54. Frühkindliche Förderung bei Neurodivergenz
Shownotes
In dieser Folge spreche ich mit Tine Bober über frühkindliche Förderung im Kontext von Neurodivergenz – und darüber, warum frühe Unterstützung kein Makel, sondern eine echte Chance ist. Gemeinsam schauen wir darauf, wie sich neurodivergente Entwicklung bereits in den ersten Lebensjahren zeigen kann und weshalb es so wichtig ist, genau hinzusehen statt abzuwarten.
Wir sprechen darüber, welche Hürden viele Familien erleben, wenn es um Diagnostik, Förderung und passende Unterstützung geht – und warum Unsicherheiten, Zweifel oder auch Ängste dabei völlig normal sind. Tine teilt ihre Perspektiven und Erfahrungen aus der Praxis und macht Mut, den eigenen Beobachtungen zu vertrauen.
Hier findet ihr die Flyer über frühkindliche Arbeit:
🔗 https://www.ffz-hennef.de/fruehfoerderung/
Hier findet ihr mehr zu Verfahrenslotsen:
Hier findet ihr mehr zu EUTB:
🔗 https://www.teilhabeberatung
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Transkript anzeigen
00:00:00: Ich fände es toll, wenn Sie auch mal eine Folge zur Frühförderung machen würden.
00:00:04: Schlägt mir meine heutige Gäste Tine Bober Ende letzten Jahres in einer sehr netten E-Mail vor.
00:00:10: Tine ist Sozialpädagogin und arbeitet im einem
00:00:13: Prüförderzentrum.
00:00:15: Sie ist sehr engagierte Höhere meines Podcasts und sie findet das Thema Früheförderungen ganz wunderbar in den Kontext.
00:00:22: Neurolevagents passt!
00:00:23: Und wie und wo.
00:00:25: Wann das der Fall ist?
00:00:27: Darüber sprechen wir heute, denn nach Ihrer Mail habe ich die eine herzlich gern eingeladen.
00:00:32: Liebe Tina!
00:00:33: Heute fangen wir mal mit dem Interview ganz klassisch an
00:00:36: Was
00:00:37: isst ein Frühförderzentrum und welches Angebot deckt es eigentlich ab?
00:00:42: Ich weiß dass das vielleicht gar nicht so gängiges Wissen ist Ein Kopf voll
00:00:52: Gold
00:00:53: was Neuro-Divagente Kinder
00:00:55: brauchen und wie wir sie stärken können.
00:01:01: Ja, also erstmal danke für die Einladung.
00:01:03: ich freue mich sehr hier zu sein.
00:01:04: das ist gar nicht so kurz zu beantworten.
00:01:08: Ich habe mir deswegen extra mal ein paar Notizen gemacht.
00:01:11: vielleicht erst einmal Für wen ist überhaupt Frühförderung?
00:01:15: Zu uns kommen Können Kinder kommen im Alter von null bis sechs Jahre bzw.
00:01:20: Bis zur Einschulung bei denen es eine Teilhabe Einschränkungen im Alltag gibt oder die davon bedroht sind.
00:01:28: Also so ist es formuliert und genau, wer arbeitet bei uns?
00:01:34: Heilpädagogen, Sozialpädagogen, Kindheitspädagoge aber auch Ergotherapeuten, Logopäden, Physiotherapeute Und für die Kinder, die halt eine medizinische Behandlung bekommen, also Physiologo kommt auch regelmäßig ein Kinderarzt zur Diagnostik dann zu uns.
00:01:53: Also wir sind halt ein interdisziplinäres Frühförderzentrum.
00:01:56: es gibt aber auch heilpädagogische Praxen wo man dann quasi in Anführungszeichen nur die heilpedagogischen Frühförderung bekommen kann.
00:02:05: Da gibt's noch so paar Unterschiede und es geht um ganzheitliche Entwicklungsförderungen.
00:02:10: Wir haben immer alle Entwicklungsbereiche im Blick Fein- und grobmotorik, Kognition, Sprache, sozialemotionale Entwicklung.
00:02:17: Und die Wahrnehmung in der heilpädagogischen Frühförderung ist das was ich mache geht es halt eigentlich um gemeinsames Spielen.
00:02:24: also wir gucken uns erst mal jedes Kind individuell an.
00:02:27: wenn die zu uns kommen dann gibt's eine Entwicklungsdiagnostik.
00:02:31: da gibt es natürlich standardisierte Testverfahren aber es gibt auch Kinder den kann man das gar nicht durchführen.
00:02:39: aus verschiedensten Gründen Machen wir eine heilpädagogische Spielbeobachtung, gucken wie die Kinder darauf reagieren auf verschiedene Materialien.
00:02:52: Wir machen für jedes Kind einen individuellen Förderplan.
00:02:56: Das heißt im Endeffekt ist es auch ganz egal ob es irgendwelche Diagnosen schon gibt oder nur Verdachtsdiagnosen oder einfach nur ja die Befürchtung dass es eine Entwicklungsverzögerung geben könnte.
00:03:11: Wir gucken erst mal uns jedes Kind ganz genau an, lassen uns ganz viel Zeit für den Beziehungsaufbau.
00:03:16: Das finde ich immer ganz wichtig.
00:03:18: und ja es geht alles übers Spielen.
00:03:20: Kinder lernen durch Spielen.
00:03:22: das ist halt auch das was wir oft erzielen in der Kita oder Eltern oder anderen Bezugspersonen erstmal erklären müssen weil die denken ja die Kinder sollen bei uns therapiert werden was lernen und diese Zahlen müssen wir denen dann erstmal ziehen.
00:03:40: Es geht darum, dass die Kinder einfach erstmal bei uns ankommen.
00:03:43: Sich bei uns wohlfühlen und wir erst mal gucken können was haben sie eigentlich für Stärken?
00:03:46: Was haben die eigentlich für Ressourcen?
00:03:49: Und das erstmal weiter zu stärken.
00:03:51: und ja, dass sich die Kinder bei uns einfach wohl fühlen gerne kommen ganz viel Spaß haben und dadurch lernen die dann automatisch die Dinge, die sie noch lernen sollten vielleicht oder die sie brauchen um diese Teilhabe-Einschränkungen zu verhindern oder zu minimieren?
00:04:05: Bei dem
00:04:06: Stichwort würde ich gerne noch mal schauen bei der Teilhubeeinschrankung.
00:04:12: Für mich in diesem Kontext ist das Wort relativ klar, aber was... bedeutet eine Teilhabeeinschränkung.
00:04:18: Das ist ja das, was du gerade zu einem Anfang auch einmal gesagt hattest, dass so der Fachbegriff dafür ist wer quasi bei euch gut aufgehoben oder wer eure Zielgruppe ist sozusagen.
00:04:29: aber was bedeutet eine teilhaber Einschränkung?
00:04:32: Ja das ist gar nicht so einfach zu erklären.
00:04:34: also das kann alles möglich sein.
00:04:37: wenn wir jetzt mal bei diesem klassischen Bild sind was viele im Kopf haben sagen wir jetzt Es gibt ein Kind, was motorisch zu bestimmten Dingen nicht in der Lage ist.
00:04:47: Dann kann es auch an gewissen Sachen einfach nicht teilhaben.
00:04:52: Also das ist zum Beispiel auch so etwas, was für uns auch ganz wichtig ist, dass wir immer das Umfeld im Blick haben.
00:04:56: also wir arbeiten halt auch systemisch.
00:04:58: Sagen wir jetzt mal so klassisches Frühförderkind früher, ich sag mal wie man das so früher vielleicht aus der Hyperdagogik kannte hat eine Entwicklungsverzögerung, hat vielleicht auch ja also motorische Einschränkungen dann würde man erst einmal gucken Erstmal das Kind natürlich da drin, ja zu stärken gewisse Fähigkeiten zu erlernen.
00:05:18: Die es vielleicht vorher nicht konnte zum Beispiel mit Besteck zu essen oder gerade auf einem Stuhl zu sitzen Treppen zu steigen wenn wir jetzt bei der Motorik sind und dann würde man natürlich auch im Umfeld gucken was kann man unterstützen noch Im umfeld verändern damit dass kind halt leichter an allen sachen teilhaben kann braucht es einen bestimmten stuhl braucht es bestimmte Hilfen um Hindernisse zu überwinden Genau.
00:05:43: Also das wäre jetzt mal so, was man sich vielleicht konkret besser vorstellen kann.
00:05:47: auf den neurodivergenten Teil kommen wir ja dann gleich noch?
00:05:51: Aber das sind immer diese offensichtlichen Dinge und wir tauschen uns halt auch immer intensiv mit den Therapeuten aus.
00:05:57: Egal ob die intern aus unserem Team sind es kommen ja auch Kinder, die bekommen bei uns die heipädagogische Förderung und haben schon Physiotherapeutin oder Logopäden oder Ergotherapeuten extern wo sie auch schon lange sind macht das manchmal auch einfach Sinn, dass sie da auch bleiben.
00:06:14: Weil es dann schon eine gute Beziehung gibt die da schon tolle Vortritte gemacht haben und da gut aufgehoben sind und mit denen tauschen wir es natürlich auch aus.
00:06:22: Also es bedeutet nicht, dass man das dann... Das finde ich auch noch mal wichtig.
00:06:29: oder wenn es irgendwelche Familienhilfen gibt oder andere Beratungsstellen oder so.
00:06:33: Wir versuchen halt schon immer irgendwie Gut es geht, alle mit einzufizieren.
00:06:37: Auf
00:06:37: welchen Wege finden denn Eltern zu euch?
00:06:40: Ich kann mir vorstellen was jetzt fällt ja auch sehr breit aufgemacht welche Kinder bei euch eben gut abgehoben sind, welche Kinder ihr betreut und das scheint ja sehr unterschiedliche Situationen zu sein aus denen die Kinder... kommen, manche die am Anfang von einem Unterstützungsprozess stehen.
00:06:57: Manche die scheinbar schon weiter fortgeschritten darin sind.
00:06:59: Das heißt wahrscheinlich ist der Weg dieser Eltern auch ganz unterschiedlich zu euch.
00:07:03: Magst du da einmal so ein bisschen erzählen?
00:07:06: Ja also vielleicht erstmal so ein bißchen aus der Praxis.
00:07:09: wie kommen Eltern zu uns?
00:07:11: manchmal auf Empfehlung des Kinderarztes, manchmal auf empfehlungen der Kita oder der Tagespflege Manchmal aber auch, weil die selber recherchiert haben und schon so ein paar Ideen haben was vielleicht das Kind braucht oder wobei das Kind noch Schwierigkeiten hat.
00:07:32: Oder über Erziehungsberatungsstellen.
00:07:33: also da gibt es ganz unterschiedliche Wege zu uns zu kommen.
00:07:37: Wir haben aber auch ich weiß unser Frühförderzentrum zum Beispiel auch in den Kinderarztpraxen In den Kitas in den Beratungsställen überall Flyer ausliegen hat.
00:07:46: Also genau Das ist erstmal so.
00:07:49: dieses, also es rufen auch manchmal einfach Eltern an und erzählen.
00:07:54: Ja bei meinem Kind habe ich das und das bemerkt oder der Kinderarzt sagt oder die Erzieherin in der Kita hat gesagt denkt ihr denn wir sollten mal vorbeikommen?
00:08:04: So!
00:08:06: Das ist ja seit ein paar Jahren leider nicht mehr so dass Leute einfach zu uns kommen können.
00:08:10: Also natürlich kann man immer anrufen und immer kurz fragen, ne?
00:08:14: Und kurz schildern was Sache ist.
00:08:16: Aber es ist jetzt nicht mehr so dass man einfach sagt okay, man guckt sich das Kind an macht mal eine kurze Einschätzung und dann entscheidet mein wo kommt es Frühförderung?
00:08:25: sondern um halt bei uns überhaupt erst diese diese Eingangsdiagnostik machen zu können muss es im Endeffekt schon eine Indikation geben.
00:08:34: Das bedeutet Es muss zumindest eine Verdachtsdiagnose geben die der Kinderarzt stellt.
00:08:41: Also das ist quasi das Ticket, was man braucht um Frühförderung zu bekommen.
00:08:45: Zumindest in NRW so.
00:08:46: aber ich glaube es ist schon relativ gleich in den verschiedenen Bundesländern.
00:08:52: Wenn es natürlich eine Komplexleistung ist also eine ergotherapeutische physiotherapeutische oder logopädische Behandlung notwendig ist dann ist natürlich auch immer die gesetzliche Krankenkasse ein Kostenträger.
00:09:06: Dann teilen sie sich das quasi der Träger, der Eingliederungshilfe und die Krankenkasse.
00:09:12: Und aber das ist ... Also ich sag mal es reicht ja wenn der Kinderarzt da schreibt Verdacht auf Entwicklungsverzögerungen.
00:09:18: Das ist ja ganz allgemein formuliert und das wird auch... Das taucht nicht irgendwie hinterher glaube ich noch mal irgendwo auf zumindest ist mir darüber nichts bekannt.
00:09:27: also manche Eltern haben ja auch Angst dass das Kind dann direkt so ein Stempel hat.
00:09:31: Aber genau!
00:09:33: Dann gibt's halt verschiedene Kostenträger.
00:09:39: Genau, also einmal gibt es die sogenannte Solitärleistung.
00:09:43: Das heißt das wäre dann die heilpädagogische Frühförderung ohne irgendwelche Therapien.
00:09:49: Da ist quasi ... Es läuft über die Eingliederungshilfe und das ist je nach Bundesland unterschiedlich.
00:09:56: Also in NRW sind das zum Beispiel die Landschaftsverbände aber es können... In anderen Bundesländern das Landesverwaltungsamt oder der Kommunalverband, oder der Bezirk.
00:10:10: Das ist gar nicht so einfach, das so per Schei zu sagen.
00:10:15: Deswegen würde ich gerne da nochmal zwei Tipps geben und zwar mit jeder Stadt muss es gesetzlich verpflichtet ein Verfahrenslotsen zu stellen.
00:10:25: Das wird seit Januar zwentzwanzig gesetzlichen festgeschrieben und das bieten die Jugendämter an.
00:10:33: Ein Verfahrenslotz ist auch dafür zuständig, dass Kinder die eine Teilhabeeinschränkung haben oder davon bedroht sind.
00:10:40: Da die Familien zu begleiten, also die Anträge zu stellen und genau wo die welche Anträge stellen können wie die Anträge gestellt werden und helfen halt dabei.
00:10:51: Das finde ich ganz wichtig Ist übrigens auch im Kontext Schule interessant wenn man dann zum Beispiel eine Schulbegleitung benötigt.
00:10:59: Ich würde überlege gerade, wenn es Schwierigkeiten in der Schule gibt mit der Nachteilsausgleichgeschichte können die auch helfen?
00:11:05: Das habe ich nämlich jetzt auch kürzlich erfahren.
00:11:08: Dann
00:11:08: melde ich mich selbst als Elternteil beim Jugendamt und bitte um so eine Bereitstellung sozusagen ins Verfahrens-Lotsen.
00:11:18: oder wie läuft er?
00:11:19: Also
00:11:19: am besten recherchiert man direkt wer ist das, also meistens wenn man das bei Google eingibt Verfahrenslots unter die Stadt kriegt man ja meistens direkt irgendwie ne Info.
00:11:28: Und dann ruft man da an und schildert kurz seinen Fall.
00:11:30: Und dann wird derjenige einem oder diejenige ein ja erklären, ob man da jetzt eine richtigen Adresse ist.
00:11:37: aber wenn man jetzt nicht ganz sicher ist, welche Anträge man stellen kann.
00:11:41: Aber man kann auch einfach beim Frühförderzentrum oder bei der heilpädagogischen Praxis in der Nähe sich melden und sagen machen wir uns auch ganz viele Eltern, dass sie dann oder sprechen mich an, wenn ich mobil in der Kita gerade bin Und sagen, ach sie sind doch von der Frühförderung.
00:11:58: Wie kommt man denn zu ihnen?
00:11:59: Also das ist auch... Man kann einfach anrufen und sagen was muss ich mitbringen um ein Kind bei euch anzumelden?
00:12:07: Das kann man natürlich auch machen Aber wenn es gerade unklar ist wer ist dann der Kostenträger?
00:12:14: Was für Anträge muss sich stellen?
00:12:17: Man kann natürlich auch also in NRW weiß ich dass auch so.
00:12:19: man kann auch direkt beim Landschaftsverband sich melden Unformell auch in Antragstellen.
00:12:29: Wir begleiten die Eltern halt bei dieser Antragstellung immer, ne?
00:12:32: Deswegen geht da bei uns der Weg über uns.
00:12:34: Es gibt auch die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung.
00:12:39: Die gibt es auch in jeder Stadtkongune weiß ich jetzt nicht ganz genau und das ist aber nicht nur für Kinder.
00:12:49: also beim Verfahrenslotsen geht's wirklich um Kinder- und Jugendliche Und bei der EU-TB, so nennt sich das in Kurzform.
00:12:58: Das ist halt auch für Erwachsene.
00:13:01: Also das ist auch noch mal interessant wenn man ein erwachsenes Kind hat und für dass man noch sorgen muss und auch gar nicht weiß was kann ich da alles verhilfen bekommen?
00:13:13: Ich sag mal ganz oben drüber gestellt, die sind halt Träger unabhängig und da kann man sich zum Beispiel sagen wir jetzt mal.
00:13:20: Man hat ein Erwachsenskind mit Autismus-Spektrum und das ist quasi aus Schule und allem jetzt schon raus und man braucht aber ja eine Info was gibt es eigentlich alles für dieses Kind?
00:13:34: Was kann ich denn also für diesen erwachsenen Menschen, weil wenn es an mein Kind Ist es ja, was gibt das für meinen Erwachsenskind vielleicht noch an Unterstützung?
00:13:43: Dann kann man da auch anrufen und dann können die einem wirklich sagen in deinem Bezirk, in deiner Stadt.
00:13:50: Gibt es dir und die und die Angebote wirklich
00:13:52: von...
00:13:53: Was muss ich tun um eine Vollmacht zu beantragen?
00:13:57: Wo finde ich ambulantes Wohnen
00:13:59: usw.?
00:14:00: Also die sagen einem quasi was es alles gibt und wo man überall Hilfe noch zusätzlich kriegen kann.
00:14:07: finde ich auch total wichtig.
00:14:09: Also ist jetzt gerade ein bisschen out of topic, aber es ist grade so für die Eltern vielleicht interessant, wo's halt schwierig ist mit der Antragstellung, die vielleicht auch mehr Begleitung brauchen um Anträge zu stellen oder die vielleicht sagen Ich brauche aber zusätzlich zur Frühförderung noch mehr Hilfe.
00:14:42: drin, auch schulisch.
00:14:45: Kann ich einfach sagen, dass diese ganzen Antragstellungen oder auch dieser Beginn des Prozesses von wo fange ich jetzt eigentlich an?
00:14:53: Was muss ich mir denn zuerst besorgen?
00:14:55: Was kommt danach aus?
00:14:56: der zweite Schritt?
00:14:57: Wen rufe ich an und wo schreibe ich hin?
00:14:59: Das ist schon für mich eine riesige Hürde!
00:15:03: Dann ist bei mir selber noch mal neurodivergenter Kontext.
00:15:05: das heißt die ganze Papierkram ist sowieso schon eine riesige Hürde und ich weiß, dass wirklich nicht wenige Familien hier in der Begleitung eines Kindes das in irgendeiner Art und Weise etwas hat.
00:15:19: auffällt, ist man sowieso schon ein bisschen mehr gefordert.
00:15:23: Es ist sowieso auch schon ein anderes Zeitkontingent für solche Sachen vorhanden.
00:15:29: Das kommt alles so oben drauf und ich weiß dass viele wirklich Unterstützung liegen lassen, Angebote legen lassen weil sie sich nicht zutrauen diesen Verwaltungsprozess zu durchschreiten, weil sie nicht wissen wo sie anfangen können.
00:15:43: manchmal oder ja doch sogar relativ häufig ist vor allem dieses Anfang Wenn ich mich dann jetzt mal zuerst hin, deswegen finde ich es ist eine ganz wichtige Information für so viele Familien.
00:15:54: Das merke ich immer wieder wenn man die ersten ein zwei Schritte klar macht.
00:15:59: danach weiß man ja auch manchmal nicht so genau das kommt darauf an wie der Prozess weitergeht.
00:16:03: da weiß man manchmal vorher gar nicht welche Schritte dann kommen.
00:16:06: aber zu wissen passen sie auf morgen können Sie genau diesen Schritt machen, da können sie dort anrufen oder dort eine E-Mail hinschreiben.
00:16:15: Und die sind im Fach und da geht dann der Weg einen Schritt weiter.
00:16:18: Da werden sie dann dorthin weitergeleitet oder die wissen ganz genau wo sie als nächstes anrufern können oder wie auch immer.
00:16:24: Oder wenn man dann eben so ein Tipp bekommt es gibt Menschen die einem in diesem ganzen Prozess begleiten kann ist das super wertvoll.
00:16:31: deswegen ist es gar nicht so'n unwichtiger kleine Exkurs sondern eigentlich super wichtig gerade für die Familien über die wir hier sprechen weil dass eine Riesenhemdschwände ist, eine Riesenhürde sich diesem Prozess zu stellen und darum eben wirklich Angebote Unterstützung manchmal auch Diagnostik erstmal liegen bleibt weil sich Eltern diesen Prozess nicht zutrauen oder er sie wirklich auch zeitlich mental und überhaupt überfordert.
00:16:57: Und manchmal auch ganz konkret Inhaltlich, also ich sitze manchmal schon vor diesen Anträgen und ich spreche Deutsch als Erstsprache.
00:17:06: Ich habe Deutsch studiert und ich sitz so von diesen Anträngen denk mir was?
00:17:10: Genau
00:17:11: wollen
00:17:11: die da von mir!
00:17:13: Und ich mag mir gar nicht vorstellen wie unglaublich anspruchsvoll dann so ein warm deutsch Formular ist für jemanden, der eben Deutsch als Zweitsprache spricht.
00:17:23: Und gerade in solchen Dingen und also selbst einfache Sprache... Das gibt es ja noch nicht mal überall das Angebot.
00:17:29: aber da wusste ich denke auch manchmal ja... Also ich glaube es könnte noch weiter runter geworden sein weil bis wir von diesen verklausulierten Formulierungen da sind dass man sagt ah alles klar das damit gemeint dauert ein bisschen.
00:17:44: Da reicht einen Schritt einfacher oft gar nicht.
00:17:48: Und deswegen finde ich ganz, ganz wichtig dass du das einmal aufgemacht hast.
00:17:51: Ich würde mal schauen, dass wir dazu eventuell auch nochmal in den Show Notes vielleicht um die Übersichten verlinken können oder eben
00:18:02: gerade für
00:18:03: deinen Bundesland NRW vielleicht noch mal so diese ein zwei Anlaufstellen nennen können.
00:18:08: Das können wir dann beide doch mal besprechen und dann findet ihr wenn ihr diese Folge hört alles in den show notes und könnt da nochmal gucken.
00:18:17: Das ist nämlich tatsächlich nicht ganz unwichtiges Thema.
00:18:22: und eins, das viele Eltern wirklich sehr fordert.
00:18:26: Auf jeden Fall zu der EU-TV wollte ich noch sagen da kann man auch als Fachkraft anrufen.
00:18:34: also wenn man eine Familie begleitet und sagt auch Ich weiß nicht ob die wirklich sich da melden aber wenn ich denen das jetzt zum Beispiel dann direkt was Konkretes in die Hand geben kann Was es hier in der Nähe gibt, dann kann man da auch anrufen und sagen ich habe ja einen Fall von einer Familie die haben ein Kind mit deren Diagnose.
00:18:54: oder was gibt es denn hier in den Nähe zum Beispiel für Breitzeitmöglichkeiten die speziell für diese Kinder passen?
00:19:01: Oder was gibt das hier noch zusätzlich an Hilfsangeboten.
00:19:04: Und dann kann sich da auch informieren.
00:19:07: Das finde ich auch nochmal wichtig weil ich glaube dass viele Fachkräfte deinen Podcast hören so wie ich z.B.. und ich den auch vielen Fachkräften schon empfohlen habe.
00:19:16: Wenn die, wenn ich gesagt hab in eurer Kindergartengruppe zum Beispiel ist ja ein Kind mit deren Diagnose was wisst ihr denn schon dazu?
00:19:24: Und genau dann gebe ich meistens diese Hinweise einmal zb in deinen Podcast mal rein zu hören aber auch zum Beispiel den Flyer von der EOTB der jetzt für unser Bezirk zuständig ist dass sie sich da auch hinwenden können wenn die da nochmal zusätzliche Angebote suchen für die Kinder.
00:19:43: Dazu möchte ich auch unbedingt ermuntern, solche Angebote auch schulisch zu nutzen oder in den Kitas zu nutzen.
00:19:49: Für deine Altersgruppe ist ja dann eine erster Linie der Kita oder eine ähnliche Einrichtung zuständig.
00:19:55: Mein Kontext ist ja an Schule und ich mache auch super gute Erfahrungen damit wenn wir den Eltern nicht sagen naja wir beobachten hier das und dass wäre super wenn ihr euch mal kümmert sondern da wirklich konkret reinzugehen oder eben selbst auch Angebote anzunehmen.
00:20:10: Bei uns ist es zum Beispiel der Sonderpädagogische Morieledienst, der in die Schulen kommt sich mal mit in den Unterricht setzt, die Situation einfach mal anders beobachtet, Feedback gibt und schaut wie wir schon aufgestellt sind.
00:20:24: Ich hatte das auch schon, dass jemand wirklich mal über alle Fächer drin saß also so einen ganzen Schultag drinsaß Vier, drei vier Stunden.
00:20:33: Also wirklich mehrere Stunden drin saß und dann eben auch gesehen hat wie unterschiedliche Kolleginnen mit diesem Kind interagieren Und dann eben zu gucken wie finden wir da gut eine Linie.
00:20:45: also das war für uns als Team super wertvoll weil dieses kind unbedingt ne sehr Einheitlich, einen sehr einheitlichen Umgang brauchte.
00:20:56: Wer so sagt in der Makina können sich da sehr unterschiedlich einstellen aber dieses Kind braucht das sehr einhaltlich und da hat ihr uns beraten die Dame die da gekommen ist es war super gut.
00:21:05: Und wie du sagst also ich sitze öfter auch an Elterngesprächen Da und weiß also machen wir das vorher schon so wenn die Eltern sehr aufgeschlossen sind für den Termin Dann machen wir denen auch manchmal direkt im Elterngespräch weil man Gott sei Dank ganz viel online machen kann mittlerweile.
00:21:24: Und ich weiß einfach, dass die Chancen des Eltern sich da dieser Aufgabe widmen oder wirklich zu diesen Terminen gehen, einfach viel viel höher ist wenn man die überhaupt macht mit den Eltern.
00:21:34: Es kommt ein bisschen auf die Situation an... ist nicht immer notwendig und manche wollen's auch gerne selber machen oder es braucht manchmal zwei Weile anläufe bis sie bereit sind zu sagen, ja vielleicht wärs doch gut wenn wir das machen.
00:21:47: Alles total okay!
00:21:49: Und dann mache ich genau diese Erfahrung die du beschreibst dass besser ist da wenn die Eltern das möchten wirklich ganz konkret den nächsten Schritt entweder ganz eng schon mitzubegleiten wenn man das seit Lehrkraft sich zutraut oder eben was in der Hand zu haben Hier, da kannst du morgen anrufen.
00:22:05: Da kannst du morgens ein E-Mail hinschreiben oder in dieses Kontaktformel annunzen und dann bist du schon einen Schritt
00:22:10: weiter.".
00:22:10: Das hilft total!
00:22:11: Es macht einfach diese ganzen Hürden immer ein kleines Stückchen niedriger sozusagen.
00:22:21: Also in meinem konkreten Arbeitsalltag begegnet mir das tatsächlich recht häufig.
00:22:26: Ich bin ja Sozialpädagogin, ich bin ja keine Heilpädagogin.
00:22:30: Ich habe vorher ganz lange im Rahmen der Jugendhilfe gearbeitet also in der stationären und ambulanten Jugendhilfe.
00:22:37: Und deswegen habe ich gerade am Anfang, als ich in dem Frühvorderzentrum angefangen hab von ein paar Jahren auch oft die Kinder zugewiesen bekommen wo es hieß naja sozialemotionale Entwicklung da brauchen sie einfach viel noch viel Unterstützung sagen wir mal oder Förderung und das sind ja oft dann die Kinder wo man dann irgendwann so denkt.
00:23:02: Vielleicht gibt es auch einen Grund dafür, warum manche Dinge denen halt nicht so leicht fallen.
00:23:10: Und ich sage jetzt mal ganz klassisch sagen wir reden zum Beispiel von ADHS sind diese Kinder ja in der Regel noch zu jung für eine Diagnostik?
00:23:19: weil eine gesicherte ADHS Diagnostic wird ja meistens erst nach dem sechsten Lebensjahr gestellt und dann ist ja schon das Kind entweder in der Schule oder kurz vor der Einschulung.
00:23:30: aber Ich sag mal die ganzen Besonderheiten oder Herausforderungen, die diese Kinder haben zeigen sich natürlich schon von Anfang an.
00:23:38: Und ja das ist dann halt.
00:23:41: also deswegen ist mir das halt schon.
00:23:42: also begegnet mir das sehr häufig.
00:23:44: und Ja aber auch zum Beispiel Kinder die sich im Autismus Spektrum bewegen.
00:23:50: also da es ja auch oft dass sie dann Also ich sage mal ganz klassisch so, es wird dann oft gesagt ja im Kindergarten das Kind macht nicht mit oder dass die weiß nicht wie's Kontakt zu den anderen Kindern aufnehmen soll findet dann auch manchmal ganz spannende Wege Kontakt aufzunehmen was da gar nicht als Kontaktaufnahme von vielen wahrscheinlich erst einmal gedeutet wird.
00:24:14: An den Haaren riechen zum Beispiel ist ein schönes Beispiel für andere Kinder nicht so ein schönest Beispiel ist auch das Beißen zum Beispiel.
00:24:22: aber Ja, also kommt ist mir schon echt häufig begegnet so.
00:24:26: Deswegen ja ist es tatsächlich so dass das mir im Alltag recht häufig passiert wie das so ich sag mal in der Klasse scheipädagogisch Frühförderung ist wo man quasi hauptsächlich Heilpädagogen im Team hat wo das dann vielleicht nicht so gezielt ausgewählt wird.
00:24:48: Das kann ich dir jetzt leider gar nicht so beantworten.
00:24:52: Also das ist tatsächlich so, dass die Eltern manchmal schon im Erstgespräch selber die Vermutungen äußern.
00:25:00: Das ihr Kind sich im neurodivergenten Bereich bewegt.
00:25:04: also weil die Eltern kennen ihr Kind am allerbesten und haben dann auch oft schon irgendwas gehört gelesen oder Befürchtungen sorgen oder Ideen und sind total froh wenn da jemand sitzt Der sagt, ich glaub dir das alles.
00:25:24: Gerade bei Kindern die zum Beispiel sehr gut maskieren können wo der Kindergarten z.B.
00:25:29: sagt oder die Großeltern sagen ne bei uns macht es das Kind nicht Das muss ja dann an euch liegen an den Eltern zum Beispiel.
00:25:37: und ich sitze da und sage kann ich mir total gut vorstellen dass das zu Hause so ist?
00:25:42: Da ist das Kind sicher dafür.
00:25:44: Es ist ein Safe Space.
00:25:46: klar dass sich da anders verhält.
00:25:50: Also deswegen, das ist auch so ein bisschen die Besonderheit.
00:25:54: Weil ich da wirklich sehr viel mit den Eltern arbeite und die einfach froh sind dass sie einen gegenüber haben was ihnen einfach glaubt.
00:26:05: also es ist wirklich so die sagen auch diese Worte so endlich glaub mir das jemand das ist genauso wie.
00:26:12: wir haben ja oft Pflegekinder zum Beispiel bei uns tatsächlich auch im Frühförderzentrum.
00:26:18: Das ist ja auch so, dass aus unterschiedlichen Gründen dann diese Kinder auch auf das Gut schaffen sich also überangepasst zu verhalten.
00:26:27: Auch wenn es jetzt nicht unbedingt eine Neurodivergenz zur Grundlage hat aber und dann zu Hause bei den Pflegepersonen dann alles rauskommt was vorher zurückgehalten wurde Und das kenne ich ja auch aus meiner Arbeit in der stationellen Jugendhilfe und dass ich dann sage Ja Ich glaube euch das sofort Und die dann echt sagen endlich, weil wenn wir dann sitzen im Hilfeplan gesprechen mit dem Jugendamt oder mit unserer Fachberatung.
00:26:51: Die können das immer gar nicht glauben und da habe ich gesagt ja aber dann ist es vielleicht, weil sie das auch noch nicht erlebt haben.
00:26:59: Also das ist vielleicht auch so ein Punkt und also für mich ist zum Beispiel auch ein Ziel in der Förderung mit einem neurodivergenten Kind dass sich das bei mir irgendwann sowohl fühlt, dass es das an auch zeigen kann, wenn es gestresst ist zb.
00:27:14: Also das ist dann meistens natürlich nicht in der Intensität wie zu Hause.
00:27:21: Aber wenn man so ein Kind, das ist ja oft einen Eins-zu-Eins-Setting oder eine kleinen Gruppe mit maximal zwei bis drei Kindern die wir haben.
00:27:29: Das sieht man relativ schnell diese kleinen Anzeichnungen weil es einfach so intensiv im Kontakt in einer Stunde zum Beispiel die man zusammen ist in der Woche.
00:27:39: Das ist auch echt oft eine Entlastung für die Eltern wenn ich sage ich habe das jetzt auch bemerkt Manchmal dauert es ein paar Wochen, manchmal dauert's ein paar Monate oder länger.
00:27:48: Ich finde das so wertvoll
00:27:50: und dann kann ich mit dem Kind auch daran arbeiten zum Beispiel wenn wir jetzt über Regulationen sprechen zum Beispiel also einmal kann nicht wenn die Eltern mit in der Förderung sind was ich ja immer total schön finde.
00:28:03: aber manchmal klappt es halt nicht weil die Förderungen in der Kita stattfindet oder weil die Kinder sonst weil denen das manchmal zu viel ist mit zwei Erwachsenen dann auch, es ist ja auch manchmal so.
00:28:14: Das ist für manche Kinder auch Stress wenn die dann immer da zwei Erwachsene vor sich haben und denken welche Erwartung soll ich jetzt erfüllen?
00:28:21: Zu wem soll ich hin gehen?
00:28:23: und dann ist es manchmal einfacher.
00:28:26: aber entweder dass ich den Eltern zeige wie funktioniert Co-Regulation oder mit dem Kind gucke wie kann ich das schaffen durch Co-Regulation irgendwann selber in die Selbstregulierung zu kommen.
00:28:42: Das wäre zum Beispiel sowas Klassisches, was in meinem Alltag so ist mit neurodivergenten
00:28:49: Kindern.".
00:28:53: Das war ein super schöner Einblick und ich glaube dass gerade ganz viele Zuhörende am liebsten wahrscheinlich morgen einen Termin machen möchten!
00:29:06: weil das einfach so selten der Fall ist.
00:29:11: Leider, dass Eltern geglaubt wird und ich wollte das am Anfang gar nicht wahrhaben, dass das Flächendecken wirklich ein Thema ist – nicht überall!
00:29:22: Wie man bei dir sieht.
00:29:22: es gibt Fachpersonal, das super auf dem Schirm hat und sich sehr an dem orientiert was Eltern erzählen die ihr Kind ja einfach so viel erleben wenn es jetzt nicht eben gerade ein Pflegekind ist zum Beispiel, die das Kind einfach vom Geburt an kennen und kennengelernt haben.
00:29:43: Und auch so wahnsinnig intensiv kennengelern, dass das eine Ressource ist!
00:29:49: Mir erschließt sich noch nicht diese Haltung, also fast manchmal eher darum geht alles was Eltern sagen erstmal fünf Stoffen runter zu kochen Weil das ist ja, also dass die Grundhaltung ist.
00:30:00: Das ist ja sowieso bestimmt erst mal ein bisschen übertrieben.
00:30:04: da nehmen wir erstmal drei Stufen von weg.
00:30:05: so schlimm wird es ja wahrscheinlich nicht sein.
00:30:07: Es ist tatsächlich eher viel viel eher die Grund Haltung als okay.
00:30:11: das was sie mir erzählen das nehme ich jetzt erstmal und dann gucken wir uns das Mal in Ruhe genauer an.
00:30:17: das klingt ganz schön anstrengend zum Beispiel oder wo gut dass Sie hier sitzen das klingt nach einer großen Herausforderung sondern erst mal ist so, ja, ja.
00:30:26: Wir machen das alles mal fünf Stufen kleiner und dann gucken wir mal was überhaupt noch übrig bleibt wenn wir überhaupt so weit kommen.
00:30:32: Und ich verstehe zum Beispiel auch im Kita-Bereich oder bei mir im Schulbereich.
00:30:38: Wir haben so viele Kinder vor uns sitzen.
00:30:40: Wir können nicht auf die gleiche Art und Weise beobachten wie das Eltern können.
00:30:43: Warum nehmen wir diese Expertise nicht?
00:30:45: Die ist so wertvoll!
00:30:46: Und warum wir diese Ressource durchnutzen hat sich mir noch nie erschlossen.
00:30:50: Und diese Idee von Ja, es gibt ja auch immer die zwei drei aufgeregten Eltern, die da viel mehr reininterpretieren als das vielleicht der Fall ist.
00:30:58: Mag
00:30:59: sein dass es diese Eltern auch irgendwo gibt!
00:31:03: Aber ich erlebe das so gut wie nie.
00:31:06: Ich erlebe tausendmal häufiger den Fall Dass Eltern da sitzen wirklich wirklich händeringt nach Hilfe suchen und ich glaube auch nicht dass in der Masse Menschen morgens aufstehen oder Eltern morgens Aufstehen und sagen so, heute habe ich noch nichts vor.
00:31:25: Ich glaube... Schau mal, wie ich mein Kind besonders diffizitär betrachten kann.
00:31:33: Und das ist mir alles hier anstrengender Vorstelle als es ist.
00:31:36: und jetzt habe ich Lust auf einen Marathon zu ganz vielen Stellen- und Behördengängen und Formularen und deswegen lege ich jetzt mal los!
00:31:44: Ich hab grad eh nichts Besseres zu tun sondern es hat in der Regel Hand und Fuß wenn diese Eltern kommen und wo und wie und was?
00:31:51: Das kann das Fachpersonal dann genauer erklären.
00:31:53: aber das erstmal zur Sourse anzunehmen und ernst zu nehmen ist so wichtig.
00:31:57: Jetzt würde ich gerne in den Punkt weitergehen, dass du gesagt hast manchmal kommen die Eltern schon und haben auch schon eine Idee worum es hier so gehen könnte indem was sie und ihr Kind mitbringen.
00:32:14: Ich habe daraus jetzt mal abgeleitet das es das auch gibt, dass nicht der Fall ist.
00:32:20: wie läuft denn so Dieser Prozess?
00:32:23: geben wir jetzt mal in diesem Bereich Diagnostik ab.
00:32:25: Also ihr lernt das Kind kennen, wenn ich es richtig verstanden habe.
00:32:28: Schaut erst einmal, dass ihr in einem Safe Space den ihr kreiert oder den ihr schafft mit diesem Kind eine Vertrauensbasis-Schaffbeziehung.
00:32:38: Das hast du alles so schön schon gesagt!
00:32:40: Dass ihr dann hofft, dass sich eben das Kind möglichst authentisch zeigt damit ihr auch beobachten könnt was die Eltern erzählen oder vielleicht da auch noch meinen eigenen Eindruck bekommt.
00:32:50: Und jetzt kommt ihr so an den Punkt, dass sie sagt ... Die und die Richtung könnte es sein.
00:32:55: Manchmal dockt's offensichtlich schon bei dem ein bisschen an was Eltern sagen.
00:32:58: Wenn das aber nicht der Fall ist?
00:32:59: Wie geht das alles weiter dann?
00:33:01: Es gibt ja auch den Fall, dass Eltern zum Beispiel sagen... Ja, der Kindergarten sagt ... Das ist so schwierig!
00:33:11: Das Kind verhält sich auffällig usw.
00:33:13: Wir sehen das überhaupt nicht.
00:33:14: Für uns ist das kein Problem zu Hause.
00:33:16: Ist alles gut?
00:33:18: oder dass die Eltern sagen Ja, ich sehe schon dass mein Kind bei manchen Dingen noch Förderung braucht, Unterstützung braucht.
00:33:27: Aber ich weiß gar nicht ob Frühförderung wirklich nötig ist.
00:33:29: aber es wurde mir jetzt halt empfohlen.
00:33:31: deswegen machen wir das jetzt mal und genau dann nachdem wir die Diagnostik gemacht haben erstellen wir immer diesen sogenannten Förderplan oder Förder- und Behandlungsplan falls es noch andere Therapien dazu gibt Und der wird ja immer besprochen und die Eltern sagen, also bestimmen ja auch die Ziele mit.
00:33:50: Also es ist nicht so dass wir uns dann da hinstellen und sagen Wir wissen jetzt was das Beste ist deswegen sagen wir jetzt welche Ziele wir verfolgen sondern wir sprechen natürlich mit den Eltern darüber Was wünscht ihr euch denn?
00:34:00: Was soll sich denn durch die Frühförderung verändern?
00:34:04: Und das ist schon mal ein erstes Gespräch wo ich dann ganz neutral beschreibe, was ich beobachtet habe.
00:34:11: Was die Ergebnisse sind von der Diagnostik?
00:34:14: Das ist natürlich auch immer so eine Momentaufnahme, das sage ich auch immer zu den Eltern weil es gibt ja auch Kinder, die vielleicht so sagen wir mal vielleicht ne ganz kurze Aufmerksamkeitsspanne haben oder einen sehr hohen Bewegungsdrang haben oder soziale Ängste haben, was auch immer wo dann in der Diagnostics schon deutlich sich in Anführungszeichen Defizite zeigen in der Entwicklung was aber dann vielleicht manchmal gar nicht so die Realität abbildet, weil da einfach so Störungsfaktoren waren.
00:34:43: Fremde Umgebung, fremde Person, Ängste.
00:34:47: oder ich habe die ganze Zeit aus dem Augenwinkel gesehen, da waren Autos auf den Parkplatz, die fuhren darum und das hat das Kind dann vielleicht abgelenkt oder was weiß ich?
00:34:58: Das sage ich halt auch immer dazu, weil es ist nur eine Momentaufnahme.
00:35:02: Es spiegelt nicht wieder, kognitiv, motorisch eigentlich doch kann.
00:35:09: Deswegen ist das ja erstmal nur der Anfang.
00:35:11: Der Anfangspunkt eine grü- ne grobe erste Einschätzung wo kann die Reise hingehen?
00:35:18: Und diesen Prozess gestalten wir und die Ziele können sich natürlich auch im so einem Jahr verändern dass man dann auf einmal merkt das Kind kann eigentlich doch super zum Beispiel dreidimensionale Sachen nachbauen.
00:35:31: Das ist gar nicht das Problem oder die Konzentration spannt es eigentlich doch länger.
00:35:36: Es war halt nur total gestresst in dem Moment, ne?
00:35:40: Genau!
00:35:40: Aber ich erzähle erstmal ganz neutral was ich beobachtet habe.
00:35:43: und auch wenn dann weitere Elterngespräche kommen nach einigen Monaten vielleicht, wenn ich dann merke ah das klingt jetzt richtig angekommen mir sind so ein paar Sachen aufgefallen.
00:35:54: Ich mach das eigentlich eher selten dass ich so ganz deutlich sage geht doch mal zum Beispiel In die adhs Diagnostik oder geht eine überlegt euch doch mal ob Autismus ein Thema ist.
00:36:08: Meistens ist das eher so, dass dann irgendwann wirklich von den Eltern kommt oder dass sie das schon von irgendwem anderen an den Kopf geworfen bekommen haben oder manchmal auch sehr einfühlsam von einer wirklich sehr aufmerksamen Fachkraft zum Beispiel in der Kita.
00:36:21: also es gibt ja wie du auch gerade so schön gesagt hast in der Kita oder in anderen Kontexten wirklich ganz wunderbare Fachkräfte, die das sehr einfühlsam auch sagen und die das Kind auch sehr gut sehen.
00:36:33: Und eben auch den Eltern von Anfang an glauben.
00:36:38: Aber man erlebt halt beides genau.
00:36:42: Deswegen meistens mache ich das wirklich so dass ich sehr neutral versuche zu beschreiben was ich beobachtet habe Und dann erstmal warte, was kommt für eine Resonanz überhaupt bei den Eltern?
00:36:53: Dann will ich das sagen.
00:36:57: Ganz oft ist es so dass die Eltern dann doch sagen ah ja also jetzt wo sie das sagen Frau Bober.
00:37:04: Also ist mir doch schon auch aufgefallen, dass zu Hause doch ein paar Sachen So für das kind schwierig sind oder dass es dann doch manchmal sehr impulsiv ist.
00:37:12: Oder, dass wir gewisse Sachen in der freizeit vielleicht gar nicht unternehmen können weil mein Kind dann schnell überfordert ist zum Beispiel auf die Kirmes zu gehen?
00:37:21: Das ist auch so ein beispiel dann oder auf das Feuerwehrfest oder so.
00:37:26: Weil das dann nach zehn minuten auf meinen armen will und weint und nach Hause möchte Ja, und dann fange ich an.
00:37:33: Wenn ich merke da hat sich so eine kleine Tür geöffnet dass ich dann mal vorsichtig nachfrage Was wisst ihr denn zum Beispiel über Autismus-Spektrum?
00:37:43: Habt ihr da schonmal was drüber gehört gelesen oder über ADHS?
00:37:49: Hat das mal schon einmal einer zu euch gesagt?
00:37:51: also Ich versuche mich da wirklich so ganz vorsichtig ranzutasten Und immer nur soweit wie die Eltern bereit sind sich damit zu beschäftigen.
00:37:58: Ganz oft ist so wenn ich so ein Schlagwort sage dass sie dann schon sagen ja Ja, habe ich doch auch schon darüber nachgedacht ja oder hat meine Schwiegermutter letztens zu mir gesagt.
00:38:07: Oder also so na dann genau.
00:38:09: und dann sage ich auch manchmal so zum Beispiel es ist immer so schön mit deinem Podcast jetzt gibt's ja auch nicht mehr.
00:38:15: Also auch erst jetzt seit kurzem.
00:38:17: aber dann sag ich ja manchmal schreibe ich den auf so ein Zettel und sagt Hört ihr doch einfach mal eine Folge an und spürt auch mal rein ob du denkst alles passt irgendwie zu meinem Kind?
00:38:29: Und dann reden wir noch einmal drüber Oder ich empfehle vielleicht auch dein Buch oder so, ne?
00:38:35: Genau.
00:38:36: Und wenn die Eltern dann irgendwann soweit sind dass sie sagen ah ja also gerade wenn es dann so irgendwann so ist man sagt man hat jetzt noch ein Jahr oder ein halbes Jahr bis es in die Schule geht.
00:38:47: Achja!
00:38:47: Ich mache mir schon Sorgen in der Schule weil falls das dann doch ist und so wäre ja schon gut wie wir das vorher wüssten und dann gucke ich mit den Eltern zusammen okay wo könnte denn so eine Diagnostik stattfinden?
00:39:01: Manchmal hat man ja dann auch schon von anderen Eltern gehört, da kriegt man vielleicht mal schneller einen Termin oder das sind die besonders nett.
00:39:10: Aber das finde ich auch immer schwierig.
00:39:11: deswegen sage es immer sehr individuell wo man sich wohlfühlt und das Kind aber... Da habe ich jetzt zum Beispiel was Gutes gehört.
00:39:17: oder da habe ich gehört krieg man schnellen Termin.
00:39:19: Vielleicht muss man eh mal alle Stellen gleichzeitig anrufen damit man überhaupt irgendwo ein Termin bekommt ist leider so ne?
00:39:25: Die Wartezeiten sind überall lang Aber trotzdem ist das ja schon mal ganz gut.
00:39:32: Und dann ist es auch so, dass wir diesen Prozess natürlich begleiten.
00:39:36: Es gibt aber natürlich auch Familien, die kommen schon mit einer Verdachtsdiagnose oder mit der Diagnose zu uns und sind dann aber auch überfordert und sagen wie geht's jetzt eigentlich weiter?
00:39:48: Also... Ja!
00:39:51: Und dir auch zum Beispiel fragen, wie kann Früheförderung mir da überhaupt bei helfen?
00:39:56: Das ist immer wieder das Schöne Weil wir können ja wirklich ganz individuell auf jedes Kind gucken.
00:40:02: Also zum Beispiel, wenn ich morgens meine Tasche packe oder... Ich packe die eigentlich immer am Abend vorher schon ne?
00:40:07: Aber dann gucke ich wirklich immer wer ist ein Morgen überhaupt, wen sehe ich denn morgen alles?
00:40:12: und dann packe ich wirklich individuell für jedes kind was ein.
00:40:17: also manchmal habe ich schon so dass ich sage Jetzt mache ich mal mehrere Wochen das Thema Gefühle ganz ausführlich.
00:40:24: Ich liebe ja Bücher, deswegen habe ich immer irgendwelche Bücher passen zum Thema dabei, Bilderbücher und so.
00:40:30: Natürlich bereite ich auch schon mal bestimmte Themen vor und denke jetzt mache ich mit den Kindern alles zum Thema Gefühl oder diese klassischen Sachen wie man es im Kindergarten auch kennt zu den Jahreszeiten und so.
00:40:40: aber ich gucke halt schon wirklich für jedes Kind individuell.
00:40:44: was braucht das?
00:40:46: Jetzt komme ich gerade vom Thema, aber ich hoffe das ist okay.
00:40:49: Aber vielleicht, dass man nochmal so ein bisschen mehr einen Einblick bekommt wie sieht Frühförder irgendwie so eine irre divergentes Kind dann vielleicht aus?
00:40:56: Genau!
00:40:56: Dass sich ja wirklich so gucke was braucht jedes Kind?
00:40:59: und es gibt aber auch so ein paar Sachen die mich wirklich immer dabei wie zum Beispiel wie du ja auch so Fidget Toys.
00:41:04: Ich habe immer so ein Beutelchen dabei mit verschiedenen Fidgetstoys und manchmal lege ich sie einfach irgendwo hin Und lass die Kinder einfach mal damit explodieren und gucken was finden sie gut, was mögen die.
00:41:19: Fragt die dann auch so wie fühlt sich das denn an?
00:41:22: Ja.
00:41:22: Fühlt sich es angenehm an und so zeigt denen was man da mit machen kann.
00:41:25: lasst ihr aber auch selber ausprobieren.
00:41:28: Was ich auch super gerne mitnehmen sind diese Gewichtstiere.
00:41:32: Und da ein super Spartipp, so Türstoppertiere haben wir auch.
00:41:37: Ich habe eins und Tür stoppert hier das... ich will jetzt keine Werbung machen, aber ich habe mich bei einem Discount einmal ganz günstig gekauft und das lieben wirklich alle Kinder.
00:41:46: Wie heißt du den Leopard dabei?
00:41:48: Ja klar!
00:41:49: So.
00:41:49: und dann weil es ist auch ganz oft für die Kinder, denen das so ganz schwer fällt zum Beispiel auch so eine Bilderbuchgeschichte zu folgen Wenn die diesen Leopard auf dem Schoß haben und dann da ein Schwänzchen rumspielen können, dann können sie super zuhören zum Beispiel.
00:42:05: Und das finde ich halt auch immer so schön wenn ich z.B.
00:42:06: in der Kita bin oder mal mit Eltern Gesprächen oder auch mal einen Hausbesuch mache dass sich dann auch sowas dann mitbringe und denen das einfach mal zeige wie das Kind darauf reagiert wenn es dann sowas hat zum Beispiel und Tiere lieben ja sowieso immer alle Kinder Ich hab ganz oft Bildkarten dabei.
00:42:23: Also, weil einem einmal... also ich weiß nicht Meter kommen kennen wahrscheinlich viele.
00:42:28: Ich habe mich dafür entschieden das zu nutzen, weil eben die Förderschulen das auch alle einheitlich nutzen oder wenn man zum Beispiel irgendwann so einen Talker bekommt für Kinder, die nicht sprachlich unterwegs sind.
00:42:42: Das ist ja auch Meter kommen und ich finde sie sind sehr eindeutig Und die benutze ich aber nicht nur in der unterstützten Kommunikation sondern auch zur Strukturierung Weil viele Kinder brauchen So eine Sicherheit, was passiert denn hier?
00:42:56: Dann habe ich immer so eine Holzleiste mit einem Klettstreifen.
00:42:59: Das nennt man Teach-Leiste für die, die das aus dem Fachbereich sind irgendwie und da strukturiere ich dann meine Stunde drüber Und die Kinder wissen dann immer, was machen wir heute zum Beispiel?
00:43:12: Ich hab auch immer den sehr ritualisierten Ablauf weil es gibt den Kindern einfach Sicherheit und gerade neurodivergenten Kindern und auch wenn sie super sprechen können vielen Kindern hilft das einfach, weil die wissen, dass es dann dran und man kann das ja auch variieren.
00:43:27: Dass man sagt, wenn Kinder zum Beispiel ein sehr starkes Autonomiebedürfnis haben, dann dürfen sie z.B.
00:43:32: auch die Reihenfolge festlegen oder ich gebe den Sachen zur Auswahl mit und habe ein bisschen mehr meiner Tasche dabei.
00:43:38: Dann dürfen die entscheiden was davon wollen wir heute machen?
00:43:41: Aber trotzdem haben wir so eine Struktur da drin und die wissen immer ganz klar, was wird gemacht.
00:43:48: Und das ist auch etwas, was man super transferieren kann.
00:43:51: Also das ist zum Beispiel auch was, was Frühförderung leisten kann diesen Transfer zu leisten von der Fördersituation in den Alltag weil wir kamen natürlich auch die Möglichkeit also ich kann jetzt nicht für alle frühförderstellen sprechen aber Ich versuche dass ich persönlich Auch mal nach Hause zu gehen und zu gucken.
00:44:10: wie könnt ihr das in den alltag übertragen?
00:44:13: Was gibt es hier vielleicht auch für Herausforderungen dies wo anders nicht gibt?
00:44:17: Und wenn die Förderung z.B.
00:44:18: nicht in der Kita stattfindet, dann auch mal an der Kita zu sein sich wirklich anzuhören welche Schwierigkeiten hat das Kind da im Alltag und da nochmal mit den Fachkräften in den Austausch zu gehen uns zeigen was ich eigentlich mit dem Kind mache und gemeinsam zu überlegen wie kann der Transfer denn passieren?
00:44:34: Wissen Kinder warum sie bei euch sind?
00:44:36: also die meisten Kinder fragen das tatsächlich nicht.
00:44:42: Wenn die Kinder mich fragen, warum ich dann komme oder was ich mache, dann sage ich ja wir spielen zusammen.
00:44:49: Also weil ich finde das überlasse ich wirklich den Eltern, was die ihren Kindern erzählen wollen.
00:44:54: Das ist genau und wenn sie zum Beispiel zu mir in die Diagnostik kommen, dass es schon eine etwas klinische Situation ist.
00:45:02: Wenn ich so einen klassischen Entwicklungstest mit denen z.B.
00:45:04: durchführe, dann sag ich auch neuer hat haben deine Eltern erzählt was wir heute machen?
00:45:12: Dann sage ich immer, wir spielen ganz viele Spiele und da geht es darum dass ich einfach mal gucken kann was du schon richtig toll kannst.
00:45:20: Und welche Sachen vielleicht manchmal noch schwierig sind?
00:45:23: Wenn manchmal was nicht klappt ist das überhaupt nicht schlimm weil ich bin ja da und helf dir dann.
00:45:29: Ich kann auch manche Sachen nicht so gut.
00:45:31: Das ist zum Beispiel auch etwas was ich wahnsinnig wichtig finde für jedes Kind egal mit welchem Hintergrund das kommt.
00:45:41: So wie ich bin, bin ich genau richtig.
00:45:44: Und es ist total okay anders zu sein und es gibt gar nicht normal.
00:45:48: Es gibt gar nichts wie alle seien.
00:45:51: Jeder ist irgendwie anders und jeder hat seine Stärken und Schwächen.
00:45:54: Genau!
00:45:55: Und dass jedes Kind das erfährt so angenommen zu sein, wie's eigentlich ist... Richtig
00:46:00: oder falsch?
00:46:01: Okay ist auch mal was nicht zu können.
00:46:03: Ich finde,
00:46:03: das ist in deiner Erzählung aus deinem Berufsalltag total sichtbar geworden, dass dir das ein großes Anliegen ist, dass Kinder sich erst einmal gut aufgehoben fühlen und angenommen fühlen indem wie sie quasi zu dir kommen.
00:46:15: Jetzt ganz im Abschluss eine letzte Frage die sicherlich viele Eltern jetzt vielleicht umtreibt, die hier gerade gehört haben Boah, das kann ja eine super Schnittstelle sein auf dem Weg in eine Diagnostik.
00:46:28: Vielleicht ist eine Diagnostik auch ganz anders vorbereitet?
00:46:32: Vielleicht kann man da auch viel sicherer als Eltern auftreten wenn man eben schon den Background hat.
00:46:36: mir wurde schon geglaubt wir haben mein Kind schon in einer guten Unterstützung ich konnte mich schon ganz wieder zu austauschen.
00:46:43: Man geht vielleicht auch selber viel sicherere in so einer Diagnastik als wenn quasi dieser Schritt fehlt und man so von Jetzt gehen wir doch mal dahin, da vielleicht auch wieder ganz allein steht.
00:46:56: Oder eben um... einfach früh bestimmte Dinge zu unterstützen, ganz egal ob eine Einrichtung oder andere Leute oder die Oma sagt ja braust du doch gar nicht.
00:47:08: Also ich glaube wir haben hier ein ganz gut also ganz gut gesehen wie wertvoll das für Familien sein kann dieses Angebot zu nutzen.
00:47:15: und damit komme ich zu meiner Frage Wie sieht eigentlich bei euch die Sachlage momentan aus?
00:47:20: Also wie gut stehen die Chancen sag ich mal, für Familien bei euch unterzukommen.
00:47:26: Ich glaube das ist vorhin einmal angesprochen dass gerade ja Diagnostikplätze und Therapieplätze.
00:47:30: also hier sieht es nicht so rosig aus.
00:47:33: die Wartelisten sind unfassbar lang.
00:47:37: ich weiß aber dass das Thema Frühförderung und Frühförderzentren und so hier nicht so präsent ist bei vielen Eltern also dass das Angebot gar nicht so im Kopf ist.
00:47:48: Wie sieht es bei euch aus?
00:47:49: Also nicht bei eurer Einrichtung direkt, sondern so in diesem ganzen Feld.
00:47:53: Wie ist da die Sachlage momentan?
00:47:55: Ja leider muss ich sagen dass auch wir lange Wartezeiten.
00:47:58: teilweise haben das leider wirklich so.
00:48:02: also unser Frühförderzentrum ist in den letzten Jahren sehr stark gewachsen.
00:48:06: aber Ich denke mir dass es bei anderen frühförder- zentren Teilweise auch ähnlich ist.
00:48:10: oder es gibt auch immer mal wieder zusätzlich auch noch heilpädagogische Praxen die dann eröffnen also kleinere praxen.
00:48:16: aber Also super, ich
00:48:18: bin froh.
00:48:21: Aber der Bedarf steigt halt auch einfach und gerade für die Komplexleistung also in Kombination mit anderen medizinischen Therapien ist es ja der bedarf steigend was eigentlich gut ist weil es wird erkannt dass mehr Kinder auch Förderungen brauchen.
00:48:39: aber es ist leider wirklich so.
00:48:40: man muss leider auch bei uns mit Wartezeiten rechnen.
00:48:44: das kann ich dir jetzt leider super scheier gar nicht sagen.
00:48:47: Deswegen ist es eigentlich immer sinnvoll.
00:48:50: Oft wird ja gesagt, ja warte mal noch das wächst sich raus und das Kind kann ja noch.
00:48:57: Aber wir sagen jetzt schon teilweise den Kitas wo wir regelmäßig auch Kontakt mit haben in den Entwicklungsgesprächen möglich frühzeitig also wenn man jetzt sagt mein Kind kommt nächstes Jahr in die Schule dann müsste man sich wirklich aller aller spätestens auf den Weg machen am besten natürlich schon wirklich frühzeitig, weil das halt einfach wirklich lange dauern kann bis man einen Platz bekommt.
00:49:22: Das ist leider wirklich so.
00:49:25: Ist super schade also wir haben manchmal Kinder die warten anderthalb zwei Jahre auf den Platz.
00:49:30: Also manchmal geht es auch schneller wenn man dann gerade Glück hat und der Wechsel ist ja meistens zum Sommer ne?
00:49:36: Weil im Sommer kommen die Kinder in die Schule, da ist die Frühförderung ja.
00:49:39: damit endet.
00:49:42: Also nochmal ein guter Appell an alle, die wirklich sagen ach ich gucke noch mal oder ich drehe noch meine Schleife.
00:49:47: Ich weiß nicht so genau kümmert euch bis ihr dran kommt wird es dauern und sehr wahrscheinlich zumindest und dann in einem Heim- oder Dreifeljahr zu sagen das hat sich bei uns total gelegt wir brauchen's doch nicht.
00:50:00: vielen Dank ist ja auf jeden Fall die angenehmere Position als quasi mit jedem Monat immer dringlicher auch sein Angebot angewiesen zu sein und nichts zu finden.
00:50:09: Von daher das noch mal ein guter Abschlussappell an alle, die jetzt sagen vielleicht soll ich mich doch in diese Richtung mal kümmern oder mal nachschauen.
00:50:16: Wie das eigentlich bei mir in meiner Region aussieht?
00:50:19: Wo kann ich da hin?
00:50:20: Liebeltine, ich danke dir sehr für dieses Gespräch!
00:50:23: Erstmal ist wahnsinnig klar geworden mit wie viel Herz zu deiner Arbeit gestaltet ist, wie toll Kinder bei dir aufgeroben sind.
00:50:32: Das hat mich sehr berührt und sehr gefreut dass sich diesen ehrlichen Einblick kriegen durfte Und ich glaube, es ist auch noch mal klar geworden wie wertvoll euer Angebot für Familien sein kann und auch wirklich nochmal so eine kleine Ermutigung sich früh zu kümmern.
00:50:48: Das kann sehr wahrscheinlich nicht schaden.
00:50:52: Auch einfach mal so ein Feedback zu bekommen und dann weiterzuschauen versus Ich warte eben bis Schule und dann dampft's richtig und ich hab den Salat zu Hause sozusagen und muss mich irgendwie schnell kümmeren.
00:51:06: Von daher war das super, super wertvoll.
00:51:09: Also danke, dass du diese Mail geschrieben hast und die wir jetzt heute hier sprechen konnten!
00:51:14: In den Show Notes werden wir weiterführende Infos dann verlinken.
00:51:17: Schaut euch dort gerne um.
00:51:19: Wir hören uns wieder in der nächsten Folge.
00:51:21: bis dahin Was Neurodivagentekinder brauchen und wie wir sie stärken können.
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