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51. "Gold to Go" - Raus aus der Negativspirale

Shownotes

Viele Lehrkräfte wenden sich hier hilfesuchend an mich, wenn es um herausfordernde Kinder geht: „Ich weiß nicht mehr weiter, es macht IMMER das und das oder NIE das und das.“ Klopft euch selber jetzt einmal auf die Schulter, dass ihr das offen und ehrlich ansprecht. Ein wichtiger Schritt. Die Worte „IMMER“ oder „NIE“ deuten schon an, dass man bereits ein bisschen in der Spirale hängt. Menschlich.

Macht euch keine Vorwürfe. Die Negativspirale. Wir Lehrkräfte kennen sie vermutlich alle und haben alle schon einmal mit dem ein oder anderen Kind drin gesteckt.

Sie ist anstrengend für uns, weil sie den Beziehungsaufbau wirklich erschwert und sie ist extrem ungünstig für die potentielle Weiterentwicklung des Kindes, dass oft in der Haltung verharrt: „Ok, wenn ich hier immer nur auf diese Weise wahrgenommen werde, habe ich ja gar keine Chance auch anders gesehen zu werden. Na, da kann ich ja auch gleich in meiner Rolle bleiben.“

In dieser Folge möchte ich einen ersten Schritt anbieten, aus diesem Strudel auszusteigen, in dem ihr euch in einer kurzen Zeitspanne einmal darauf konzentriert: Was gelingt? Und das ist in der Regel eine Menge…

🔗 Paper zur Negativschleife

🔗 Paper zu zurückhaltenden Kindern

Infos zu den Effekten:

🔗 https://www.uni-due.de/imperia/md/content/dia/mindmag82-tgb.pdf

🔗 https://www.deutschlandfunk.de/verzerrte-wahrnehmung-confirmation-bias-bestaetigungsfehler-fake-news-algorithmen-100.html

🔗 https://www.neuronation.com/science/de/priming-wie-konnen-sie-es-nutzen/

Ihr habt selbst eine Frage oder einen Themenvorschlag?

Dann schreibt mir gerne an: einkopfvollgold@gmail.com

Weitere meiner Impulse findest du hier:

Meine Webseiten:

Meine Kanäle:

Meine Bücher:

📚Wilma Wolkenkopf

📚 Wilma Wolkenkopf auf großer Fahrt

📚 Das kleine Häwas

📚 Ein Kopf voll Gold

📚 Hallo Schulanfang

💌 Kooperationsanfragen bitte an: einkopfvollgold@gmail.com

🎙️ Dieser Podcast wird produziert und betreut von Voice Art Productions

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Transkript anzeigen

00:00:00: Hi und herzlich willkommen zu einer neuen Gold to Go Folge in diesem Podcast.

00:00:05: Das ist das Format, wer hier schon länger hat weiß es, indem wir uns mal Details über Neurodivagent angucken und wirklich ganz genau beleuchten oder mal eine einzelne Frage in den Fokus nehmen und uns Zeit nehmen diese ausführlich zu beantworten.

00:00:33: Gleich tun und mit dem heutigen Thema starten, habe ich noch zwei Dinge die ich vorab besprechen möchte.

00:00:39: Das eine ist das Thema Werbung.

00:00:41: Ihr habt sicherlich gemerkt dass in den letzten Wochen hier kleine Werbeclips eingespielt werden.

00:00:47: dazu musste Ich mich entscheiden!

00:00:49: Ich hab schon ein früherer Steller darüber mal gesprochen denn ich finanziere diesen Podcast aus eigener Tasche um euch all diese Informationen zur Verfügung zu stellen.

00:00:59: Ja, also es ist nicht nur meine Arbeit die hier reinfließt für euch sondern ich zahle das auch und das mache ich gerne.

00:01:07: Das ist ja ein super Angebot aber es wäre natürlich schon gut wenn sich dieses Angebot zumindest mit der Zeit trägt und das geht einfach im Podcastbereich nur oder vorrangig über Werbung.

00:01:19: Ich habe einen Weg gewählt, bei dem ich diese Werbung selten selbst einspreche.

00:01:23: Einfach weil mir dieses Partner in Suchen-Werbeverträge schließen und das einsprechen.

00:01:30: Aber das ist nicht so meine Lieblingsbeschäftigung, ist mal vorsichtig sozusagen!

00:01:35: Deswegen läuft es ein bisschen wie bei YouTube.

00:01:37: Da kennt ihr das auch, dass vor den Videos die man sich einfach anschauen kann mal so'n Werbeklipp läuft.

00:01:42: Ich habe nicht so ganz in der Hand was inhaltlich da läuft.

00:01:46: ich konnte bestimmte Dinge ausschließen Die natürlich für mich selbstverständlich sind und hier nicht stattfinden sollen als Werbung.

00:01:51: Aber wer genau dann Werbung macht, das weiß ich nicht so im Detail.

00:01:57: Das ist einfach eine Werbefläche die jetzt zur Verfügung steht.

00:02:00: da laufen kurze Clips und alles was ich bisher gehört habe war für mich total in Ordnung.

00:02:04: Ich bin aber komplett offen dafür.

00:02:05: wenn jemand sagt also das war jetzt irgendwie dann doch nicht ganz so passend Dann meldet mir das gerne zurück.

00:02:11: Total in Ordnung!

00:02:12: Dann kann man nämlich nachjustieren.

00:02:14: Also wundert euch nicht dass das jetzt so der Fall ist?

00:02:17: Ich bitte um euer Verständnis dafür.

00:02:20: Das ist einfach eine Maßnahme, um diesen Podcast auch wirklich weiter halten zu können.

00:02:25: Denn wie gesagt es wäre schon wichtig dass er sich trägt und sich irgendwie gut finanziert.

00:02:32: ab und an wird es dann doch mal vielleicht auch eingesprochene Werbung von mir geben.

00:02:36: ihr wisst ja das ich ab und zu für den Bells Verlag Werbung mache.

00:02:38: das ist natürlich für mich eine super authentische Zusammenarbeit oder auch Werbung, das kommt bald für liebe Kolleginnen und.

00:02:46: Das ist dann der zweite Part, der stattfinden wird aber ich glaube sehr gewinnbringend für euch weil das einfach Inhalte sind die ich sehr schätze manche Bücher die ich ja schätze und die bestimmt für euch einen großen Mehrwert haben.

00:02:58: Der Zweite was sich ansprechen möchte ist dass ich momentan in der Buchabgabe meines dritten Ratgebersstecker und alle Menschen, die schon mal so was wie Abschlussarbeit geschrieben haben oder vielleicht sogar auch mal im Buch oder so größere Projekte abgeschlossen haben diese letzten zwei drei Wochen.

00:03:14: Die sind echt knackig um es mal vorsichtig zu formulieren.

00:03:18: Darum wird das jetzt in den nächsten Gold to go folgen nur sehr kurze Impulse geben, weil mir einfach teils die Kraft, teils der Zeit fehlt für diepe-diepe Recherche.

00:03:30: Und darum widme ich mich Themen über die schon lange Bescheid weiß und wo diese Rechercharbeit schon gelaufen ist – und die werde ich auch relativ!

00:03:38: Kurz halten.

00:03:39: Das einmal einen Einblick in meine Realität und drückt mir die Daumen, dass der einunddreißigste März klappt mit der Abgabe!

00:03:48: Ich sage es euch das Thema um dass ich mich kümmer Eltern- und Lehrkräfte und ihr miteinander.

00:03:53: Das ist echt gehaltvoll und gar nicht so einfach ziemlich komplex und emotional anspruchsvoll.

00:04:00: Aber gleichzeitig eine schöne Herausforderung und mit diesem kleinen Checkup meinerseits gehen wir jetzt in die heutige Folge.

00:04:10: Und zwar möchte ich heute einen kleinen Impuls mitgeben, den ich schon an vielen anderen Stellen immer mal wieder eingebracht habe aber bei dem ich so wichtig finde ihn sich immer mal ins Gedächtnis zu rufen.

00:04:21: auch ich als Lehrkraft muss mir ab und zu ins Gedächsrufen daran zu denken aus der Negativspirale, aus der negativ Schleife mit einem Kind auszusteigen.

00:04:32: Nicht mehr im gleichen Maße wie vielleicht noch zu Beginn einfach weil sich meine Haltung und mein Mindset und mein Wissen so stark weiterentwickelt haben.

00:04:40: aber wir alle wissen denke ich mal und das ist auch ein Teil der Geschichte die wir auch ja im Blick haben müssen Neurodivagente Kinder mit all dem Potenzial dass sie haben und ihr wisst wie groß mein Herz gerade für diese Kinder bringen auch Verhalten mit sich, gerade in diesem Rahmen der so wenig zu ihnen passt.

00:05:00: Das für uns Erwachsene oder auch für die anderen Kinder zum Beispiel in der Klasse wirklich herausfordernd sein kann und das ist etwas was wir uns auch ehrlich eingestehen hätte ich jetzt was gesagt also ehrlich benennen müssen dass es so ist und das dürfen wir als PädagogInnen auch ehrlich benennend zu sagen dieser Sache komme ich wirklich an meine Grenzen.

00:05:19: oder wenn das und das Verhalten sichtbar wird, dann weiß ich wirklich noch nicht so richtig was ich machen soll.

00:05:25: Oder auch einfach ehrlich zu sagen es ist unglaublich anstrengend für mich und manchmal nervt es mich auch und alle Eltern die jetzt hören werden wahrscheinlich wenn sie ehrlich zu sich sind auch sowas sagen nur mit all dem was unser Kind mitbringt unglaublich lieb haben und annehmen.

00:05:43: Und auch wirklich wahnsinnige Schätze und Potenzial in dieser Neurodivergenz finden gibt es manchmal Tage, an denen wir denken dieses Verhalten das bringt mich regelmäßig an den Rand.

00:05:57: Wir können sicher sein dass auch für diese Kinder dieses Verheiten herausfordernd sein kann.

00:06:02: In meinem Buch beschreibe ich ja wie wir diesen ganzen Verhalten sehr zugewandt Begegnen können, da gibt es individuelle hundertfache Wege.

00:06:12: Was ich aber heute besprechen möchte und das ist in der Schule vor allen Dingen eine Dynamik kann aber auch zu Hause passieren dass wir dann manchmal in so Negativspiralen oder Schimpfschleifen kommen.

00:06:22: also wir sind ein bisschen gefrustert von einem bestimmten Verhalten weil wir vielleicht nicht wissen wie wir da agieren sollen oder weil es einfach solange scheinbar wenig Entwicklung in einem bestimmten Feld gibt.

00:06:34: Und dann geraten wir so ein bisschen in eine Spirale aus, ja der Schüler macht immer das oder nie kriegt er das und das hin?

00:06:42: Oder die Schülerin zeigt immer und immer wieder das und zu keiner Zeit schafft sie das und dass!

00:06:49: Wir sind auch ganz oft in genau solchen Benennungen.

00:06:52: immer und nie, nie schaffst du den und den Part.

00:06:58: Und seither milde mit euch, das ist ein ganz menschlicher Effekt gerade dann wenn wir uns auch hilflos fühlen weil wir vielleicht gar nicht wissen was da Sache ist und was wir machen können.

00:07:07: Das Problem daran ist, wenn wir in so eine Spirale geraten dass uns dieses Verhalten... Dieses Verhalten es ist dieser Priming-Effekt über den haben wir schon an anderer Stelle in diesem Podcast mal besprochen Auffallendes Verhalten fällt auf fällt mir immer mehr in den Blick.

00:07:21: Und ich fange an, auf dieses Verhalten auch immer mehr zu achten und es wird dann im schlimmsten Fall in wirklich so eine Negativspirale

00:07:30: gehen.".

00:07:31: Denn Kinder checken natürlich wie wir auf sie gucken.

00:07:35: Die nehmen das bewusst oder unbewusst wahr und dann sind wir in einem anderen Effekt, nämlich dem Pygmalion-Effekt.

00:07:46: Ja, selbst erfüllende Prophezeiung.

00:07:48: Wenn Kinder immer wieder zurückgespiegelt bekommen hey egal was ich mache... Ich habe es da auch gerade zweimal anders gemacht das wird überhaupt nicht wahrgenommen.

00:07:54: Egal was ich mach' ich bin sowieso die die immer im Blick ist die die nie was richtig machen kann genau das was wir als wording nutzen das nehmen sie dann für sich an Und dann entsteht auch gerne eine Verhärtung des Verhaltens.

00:08:07: Ja, dann kann ich es ja lassen.

00:08:08: Dann räumen wir nicht mehr an zu strengen weil ich habe sowieso keine Chance aus dieser Schublade rauszukommen.

00:08:13: Wie gesagt das läuft mich immer alles so ganz bewusst ab.

00:08:15: Das sind noch unbewusste Dynamiken.

00:08:17: aber je länger sowas natürlich besteht umso mehr Konsequenzen hat dass für das selbst Bild des Kindes umso hartnäheriger hält sich ein Strudel umso schwieriger wird es da auszusteigen Und um so Wackeliga, sage ich mal, wird sich auch unsere Beziehung mit diesem Kind als Lehrkraft aber eben auch im weiteren Sinne zu Hause da gibt es die Dynamik auch gestalten.

00:08:39: Wie gesagt, es geht jetzt nicht darum dass ich auf diese hundertfachen Möglichkeiten die Kinder so ein Verhalten präsentieren.

00:08:45: Jetzt die Lösungswege aufzeige.

00:08:47: aber ich möchte einen Anfangsimpuls setzen.

00:08:49: Für das andere habe ich nicht ohne Grund wie gesagt den Buch geschrieben und es würde einfach den Rahmen hier komplett sprengen.

00:08:54: was wir aber tun können ist einen ersten Schritt zu wagen aus dieser Spirale auszusteigen.

00:09:03: Bleibe jetzt mal im Feld Schule, um zu beschreiben wie wir das machen können.

00:09:07: Man kann das aber dann auch für sich ganz gut Zuhause nutzen!

00:09:14: Ich nehme mir für eine bestimmte Zeit – Das können zehn Minuten sein, das kann Pause sein, dass kann Unterrichtsstunde sein oder wenn es passt sogar ein ganzer Schultag und da setze ich mir quasi eine schimpffreie Zeit wobei manchmal dann doch schwierig ist, je nachdem was so präsentiert wird.

00:09:36: Aber ich nehme mir vor in diesen zehn Minuten – sagen wir erst mal nur zehn Minuten setze ich jetzt einen positiven Scheinwerfer und versuche nur darauf zu achten, nur zu beobachten, was diesem Kind gelingt.

00:09:51: Was macht dieses Kind?

00:09:53: alles, was eigentlich auch total ins Unterrichtsgeschehen passt?

00:09:57: Was gefordert ist?

00:09:57: Was gewünschtes?

00:09:59: Wo kooperiert es?

00:10:00: Wo kommt das selber auf wahnsinnig gute und auf Disgruppen-Klimapositive

00:10:06: Ideen?".

00:10:07: Und manchmal gerade zu Beginn wenn wir beobachten müssen wir uns vielleicht die aller allerkleinsten Situation Momente suchen.

00:10:14: aber wenn wir unser Gehirn in diese Blickrichtung trainieren Dann hat das einen riesigen Effekt darauf, wie wir prinzipiell auf dieses Verhalten gucken.

00:10:24: Und wir wissen aus diesem ganzen systemischen Gedanken wenn man aus einem System austritt vielleicht auch nur ein kleines Schritt dann verändert dass an unglaublich vielen Stellen Dinge.

00:10:35: Und ja, was sind jetzt so kleine Beobachtungsmomente?

00:10:38: Ich kann mir zum Beispiel angucken und kann sagen okay die ersten zehn Minuten einer Unterrichtsstunde achte ich jetzt mal darauf.

00:10:45: Dann kann dieser positive Fokus sowas sein wie hey dieses Kind ist zum Unterricht erschienen!

00:10:52: Es gab Phasen in meiner Schuhlaufbahn als unerkanntes neurodivagentes Kind.

00:10:56: da war das eine Riesenleistung dass ich mich dazu aufgerafft habe Jenseits von Schulpflicht.

00:11:01: Ja, die ist da!

00:11:02: Aber trotzdem nur weil sie da ist... ...ist es ja keine Selbstverständlichkeit dass ich fröhlich pfeifend dieser Schulpflicht nachkomme.

00:11:10: Für mich war die Entscheidung Ich gehe da jetzt hin und fahre mit dem Bus vor in die Schultür Geh da auch wirklich rein und stelle mich diesem Rahmen der überhaupt nicht für mich gemacht ist Das war eine große Anstrengung Anerkennung und Wertschätzung verdient hat, auch wenn sie uns überhaupt nicht so im Blick ist.

00:11:27: Dass dieses Kind also kommt und sich dieser Situation aussetzt, die auch für dieses Kind eben nicht leicht ist, ist schon ein Punkt wo ich sage hey schön dass du heute hier bist.

00:11:37: Guten Morgen.

00:11:38: wie auch immer!

00:11:39: Das Kind das setzt sich in den Sitzkreis.

00:11:42: es ist dann vielleicht nicht direkt ganz konzentriert in dieser Phase oder beginnt auch bei der Nachbarin immer so auf den Oberschenkel zu piksen alles möglich Aber es ist in den Sitzkreis gekommen.

00:11:55: oder ich habe gesehen, dass du reinrufen wolltest.

00:11:57: Hey vielen Dank!

00:11:59: Dass du Nael hast ausreden lassen.

00:12:02: Danke das du dir deine Hausschuhe angezogen hast.

00:12:05: In der Grundschule arbeiten wir ja noch viel mit Hausschuhen.

00:12:08: also danke dass du das gemacht hast.

00:12:09: Danke dass du die Jacke aufgehangen hast.

00:12:12: Es gibt wirklich un... glaublich viele, viele gelingende Momente.

00:12:17: Aber wenn wir so in diesem Scheinwerfer-Effekt stecken von dieses Kind zeigt so viel herausforderndes Verhalten dann fallen diese Dinge viel, viel weniger auf das eine Gehirn-Dynamik die wir eben gar nicht so bewusst stellen können dass unser Gehirnt sich einfach das schnappt was sowieso unsere Erwartungen füttert und das andere blendet es einfach potenziell mehr aus ignoriert oder deutet ist vielleicht sogar um auch das ein Effekt der sich Bestätigungsfehler nennt Und einfach wahnsinnig wichtig zu wissen, dass man sich aus diesen Effekten gar nicht befreien kann.

00:12:51: Man kann sie eben nur bewusst wahrnehmen und dann anders agieren!

00:12:55: Also schaut doch mal, nehmt euch das morgen vor, nehmt euch das für die nächste Woche vor.

00:12:58: Wenn ihr es im Eingang klingt, denkt... Es ist gerade so zäh, es ist so anstrengend.

00:13:04: Ja, das ist absolut Teil der Realität und das möchte ich auch nicht absprechen.

00:13:07: wir müssen das benennen dürfen.

00:13:10: Aber um aus dieser Scheinwerferdynamik rauszukommen, nehmt ihr euch eben vor.

00:13:15: Ich gucke jetzt mal für eine bestimmte Zeit was klappt?

00:13:18: Was gelingt und wenn es die allerkleinsten Sachen sind.

00:13:23: Und dann kann ich vielleicht nach diesen zehn Minuten zu diesem Kind hingehen und sagen weißt du was?

00:13:31: Ich bin manchmal glaube ich gar nicht so fair zu dir!

00:13:34: Ich guck immer, wenn etwas nicht klappt und dann bin ich vielleicht auch genervt.

00:13:38: das merkst du vielleicht.

00:13:39: Heute habe ich mir mal vorgenommen, dass du auch ganz viel schaffst und dass du dich wahnsinnig anstrengst.

00:13:45: Und heute hab' ich mich mal angestrengt um zu gucken was da eigentlich alles klappt!

00:13:50: Denn das ist das, was du verdienst, ne?

00:13:52: Dass ich dir auch sage hey, das hast du gerade richtig gut gemacht oder dass ich danke sage, dass Du hier jeden Morgen herkommst obwohl es für Dich nicht immer so einfach ist.

00:14:00: Das weiß ich.

00:14:02: Danke dafür!

00:14:04: Und findet eine Sprache die dann zu euch passt.

00:14:08: Ich bin so ein bisschen der weißte Wasstieb, ist immer so... ich weiss nicht ob das jemand nachverziehen kann.

00:14:14: Damit ich in diese Sprache komme die meine authentische Lehrkraftsprache auch ist aber mir dann wirklich gut überlege wie ich das jetzt mit dem Kind kommuniziere habe ich so einen weißte wass Bild im Kopf.

00:14:26: Weißte was?

00:14:27: Ey!

00:14:28: Ich bin wirklich nicht immer fair.

00:14:30: Das benenne ich jetzt mal einfach so.

00:14:32: Merkst du das auch?

00:14:33: So und dann komm' ich in diesen Modus dieser Sprache mit der ich mich sehr wohl fühle.

00:14:40: Und wenn wir solche Gespräche führen, ich kann auch ... Wenn ich das in diesen zehn Minuten beobachte, so eine kleine Situation beobachter, dann kann ich die auch laut aussprechen.

00:14:49: Kommt ein bisschen auf die Dynamik in der Klasse an, würde ich immer individuell schauen.

00:14:53: Aber wenn ich das Gefühl habe, ich glaube, dass tut dem Kind jetzt gut, dass es einfach vor allen anderen mitbekommt, dass positiv gesehen wird gerade in einer winzig kleinen Anstrengung die wirklich ganz unbedeutend sein kann, wenn man so von außen drauf guckt.

00:15:10: Dann kann das auch sehr, sehr wertvoll sein.

00:15:11: gerade dann, wenn es eben viel auf die andere Richtung gibt, wenn ist eben viel vor der Klasse wo ich immer sagen würde passt da ein bisschen auf.

00:15:18: Wenn es aber trotzdem viel vorderklasse so Feedback bekommt und jetzt Sommerschild sei leise macht dies mach das mach jenes, ne?

00:15:25: Dann ist das vielleicht ein gutes Gegengewicht.

00:15:27: Das würde ich einfach schauen wie das für euch in der klasse jeweils passt.

00:15:31: Also zehn Minuten nehmen Beobachten, auf die kleinsten Dinge achten und dann schauen in welcher Form melde ich das dem Kind zurück.

00:15:37: Und dann mal beobachten was das macht?

00:15:41: Was das mit euch macht, was das mit der gesamten Dynamik macht... ...was es mit dem Kind macht!

00:15:46: Da bin ich sehr gespannt drauf, ihr könntet mir auch gerne mal zurückmelden.

00:15:50: Ich habe dann darüber hinaus auf meiner Webseite linierendkariert.de Ich hab ja zwei einmal Kopf voll Gold.de und einmal Linien Karriert.de ein Paper zusammengestellt.

00:15:59: Das habe ich schon ganz lange, das verlinke ich gleich nochmal wo ihr das Ganze dann auch noch mal schriftlich so ein bisschen fixieren könnt.

00:16:07: Das eine ist eben dieses ständige mein Gehirn trainieren, auch diese Sachen wahrzunehmen nicht in die Falle zu tappen und zu sagen ja aber immer oder nie sonst sagen wir gelingt auch und es darf ich nicht aus dem Blick verlieren und das muss sogar vielleicht ein bisschen größer werden.

00:16:21: in meinem Blick als das andere kann ich das ganze auch mal schrifftig festhalten um mich regelmäßig daran zu erinnern.

00:16:27: Ich habe dazu einen Bogen erstellt auf dem paar Reflektionsgedanken, gibt es ein paar Impulsgedanken.

00:16:35: Und da kann man zum Beispiel drauf schreiben drei Dinge die ich an diesem Schüler dieser Schülerin besonders schätze und dann schreibe ich mal so drei auf.

00:16:44: Kinder, die viel in Konflikte geraten und uns darum echt herausfordern weil wir uns wahnsinnig viel darum kümmern müssen geraten eben schnell auch in diese Schublade von dem Kind das immer ärger macht dass dahinter zum Beispiel ein wahnsinniger Gerechtigkeitssinn steht, der eben noch ein bisschen in förderlichere Bahnen gelenkt werden muss oder ein anderes Ventil bekommen muss.

00:17:08: Sag ich mal so!

00:17:10: Das übersehen wir oft und dann kann ich da hinschreiben...Gerechtigkeitssinn.

00:17:15: Es ist eine wahnsinnige Ressource gerade heutzutage.

00:17:19: Wie gesagt, sie muss vielleicht noch ein anderes Ventil bekommen und wir brauchen Strategien mit dieser ganzen Impulsivität die dahinter steckt dann zurecht zu kommen.

00:17:27: Aber das ist etwas dass man besonders schätzen kann.

00:17:29: Das schreibe ich mir dann auf und fange an – das habe ich richtig bei mir beobachten können – Situation in der dieser Gerechtigkeit Sinn so nach vorne kommt und daraus manchmal eben auch herausforderndes Verhalten entsteht.

00:17:42: Ich bewerte diese Situation plötzlich anders, denke ich ja.

00:17:45: Das war jetzt nicht förderlich.

00:17:46: müssen wir drüber sprechen?

00:17:47: da musst du jetzt auch Verantwortung übernehmen.

00:17:48: Überlegt dir wie ist dem Kind den du da gerade geschadet hast?

00:17:51: Jetzt geht und was du machen kannst damit es diesem Kind wieder besser geht.

00:17:55: Ich helfe dir auch gerne dabei aber es sorgt nicht dafür dass sich mit diesem kind so in einen kompletten Abwärtsstrudel gerate sondern ich weiß hey!

00:18:03: Ich weiß das du diese Situation grad mega mega unfair fandest.

00:18:06: stimmt das?

00:18:07: Ja Kann ich nachvollziehen kann ich verstehen dass du dich so fühlst?

00:18:11: Jetzt müssen wir nur einen Weg finden, wie du das dann anders ausdrücken kannst.

00:18:15: Es macht wirklich so viel Unterschied!

00:18:18: Ich kann mir ein Schatzkistenmoment, so nenne ich das immer mit diesem Kind raus.

00:18:21: Wo hatte ich denn mal so'n richtig schönen Moment?

00:18:24: Und manchmal hilft es sich den dann hochzuholen und manchmal sind es genau diese Momente die entstehen wenn wir eben mal anders drauf gucken.

00:18:34: auch notieren, wo ich eine Unterstützung für eine gute Begleitung für dieses Kind bekomme.

00:18:40: Je mehr ich darauf gucke und zwar ganzheitlich darauf guckere umso eher bekomme ich eine Idee davon worum geht es hier eigentlich wirklich?

00:18:48: Und dann kann ich mir raussuchen, wo hätte ich denn Möglichkeiten anzuknüpfen?

00:18:53: Ich verlinke und versuche wirklich daran zu denken.

00:18:57: Auch nochmal einen anderen Blogartikel.

00:18:59: da ist noch so ein Paper mit einer Übersicht drin welche Anlaufstellen es für verschiedenste Themen gibt und wo man sich vielleicht Unterstützung holen kann und unterschätzt nicht.

00:19:15: Ich hatte gerade jüngst wieder eine Unterhaltung mit einer Schulpsychologin.

00:19:19: Die meinte, die haben zwar gut zu tun ... Aber sie sind längst nicht so ausgelastet wie Sie sein könnten, weil einfach ganz oft vergessen wird dass es dieses Angebot gibt.

00:19:30: Jetzt weiß ich nicht ob das überallregional so ist.

00:19:32: vielleicht war das auch speziell an der Stelle so, dass das nicht so oft genutzt wurde.

00:19:37: aber wendet euch an diese Stellen diese schulpsychologischen Beratungsstellen die für eure Region zuständig sind und vielleicht nicht sofort Aber vielleicht bekommt ihr dort dann eben auch nochmal eine wertvolle Unterstützung.

00:19:49: Oder die können auch noch mal sagen, wir sind hier gerade ausgelastet oder haben das und das ist gar nicht im Repertoire aber die sind nochmal ganz ganz anders vernetzt.

00:19:58: Hier an dir und die Stelle könnten Sie sich wenn da könnte jemand einmal kommen und mit Ihnen darüber sprechen Beispielsweise also hier nochmal ganz große Werbung dafür.

00:20:06: Ich kann auf diesem Paper auch aufschreiben das war mir ganz wichtig was braucht dieses Kind damit dieses Kind seinen Potenzial entfalten kann.

00:20:14: Und da geht es nicht darum, dass ich jetzt nur das aufschreibe was sich gerade vielleicht auch realistisch umsetzen kann sondern wirklich mehr darum was glaube ich braucht dieses kind damit es sich einfach leichter tut zum beispiel oder damit es zeigen kann was in dem steckt.

00:20:31: und dann schreibe ich mal auf was mir so dazu einfällt.

00:20:34: und es geht nicht darum ob ich das morgen so machen kann sondern darum was wäre überhaupt notwendig?

00:20:41: wieder mein Leitspruch, den ich ganz oft habe.

00:20:42: Dann überlege ich okay wie weit komme ich?

00:20:44: Was davon kann ich anstupsen?

00:20:47: Wo hab' ich eine kleine Möglichkeit?

00:20:48: Manchmal sind die Schritte am Anfang ganz ganz klein aber überhaupt nur mal zu sehen.

00:20:52: ok das, dass und dann nicht in so einer Dynamik zu kommen von, ja ich weiß das und das müsste eigentlich sein.

00:20:59: Die Eltern müssten mehr mit ins Boot.

00:21:01: Das gibt es, das ist durchaus eine Realität aber weil die Eltern nicht im Boot sind dann kann ich auch nichts machen.

00:21:06: damit halten wir uns so krass in einer Ohnmacht.

00:21:09: wenn ich aber sage okay diese Situation ist jetzt so die Eltern können aus welchen Gründen auch immer nicht so gut an der Seite stehen wie ich dass hier Schule spräuchte wie das Kindesschule spräuche Aber wie weit komme ich denn?

00:21:21: Bestimmt nicht soweit wie in guter Zusammenarbeit.

00:21:25: Aber es ist auch nicht so, dass wir dann gar nichts mehr für dieses Kind tun können.

00:21:29: Also schreibt wirklich mal auf was bräuchte es in einer Idealwelt für dieses kind und was davon kann ich schon anbieten?

00:21:37: Was davon ist wirklich mit meiner momentanen Kraft und in diesem Rahmen möglich?

00:21:42: Und ich kann euch sagen wie gesagt auch als selbst neurodivergentes Kind das ich eins war Es geht gar nicht darum.

00:21:49: Kinder haben keine perfektionistischen Ansprüche an uns.

00:21:54: So viel Unterschied, wenn jemand kommt und zu uns sagt ich sehe das.

00:21:58: Ich sehe dass das unglaublich anstrengend für dich ist.

00:22:01: Ich habe noch nicht so richtig gut eine Idee wie es viel leichter für dich machen kann aber ich hab mir überlegt wir könnten doch das mal versuchen.

00:22:08: Wie wäre das?

00:22:10: Und das ist schon manchmal alles was es braucht.

00:22:12: Dass es jemand sieht dass sich die Dinge mit Absicht tour Für mich auch schlimm ist, dass diese Dinge passieren.

00:22:20: Dass ich keinen Spaß da drin hab, steht es und ständig in Konflikte zu geraten oder mich ins Auszuschießen – das macht mir auch kein Spaß!

00:22:25: Ich habe noch keine anderen Alternativen.

00:22:27: Das ist einfach das Beste was mir gerade zur Verfügung steht.

00:22:29: aber schön finde ich das auch nicht.

00:22:32: Und jemand sieht das und sieht diese Anstrengung und jemand bemüht sich darum eine Lösung zu finden Egal wie klein die am Anfang ist, daß es das was so viel Unterschied machen kann.

00:22:42: Manchmal das ist als Gemeinde auch erst in zwanzig Jahren.

00:22:45: manchmal sehen wir die Effekte als Lehrkraft.

00:22:46: wenn mir die Kinder dann weitergeben nicht so direkt aber ganz oft eben auch schon und es lohnt sich immer und in jedem Fallen Dann kann ich noch schauen auch dazu wird eingeladen dass sich ein dass ich mal gucke, wo ist eigentlich der positive Beitrag dieses Kindes zur Klassengemeinschaft.

00:23:03: Ich bin ganz oft in diesem, oh das Kind ist so laut und stört die anderen.

00:23:06: oder das Kind zettelt dauernd Konflikte an oder das kind steckert oder daskind macht dies und das und jenes und isst eher für die Klassengemeinschaft eine Belastung.

00:23:15: auch da ist es ein Blick, der leider entsteht und dann hilft es manchmal zu sagen hey was hat dieses Kind?

00:23:20: Das ist ein bisschen mit den Ressourcen verknüpft.

00:23:22: eigentlich für Ressoursen, die super wertvoll sind für eine Klassengemeinschaft und Gerechtigkeit sind, ist eine super wertvolle Ressource.

00:23:29: Habe ich vielleicht sogar irgendwo ne Möglichkeit die anders unterzubringen als das jetzt der Fall ist?

00:23:36: Das sind Gedanken, die erst losgehen können wenn nicht überhaupt auf die Idee kommen ach warte mal dahinter steckt ja eigentlich was durchaus sehr wertvolles.

00:23:44: Und zum Schluss wird noch einmal dazu eingeladen dass man die größte Stärke, die man selber an diesem Kind sieht wirklich ein Für sich selbst reflektionsbogen Dass man die nochmal aufschreiben kann.

00:23:55: Daraus ableidend habe ich noch mal so ein Kärtchen erstellt, wo man wenn man so ein bisschen darüber nachgedacht hat.

00:24:02: Vielleicht dieses Beobachten diese zehn Minuten auch immer über eine Woche gemacht hat oder wenn man Fachlehrkraft ist über mehrere Wochen weiß nicht zwei drei Wochen vielleicht aber auf und über eine Stunde völlig egal guckt da welcher Rahmen für euch passt dass man dem Kind das auch nochmal mitgeben kann.

00:24:17: Und da gibt es einen Kärtchen, das ist ein Sternenkärtchen.

00:24:20: Drei Sternchenmomente, Lieblingsmomente Schatzkistenmomente wie auch immer man sie benennen möchte.

00:24:24: Dann schreibe ich drei Situationen auf die mir das Herz gewärmt haben mit diesem Kind und wo ich noch mal zurückmelden kann was ich wirklich wahnsinnig... schön fand und was ich schön fand zu beobachten.

00:24:37: Und das gebe ich dem Kind mit, vielleicht auch mit dem Hinweis und zeig das ruhig Zuhause mal.

00:24:43: Mama, Papa wem auch immer Oma, Opa oder Schwester zeigt es deiner Freundin aber halt nur für dich je nachdem wie die Lage so ist.

00:24:51: Und aber meistermunter ich schon dazu, das wirklich auch mal jemandem zu zeigen und sagen hey.

00:24:59: Das ist doch eine super wertvolle Rückmeldung in diese Richtung und es auch für Eltern schön die sehr auch mitleiden wenn ein Kind in so einem Blick geraten ist zu sehen dass es auch anders wahrgenommen wird.

00:25:12: Auch das ist nochmal ganz wertvoller ja Seitenstrang in dieser Zusammenarbeit.

00:25:19: So Jetzt habe ich euch das mitgegeben.

00:25:21: Wie gesagt, verzeiht wenn da irgendwelche Gedanken so ein bisschen durcheinander wuseln oder wenn ich mich an einen solchen Stellen wiederhole... Mein Kopf ist sehr voll gerade!

00:25:30: Nichtsdestotrotz glaube ich habt ihr jetzt hier was Gutes mitbekommen und ja.. Ich wünsche euch wirklich ganz ganz schöne Momente in der Entscheidung einfach mal zehn Minuten diese Fehlerbrille abzusetzen Diese Defizitbrille Abzusetzen Die Stressbrille runter zu nehmen und zu gucken Was gelingt?

00:25:48: Und es gelingt Eine ganze Menge.

00:25:51: In diesem Sinne freue ich mich auf die nächste Folge, bis dahin!

00:25:56: Und zu guter Letzt natürlich noch ein herzliches Dankeschön an Jakob Jensch und Voice-Up Productions für die Bearbeitung und die Produktion dieser Folge.

00:26:08: Ein Kopf voll Gold was Neurodivagente Kinder brauchen und wie wir sie stärken können.

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