los.

00:12:24: Ich glaube bereits ab Schule hatten wir das schon nicht mehr.

00:12:29: Da war das einfach morgens so nicht mehr notwendig.

00:12:32: oder wir konnten auf ein Hörspiel übergehen, das dann nebenbei lief oder eben auf andere Techniken zurückgreifen.

00:12:39: oder Ich glaube schon oder ich erfahre selber als Mutter, dass mit steigendem Alter schon ein bisschen mehr Kompensierung und Kooperationsmöglichkeiten dazukommen und manche Dinge nicht mehr so intensiv sind, wie zum Beispiel im Kleinkindalter.

00:12:58: Vielleicht einfach, weil sie auch bestimmte Dinge besser überblicken können und dann einfach mehr Ressourcen haben für solche Prozesse.

00:13:05: Eine mögliche Erklärung dafür.

00:13:07: Also jetzt machen wir das zum Beispiel nicht mehr so, weil es einfach nicht mehr notwendig ist.

00:13:11: Aber wir haben das ein, zwei Jahre lang, würde ich so alles in allem sagen, genutzt.

00:13:17: Und alle, die sagen, also muss ja eigentlich auch irgendwie anders gehen, wenn sie nicht auch ein neurodivergentes Kind begleiten und diese Anforderungen kennen, dann würde ich sagen, dass ihnen vielleicht gar nicht unbedingt zustehen, so darüber.

00:13:33: zuwerten.

00:13:34: Aber gut, das kennen wir, äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh äh ä. so vieles, so viel leichter gemacht.

00:13:54: Und nein, das machen die nicht bis heute.

00:13:56: Und selbst wenn, wisst ihr, wie oft ich Podcast auf den Ohren habe für diese ganzen Körperhygienesachen, oder wie oft ich irgendeine Kampffahrtsserie nebenbei irgendwie laufen habe, während ich mir meinen Tagesoutfit raussuche, also selbst wenn sie es eine Weile als Strategie beibehalten hätten, wäre das für mich überhaupt gar kein Thema.

00:14:16: Beim Zähneputzen weiter eine Frage.

00:14:18: Was nutze ich für, ich sage jetzt mal, Instrumente?

00:14:21: Also was nutze ich für Zahnbürsten?

00:14:24: Ich weiß, dass viele Kinder das super ekelig finden mit so Holzzahnbürsten.

00:14:28: Das ist zwar total toll, weil bestimmt nachhaltig, obwohl ich auch nicht weiß, nicht immer sicher bin, ob diese Holzvarianten immer die nachhaltig gerisseste Alternative ist.

00:14:39: Aber... nicht unterschätzen, was das manchmal ausmachen kann.

00:14:43: Und ich weiß, gerade so Holzsachen im Mund sind für viele dieser Kinder sehr unangenehm.

00:14:47: Man denkt nur selber an diese, oh, diese Holzlöffel oder diese Umruherstäbchen im Kaffee, so unterwegs, Burks.

00:14:53: Also ein Gefühl, das ich sehr gut nachvollziehen kann.

00:14:56: Also da eben gucken, wie ist das Material der Zahnbürste?

00:14:58: Welche Borsten, wie stark sollen die Borsten sein?

00:15:02: Es gibt Kinder, die das überhaupt nicht mögen, wenn die ganz weich sind.

00:15:04: Das würde man erst mal denken, aber es gibt Kinder, die diesen starken Reiz dann plötzlich da an der Stelle ganz besonders mögen.

00:15:11: Mir ging es schnell als Kind so, dass ich diese ganz weichen Zahnbürsten im Mund irgendwie eklig fand.

00:15:17: Ich hatte das Gefühl, ich ... weiß ich nicht, ich putze mir die Zähne damit zum Lappen, weil das so labbrig ist.

00:15:23: Ich mochte das nicht.

00:15:24: Ich mochte lieber festere Zahnbürsten.

00:15:26: Mag das auch bis heute lieber.

00:15:28: Also auch das wirklich mal anschauen.

00:15:30: Viele, viele Kinderzahnbürsten sind ziemlich, ziemlich weich.

00:15:35: Und das ist nicht für alle Kindern angenehmes Gefühl.

00:15:38: Also da wirklich immer ein bisschen ausprobieren, ein bisschen durchtesten, war es etwas, was wirklich gut funktioniert.

00:15:43: Wenn finanziell möglich, ruhig auch mal in Richtung Elektrozahnbürste schauen, ich weiß, dass Kinderzahnärztinnen das erst deutlich später empfehlen.

00:15:53: Und da will ich auch gar nicht reinreden.

00:15:56: Im neurodivagenten Kontext ist ja immer nur die Frage, mache ich das, was vielleicht nicht ... Das Allerbeste ist, versus mein Kind macht es leider gar nicht, wenn ich sowas nicht anbiete.

00:16:08: Also auch da darf man einfach nicht den neurotypischen Maßstab ansetzen.

00:16:11: Ich kann unbedingt mich natürlich an die Vorgaben des Fachpersonals halten, da wo, wo ich das umsetzen kann mit meinem Kind, aber manchmal muss man ein bisschen Abstriche machen.

00:16:23: Und wir haben das mit unserer Kinderzahnerzen sehr, sehr offen kommuniziert, war schwierig ist und was nicht.

00:16:29: und wo wir ein bisschen Unterstützung und Verständnis brauchen und haben auch einfach erklärt, wenn das und das nicht, also wenn wir das und das nicht anbieten, auch wenn das vielleicht nicht das Optimale ist, dann würde es gar nicht passieren und deswegen nehmen wir das und das und zum Glück stoßen wir da ganz gut auf Verständnis.

00:16:46: Übrigens ein Tipp an dieser Stelle, wenn ihr irgendwie regional die Möglichkeit habt bei speziell in Kinderzahnärztlichen Traxen unterzukommen, dann kann ich das sehr empfehlen.

00:16:56: Es ist einfach doch noch mal ein anderer Umgang.

00:16:58: Selbst wenn sie vielleicht beim Thema Neurodivergenz nicht immer aufgeschlossen sind, das kann ich nicht.

00:17:04: Also weiß ich nicht, wie das so ist.

00:17:05: Wir haben da super viel Glück.

00:17:07: Das klappt bei uns ganz toll.

00:17:09: Aber allein der Umgang macht diesen ganzen Besuch schon leichter.

00:17:12: Aber Besuch?

00:17:14: im ärztlichen Raum sozusagen, das machen wir noch mal.

00:17:18: Also da wirklich schauen, vielleicht mag das Kind diese Vibration zum Beispiel total gerne von dieser... Zahnpasta, also auch da justieren.

00:17:27: Und dann gibt es eben viele Kinder, das habe ich ja schon mal gesagt, die einfach mit dem Geschmack von Zahnpasta so ihre Themen haben.

00:17:34: Da muss man natürlich auch ein bisschen schauen und vielleicht kann man einige Tage dadurch entlassen, dass dann eben keine Zahnpasta genutzt wird.

00:17:42: Das ist natürlich auch wieder nicht das optimale.

00:17:44: ein weiteres Beispiel für ja, aber lieber putzen wir.

00:17:48: als das gar nichts gemacht wird an dem Tag, weil eine Komplettverweigerung stattfindet.

00:17:53: Also auch da immer wieder ein Abwägen.

00:17:55: Ich kenne viele Kinder am Norddivergenten Bereich, die lange, lange, lange bei diesen ersten Zahnpastas, Pasten bleiben.

00:18:05: die, soweit ich informiert bin, dann auch oft zu Altersgrenzen da drin haben, also die dann nur so bis zum Alter von sechs Jahren geeignet sind, auch da wieder ein Abwägen.

00:18:16: Wenn das die einzige Zahnpasta ist, die funktioniert, dann ist es erst mal diese Zahnpasta und dann vielleicht mal mit der Kinderzahnärztin oder mit der Zahnärztin im Zahnarzt sprechen, ob man vielleicht zusätzlich irgendwie dann was anderes nehmen kann oder ergänzen kann, damit vielleicht fehlende Stoffe an den Zahn herangetragen werden können auf anderem Wege.

00:18:40: Besprech das ruhig mal.

00:18:41: Ansonsten, wie gesagt, lieber das.

00:18:44: als wenn gar nicht die Zähne geputzt werden.

00:18:46: Etwas, das ich auch schon ganz oft empfohlen habe, die App Pokémon Smile.

00:18:50: Die ist, ich habe meinen Mann drüber schauen lassen, der ist Alteela und ich kann euch das jetzt nicht technisch im genaueren Erläuternarbeit gesagt, die App ist völlig fein und völlig okay, man muss da keine große Angst vor irgendwelchen Datenschutzgeschichten haben.

00:19:00: Die App war bisher kostenlos, ich hoffe, das ist sie auch immer noch, ich habe sie ja lange nicht neu heruntergeladen, weil wir sie schon besitzen.

00:19:07: Und das ist so eine Erleichterung fürs Zähneputzen.

00:19:11: Und wenn es eben nicht dieselb ist, dann kann es, wie gesagt, das Hörspiel sein, dann kann es eine Folge irgendwas sein.

00:19:17: Nutzt alles, was ihr an Erleichterungsmöglichkeiten habt.

00:19:20: Die Beziehung zu einem Kind würde es euch danken.

00:19:23: Und die Zähne eures Kindes vermutlich auch.

00:19:30: Kommen wir zum zweiten großen Komplex, den ich unbedingt einmal heute mit anschauen möchte, nämlich Duschen, Schrägstrich, Baden.

00:19:36: Also alles, was in eine größere Körperwäsche hineingehört.

00:19:41: Und das Erste, was auch aus der Community ganz oft kam, war die Frage wirklich gut zu gucken, wie oft muss es denn wirklich sein, wenn die Kinder jünger sind und es jetzt nicht gerade durch zwanzig Matschefützen im Sommer ging, dann ist es nicht wichtig, dass ein Kind jeden Tag duscht und badet, ist sogar gar nicht unbedingt empfohlen bei der empfindlichen Haut.

00:20:03: Das heißt, da wirklich zu gucken, okay, wie oft ist hier wirklich notwendig und wie oft reicht wie bei uns.

00:20:08: Die schnelle Katzenwäsche vorm Fernseher.

00:20:11: Je älter die Kinder werden, gerade wenn es Richtung Pubertät geht, Körpergeruch, Hormone und Co.

00:20:17: Dazu kommen, wird es sicherlich eine andere Häufigkeit haben mit diesen Duschen und Baden.

00:20:23: Und dann ist das schon genau die Frage.

00:20:25: Nimmt ein Kind Badener an oder er Duschen?

00:20:29: Es gibt viele Kinder, die dann doch eher das Baden angenehmer finden, eben weil sie diesen intensiven Körperreiz dieser vielen kleinen Duschtropfen nicht so gerne mögen und weil man beim Duschen auch mit diesen unterschiedlichen Temperaturen und eben diesem Geräuschpegel zu tun hat.

00:20:46: Beim Duschen ist man eben auch nicht so eingehüllt vom Wasser.

00:20:48: Das zum Beispiel mögen viele neurodivergente Kinder ein kleiner Seitentipp an dieser Stelle tauchen, wenn finanziell möglich und in eurer Nähe irgendwie machbar ist für viele neurodivergente Kinder eine sehr schöne Sportart.

00:21:06: Das nur so am Rande und wenn Baden leicht das als Duschen dann natürlich Richtung Baden gehen.

00:21:11: Ja, es ist das weniger Nachhaltige, das wissen wir, aber am Ende bleibt es eben immer ein Abwägen.

00:21:19: Vielleicht kann man dann so mit der Wassermenge arbeiten oder sich eben gut fragen, wie oft brauchen wir dieses Prozedere, damit mein Kind eben wirklich hygienisch feindlich die Gegend gehen kann.

00:21:30: Übergänge können dadurch erleichtert werden, dass es ganz feste Tage gibt für das Duschen oder feste Verankerung im Ablauf, also zum Beispiel ist klar, immer dann, wenn ich Sport hatte oder immer.

00:21:43: dann, wenn ich mein Vereinssport hatte, dann wird am Abend geduscht, sodass da einfach eine Vorhersiebarkeit und eine Verlässlichkeit ist oder eben feste Duschtage einrichten.

00:21:54: Diese festen Duschtage helfen auch, die wirklich sehr, sehr, sehr fest einzuhalten.

00:22:01: im Hinblick auf die spätere Selbstständigkeit des Kindes.

00:22:04: Ich kenne viele, zum Beispiel autistische, junge Erwachsene, die davon sehr profitieren, weil es einfach dann so weitergehen kann, wenn die Selbstständigkeit steigen soll, vielleicht wenn man auch mal auf Klassenfahrt ist, dann gibt es einfach diese festen Tage und ich weiß an der Stelle gehe ich unter die Dusche.

00:22:24: Es macht es nicht immer sofort ganz einfach, aber es erleichtert, wenn Dinge sehr, sehr fest einritualisiert sind.

00:22:31: und da auch wieder schauen, wo, an welcher Stelle, passt das gut.

00:22:36: Wir haben nicht mal die volle Flexibilität im großen Familienalltag, aber ist der später Abend ein guter Moment, der frühe Abend, der Nachmittag, vielleicht der Morgen, weil es eben auch Kinder gibt, je nach Typ, ob Eule oder Lärche, die einfach sehr, sehr, sehr früh wachsen, vielleicht passt es dafür besser, doch nochmal mit sehr gemütlichem Licht.

00:22:58: die Warnervoll zu machen und das einmal an diese Stelle zu setzen, auch wenn man dann selber vielleicht mit einigen Augenringen daneben sitzt.

00:23:06: Da einfach schauen, war es ist ein guter Moment.

00:23:08: und eine zweite Sache ist schon angeklungen, die Atmosphäre.

00:23:11: Gerade da, was so Duschen angeht und Baden, das können wir uns natürlich nicht unbedingt immer aussuchen, wo wir das so stattfinden lassen.

00:23:19: Also es kann ich schlecht in meinem eigenen Bett machen, wo ich mich vielleicht wohlfühle und es ein bisschen leichter für mich ist.

00:23:25: Aber ich kann versuchen im Badezimmer doch auch mit den anderen Reizen ein bisschen aufzupassen.

00:23:30: Also ich kann schauen, dass und das ist für viele Kinder total angenehm, dass ich irgendwie Möglichkeiten schaffe, dass es dann nicht so hell ist.

00:23:38: Das hilft total.

00:23:40: Dieses Ungemütliche, helle, grelle, kalte Badezimmerlicht, das wir doch öfter mal im Badezimmer haben, ist ein zusätzlich unangenehmer Reiz, der schon ein bisschen die Sache einfacher macht, wenn der nicht so stark ist.

00:23:53: Oder wir können vielleicht mit einem, wenn ein Kind darauf reagiert, mit einem Lieblingsduft arbeiten und dann auch wieder an der Stelle, nehmt die Musik mit ins Badezimmer, nehmt die Hörspiele mit ins Badezimmer und in Phasen, wo es wirklich, wirklich richtig Ja, habe ich es und anstrengend ist, nehmt auch die Lieblingsfolge mit ins Badezimmer.

00:24:14: Warum nicht?

00:24:16: Ich höre, um Duschen zu schaffen bis heute.

00:24:18: Podcast ohne Ende.

00:24:20: Ich habe richtig so eine Möglichkeit, das dann gut im Badezimmer anzumachen.

00:24:25: Und wenn es ganz besonders schwierig ist, dann gucke ich auch meine Folge weiter, wenn ich unter die Dusche gehe, weil es das Ganze ein bisschen einfacher macht.

00:24:34: Dann kann man ein bisschen schauen, diese Temperatur, Reizübergangsanforderungen, etwas zu mindern.

00:24:41: indem ich zum Beispiel versuche, den Bademantel oder das Handtuch für hinterher warm zu halten, sodass dieser Übergang von warmem Wasser in die Kälte, in dieses unangenehme, kratzige Handtuch vielleicht, das ist ein bisschen leichter fällt, wenn das auch schon angewärmt ist.

00:24:56: Hört sich auch für uns, glaube ich, ganz nett an, wenn das so ist, kann aber an der Stelle sehr erleichtern.

00:25:03: Manchmal hilft es, je nach Neuridivagent davor, um den Spaßfaktor zu erhöhen.

00:25:08: Also, es gibt ja mittlerweile so viele, irgendwelche Badekugeln, die dann eine Überraschung da drin haben.

00:25:15: Ist alles eine finanzielle Sache, das weiß ich.

00:25:17: Ganz viel, es gibt so Badeknetsäife, muss man eben gucken, ob man das im eigenen Badezimmer aushält und haben möchte, klar.

00:25:26: Aber ich möchte das Feld einmal aufmachen.

00:25:28: Natürlich kann man auch einfach Küchengerätsgegenstände nehmen.

00:25:30: Also, ein Schneebesen, das Sieb.

00:25:34: Das hat man vielleicht schon da, muss man nicht nochmal neu besorgen.

00:25:38: Und natürlich auch da wieder schauen, wie kann das gut klappen, was so diese ganzen Seifensachen angeht, was mag das Kind da, welche Gerüche funktionieren, was funktioniert nicht.

00:25:50: braucht es davon viel, braucht es überhaupt großartig oder kann ich das sehr, sehr, sehr reduziert einsetzen.

00:25:58: Wir haben so Whiteboard-Marker, die man gut wieder abwischen kann.

00:26:01: Damit bekritzeln wir zum Beispiel die Wannenfliesen.

00:26:04: Also damit darf an die Wannenfliesen gemalt werden, weil man das super easy wieder abwischen kann hinterher.

00:26:08: Wir machen so übrigens auch kleine Rechenaufgaben.

00:26:11: Noch mal ein kleiner Seitentipp.

00:26:13: Oh, ganz viele Tipps an dieser Stelle.

00:26:15: Wir schreiben mit diesen Markern aus den einmal eins Aufgaben die Ergebnisse quasi auf die Fliesen und nennen dann einmal eins Aufgaben, wo das Ergebnis irgendwie dazupassen könnte und man muss das dann suchen und da draufpatschen.

00:26:29: Kann man auch eine Fliegenklatsche für benutzen.

00:26:31: Ob jetzt das zum Thema Spaßfaktor passt, ist vielleicht für jedes Kind sehr unterschiedlich.

00:26:36: Aber diese Stifte einzusetzen war hier eine super Idee und als Lehrkraft.

00:26:42: komme ich ganz gut und ganz schnell an solche Stifte.

00:26:44: Vielleicht ist es nicht für alles so, aber das ist auf jeden Fall auch noch mal ein Tipp.

00:26:48: Wir dürfen auch unkonventionell denken.

00:26:51: Müssen wir sowieso ganz oft im laurdivagenten Bereich.

00:26:54: Und ich kenne Eltern, deren Kind badet in einem Kinderplanschbecken, das für die Badeaktion aufgepustet wird.

00:27:04: Es ist nur so ein kleines Planschbecken, ein bisschen Wasser rein und das funktioniert aus irgendeinem.

00:27:10: Grund für dieses Kind einfach gut.

00:27:13: Also auch solche Sachen können eine Möglichkeit sein.

00:27:22: Kommen wir zum Schluss noch zum Endgegner.

00:27:24: Haare waschen.

00:27:25: Der Kopf ist so eine sensible Stelle und die Kopfhaut erst recht.

00:27:28: Das ist auch eine intime Stelle und da ist mehr als verständlich, dass das eine Herausforderung darstellt, wenn da mit allerlei Shampoo und Kuh irgendwie drauf rumgeworstelt wird.

00:27:38: Das Thema Wasser in den Augen kann man ganz gut angehen, indem man ein kleines Handtuch oder so ein kleines Kosmetiktuch nimmt und sich das fest vor die Augen hält.

00:27:47: Erst mal drückt man wieder so ein bisschen, man kann da auch mit den Fingern so rein drücken und das hat dann wirklich die meisten Chancen, dass nicht so einzelne Tropfen ins Auge gelangen oder so einzelne Becher am Auge so vorbeilaufen.

00:27:59: für viele Kinder super unangenehmes.

00:28:02: Also das ist tatsächlich der simpelste, aber finde ich auch der effektivste Tipp.

00:28:07: Manche Kinder haben auch gerne Taucherbrille auf.

00:28:09: Auch das kann man probieren an der Stelle.

00:28:11: Muss man gucken, wie gut man dann an die Haare rankommt, aber wenn man die so von unten, wenn ihr versteht, so unter die Haare klemmt, kann das eine ganz gute Möglichkeit sein.

00:28:20: Manche Kinder, manchen Kindern reicht es auch, wenn sie die einfach nur festhalten.

00:28:24: Also gerade nicht so mit diesem Gummizug um die Haare machen.

00:28:26: Manche Kinder spielen gerne Salon, Wellnesssalon, also man kann da mit Rollen spielen, arbeiten und dann das Kind siezen und zum, ja ... täglichen Haare waschen, Madame Monsieur bitten, auch das kann eine Möglichkeit sein, das Ganze ein bisschen spielerischer zu gestalten.

00:28:48: Manche Kinder mögen es, wenn das eben nicht mit der Duschbrause passiert, sondern während man sich so zurück ins Wasser beugt, sozusagen, wenn man in der Badewanne sitzt und dieses Wasser nutzt, ja, ob das das Optimale ist.

00:29:01: Wir müssen mal wieder abwägen, aber letztendlich, das versus es passiert gar nicht.

00:29:06: Ja, da gewinnt immer der Kompromiss.

00:29:08: sage ich mal so.

00:29:09: Oder manche, man kann es auch mit... Gießkanne machen, irgendwas, was einfach mehr Spaß macht, vielleicht ein bisschen aufregender ist.

00:29:16: Oder mit einem Becher, dass das Ganze einfach flächiger über die Haare läuft und nicht mit so einer Brause.

00:29:22: Eine tolle Möglichkeit ist auch, ein Handtuch um die Haare zu wickeln und dann die Duschbrause oder den Becher, was auch immer man benutzt, so ganz nah über diesem Handtuch laufen lassen.

00:29:35: So werden auch alle Haare nass, aber irgendwie unter diesem Schutz.

00:29:38: Das ist nochmal ein deutlich angenehmeres Gefühl.

00:29:41: Das zum Beispiel mag ich super gerne.

00:29:45: Ich bin da durch Zufall drauf gestoßen, weil das meine Friseurin bei mir gemacht hat.

00:29:49: Und ich fand das so viel angenehmer als diese punktuelle Duschbrause.

00:29:55: Also gerne auch mal ausprobieren.

00:29:57: Ein Handtuch einwickeln und dann die Duschbrause von allen Seiten so über das Handtuch führen, dass das Handtuch oben an sehr nass ist.

00:30:02: Und dann sind die Haare darunter nämlich auch nass.

00:30:04: Aber wie gesagt, fühlt sich einfach deutlich angenehmer an.

00:30:09: Manche Kinder akzeptieren das Haarewaschen auch deutlich mehr, wenn das nicht während des Badevorgangs passiert, sondern extra nochmal, wenn sie sich so von überbeugen.

00:30:20: und nur die Haare gewaschen werden, das könnte man zum Beispiel auch noch mal ausprobieren.

00:30:24: Ich habe noch mal den Tipp bekommen, dass man Kindern in der Badewanne auch etwas zu tun geben kann, also nicht nur zu spielen, sondern zum Beispiel auch Gegenstände von sich sauber zu machen, also die Matchbox-Sammlung, da an sich sind Autos da sauber zu machen, zum Beispiel also Auto-Waschanlage zu spielen oder... vielleicht den Barbie ist, die Haare zu waschen oder diese Prozedur auch selber irgendwie auszuführen, selbst tätig zu sein, während man etwas aushalten muss, hilft ja auch vielleicht noch mal.

00:30:58: Das war jetzt eine sehr intensive Sammlung, die ist mit Sicherheit nicht vollständig.

00:31:03: Seid bitte wirklich unbedingt noch mal daran ermutigt.

00:31:06: Eure Wege sind völlig in Ordnung.

00:31:08: Und wenn dabei immer die Lieblingsfolge läuft, weil das das Einzige ist, was die Situation leichter macht, dann ist es total okay und ihr seid hier in einem Raum, wo ganz viele wahrscheinlich einfach nur nicken, das genauso kennen und auf gar keinen Fall verurteilen.

00:31:25: uns doch gerne auch an euren wertvollen Tipps teilhaben, also so wie beim Thema Krankheiten und Kranksein, auch ab damit in die Kommentare.

00:31:36: Ich finde es super wertvoll zu lesen, könnt ihr auch nochmal gerne durchschauen.

00:31:39: Da sind ein paar schöne Ideen zusammengekommen.

00:31:43: Ich find's toll, wenn wir uns hier gegenseitig unterstützen.

00:31:45: Danke für diese schöne Community, die ich hier immer wieder erlebe.

00:31:49: Und mit diesen Worten freue ich mich auf die nächste Folge, nächste Woche.

00:31:53: Bis.

00:31:56: Und zu guter Letzt natürlich noch ein herzliches Dankeschön an Jakob Jensch und Voice Up Productions für die Bearbeitung und die Produktion dieser Folge.

00:32:08: Ein Kopf voll Gold, was Neurodivagente Kinder brauchen und wie wir sie stärken können.

00:32:16: Ein Kopf voll Gold.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.