52. Regulation – Warum sie im Bereich der Neurodivergent der Mount Everest ist - mit Kiran Deuretzbacher
Shownotes
Wie gelingt neurodivergenten Kindern Regulation? Warum sind es oft die grundlegendsten Dinge, die uns regulieren? Wie kann ich mein Kind co-regulieren, wenn ich selbst nie gelernt habe, wie ich mich selbst reguliere? Hat Regulation in einem Meltdown überhaupt eine Chance? Und was haben eigentlich farbige Planeten damit zu tun?
Darüber spreche ich in dieser Folge mit Kiran Deuretzbacher, Autorin des wundervollen Buches „Starke Gefühle, starker Halt.“
Hier findet ihr mehr über Kirans Arbeit:
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🔗 https://www.instagram.com/kiran.deuretzbacher/
Und hier gehts zu Kirans Buch:
🔗 https://www.amazon.de/Starke-Gefühle-starker-Halt-Selbstregulation-ebook/dp/B0F2SRC3RX
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Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:00: Gerade
00:00:01: für Eltern ist eins absolut wichtig.
00:00:04: Selbstregulation vor Korregulierung!
00:00:07: Dieser Satz meiner heutigen Gästin, Kiran Deuretsbacher klingt so simpel und es doch gerade im Kontext Eltern schafft mit neurodivagenten Kindern der Mount Everest – und überhaupt Regulation.
00:00:20: die große oft so herausfordernde Aufgabe Regulation Bergbesteigung und irgendwie leider auch Achillesferse.
00:00:28: Ich freue mich so sehr auf die heutige Folge, denn ich weiß dass dieses Thema eines der großen Kernthemen ist wenn wir über Neurodivergents sprechen und ich bin mir sehr sicher mit Kirin das perfekte Gegenüber für diesen Bereich ausgewählt zu haben.
00:00:42: Sie ist ursprünglich nämlich Ergotherapeuten also schon hier eine deutliche Expertise im Bereich Regulation und mittlerweile ist sie seit vielen Jahren unter anderem Eltern Familien- und Parberateren Autorinnen und Podcasterinnen.
00:00:56: gerade hat sie ihr neues Buch veröffentlicht.
00:00:58: Beziehungsweise wenn du diese Folge hörst, ist es schon ein bisschen her aber wir nehmen sie etwas früher auf und dieses Buch heißt starke Gefühle, starker Halt selbst Regulation für dein Kind und dich.
00:01:09: Wie sagt man heute also so schön?
00:01:11: Wir gehen rein!
00:01:26: Liebe Kieren, Regulation.
00:01:28: Ist das die Sache mit dem sich zusammenreißen
00:01:31: können?
00:01:31: Nee Ganz klar nicht.
00:01:35: Vielleicht haben wir das gelernt, aber zusammenreißen ist einfach nur beste Grundlage zum explodieren.
00:01:42: Regulation ist etwas anderes.
00:01:43: Was ist Regulation?
00:01:44: Ich selber empfinde es sehr als... man wird es im Buch auch merken.
00:01:49: ich habe sehr gerne innere Bilder und Regulation bedeutet für mich so ein bisschen mit der Welle zu tanzen oder mit der welle zu gehen.
00:01:57: Zusammenreißen oder wegdrücken ist so, um gegen die Welle anzukämpfen.
00:02:00: Gefühle auch wenn wir das neurobiologisch in unserem Gehirn verstehen.
00:02:04: Die Hormone und so kommen so wellenartig.
00:02:07: Und Regulation bedeutet eigentlich dass wir diese Welle rocken können ohne dabei unterzugehen Und auch nicht, dass unser Kind dabei untergeht.
00:02:16: Ein
00:02:17: sehr schönes Bild.
00:02:18: was das genau bedeutet und wie man solche Wellen gut nehmen kann wie man die Welle reiten kann vielleicht auch das besprechen wir jetzt im weiteren Verlauf.
00:02:27: ich bin deswegen so ein bisschen provokant eingestiegen weil Regulation ja in heutigen Kontext oder diese Beschäftigung damit Und Eltern, die dieses Thema wirklich verantwortungsbewusst ernst nehmen für sich und ihre Kinder vor riesigen Aufgaben stehen.
00:02:44: Das bringt große Herausforderungen und auch Anstrengung mit sich.
00:02:48: Und diese Eltern bekommen dann oft zu hören, was ist das eigentlich?
00:02:51: Also früher war es da auch kein Problem oder bei mir im Schulkontext.
00:02:54: Aber die Kinder heutzutage ... keiner kann sich mehr regulieren.
00:02:58: Alle sitzen da eben nicht mehr!
00:03:02: Das ist der Punkt.
00:03:03: Also früher konnten sie das doch auch.
00:03:05: ohne dass man das jetzt so extra mit denen trainiert hat.
00:03:07: Früher saßen doch da dreißig Kinder fleißig und ruhig im Klassenzimmer, das ist ja wohl eher ein Problem unserer heutigen Zeit.
00:03:16: und da mir das immer ein bisschen sauer aufstößt war mir ganz wichtig einmal reinzubringen, dass das was damals passiert ist wohl eher einen Zusammenreißen war und du hast schon gesagt die Garantie für das explodiert.
00:03:28: Wann genau ist nämlich die Frage?
00:03:30: Manchmal erst viele, viele Jahre später.
00:03:33: Ich
00:03:33: wollte gerade sagen das sind die Eltern wie bei mir.
00:03:35: dann sitzen also die Verantwortungsbewussten bei denen aber eben super schnell die Hutschnur platzt wenn das eigene Kind plötzlich wütend ist so und dann sehr viel unterdrückte Gefühle da sind die schwer sind.
00:03:47: Und ich finde es sehen wir in der jetzigen Generationen die aber sagen wir mal den Mut hat in einer gewissen Tendenz sich dieser Herausforderung zu stellen.
00:03:54: Wir sehen's aber auch in früheren Generationen die sich diesem Problem vielleicht nicht stellen.
00:04:00: Und da auch durchaus sehe ich zumindest in meinem Umfeld sehr viele Generationskonflikte entstehen von Menschen, die sich weiterentwickeln möchten und sich diesen Gefühlen auch mal stellen wollen und Menschen, Deswegen ist Regulation nicht nur einfach so ein kleines Seitenthema im Bereich Elternschaft oder eben für Kinder, sondern das ist wirklich was gesamtgesellschaftliches und formt auch Gesellschaft die Art wie wir lernen uns zu regulieren.
00:04:28: Und du hast eben schon gesagt Du arbeitest so gerne mit Bildern und ich finde dass merkt man auf jeder Seite deines Buches.
00:04:35: Wir haben im Vorfeld schon ein bisschen gesprochen.
00:04:37: Ich habe gesagt dass sich so Regulationsbücher Nicht immer so ganz einfach finde, weil eben dieses Thema so komplex ist und ich dann schwierig finde so drei vier Tipps in Bücher zu schreiben.
00:04:47: Deins aber finde ich ganz besonders gelungen, weil du es schaffst das Ganze gut in Bilder zu setzen die man sich immer wieder hervorrufen kann und es sehr konkret
00:04:56: einbild
00:04:57: beschäftigt sich mit dem Weltraum.
00:04:59: Du schreibst Willkommen im Planetensystem in deinem Buch und mir gefällt dieser Zusammenhang zwischen Gefühlswelten und Planeten unheimlich gut, auch das Bild der Rakete die wir dann da haben.
00:05:12: Magst du noch mal genauer erklären was sind diese Planeten?
00:05:15: Was hat das mit diesen Planeten auf sich?
00:05:17: Vielleicht mache ich nochmal ganz kurz auch etwas zu den Bildern sagen, die eben gerade auch für unsere Neurodevegentengehirne super sind Gerade auch wenn es stressiger ist, weil unser Wissen ist vorne im Cortex und die Impulssteuerung und all diese Geschichten.
00:05:33: Für uns noch der vergente Gehirne ist das ja auch der Bereich, der oft sehr herausfordernd ist.
00:05:37: Und wenn die Gefühle sehr stark sind, dass es weiterhin im emotionalen Bereich haben wir oft nicht so den Zugriff wie groß und wie klein nicht?
00:05:44: Die Bilder, die inneren Bilder, ...die ich eben sehr bewusst nutze in meiner Arbeit und eben in dem Buch, ...sind auch mehr im emotionalem Zentrum verankert.
00:05:53: Deshalb kommen wir da schneller und besser ran Auch wenn wir im Stress sind und wenn wir starke Gefühle haben, sind wir im Stress.
00:06:01: Wissensriesen- und Umsetzungszwerge helfen innere Bilder um unser Wissen auch in die Umsetzung zu bringen.
00:06:09: Die Umsetzung genau.
00:06:10: ich habe vier Planeten, die so Erregungszustände beschreiben.
00:06:17: Die sind nicht ganz einzelnen Gefühlen zugeordnet sondern Erregungszuständen des Nervensystems.
00:06:22: Da gibt es den Rückenplanet, da haben wir richtig viel Kraft.
00:06:26: Da können wir für Grenzen uns einsetzen, da können wir Power und wir können Ziele erreichen, Sport machen... Wir können aber auch auf dem roten Planeten nur noch Rot sehen, gar nicht mehr wissen wo es lang geht.
00:06:39: Dinge tun und sagen die wir so nie tun und haben wollten.
00:06:41: Dann gibt's den grünen Planeten.
00:06:43: da können wir richtig gut denken, richtig gut kreativ sein!
00:06:46: Wir können sehr empathisch sein, wir können Gesichtszüge besser lesen... ...wir können uns bessern andere Nein fühlen.
00:06:53: Dann gibt das den blauen Planeten.
00:06:56: der ist tatsächlich für mich gerade relativ schwierig zur Ruhe zu kommen einzuschlafen Vertrauen ist da viel.
00:07:04: Es gibt aber auch die andere Qualität des blauen Planeten, wenn man eher so eingefroren ist, wenn gar nicht mehr so viele Bewegungen geht.
00:07:13: und dann gibt es den gelben Planeten.
00:07:15: Den habe ich ein bisschen hinzugefügt weil ich denen so wichtig finde das ist so ein Zwischenplaneten.
00:07:20: oft können wir's gar nicht genau sagen wo sind wir eigentlich oder sind wir auf dem Weg?
00:07:23: Am Anfang meiner Eltern schafft gings mir ganz oft zu ich hab gesagt Ich bin entspannt, ich bin entspannend und plötzlich pröllig!
00:07:32: Und da gibt es einfach den gelben auch nochmal, wo?
00:07:35: ja irgendwie sind wir dazwischen.
00:07:37: Das ist tatsächlich der Planet, bei dem ich beim Lesen am meisten angedockt bin und den ich jetzt auch so wirklich schnellst am Spontanzen quasi so wiedergeben könnte.
00:07:47: Weil das bei mir auch so dieses Ach ja es gibt ja was dazwischen.
00:07:51: Ich bin ja Autistin und da gibt es so dazWischen nicht immer.
00:07:55: so weil diese Übergänge eine Herausforderung sind und wir gerne in diesen festen Denken von zwei ganz klare Klarheit.
00:08:06: da und dann bin ich da, dass es da Wege dahin gibt.
00:08:09: Und das man sich dazwischen irgendwie auch nach dazWischen fühlt und so ein bisschen schwimmt.
00:08:14: Das mögen wir nicht so gerne!
00:08:17: Es ist aber so wichtig – auch wenn ich das nicht mag – bin ich in solchen Zuständen und die besser zu begreifen einfach fester zu machen und dem einem Rahmen zu geben, in dem ich sage Ich bin jetzt auf dem gelben Planeten finde ich total hilfreich.
00:08:31: Und war hier auch ein Bild das sich eine meiner Kinder gut mitgeben konnte.
00:08:35: diesem Kind geht nicht ganz ähnlich.
00:08:37: Und deswegen da bin ich so am meisten angedockt und habe das richtig nochmal für mich mitgenommen dass es auch einen dazwischen gibt.
00:08:47: Genau, auf jeden Fall auch ganz wichtig ist was es auch im Gespräch schon ein bisschen rauskam.
00:08:50: Es gibt nicht den guten oder den schlechten Planeten!
00:08:53: Es gibt dem passenden Planeten für die passende Situation maximal und das ist sozusagen Regulation auf dem Planeten zu landen der hilfreich für uns ist in der Situation und er angebracht
00:09:05: ist.
00:09:06: Da sprichst du schon etwas an was ja dann ganz wichtig wird wir wollen da irgendwie landen und das heißt sie müssen da irgendwie oder wollen müssen wollen.
00:09:15: Manchmal ist dies, manchmal ist das da irgendwie
00:09:18: hinkommen.".
00:09:20: Das ist ja letztendlich die große Aufgabe oder?
00:09:24: Ja absolut!
00:09:26: Hinkommen.
00:09:27: also genau das eine hat mir schon das allererste und wichtigsten größte es eigentlich erst mal zu erkennen wo bin ich?
00:09:35: Wo bin ich?
00:09:36: und dann...wo will ich hin?
00:09:39: Und wie komme ich da hin?
00:09:41: Da gibt es hier Raketen sozusagen in meinem Buch.
00:09:44: Bei dem, wo bin ich gerade ist ja das Bild der Planeten dann eben ganz wichtig einmal zu checken und ich finde gerade mit so Bildern können das auch sehr junge Kinder schon gut festzustellen.
00:09:54: Wo bin ich jetzt eigentlich gerade auf welchen Planeten halte ich mich auf?
00:09:58: was ist hier gerade los?
00:10:00: Gerade wie gesagt wenn sie so Bilder an die Hand bekommen Und dafür danke ich dir nochmal sehr, weil das war wirklich ganz wertvoll.
00:10:08: Jetzt sagst du es gibt passende Situationen zu passenden Planeten und im besten Fall geht das so miteinander einher?
00:10:15: Wenn ich jetzt auf einem Planeten bin, auf dem ich in diesem Moment eigentlich nicht sein möchte oder wenn ich bewusst einen anderen Planeten ansteuern möchte wo fange ich an?
00:10:28: Wo fange ich an genau?
00:10:29: Also wie gesagt, erst mal das ein bisschen erkennen.
00:10:31: Wo bin ich eigentlich und auch zu verstehen dass ich da zurecht erstmal bin.
00:10:39: Manchmal hat das was mit unserer Geschichte zu tun.
00:10:42: oft hat das etwas auch mit unserer Wahrnehmung zum Beispiel unsere Neurettervergänz zu tun.
00:10:47: Mit unserem Alltag hat das viel zu tun, wie wir auch auf unsere Bedürfnisse achten.
00:10:52: und das ist so ein Punkt wo ich mit ansätze, mit anfange, wo ich sage Regulation, gesunde Regulation geht nicht wenn wir nicht anfangen einen Blick auf unsere bedürfnisse zu richten Auf die körperlichen und die emotionalen Und da gibt es einfach wirklich einen neurobiologischen Grund.
00:11:14: Diese Gefühlsregulation managt ganz viel das vegetative Nervensystem.
00:11:19: Das ist das Nervenystem, was unser Überleben sichert, dass wir nicht bewusst steuern können und es steuert ebenso unsere Atmung, unseren Herzschlag, unseren Puls usw.
00:11:30: und so fort und eben auch unsere Verdauung unserer Wärme-Regulation.
00:11:36: wenn wir jetzt zum Beispiel dauerhaft eine volle Blase haben wir hungrig sind.
00:11:42: Und noch eine Divergenz später, einerseits rein aber auch Erziehung ganz viel von unserer Gesellschaft, wie kriegen das gar nicht mehr bewusst war?
00:11:48: Wie oft saß ich mit voller Blase und hab das gar nie wahrgenommen.
00:11:52: Aber
00:11:53: die Informationen gehen trotzdem durch unser Nervensystem.
00:11:56: also da piepst sie ganze Zeit.
00:11:58: blase ist voll, blase is voll, blaze is voll!
00:12:00: Wir haben es nicht auf den Trichter.
00:12:02: Aber das Nerven-System ist damit beschäftigt.
00:12:05: Und dann kommt unser Kind in Wutanfall und wir bräuchten jetzt volle Power um damit unserem vegetativen System nicht mit reinzuspringen.
00:12:13: Aber wir haben nicht volle Power, weil wir voll hungrig sind und unsere Blase voll ist und uns eigentlich noch kalt ist.
00:12:19: Dann haben wir einfach nicht voller Power so.
00:12:21: Es gibt dann teilweise Strategien aber das ist ein Punkt der nicht leicht ist, der viele Schritte hat.
00:12:28: Manchmal ganz schön profund ist.
00:12:30: also manchmal denke ich auch in den Beratungen mache ich mir Sorgen dass die Eltern denken dafür Oder ich schreibe ein Buch und sage halt, es ist wichtig regelmäßig auf Toilette zu gehen.
00:12:41: Aber das ist ein großer Part!
00:12:43: Und auch für die Kinder ganz doll... Es ist sogar für unsere neue divergenten Kinder nicht immer die leichteste Herausforderung aber zu verstehen wenn ich ständig wütend werde oder wenn ich da total gereizt bin um eine Klassenkameradene nicht mehr abhaben kann vielleicht muss ich mir erst mal den Riegel in den Mund stecken und dann geht das vielleicht schon besser.
00:13:02: Was sich daran so schwierig finde ist ja einmal dieses spüren.
00:13:07: Gerade wenn es um körperliche Sachen geht, da hast du das Thema Neurodiver ganz angesprochen ist eben nicht immer die leichteste Aufgabe.
00:13:13: was ich so herausfordernd finde gerade für... Ich würde sagen es ist eher der Part ADHS Gehirn, dass diese Aufgabe nicht abgeschlossen ist.
00:13:22: Das heißt, wenn ich mir quasi sonst meinen Tag strukturiere kann ich sagen okay.
00:13:27: Ich gehe duschen super anstrengend für mich.
00:13:29: aber ich weiß Wenn ich diese Schritte durchlaufen habe bin ich am Ende fertig geduscht und dann bin ich den ganzen tag fertig geduschet.
00:13:36: Dann hab' ich die Aufgabe für den tag abgehakt.
00:13:39: oder wenn ich sage, ich bringe ein Paket zu Post.
00:13:42: Dann weiß ich da ist so diese Aufgabe.
00:13:44: die muss sich irgendwie erledigen.
00:13:45: an diesem Tag und in dem Moment wo ich sie erledigt habe mache ich einen Haken dran und vielleicht muss ich in drei vier Wochen nochmal irgendwie ein Pakett zur Post bringen.
00:13:52: aber erst mal ist dieses Ding abgeschlossen.
00:13:54: Und was ich so herausfordernd finde das geht mir als Erwachsene so und beobachte auch bei Kindern Ist dass diese Aufgabe eine stetige Aufgabe ist die nicht aufhört.
00:14:05: Dann ist es so ein, ja jetzt war ich auf Toilette.
00:14:08: Super!
00:14:08: Jetzt ist die Aufgabe... Also mein Gehirn macht dann schnell erledigt für heute und das ist so eine Kraftanstrengung zu sagen nee könnte schon sein dass sich heute nochmal auf die Toiletten gehe oder dieses Essen und manchmal bin ich richtig wütend auf diese ganzen Körperbedürfnisse weil ich denke oh Mann ich war doch jetzt heute schon mal auf Toillette.
00:14:28: eh wieso muss ich noch einmal?
00:14:30: Das ist ja nervig Oder auch wirklich die ganze Zeit Die laufen ja auch nicht, das ist ja nicht so ein Pulk-Essen auf Toilette gehen.
00:14:38: Dafür schnell sorgen dann ist es erst mal alles wieder für drei Stunden abgehakt und das geht weiter sondern das ist die ganze Zeit!
00:14:43: Dann musst du aufs Klo, dann ist eine Mahlzeit, dann kommt irgendwie das Bedürfnis da musst du mal kurz Pause machen, musst du einmal atmen, dann musst du immer wieder aufs klo.
00:14:51: also es ist einfach so eine permanente Anforderung die irgendwie nicht abschließbar ist und ich finde... Das macht für mein, also für meinen Gehirn zum Beispiel ganz ganz schwierig.
00:15:01: Weil ich mir denke so habe ich jetzt gemacht
00:15:03: reich für heute.
00:15:04: aber so ist es ja nicht.
00:15:05: Erlebst du das auch?
00:15:06: Voll spannend!
00:15:07: Ist tatsächlich gerade also total hilfreich und spannend für mich.
00:15:11: So genau dass nochmal zu hören.
00:15:14: Ich kann von mir berichten, dass ich das einfach... Also zum Beispiel habe ich das gravierend noch mal gemerkt.
00:15:20: die Auswirkungen als mein jüngstes Kind eingeschult worden ist.
00:15:23: Gerne da aber auch ein neurodewagente
00:15:27: aktives
00:15:28: angepasstes Kind eher was super gerne in die Schule gegangen
00:15:32: ist
00:15:33: und ich froh war das Kind in die schule gegangen ist, ich meinen Vormittag gerockt hab's abgeholt habe.
00:15:39: Potsplitzbänge sind ja explodiert!
00:15:42: Und das war dann zum Beispiel genau, da habe ich dann tatsächlich die Rituale für mich eingeführt.
00:15:47: So
00:15:48: es braucht nicht viel fünf Minuten vorher den Rechner aus.
00:15:52: Gehe auf Toilette, trink ein Schluck Wasser, esse einen Apfel überlege ganz bewusst Pulli an oder Pulli aus und für mich ist z.B.
00:16:02: Regulation auch sehr viel mit Bewegung zu tun.
00:16:07: Ich habe die Möglichkeit auch so am Fluss entlang, das sind drei Minuten länger.
00:16:10: Natur-Wasser ist für mich super mit der Regulation und da hab ich sozusagen mit dem was ich vorher gemacht haben mit meinem Nervensystem sozusagen.
00:16:18: Ich habe auch gerne da wieder den Bild den Reizrucksack.
00:16:21: Ich hab meinen Reizrucksack sozusagen ausgelehrt weil mein Kind kommt von der Schule mit einem super vollen Reiz rucksack vor meinem Kind kann ich das gerade noch nicht erwarten dass es eben schafft auf Toilette zu gehen, zu essen.
00:16:32: Die ganzen Eindrücke Mein Reizrucksack ist in dem Moment leer, relativ.
00:16:38: Und ich habe Powermöglichkeiten und kann dann dieses aufgeregte kleines Raketchen was aus einem aufregenden wundervollen tollen Schulter kommt andocken.
00:16:48: Ich hab die Kapazität das es andockern kann und ich jetzt eben co-regulieren kann.
00:16:53: Ja, danke für diesen ganz wichtigen Hinweis.
00:16:55: Wenn ich einfach selber merke, okay, ehrlicherweise fällt es mir schwer auch wenn ich es so weiß und auch wenn Ich ein bisschen den Fokus darauf lenke mich gut zu spüren und wahrzunehmen Und das wird auch so bleiben weil mein Gehirn dafür sorgt dass Es immer ein bisschen schwieriger ist als vielleicht bei anderen Eltern Dann sich bewusst Zeiten zu nehmen und dies fest zu verankern.
00:17:15: Wo ich weiß selbst wenn ich jetzt vielleicht eine halbe Stunde nicht drauf geachtet habe oder Vielleicht eine zeitlang nicht drauf gearbeitet hab gibt es diese festen Verankerungen am tag Ablauf, wo ich quasi routiniert einmal so die Palette durch gehe.
00:17:27: Das nehme ich auch nochmal für mich mit denn das ist definitiv eine meiner Schwachstellen.
00:17:32: bis zum Schluss!
00:17:34: Noch schnell dies und das.
00:17:35: Und schnell noch abschließen und so, dann kann ich ganz viele Dinge von dieser Tuduliste streichen die ich gerade gesagt habe aber der Tudupunkt sich um Saskia kümmern fällt in der Regel runter weil er nicht so schön als abschließbarer Tudu-Punkter drauf steht.
00:17:49: Das nehme ich mir auf jeden Fall nochmal mit.
00:17:51: heute werde ich gleich anwenden wenn ich heute meine Kinder abhole.
00:17:55: Also einmal wahrzunehmen auf welchem Planeten bin ich ist in manchen Situationen, glaube ich, leichter.
00:18:02: Ich könnte mir vorstellen das sich gut anzugucken und dann wegzusteuern.
00:18:08: wenn man auf dem roten Planeten ist es vielleicht schwieriger oder würdest du sagen egal auf welchem planeten?
00:18:14: man ist immer die gleiche Anforderung sich da wahrzunehmen und von dort vielleicht auch anders wohin zu kommen wenn man das möchte.
00:18:21: erstens krabbi sehr individuell.
00:18:24: Das ist auch eine ganz persönliche Geschichte, die man da mitbringt.
00:18:26: So ein Nervensystem bringt ja immer seine Geschichte mit und mich wahrnehmen auf welchem Planeten ich jetzt bin.
00:18:34: Das finde ich ein Riesenberg!
00:18:36: Und ehrlich gesagt Nervensystemsarbeit begleitet mich seit, ich glaube, im Jahr zwei Tausend Fünfzehn, Sechzehn?
00:18:41: Ich kann dir nicht immer sagen, auf welchen Planet ich bin.
00:18:45: Aber dieser Impuls einmal reinzugucken, eine Ahnung davon zu haben, eine Idee davon zu Darum geht's.
00:18:53: Mir geht es in keiner Stelle meiner Arbeit und diesem Buch auch um Perfektion, also das Ziel ist nicht dass ich jedes Mal... Also vielleicht kann es jemand aber Ich kann es nicht auch nach diesen vielen langen Arbeiten im Nervensystem und Therapie und Wissen und Coach und Ausbildung Aber sozusagen diesen Impuls zu haben.
00:19:11: Wo bin ich denn ungefähr?
00:19:12: Dann ist natürlich Hat es eben, also manche finden den blauen Planeten besonders schwierig daraus zu kommen.
00:19:19: Ich finde ihn zum Beispiel besonders schwierig zu treffen.
00:19:21: Also gerade ich bin abends so oft auf dem grünen Planeten und komme von dem Grünplaneten dann nicht runter in die Ruhe.
00:19:28: was bei dem roten Planeten sozusagen wenn wir da auch die Hormone sozusagen nochmal verstehen als wenn ein Riesenwut-Anfall ist?
00:19:36: Die Halbwertzeit dieser krassen Wut, Hormonen sozusagen sind gar nicht so lange Da passt dieses Bild der Welle wieder so gut.
00:19:46: Manchmal geht es wirklich, also auch ja dieses buch starke gefühle starker Halt.
00:19:51: manchmal bedeutet das auch einen moment halten zu können sofort wegsteuern wenn wir sofort unser kind weg steuern wollen her auf wütend zu sein.
00:20:00: oder guck mal ich habe hier und das schaffen wir so da fuschen wird sozusagen immer nur noch rein und die homone kicken nochmal nach oben.
00:20:07: also manchmal braucht es einfach auch die zeit und des vertrauen diese Welle ein bisschen zu reiten.
00:20:14: Genau, und ich glaube es ist sehr unterschiedlich welcher Planet einen wie herausfordert.
00:20:20: Ja das kann ich nochmal ganz gut nachvollziehen.
00:20:24: Jetzt hast du gesagt, einmal ist es ein bisschen halten.
00:20:26: Das heißt, dass nicht sofort.
00:20:28: mein Impuls ist weder mein eigener noch der in Bezug auf meinen Kind und das muss auch nicht mit meinem Kind so sein.
00:20:34: Dass man sagt, ich bin jetzt hier, ich will aber dahin also schnell weg hier oder ah!
00:20:37: Der Planet passt jetzt gerade überhaupt nicht.
00:20:39: Du hast ja über diese Passtgenauigkeit gesprochen die im besten Fall da ist wenn das eben nicht passt, dass man sagt dieser Planet ist jetzt aber ganz ungünstig.
00:20:48: Roter Planet Bodenschmeißen Wutanfall während einer Kasse stehen ist zum Beispiel eine Situation, in der wir das irgendwie schlechter begleiten können.
00:20:59: Oder anstrengender ist es Ganze zu begleitern als wenn wir Zuhause in unseren sicheren Verwänden sind und Zeit haben.
00:21:04: z.B.
00:21:06: Und jetzt meintest du aber... Das ist gar nicht immer so.
00:21:08: das Ziel da sofort wegzukommen sozusagen sondern kurz mal irgendwie auch so durch... Ich verstehe es so als durch das Gefühl ein bisschen durchzugehen, dass ich mal ein bisschen zuzulassen war zu nehmen Da
00:21:24: gibt es ein großes Missverständnis, auf dem ich auch saß am Anfang meiner Eltern schaffte.
00:21:28: Ich hatte gedacht mein Job als Mama ist es dafür zu sorgen dass mein Kind so oft wie möglich glücklich und zufrieden ist.
00:21:35: Und das war ganz schön anstrengend und schwierig!
00:21:39: Mit allem Wissen kann ich sagen unser Job als Eltern oder Bezugsperson Menschen also große Menschen die kleinen Menschen begleiten ist nicht unser Job dass unsere Kinder sozusagen nur eine Einplanet kennenlernen oder nur ein Gefühl, sondern es geht darum die Kinder Sicherheit zu gewinnen in diesem ganzen Planetensystem.
00:21:59: Es ist unser Job sozusagen dass die Kinder das ganze Fahrpalette der Gefühle erleben können und das ist ein wichtiger erster Schritt.
00:22:08: also für mich zu verstehen es ist nicht schlimm dass mein Kind jetzt auf dem roten Planeten gelandet ist.
00:22:13: Das ist vielleicht anstrengend, das ist vielleicht nervig und es ist vielleicht nicht ganz im passenden Augenblick.
00:22:18: aber erst mal Nicht schlimm.
00:22:23: Und das ist schon mal ein Riesenschritt, weil genau mein Kind ist auf dem roten Planeten und jetzt geht es erstmal nicht um ein Kind sondern es geht erst einmal um mich.
00:22:32: Es geht erst mal um mich dass ich einmal checkend davon welchen Planeten bin ich eigentlich gerade?
00:22:37: Bin ich da auch vor allem auch in Sicherheit und dafür darf ich sorgen Und da können wir da schon einwenden.
00:22:43: Also in dem Buch gibt es dreiunddreißig Regulationsübungen, Strategien, Impulse und da darf man sich kennenlernen.
00:22:51: was brauche ich dafür um eben in Sicherheit zu können damit diese Gefühle meines Kindes mich nicht in Wut bringen?
00:22:59: So der erste Schritt.
00:23:01: für mich ist es inzwischen tatsächlich einen Atemzug Mich im Raum auch wahrnehmen mich vielleicht einmal umgucken und sehen, hey ich bin gerade im hier und jetzt.
00:23:12: Und ja verdammt das ist anstrengend dass mein Kind auf dem roten Planeten ist!
00:23:16: Und dann darf ich mich dem kind zuwenden und gucken is es grad auf der totalen Spitze von einem rotem Planeten?
00:23:24: Dann braucht es mich... ...dass sich nicht auch ausraste.
00:23:29: Dass ich signalisiere Hey es ist grade okay dass du auf der Spitze bist.
00:23:33: Ich bin in der Nähe und auch mit dem Kind können wir Im Verlauf dann die Regulationsübung kennenlernen.
00:23:40: Wichtig ist, dass wir ... Ich sag Kennenlernen!
00:23:44: Kein Kind wird in der Wut plötzlich anfangen.
00:23:46: Okay Mama du sagst ich muss jetzt atmen und dann atmen wir oder ähm ich puste jetzt oder was auch immer sondern Wir dürfen in ruhigen Situationen, ich nenne das sehr gerne trocken schwimmen.
00:23:59: unsere Gehirn darf diesen Weg dahin lernen Und wir dürfen lernen was uns gut tut.
00:24:04: unterschiedliche Reize da nehme Die Familien sozusagen und die Menschen, der einfach mit und ich darf lernen was mir dann gut tut.
00:24:12: Und das kann man da nutzen!
00:24:14: Wichtig ist eben dass ich aus der Sicherheit heraus erstmal bin.
00:24:18: Ich darf zum Beispiel auch ein bisschen mit auf den Planeten aber eben aus der Sicherheit raus.
00:24:23: also wenn mein Kind gerade auf dem roten Planeten ist.
00:24:26: Wenn ich versuche tief in den Spann zu sagen beruhigt dich doch mal... Ich weiß meinen Papa hat das manchmal probiert.
00:24:34: Ich habe immer noch Wutgefühl ohne Energien.
00:24:38: Aber manchmal, wenn ich wütend bin und mich über etwas wirklich ärger
00:24:42: und
00:24:42: eine Freundin zu mir sagt, ich verstehe das, ich kann das total nachvollziehen, die soll nicht auch panisch werden.
00:24:48: Wenn wir beide panisch sind dann ist es nicht so gut.
00:24:50: aber wenn da jemand einfach mit in meine Energie reingeht, dann ein Stück mitschwingt aus dem sicheren Part heraus dann ist das mal oft schon drei Viertel der Miete.
00:24:59: Das
00:24:59: ist ja so ein bisschen, erinnert mich dass du irgendwie an Liebeskummern ne?
00:25:02: Freundin hat Liebeskummer und Freund hat Liegeskummer.
00:25:05: Und dann fährst du dahin mit dem fertigen Essen Mit den traurigen Filmen und Ja auch mit dieser Stimmung hinzugehen und zu sagen ach komm egal Schwamm doch drüber Sondern was ja Gerade am Anfang, wenn die Spitze da ist dieses Gefühl wie du sagst.
00:25:24: Dann ist es ja manchmal das Schönste, wenn sich einfach einer mit unter diese Decke kuschelt und mit Herz zerreißende Filme anschaut und mit dir die Pizza isst und einfach ein bisschen mittrauert in Anführungsstrichen.
00:25:40: Das finde ich auch nochmal ein wertvolles Bild dass ich mir damit nehme.
00:25:43: Ich habe gerade eine Situation beobachten dürfen und dachte wow!
00:25:47: Wahnsinnig toll gelöst.
00:25:48: Weiß nicht, ob ich das bei meinem ersten Kind so gekonnt hätte?
00:25:52: Ich bin mit einem meiner Kinder beim Kindertouren voll.
00:25:55: viele Kinder man muss manchmal anstehen.
00:25:58: Man muss es aushalten können Geduld haben hier und da und ja durchaus ein ich sag mal Erprobungsfeld für bestimmte Kompetenzen.
00:26:07: Und regelmäßig passiert ist dass dann ein kind doch in die Wut kommt weil das zu früh irgendwas abgeben musste wechseln musste zu lange warten musste können wir uns alle vorstellen.
00:26:19: Und ein Kind hat, man merkte richtig es steigerte sich so richtig hinein in dieses Gefühl war da komplett auf diesem Planeten, auf der Spitze des Planetens und ähnlich im Grunde genommen eine ähnliche Situation wie einer Kasse.
00:26:33: plötzlich sind diese ganzen Augenpaare auch wenn natürlich wir Eltern irgendwie versuchen irgendwie nett zu sein und man guckt nicht so hin und versucht nicht noch mehr Druck auszuüben.
00:26:42: du weißt ja trotzdem dass die Augen und Ohren irgendwie bei dir sind Und da war kein ... und jetzt die anderen, guck mal.
00:26:51: Die anderen wollen hier Sport machen?
00:26:54: Das ist ein bisschen zu laut oder was auch immer da kommen sollte.
00:26:57: Sondern es gab an keiner Stelle für das Kind den Hinweis, dass es nicht okay ist, sondern eher ein Okay, das muss raus und das muss irgendwo hin.
00:27:11: aber dann gehen wir einfach in den Flur.
00:27:14: Da hast du deinen Raum dafür und alle anderen können hier in Ruhe weitermachen.
00:27:18: Und das finde ich so.
00:27:20: eine andere Botschaft, das Kind hat wirklich auch noch, ich würde sagen, zwanzig Minuten im Flur gebraucht war aber einfach ein bisschen abgeschirmt hatte seine Ruhe die Mutter dadurch nicht so diesen krassen Stress der Zwanziganderaugenpaare, wie es so auf sie gerichtet sind.
00:27:34: Und du hast gesagt, für dich ist es ein tiefer Atemzug um zu checken.
00:27:38: Wo bin ich gerade?
00:27:39: Wie kriege ich jetzt mich in Sicherheit sozusagen damit ich gut begleiten kann?
00:27:43: Also Zuhause kann ich das eigentlich tatsächlich relativ gut und konnte ja auch früh relativ gut meistens.
00:27:49: aber meine Achillesphärse war immer wenn wir im Außen sind, wenn wir draußen sind und wie gesagt Autistenregeln sind mir ganz wichtig, mich regelkonform zu verhalten ist mir ganz Und wenn dann was passiert, was die Aufmerksamkeit zieht.
00:28:05: Nicht so gut!
00:28:06: Da habe ich mittlerweile sehr trainiert, gelingt mir wie du sagst auch nie perfekt und hundertprozentig.
00:28:11: aber es ist ein Anker für mich zu sagen... Die Menschen sehe ich nie wieder.
00:28:15: Egal oder die meisten Menschen sind mit sich beschäftigt.
00:28:18: Für sie ist das jetzt so ein zehntelkündiger Moment.
00:28:20: Einige gehen vielleicht vorbei und sagen oh, kenne ich ne?
00:28:23: So die Eltern untereinander, die sich dann so grüßen wie die Motorradfahrerinnen und sagen ja ich weiß schon starke Nerven.
00:28:30: Manche verdrehen vielleicht die Augen.
00:28:31: manche kriegen es gar nicht mit weil sie irgendwie Kopfhörer aufhaben in ihrer Welt sind.
00:28:35: aber all diese Menschen sind egal.
00:28:37: Diese Menschen sehe ich nicht wieder.
00:28:39: Und das ist für die, ist diese Situation in drei Sekunden vergessen.
00:28:43: Aber mein Kind ... Für meinen Kind sind so was manchmal Schlüsselsituationen und deswegen mir hilft wirklich dieser kurze Gedanke einmal einatmen und sagen, die anderen Menschen sind jetzt egal.
00:28:53: Solange mein Kind natürlich nicht gegen andere Menschen vorgeht, das ist die Klammer, ne?
00:28:57: Na klar!
00:28:58: Und da eben zu gucken gut dann bezahle ich jetzt halt noch nicht.
00:29:01: Sondern pack im Notfall auch erstmal alles wieder in den Korb ein und sehe erst mal zu, dass ich mit meinem Kind einen ruhigen Moment finde.
00:29:07: Das reguliere und dann erst an die Kasse gehe, anstatt da durch den Moment durchzubrügeln, wenn es nicht unbedingt sein muss?
00:29:12: Absolut!
00:29:13: Und was du da auch sagst und die Situation sehr schön beschreib, ist eben auch erstmal wieder dieser Blick auf mich.
00:29:18: Wir nehmen dieses Bild.
00:29:20: Kind hat vor dem der Kasse ein Riesenwut-Anfall.
00:29:24: Und jetzt kenne ich mich, weiß sie mir und weiß dass das für mein Nervensystem einfach total krass ist.
00:29:29: Diesen Wutanfall mitten vor dieser Kasse alle warten uns um zu begleiten.
00:29:34: Ich finde es total okay dann sein Kind auch mit Widerstand irgendwo hinzutun, hinzudragen und sagen hier kann nicht besser für dich da sein.
00:29:44: Das kann vielleicht reinkörperlich erst mal so wirken wie Ich nehme es weg.
00:29:48: oder aber ist das ein Riesenunterschied, ob ich sozusagen denke und sage du bist Stück mit dir kann man nie wieder einkaufen gehen wir müssen jetzt rausgehen.
00:29:55: Oder ob ich dieses Kind nehme auch wenn es noch nicht ansprechbar ist und sagen wie ging jetzt wohin wo ich gut für dich da sein kann?
00:30:03: Und so agieren und handeln können um da dann genau Sicherheit reinbringen zu
00:30:08: können dieses Wissen, dass ich aus Situationen rausgehen kann.
00:30:13: Das geht nicht immer, na klar!
00:30:15: Aber das diese Option da ist, wenn ich jetzt an der Kasse stehe um dieses Bild beizubehalten und mein Kind... hat einen Wutanfall, hat einen Meltdown.
00:30:24: Also das kann sich ja steigern.
00:30:27: Dann darf dieser Ablauf unterbrochen werden und dann geht es mir nicht darum da möglichst allen zu beweisen naja ich kriege jetzt irgendwie das gehandelt werden ich gleichzeitig noch die Sachen aufs Band lege bezahle irgendwie Kind hier, Kind da und dann gehen wir gut aus der Sache raus sondern dass ich einfach die Sachen wieder in den Korb packen kann und wie du sagst meinetwegen auch meinen kind nehmen kann und an ein Ort tragen wo ich sage so... hast du dein Raum und ich kann hier gut für dich sorgen.
00:30:50: Das finde ich einfach, das war für mich auch wirklich nochmal ein Learning
00:30:55: sozusagen.".
00:30:56: Und wie in so vielen Dingen ist es vor allen Dingen die Botschaft, die wir da vermitteln?
00:31:03: Die ist einerseits in unserer Sprache aber auch die Art und Weise, wie wir unser Kind nehmen und tragen und irgendwo anders hinbringen.
00:31:11: Allein daran glaube ich Erkennen wir einen, oh Gott, los raus hier.
00:31:16: Mit dir gehe ich nie wieder irgendwo hin.
00:31:18: oder ist es ein Komma her?
00:31:20: Wir wechseln mal kurz die Situation so und jetzt haben wir Zeit und Ruhe für uns beide und kriegen das hin diesen Moment gut über die Bühne zu bringen sozusagen oder eben nicht mehr über die bühne weil die ist dann weg.
00:31:33: dass finde ich.
00:31:34: also es für mich immer so.
00:31:35: ein großer Part für mich ist wahnsinnig hilfreiche Bühnen zu nehmen wo immer das möglich ist.
00:31:41: Das ist für mich wirklich in der Begleitung, der größte Stressfaktor wenn ich unter Beobachtung bin.
00:31:46: Ich glaube es können wahrscheinlich viele verstehen und an manchen Stellen macht mir die Beobuchtung nichts mehr aus weil ich das schaffe mir wirklich zu sagen ist doch egal.
00:31:54: Und wenn das jetzt zum Beispiel fahren viel Zug Wenn das jetzt in so einem geschlossenen Zugabteil ist dann würde ich auf jeden Fall schauen dass sich den Ort wechseln dahin wo ich gut für das Kind Sorgen kann, das finde ich nochmal ganz wichtig.
00:32:08: All das was wir über das Nervensystem und auch über unsere Gehirne und eben diese Co-Regalition wissen können wir davon ausgehen dass es wirklich diesen Unterschied macht in welcher Haltung und wie wichtig das ist so und dass es vielleicht sogar besser ist das Kind gegen Widerstand dahin zu bringen wo wir regulieren können.
00:32:27: als wenn wir versuchen in dieser Bühne eine Erwartung zu folgen und Situationen zu unterbrechen, ist oft ein guter Weg aus solchen Mustern dann auch um manche zu Druckgeschichten, so Spiralen rauszukommen.
00:32:43: Manchmal kann man das sogar schon vorher irgendwie so.
00:32:45: also Situationen Nicht das Einfachste,
00:32:50: so mit Neurodewergens
00:32:51: und so.
00:32:52: Aber diese Erlaubnis und dass das eine Strategie sein kann um in eine so eine Spirale ja nicht zu tief reinzukommen oder wieder rauszukommen ist auch nochmal so ein Punkt den wir uns glaube ich mitnehmen dürfen und uns erlauben dürfen.
00:33:11: Ja jetzt weiß ich... aus familiärer Erfahrung, dass wenn eben wirklich so ein Gefühlsmelddown da ist.
00:33:23: Egal ob der sich sehr nach außen zeigt oder auch ganz still im Inneren läuft es gibt ja unterschiedliche Ausprägungen was es zu vermeiden gilt noch mehr Reize darauf zu packen.
00:33:34: das war eine Faustregel für mich die ich mit der Zeit lernen musste.
00:33:39: Das macht jetzt erstmal Sinn in den klassischen Reizen das Kind aus einer hektischen Situation rausnehmen, aus einer wirklich sehr reizintensiven Reaktion herausnehmen.
00:33:49: Das ist irgendwie noch
00:33:50: logisch.".
00:33:51: Aber dass auch mein Bemühen um Regulation Reize setzen kann, das war mir ganz lange nicht klar.
00:33:58: Kannst du dazu was
00:33:59: zu sagen?
00:33:59: Ich kann das genau unterstreichen, was du sagst.
00:34:02: also das ist auch ein Part normal.
00:34:03: Meldown ist kein reiner Wutanfall.
00:34:08: Einfach wie hoch die Spitze ist.
00:34:09: aber es hatten wir vorher schon so'n bisschen wenn die Welle da ist dann nochmal rein.
00:34:15: Wir pushen das nur hoch und eben umso Meldown Nähe es ist, das ist einfach die völlige Überreizung.
00:34:24: Und dann in dem Moment des Meltdowns es wirklich darum geht
00:34:29: uns
00:34:30: so sicher wie möglich zu ankern und mit dem Kind da die Reize wegzunehmen.
00:34:36: Das heißt auch unser Gelabere!
00:34:39: Auch wenn er so nett ist wie es nur sein soll.
00:34:44: oder auch willst du meine Hand?
00:34:47: Die Basis ist erst mal wirklich unser Nervensystem in eine sichere Zustand zu bringen.
00:34:54: Und das ist verdammt schwer, wenn das Kind im Meltdown ist und ich habe oft Eltern in der Beratung die dann so ganz doll gelernt haben.
00:35:01: Ich darf mein Kind aber nie alleine lassen mit seinen Gefühlen auf gar keinen Fall!
00:35:05: Ja, ich will jetzt hier nicht sagen lasst dein Kind allein im Meltown Wenn dir aber ein Moment hilft, wenn dein Kind gerade völlig überreizt ist und du dir etwas zum Trinken holst Sagst, ich bin gleich wieder da.
00:35:16: Das Kind kriegt es sowieso nicht mit.
00:35:17: oder also wie doll irgendwie so.
00:35:20: aber wir dürfen auch manchmal manchmal braucht es selbst körperlichen Abstand ein bisschen.
00:35:25: Ich habe eins das knallt einfach die Tür so dermaßen zu und es war fürchterlich schwierig für mich zu lernen dass sich dieser tür dann sanft irgendwann nähern darf Verbindung manchmal auch ein bisschen anders aussehen kann oder Zeit haben darf.
00:35:42: Aber ja, ein Mensch mit Meltdown braucht nicht noch einen Elternteil was sich daran bemisst wie gut es ist, wie schnell es diesen Meltdown wieder abbricht sozusagen.
00:35:56: Das finde ich so wichtig, das ist kein Wettbewerb in diese Richtung.
00:36:00: Und ich bin nicht dann ein gutes Elternteil wenn ich es heute in drei Minuten statt in zehn schaffe.
00:36:04: also was sowieso utopische Zahlen sind.
00:36:06: aber um mal zu um das Mal zu veranschaulichen und mir ging's nämlich am Anfang so dass als sich dieses mich diesen ganzen Thema Regulation widmet habe widmen musste widmen wollte war das bei mir so ein Überaktionismus.
00:36:18: Dieses, was brauchst du denn jetzt?
00:36:20: Wollen wir schnell diesen Skill ausprobieren?
00:36:22: Wollten wir das machen!
00:36:23: Und das ist natürlich mega überfordert für neue, divergente Kinder oder Menschen insgesamt.
00:36:29: Ist Entscheidungen treffen sowieso nicht ganz einfach und dann Entscheidungen zu treffen in einem Zustand wo man quasi maximal dysreguliert ist, ist noch schwieriger groovt sich ja so ein bisschen ein, von ich bin einfach nur da oder ich bin auch bewusst nicht da.
00:36:49: Das finde ich noch mal ganz, ganz wichtig!
00:36:51: Es gibt sehr krass trennungssensible Kinder, da muss man natürlich wieder anders agieren.
00:36:56: aber wenn das nicht der Fall ist eins meiner Kinder hätte nicht sagen können ob ich in dieser ganz großen Spitze eines Ausbruchs einer krassen Gefühlswelle oder eben sogar eines Meltdowns ob ich daneben gesessen habe oder nicht.
00:37:11: Das konnte das Kind hinterher nicht mehr benennen.
00:37:15: Und, ne?
00:37:15: Also dann bin ich entweder in der Nähe oder da oder eben auch weiter entfernt, je nachdem was gebraucht wird.
00:37:22: und dann biete ich vielleicht auch ohne große Worte manchmal nur etwas an so was wie Handausstrecken oder sich so hinsetzen dass klar ist wenn du soweit bist kannst du auf den Schoß gekrabbelt kommen.
00:37:33: wir stellen vielleicht also eins meiner Kinder kleine Heck fand Ich weiß nicht ob er diese kennt diese Tonnen von Ikea Keine Werbung.
00:37:42: Aber es gibt so aus Blech irgendwie, zum Blechkram gibt sie als kleine Mülleimer und so als große, als wären das sowieso Wäschekabern.
00:37:51: die sind auch so Metall Und zu einem Zeitpunkt, wo dieses Kind noch klein genug war um da reinzupassen hat es sich in diese Tonne gesetzt.
00:37:57: Schön!
00:37:58: Wie viel Sicherheit und Begrenzung und Halt wirklich halt.
00:38:01: Und
00:38:01: dann habe ich gedacht wenn das jetzt jemand von außen sieht... Da war ich wieder so.
00:38:05: ne?
00:38:07: Ja wirklich aber das war so wertvoll.
00:38:12: Das war bei uns der Superheck quasi Und die stand ja nicht immer in der Mitte des Zimmers oder nicht immer dort, wo sich das Kind aufgehalten hat.
00:38:20: Wenn eben so eine Gefühlswelle kam und meine Puls war dann kurz Momente einmal abzuwarten und dann einfach wortlos die Tonne in die Richtung zu stellen sozusagen.
00:38:30: Nicht mit einem guck mal hier ist und bitteschön und willst du vielleicht soll ich dir mal holen?
00:38:35: Sondern gar nichts sagen hinstellen Als Angebot und wenn nicht, dann ist auch okay.
00:38:40: Das war so ein Part ... Ein Supermittel.
00:38:44: irgendwann wurde das Kind zu groß dafür.
00:38:49: Eine tolle Regulationsstrategie?
00:38:50: Sehr simpel!
00:38:51: Sehr simpelt und total toll genau wie du das eben beschreibst.
00:38:54: Und auch wie deine Worte als du es uns schon erzählt hast sind deine Worter ja auf eine ganz anderes Level gegangen in dieses Reiz herunter.
00:39:02: Und das is Co-Regulation.
00:39:07: Jetzt haben wir schon gehört für Co-Regulationen.
00:39:10: Wie du sagst, wie im Flugzeug erst mal mir die Sauerstoffmaske aufsetzen, dann kümmere ich mich um andere und das Bild ist ja auch so ein gängiges und es finde ich total toll!
00:39:20: Und jetzt waren wir schon bei einem Beispiel mit der Tonne.
00:39:23: in deinem Buch hast du ganz viele Beispiele genannt und sowas liebe ich ja.
00:39:28: wenn's konkret wird wie wir Regulation erreichen können gibt es so zwei drei Dinge die für dich selbst so ganz, ganz große Favoriten sind.
00:39:38: Für mich?
00:39:39: Ganz persönlich ist... Genau, ADHS-Gehirn.
00:39:44: Meldowns bei mir sind einfach der Rucksack es zu voll!
00:39:48: Ich liebe mein Leben, ich liebe Kontakte, ich liebe alles Mögliche bis sich gegen die Wand fahre.
00:39:56: Früher als Mädchen in der Schule überall mit meinen Pferden, mit meinen Freunden und auch in der Elternschaft.
00:40:02: Und tatsächlich ist mein Ding wirklich diese Wahrnehmung immer wieder und dieses Sortieren, und dieses Stopp auch machen.
00:40:10: Und gucken wie voll ist mein Rucksack?
00:40:14: Einfach genau gucken und da auch nochmal zu verstehen vielleicht an meinen Beispielen auch und auch zum Beispiel ich hatte von meinem einen Kind gesprochen es geht nicht immer
00:40:24: nur um
00:40:25: Stress und schlechte Sachen sozusagen sondern auch Dinge die Mir unglaublich viel Freude machen sind auch Reize in meinem Nervensystem.
00:40:34: Das sind auch Informationen und ich weiß das noch, es ist also so richtig Liebeskummer nach tollen Urlauben!
00:40:42: Wir wissen sie jetzt auch so über das Dopamin irgendwie so.
00:40:44: aber da einfach sozusagen wirklich in der Planung ist auch etwas wo ich ganz viel Regulation habe was für mich wichtig ist, mich zu verstehen.
00:40:56: Was welchen Reiz bei mir auslöst und dann manchmal scheißdorfe Entscheidungen zu machen und nein zu sagen.
00:41:04: Und tatsächlich ist ein zweiter Punkt für mich sehr wichtig geworden – ist einfach Bewegung!
00:41:10: Wir haben unser Stresssystem, unser Stress wird abgebaut über Bewegung.
00:41:17: Unser Alltag hat viel zu wenig Bewegung Und auch das ist sozusagen, also da gibt es dreientreißig Übungen.
00:41:25: Die sind nicht nur alle... Wir denken Regulation immer in dem Moment der großen Gefühle.
00:41:32: Aber ein Großteil wenn man mir jetzt zugehört hat so sagen einen Großteil von Regulationen ist nicht in der Spitze sondern in dem gesamten Weltall unterwegs zu sein.
00:41:45: Mein Tag zu strukturieren, meine Stärken oder zu verstehen was kostet mich Kraft?
00:41:49: Was gibt mir Kraft auf mein Akku zu achten?
00:41:53: Das ist das Thema größer sozusagen
00:41:56: und dieser Akku der is in neurodivergenter Eltern schafft ohnehin selten so ganz komplett gefüllt umso wichtiger da draufzuschauen.
00:42:09: Bei mir hat sich jetzt im Laufe unseres Gesprächs nicht nur dieses Welt also etabliert, sondern diese Welle.
00:42:15: Ich hab kurz nach meinem ersten Startsexamen bin ich mit einer Freundin nach Portugal gefahren und dort waren wir surfen.
00:42:22: Kleiner Spoiler!
00:42:24: Surfen ist nicht meine Sportart geworden aber ich fand es cool was Neues auszuprobieren.
00:42:29: Also
00:42:30: ich habe einmal kurz gestanden auf einem Brett das nach, ich glaube neun Tagen die wir das täglich mehrfach gemacht haben.
00:42:37: Es ist also für Frustrationstoleranz und Geduld.
00:42:40: Das ist ein Supersport, das habe ich sehr trainiert!
00:42:44: Und wir hatten so feste Surflehrerinnen und einmal war so ein lokaler Surfleher der quasi aus dem Mutter-Live direkt auf den Brett gelegen hat – so ungefähr.
00:42:57: Der ist mit allen mal einzeln so ein bisschen rausgepaddelt mit dem Surfbrett Und dann hat man da so eine Beine links rechts runter baumeln lassen, hat gesessen und er hat mein erst mal nochmal Wellen angucken.
00:43:10: Guck dir die mal alle an!
00:43:12: Also in seinem gebrochenen Englisch haben wir uns sowieso zu Recht gewurschtelt?
00:43:16: Ich fand das so faszinierend.
00:43:18: der hat Wellen, der hat winzigste Bewegung im Wasser gesehen und wusste wenn diese Bewegung hier vorne ist bei uns... Dann ist es ne richtig schönes Hörfälle und ich hatte meine Mühe überhaupt diese Bewegungen im Wasser zu erkennen.
00:43:33: Und dann ist es das, was du sagst.
00:43:35: Diese Welle kamen dann langsam und was hat er gemacht?
00:43:39: seinen Surfboard in die gute Position gebracht.
00:43:41: Er hat nochmal geguckt, bin ich hier sicher auf diesem Surfboard?
00:43:44: Wie muss ich stehen damit ich stabil stehe wenn diese Welle kommt?
00:43:48: Wann muss ich anfangen vorwärts zu paddeln damit die Welle mich nicht überrollt wenn sie hier ist sondern ich schon in der Bewegung bin wenn sie da ist.
00:43:55: und Wenn wir uns dieses Bild nehmen das habe Ich für mich richtig jetzt aus dieser Folge mitgenommen dann ist es total wertvoll zu übertragen Auf genau das so ein bisschen die Wellen oder überhaupt das Meer mein Gefühlzustand, den Gefühlszustand des Kindes zu verstehen.
00:44:12: Lesen zu lernen oder auch einfach durch Erfahrungen und gesundem Menschenverstand zu wissen wenn mein Kind aus der Schule kommt.
00:44:19: Dann ist die See sicherlich unruhiger.
00:44:21: dann sind das andere Wellen die da auf mich zukommen als wenn wir irgendwie einen relativ ruhigen und entspannten Sonntagvormittag vielleicht hatten Und dann eben zu gucken, okay.
00:44:32: Die Welle lasse ich jetzt vielleicht mal durch weil die kann einfach so unter mir durchfließen der muss sich gar nicht so große Beachtung schenken.
00:44:39: aber da kommt jetzt eine Welle.
00:44:40: ok wie bring' ich mich so in Position das dir gut zu schaffen ist?
00:44:45: Wann muss ich anfangen zu paddeln um davon nicht völlig überrollt zu werden?
00:44:49: Ich finde es ist ein ganz ganz wertvolles Bild dass eben diesen ganzen Part bevor die Welle überhaupt da ist nochmal gut in den Fokus stellt und um denen geht's im laufenden Alltag ja doch sehr stark.
00:45:00: Absolut, es ist wirklich wunderschön und was mir auch noch gefällt an diesem Bild du solltest das lernen und erst mit dir rausgegangen.
00:45:09: also diese Coregulation man kann es nur lernen wenn man Coregulation erfahren kann.
00:45:15: und auch da auch nochmal auch wir Großen brauchen Coregolation.
00:45:20: wie oft kriegt eine Freundin von mir eine Sprachnachricht ich habe gerade Kinder in der Pubertät Das kriegt er nicht sofort das Kind.
00:45:32: Also auch ich, auch wir Großen, wir brauchen Co-Regulation.
00:45:36: und gerade wenn es neue Wege sind Und
00:45:38: das
00:45:38: kann eben gut mal eine Freundin sein Wenn's wirklich auch größere Wellen sind können wir uns da auch Unterstützung holen dass wir dieses Gefühl das jetzt alleine lernen zu müssen.
00:45:49: Ich finde das auch super toll so.
00:45:51: ich habe es neun Tage probiert und hab einen Augenblick aus gelernt also vor Regulation öfters als neuen Tag ausprobieren.
00:46:02: Und da darf es Unterstützung geben.
00:46:04: und was mir, glaube ich auch ganz wichtig ist nochmal an dem Punkt hier zu sagen mit den schönen Bildern und das hört sich so toll bei uns an Wir brauchen's nicht mal in der Hälfte der Fälle
00:46:15: So zu wuppen
00:46:16: wie wir da gerade drüber gesprochen haben Es ist total okay wir dürfen mal baden gehen es gehört dazu wird durften Mit dem surfbrett umkippen und im Wasser landen.
00:46:26: Das ist Teil.
00:46:28: Es geht nur darum, dann nicht im Kind zu sagen du bist doof sondern Potsplitze ist in dem Wasser gelahlet.
00:46:35: Wie kriegen wir das nächste Mal hin?
00:46:37: Unser Gehirn ist plastisch und es braucht wirklich nicht nur perfekte Situationen.
00:46:43: Es ist total wertvoll wenn es immer wieder gute hilfreiche Situation gibt aus denen es herauswachsen kann.
00:46:50: Ich finde, das hat ganz viel damit zu tun wie wir als Eltern Verantwortung übernehmen.
00:46:55: In der Generation in der ich groß geworden bin wurde die Verantwortung für herausfordernde Gefühlszustände den Kindern zugeschoben.
00:47:07: Na du bist zu laut, du bist so viel.
00:47:10: Du bist zu weiß ich nicht.
00:47:11: jetzt reist dich.
00:47:12: da sind wir in einer schönen Schleife.
00:47:16: Wow!
00:47:17: Jetzt bin ich gerade... Mann!
00:47:20: Sehr schön.
00:47:22: Da war es oft ein Reißdich mal zusammen und wenn eine Sache gekippt ist dann brauchen wir beide nicht lange zu überlegen wo zumindest in der Tendenz damals die Schuld gesucht wurde.
00:47:32: natürlich bei dem Kind das sich irgendwie nicht benehmen kann Und Ich finde auch Wir kippen oft genug mit dem Surfbrett hier zu Hause um.
00:47:40: Das ist ganz wichtig, dass du das noch mal
00:47:42: sagst.".
00:47:43: Aber dann als Kind zu spüren da es auch eine erwachsene Person die genauso Verantwortung dafür übernimmt vielleicht sogar ein bisschen mehr weil sie ist die erwachssene Person und diejenige die zum Beispiel die Tagesstruktur ein bisschen in der Hand hat und die übernimmt ihre Verantwortung und sagt hm also das war jetzt irgendwie Morgz weißt Du was?
00:48:06: Ich hatte nicht richtig gefrühstückt.
00:48:09: oder ich bin ja auf einen letzten Drücker hingekommen.
00:48:11: Ich hatte noch gar keine richtige Pause und das habe ich gerade an dir ausgelassen, oder ich konnte nicht so für dich da sein wie ich es eigentlich möchte.
00:48:18: Ich muss auch ein bisschen auf mich schauen an der Stelle und das nächste Mal bevor ich dich abhole glaube ich essig mal nen Apfel.
00:48:27: Ich finde dass ist die Grundmelodie, die so wichtig ist für Kinder und diesen Schuldbutton den Kindern sich so schnell aufkleben und aufdrücken ganz, ganz gut in Schachheld würde ich mal sagen.
00:48:41: Also ich finde das ist das Entscheidende.
00:48:43: nicht dass Dinge schief gehen ist das entscheidende sondern zu sagen und daran habe ich Verantwortung und das ist meine Verantwortung mit dir gemeinsam natürlich zu gucken wie wir es anders hinbekommen damit es eben nicht in ein... Das ist deine Verantwortung.
00:48:57: jetzt reiste ich mal zusammen.
00:48:58: Absolut!
00:48:59: Meine Kollegin auch im Bereich Katy Brunet hat da ein sehr schönes Bild finde ich nochmal zwischen Klima- und Wetter.
00:49:06: Es ist unsere Verantwortung, ein Klima zu schaffen in dem Wachstum und Regulation möglich ist.
00:49:13: Dass aber im Klima mal die Wetterlage schief ist und dass sein Gewitter vorbeikommt.
00:49:18: Das ist total okay, das ist sogar wichtig für ein flexibles Nervensystem.
00:49:22: Es geht darum, dass wir eben dieses Klimaschaffen... Da haben wir die Verantwortung absolut!
00:49:28: Und da ist es dann auch wichtig loszugehen wenn wir merken, dass Klima kippt.
00:49:33: Ich sage das immer mit der Grundmelodie.
00:49:34: Wenn die Grundmelodie trägt, dann dürfen auch mal ein paar Misstöne dazwischen sein.
00:49:39: Das kann einen Kind sehr gut einordnen und je älter meine Kinder werden – ich weiß, dass habe ich früher schon gehört als meine Kinder sehr jung waren falls es jetzt für Zuhührende der Fall ist.
00:49:48: Da dachte ich mal,
00:49:49: ja
00:49:50: darauf muss man ein bisschen vertrauen, dass das wirklich stimmt!
00:49:53: Und je älter meine Kinder werden, umso mehr sich... Das stimmt ja wirklich.
00:49:58: Die haben bestimmte Glaubenssätze in sich erstmal verankert.
00:50:02: Pubertät setzt mal eine kleine Klammer da ist ja alles ein bisschen aus dem Not und ich will keine
00:50:07: Angst machen es macht Spaß!
00:50:08: Es macht wirklich Spaß!
00:50:10: Also ich versuche auch freudig da in diese Phase zu gehen in der wir jetzt so langsam ankommen aber dass halt da auch einfach Rebellion mal eine Sache ist oder Sachen, wo wir dachten, das haben wir doch so verankert.
00:50:23: Wo ist denn das jetzt?
00:50:24: Dass das auch mal eine Zeit lang für andere Dinge in den Hintergrund tritt, das ist okay aber die Sachen sind trotzdem da und diese Glaubenssätze sind trotzdem dar, diese Guten Und einen klitzekleinen Ausblick würde ich gerne am Ende noch in ein Setting setzen Das werden wir an Regulation denken Für mich mitunter der ungünstigste Wortwürde Gute Regulation und regulierte Zustände ist nämlich Schule.
00:50:50: Für Kindergarten gilt das sicherlich auch, in gleicher Weise bin ich ja bei der Schulwelt unterwegs.
00:50:55: deswegen gucken wir jetzt noch mal dahin weil im Kindergaten zum Beispiel so Regulationssachen wie Bewegungen doch noch ein bisschen mehr verankert sind als es in Schule ist.
00:51:02: meist kippt die Sache dann.
00:51:05: da hast du im Bezug Regulation so drei, vier Dinge wo du sagst ja Schule ist nun wirklich nicht unbedingt der leichteste Ort für Regulationen aber diese und jene Dinge gehen da trotzdem.
00:51:20: oder kann ich als Werkzeug mitnehmen?
00:51:23: Also erst mal habe ich dann ziemlich guten Gastbeitrag in meinem Buch zu dem Thema.
00:51:31: Eine Saskia Niesyal hat eine neue und evagente Grundschullehrkraft hat einen wunderbaren Part
00:51:38: ...geschrieben, ja.
00:51:40: Das stimmt!
00:51:42: Über Jaffidja Toys, die Superregulationsstrategien sind und du auch super Podcast-Folgen dazu noch mal hast... Und ich selbst rückblickend so viel mehr über mich verstehe.
00:51:54: Ich habe so viele gestrickt.
00:51:55: Ich war auf einer Waldorfschule und durfte ein Glück stricken.
00:51:58: Das war mein Glück dass ich strecken durfte.
00:52:01: Super!
00:52:04: Ja also genau das sind so diese Momente.
00:52:08: Ich weiß, es sagt du gerne da noch mal.
00:52:09: Da bist
00:52:10: du noch mehr
00:52:11: Expertin?
00:52:12: Ich hatte jetzt gedacht, vielleicht warst du bei deinen Kindern so als wertvoll erlebt hast.
00:52:17: Ja!
00:52:18: Das sind immer so ganz wertvolle Tipps.
00:52:19: Auch hier
00:52:20: würde ich wieder dieses Ding mit dem Meer sehen ein bisschen was du gesagt hast Die Wellen erkennen.
00:52:27: also erstmal zu verstehen Schule ist nicht die beste Voraussetzung zum Surfen So.
00:52:35: Also ganz viele Sachen, die Schule
00:52:39: bietet ist
00:52:41: für neue defekte Kinder noch mehr aber für Gefühlsregulationen.
00:52:43: das man für eine gesunde Gefühlsregulation braucht ist da einfach schwierig dass wir einfach da schon mal verstehen.
00:52:48: es ist kein Scheitern keinen Versagen wenn unsere Grundschulkinder immer wieder überfordert sind.
00:52:55: Da sind wahnsinnig viel Reize Man muss viel still sitzen was nicht.
00:52:59: Dafür ist unser Nervensystem nicht gebaut.
00:53:02: Und vor allem stillsitzen und dann gut auf dem grünen Planeten zu sein, um gut zu denken.
00:53:07: Das ist auch was für das nervige System wir eigentlich nicht so gebaut sind!
00:53:11: Also eine große Portion Geduld.
00:53:15: Ich
00:53:15: kann von meinen Neurotivergentenkindern sagen zum Beispiel auch hier wieder drumherum es ist total entscheidend bei uns wie wir hin- und zurückkommen.
00:53:24: Es gibt ein Kind Fahrverbot mehr oder weniger.
00:53:28: Neurodivergentenkindern, was zu verbieten ist ein bisschen schwierig aber es macht einfach einen riesen Riesenunterschied ob dieses Kind im Fahrrad zur Schule hin fährt und wieder zurückfährt oder alleine für das Lernen für den krön Planeten für unsere Stimmung Zuhause weder und in der Schule.
00:53:43: also da nochmal gucken Was?
00:53:46: Also das eine große Stellschraube Einfach noch mal wie kommen wir dahin?
00:53:49: Wie kommen wir da wieder zurück?
00:53:51: dann auch ein paar wieder auf diesen Akku ein bisschen zu achten.
00:53:57: Ich habe gerade heftigste Diskussionen, aber wirklich irgendwie Rituale gucken.
00:54:01: wo kann dieses Kind essen?
00:54:02: Weil das kriegt sich nicht reguliert wenn der Akku total leer ist.
00:54:06: also da kann ich ihm zwanzig Regulationsstrategien und an die Hand geben wenn der akku total leer ist wie wie wie kann man das genau gut hinbekommen?
00:54:15: dass sind so aus der Elternperspektive auf jeden Fall nochmal Punkte wo ich Und das Kind, indem wir zu Hause auch dieses Planetensystem oder dieses Verständnis dafür bekommen.
00:54:29: Entwickeln die Kinder ja dann auch eher mal?
00:54:31: Oder ich hatte ein Kind tatsächlich was zum Beispiel aus dem Beratungskontext eher ... Das hat ganz viel getrunken!
00:54:37: Das hatte so eine Nuckelflasche, wo es ganz viel getrunken hatte.
00:54:41: Weil dieses... also erstens trinken Schlucken ist was regulierendes, diese Flaugen dieses Zentrieren das und es hatte zur Folge dass dieses Kind sehr häufig auf Toilette musste und dann hat er auch noch Bewegung.
00:54:56: War die Regulation oder hat das Kind ein paar Jahre Grundschulzeit mit dieser Trinknuckel-Situation sich wuppen können?
00:55:03: Das ist eine super wichtige Elternperspektive und da kann ich jetzt nämlich ganz wunderbar aus der Lehrkraftperspektiven andocken.
00:55:09: Ich hatte gerade dazu bei TikTok ein Video hochgeladen, wo ich darüber spreche.
00:55:15: Das in meinem Unterricht jederzeit Toilette essen und trinken erlaubt ist.
00:55:19: Und mit jeder Zeit meine ich jederzeit!
00:55:21: Wir haben nicht einregulierte Trinkpausen... ...und wir haben auch nicht einritualisierte Essenspause.
00:55:27: Also das stimmt nicht.
00:55:28: Wir haben doch eine gemeinsame Frühstückspause so dass sich schon irgendwie sicherställe.
00:55:32: das Da waren wir vorhin.
00:55:34: Wenn ein Kind da wirklich schwer spüren kann, wo bin ich in meinem Hungergefühl?
00:55:38: Dass es trotzdem auch eine fixe Pause gibt, in der das verankert ist, dass wir gemeinsam essen.
00:55:46: Ich lese immer in dieser Pause vor so, dass quasi eine andere Handlung nebenbei läuft auf die man sich konzentrieren kann und daneben bei gut essen kann.
00:55:54: Das bewährt sich sehr.
00:55:56: Und danach geht es raus in die Pause.
00:55:57: Es ist immer so zehn Minuten bevor einfach die erste große Pause stattfindet, habe ich diese Lese-Frühstückspause.
00:56:04: Es ist super einritualisiert und mir ganz wichtig und das klappt sehr gut.
00:56:08: Trotzdem wie du sagst ist einfach für Regulationen wichtig dass ein Kind nicht hungrig oder nicht durstig ist.
00:56:17: Das mit der Bewegung in der Schule, das ist wieder so ein bisschen Klassenzimmergestaltung, dass sich auf das Lernen gestaltet, dass kleine Bewegungen zwischendurch möglich sind, dass sie auf dem Boden liegen kann Mein Mathe-Heftbearbeiter sind gar nicht so die großen Sachen.
00:56:33: Deswegen bin ich ganz oft auch bei diesen.
00:56:35: und dann wird man ja, aber ich brauche doch hier einen anderen Umgang mit den Kindern und ich brauch doch hier mal das Kochrezept für die und die Reaktionen und denke ich ne, wir müssen wirklich immer erst fünf Schritte zurückgehen.
00:56:44: Das ist die Basis.
00:56:45: Ich kann noch so tolle Strategien an der Hand haben wenn da Kinder setzen die komplett dysreguliert sind weil sie Durst und Hunger haben Und dass überhaupt nicht auf dem Level ist Dann ist alles was danach kommt für die Katz im Grunde genommen mit Trinken, wann man Durst hat.
00:57:03: Da sind mittlerweile schon relativ viele Lehrkräfte dabei.
00:57:06: das öffnet sich deutlich mehr.
00:57:09: Bei dem Toilette gehen gibt es immer noch diese Kloampeln und so und ich weiß... Das ist alles immer mit den besten Intentionen, das möchte ich ganz klar sagen.
00:57:17: Ich weiß dass Lehrkräften das mit den Besten Intention tun Sich was dabei denken und nicht einfach machen um Kinder zu ärgern.
00:57:23: da muss man sich überhaupt keine Gedanken machen.
00:57:26: dass ich so verurteilen würde tue ich nicht.
00:57:28: Aber ich möchte unbedingt darauf aufmerksam machen, dass es dann Kinder gibt.
00:57:32: Für die ist so eine Ampel ne Hemmschwelle dieses Jahr.
00:57:36: oder darf ich jetzt und ich war ja schon einmal, man darf auch nur ein Mal in der Stunde und die Ampel nur umdrehen.
00:57:43: also für diese Regeln Im Toiletten gehen oft noch ein Hindernis sozusagen oder dieses Jahr ihr dürft jederzeit fragen für manche Kinder als Fragen aber eine riesen Hemmschwelle und die halten dann eher zurück manchmal sogar auch mit Unfällen, als quasi da irgendwie zu fragen und zu riskieren dass jemand sagt ne jetzt nicht.
00:58:05: Ich kann sehr gut mit Kindern besprechen das.
00:58:07: wenn ich merke jemand mich gerade auf die Toilette gehen Schaffst du es noch eine Minute?
00:58:11: Weil ich müsste ganz kurz diesen Gedanken zu Ende sprechen oder euch etwas sagen.
00:58:15: Meinst du, schaffst das noch?
00:58:16: Okay super danke!
00:58:17: Das kann ich in einzelnen Situationen.
00:58:19: wie oft kommt das vor?
00:58:19: bei mir jetzt nicht so super oft muss ich ehrlich sagen.
00:58:22: Kann ich das mal sagen.
00:58:22: aber die wissen einfach geht wenn du musst und fertig trinkt wenn du was trinken willst.
00:58:27: und das letzte da sind eben nur nicht so viele Lehrkräfte dabei lasst Kinder essen wenn die was essen wollen.
00:58:33: manche kommen aus prekären Familienverhältnissen die nicht gefrüchtigt haben morgens So in die schule kommen und wenn man dann noch sagt naja, dann warte halt bis zu ersten pausen sind nochmal zwei stunden um Und dann hört man schon das bauch gegrummel.
00:58:48: Das ist den unangenehmen.
00:58:49: Dann fangen sie an heimlich unter dem tisch was zu essen heimlig was essen zu müssen.
00:58:53: Was ist also?
00:58:55: Wo und in welcher zeit leben wir das kinder heimlich was essen müssen weil es so doll hunger haben?
00:59:00: also wirklich dass Es in so räumen wie physik und chemie klar gewisse Schutzmaßnahmen gibt.
00:59:06: Aber dann kann man es ja in allen anderen Fächern öffnen, sodass Kinder sehr wohl diese dreiviertel Stunde auch mal schaffen wenn das eben zum Schutz dient.
00:59:14: und manche Kinder können den Pausen so schlecht essen weil da so viele Reize sind dass die gar nicht dran denken.
00:59:18: ich ess jetzt was, ne?
00:59:20: Weil es heißt immer es gibt ja die großen pausen Ja!
00:59:23: Nicht alle Kinder sind von ihrem Charakter so aufgestellt, dass sie das hinkriegen oder von ihrer Gehirnfunktion zwar so aufgestellt, dass das gleichzeitig funktioniert.
00:59:34: Und das Leichteste für gerade diese Kinder ist, ich sitze hier und mache meine Aufgaben und Mümmel nebenbei mein Brötchen.
00:59:40: Und lieber baue ich ein paar Vereinbarungen da drumherum, wenn man eine Bäckertüte dabei hat, dass auf die Bäckartüte legt damit man nicht mal rein- und raus nimmt aus der Bäckärtüt und rumraschelt... gar kein Problem, das kann man sehr gut mit Kindern besprechen.
00:59:52: Aber wirklich mehr große Tipps will ich an dieser Stelle gar nicht geben, sondern ich möchte genau an dem andocken was du sagst diese ganz grundlegenden Dinge wenn wir dafür sorgen dass die stressfrei passieren dürfen, dass sie angstfrei passieren dürfen dann ist das Minimum der halbe Miete was Regulation angeht oder zumindest ein gutes Gegengewicht zu dem ja nicht so.
01:00:14: also zu dem sehr reiz intensiven Schulvormeintag
01:00:17: Absolut und vor allem, wenn wir daran denken wollen.
01:00:19: Wir wollen dass die Kinder möglichst auf dem grünen Planeten in der Schule sind und zu lernen.
01:00:24: Und wenn die Blase drückt ist die Kapazität einfach.
01:00:27: also da können wir noch so gut Lehrkräfte haben sozusagen.
01:00:31: Also es ist eine neurophysiologische Geschichte das wir nicht so aufnahmefähig sind.
01:00:36: total toll wie du es auch erklärt hast genau.
01:00:37: Es ist so vielfältig.
01:00:38: eben auch gerade die Neurotivergenten Kinder manchmal eben nicht in diesen offenen Raum sie können ja essen so bis hin auch das manchmal da dann wieder Rituale und Strukturen.
01:00:50: Und das erlebe ich auch manchmal bei den Eltern, wir hatten es am Anfang bei uns so ja auch.
01:00:55: Ja, wir sollen essen und trinken wenn wir es also intuitiv, gerade in unserer Bedürfnis orientierten Bapel essen, wenn man Hunger hat und so.
01:01:06: Und dann ist das aber manchmal, gerade für unsere noch devagenten Gehirne hatten Eine leichte Überforderung und dann ist es schon total okay, Rituale reinzubringen.
01:01:15: Nicht weil das musst du machen sondern weißt du?
01:01:19: Das hilft uns darauf zu schauen.
01:01:22: bei uns Zuhause gibt es tatsächlich zum Beispiel die Regel zu den Mahlzeiten sich an dem Tisch zu setzen Weil meine Kinder nicht spüren ob sie Hunger haben wenn sie so sehr in ihrer Tätigkeit sind.
01:01:33: Niemand muss etwas essen.
01:01:34: aber inzwischen erwarte ich sozusagen oder unterstütze und vor allem, dass sie einmal in dieser Situation sind.
01:01:40: Dass einmal dieses Nervensystem mit dieser Situation ist, den Fokus da hat und dann da gucken kann, habe ich Hunger oder nicht?
01:01:48: Wenn Sie im Hyperfokus spielen, basteln, weißt du was denn?
01:01:52: spüren Sie das in dem Moment nicht?
01:01:53: Ja,
01:01:54: das finde ich nochmal ein wichtigen Gedanken!
01:01:56: Wenn Du jetzt Dir vorstellst, Du triffst meinetwegen in der U-Bahn oder wo auch sonst einen Elternteil.
01:02:04: Und du hast jetzt nur von der einen bis zur nächsten Station Zeit, diesem Elterenteil so einen unheimlich wichtigen Gedanken in Bezug auf Regulationen mitzugeben?
01:02:14: So einen Anstopfer!
01:02:16: Was würdest du diesen Elternteil sagen?
01:02:18: Regulation
01:02:19: ist nicht gegen die Gefühle zu kämpfen sondern diese Welle zu reiten.
01:02:23: Ich glaube ich würde ihm diese... Solange wie die Station ist wenn sie noch ganz kurz von der Welle erzählen und ihm möglichst dieses Gefühl dieser Welle auch geben zu
01:02:33: können.
01:02:33: Das sind doch wunderbare Schlussgedanken!
01:02:36: Ich danke dir sehr für dieses total schöne und aufschlussreiche Gespräch, ich glaube man konnte hier viel viel mitnehmen, konnte ein bisschen das Gesprächswelle reiten denke ich.
01:02:47: und dein Angebot du hast ja einiges.
01:02:50: deine Bücher, deinen Podcast, deinen Beratungsangebot.
01:02:53: all das werde ich in den Schoenerts verlinken, deinen Kanal natürlich auch dann Instagram-Kanal.
01:02:58: schaut euch da bitte unbedingt ganz in Ruhe um.
01:03:01: Ich kann es nur jedem empfehlen.
01:03:03: Wir hören uns schon wieder in der nächsten Woche mit einer Ausgabe von Gold to Go, ich freue mich drauf.
01:03:07: bis dahin!
01:03:10: Und zu guter Letzt natürlich noch ein herzliches Dankeschön an Jakob Jensch und Voice Up Productions für die Bearbeitung und die Produktion dieser Folge.
01:03:22: Ein Kopf voll gold was Neuro-Divagente Kinder brauchen und wie wir sie stärken können.
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