62. Neurodivergent Schulbegleitung sein – Warum dieser Beruf so wertvoll ist
Shownotes
Meine heutige Gästin Katharina Tiedemann ist selbst neurodivergent, hat neurodivergente Kinder und war außerdem lange Jahre Schulbegleitung neurodivergenter Kinder. In dieser Folge sprechen wir über ihre eigene Reise zu den Diagnosen, ihre Kindheit, ihre Elternschaft und natürlich über ihre Erfahrungen als Schulbegleitung. Mittlerweile ist sie in die Selbstständigkeit gewechselt. Ihrem Herzensthema Neurodivergenz ist sie aber treu geblieben.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Deine Podcastfolge mit dem Gespräch, mit einer neurodivergenten Mutter hat mich sehr behört und mich dazu bewogen dich anzuschreiben um vielleicht meine Geschichte erzählen zu können.
00:00:09: So beendete Katharina Thiedemann meine heutige Gästin ihre Mail an mich, in der sie mir anbohrt.
00:00:15: In meinem Podcast über ihre Neurodivergenz-Reise zu sprechen.
00:00:19: und genau das werden wir heute tun.
00:00:21: aber nicht nur dass Katharina war in den letzten Jahren als Schulbegleitung tätig und wird auch über diese Erfahrungen berichten.
00:00:29: Und ja das Thema passt natürlich ganz ganz wunderbar ebenfalls in diesem Podcast.
00:00:34: Aber wir starten erst mal mit dem persönlichen.
00:00:37: Liebe Katharina, deine Geschichte!
00:00:40: Wenn du dir jetzt einen
00:00:41: Buchtitel
00:00:42: geben solltest... wie wäre der wohl?
00:00:47: Ein Kopf voll
00:00:49: Gold
00:00:49: was Neurodivagente Kinder
00:00:51: brauchen und wie wir sie stärken können.
00:00:58: Ja das ist eine gute Frage.
00:01:00: Wild wars, weiß ich nicht.
00:01:02: Das ist
00:01:02: super zu dünn
00:01:04: für mich richtig.
00:01:04: Würde ich kaufen das Buch sofort?
00:01:07: Ja also sehr durchwachsen Aber jetzt gut.
00:01:10: Also mit gutem Ende.
00:01:11: Es war wild aber das Ende oder ja der Jetzt und des Zustand der Der ist gut
00:01:18: dass es doch schon mal ein sehr positiver Spoiler.
00:01:20: Und Wild Wars finde ich gerade wirklich einen richtigen Buchtitel.
00:01:25: Merkt ihr das auf jeden Fall Mal.
00:01:26: vielleicht wird's ja mal eins.
00:01:28: Ich weiß ja aus unserem bisherigen Kontakt, dass du auch recht früh mit dem Thema Neurodivergenz in Kontakt gekommen bist.
00:01:35: Magst Du darüber einmal ein bisschen berichten wie so die Anfänge und deine ersten Berührungspunkte damit waren?
00:01:41: Ja also in Berührungen damit gekommen bin ich als Mama.
00:01:49: zu der Zeit wusste ich noch nicht das ich selber Neurodivergent bin, also ich muss dazu sagen.
00:01:54: Ich bin diagnostizierte Autistin mit RDHS, bin spätdiagnostiziert und bin über meine Kinder und über meiner Arbeit ja da in das Thema gekommen.
00:02:07: Und es fing an dass ich in einer Fortbildung saß bei Melanie Kleefeldt, mit der hast du auch schon mal eine Podcastaufnahme gemacht oder mehrere Aufnahmen Und das war eine Kita-Fortbildung für ADHS in der Kita.
00:02:25: Ich saß da durch einen wirklich total krassen Zufall, eine Kollegin die Arme hatte Magendam und es wurde im Platz frei und ich habe den ganz spontan nehmen können.
00:02:34: und ein Glück weil der Abend hat wirklich mein Leben verändert.
00:02:38: Da reden Melanie und ich heute auch noch viel drüber.
00:02:40: Weil ich saß dann und dachte so wow okay warum redet sie eigentlich von mir?
00:02:45: Warum redet sich eigentlich von meinen Kindern?
00:02:46: und warum redelt sie eigentlich vom Mann?
00:02:49: was ist hier los?
00:02:50: Ja, das war so der erste Berührungspunkt ganz bewusst mit dem Thema ADHS.
00:02:56: Und kannst du dich an so ein zwei Punkte erinnern wo du gedacht hast hey aber genau das kenne ich doch?
00:03:03: Melanie hatte einen Beispiel genannt oder eher gesagt so bisschen nachgespielt wie dass bei ihr so mit der Wäsche läuft und erzählte dann dass sie ja eigentlich die Wäscher immer mehrere Waschgänge anstellen muss weil Sie ist dann irgendwie wieder vergisst.
00:03:21: Und das war einer von vielen Momenten, wo ich mich sehr adept gefühlt habe, weil bei mir dauert Wäsche vom Waschen bis in den Schrank so sechs Wochen teilweise.
00:03:32: Ist auch immer noch ein kleines Thema bei mir schon besser geworden.
00:03:34: aber das war so einen Punkt, wo Ich mich sehr bei adept hat also in so Alltagssituationen die sie beschrieben hat aber eigentlich in eigentlich jedem Wort und jeder Beschreibung diese gesagt hat.
00:03:44: Aber das fällt mir jetzt doch ganz bewusst ein dass sich da dachte Dann
00:03:47: bist du ja Irgendwann nach diesem Termin, nach Hause gegangen oder war es online?
00:03:54: Ich weiß gar nicht.
00:03:56: Aber bist in deinem Alltag wieder angekommen und dann...
00:03:58: Also ich bin nachhause gegangen gefahren, das war vor Ort und da ... ich glaube die Nacht habe ich drei Stunden geschlafen also es ging so tief rein in das Thema.
00:04:10: Ich würde sagen am nächsten Morgen wusste ich schon so gut wie alles über ADHS, was man so wissen kann.
00:04:16: Also ich bin da wirklich reingestört und ja habe auch meinen Spezialinteresse entdeckt.
00:04:22: also ADHS und Autismus Neurodivergenz ist wirklich ein ausgeprägtes spezial Interesse.
00:04:27: Ich muss mir immer wieder ein bisschen bremsen wenn es an das Thema geht weil da gerade ich wirklich total rein...
00:04:32: Das fühle ich sehr!
00:04:34: Ja und das war ziemlich krass.
00:04:37: Also mein Gehirn, das war so auf Hochtouren und ich dachte so oh mein Gott.
00:04:44: Ich habe gerade eine Erklärung für etwas gefunden was sich nie greifen konnte und was ich mein ganzes Leben lang eigentlich schon gesucht habe.
00:04:50: und jetzt passt mal was.
00:04:51: weil ich hab mich vorher auch hoch sensibel also mit hohes Sensibilität auseinandergesetzt und dachte damals auch ja irgendwie passt das auch der Begriff reichte für uns einfach nicht und hat diesen Leidensdruck einfach nicht erklärt den ich auch wirklich lange hatte und wie doll der Leinstruck eigentlich war, das ist mir auch erst mit dem Diagnosen so richtig bewusst geworden.
00:05:13: Wenn man sich dann auch damit auseinandersetzt.
00:05:15: Weißt du noch wer die erste Person war?
00:05:16: Mit der Du diese Gedanken geteilt
00:05:18: hast?
00:05:18: Ja!
00:05:18: Das war mein Mann.
00:05:20: Mein Mann und ich sind jetzt schon seit über zehn Jahren verheiratet und ja ... sind uns sehr ähnlich sagen wir mal so... Und ich war dann so oh mein Gott, hey Karsten!
00:05:31: Ich Weiß auf einmal hier, was los ist.
00:05:34: Ich hab die Erklärung und er war so ah jetzt hat sie wieder ein neues Thema.
00:05:37: Weil den Überfokus den kannte er von mir ja schon.
00:05:41: Ja aber mit der Zeit wurde er da auch immer offener Und hat sich auch selbst dann wiedererkannt und genau.
00:05:49: Aber das war so der erste mit dem ich da intensiver drüber gesprochen habe.
00:05:52: Aber ich habe da auch ganz viel Mit mir selber Dann auch ausgemacht weil das musste erst mal alles verstanden und verarbeitet und sortiert werden.
00:06:01: Genau,
00:06:01: kenne ich gut!
00:06:02: Und jetzt hast du schon angedeutet dass Melanie da irgendwie über dich, über euch als Familie aber auch über deine Kinder gesprochen hat und du dich da so gesamtheitlich drin wieder gefunden hast.
00:06:13: welchen Weg also um welchen weg habt ihr euch zuerst gekümmert?
00:06:17: Also wir haben uns als allererstes um ein Termin bei Melanie bemüht Und ja, ich glaube, ich habe hier an dem Abend noch nie mehr geschrieben.
00:06:26: Weil ich dachte Ja das ist jetzt auf jeden Fall und zufälligerweise stand auch eine Diagnostik im Raum bei einem nahen Familienmitglied von mir.
00:06:37: Da wusste ich dann okay da werde ich dann ja so diesen ganzen Prozess auch noch ein bisschen mit begleiten können.
00:06:43: Das war auch ein Grund warum ich die Fortbildung auch mitmachen wollte.
00:06:47: Das hatte ich vorhin vergessen zu erwähnen.
00:06:49: Also waren da schon so ein paar Berührungspunkte, aber ich war einfach nicht im Thema.
00:06:53: Oder hatte er auch dieses stereotypische Bild vom Zappelfillip im Kopf?
00:06:57: also ich habe selber mal in diesen Schubladen gedacht ganz ungewollt und auch überhaupt nicht böswillig.
00:07:04: Ja.
00:07:05: und genau dann ging es für dieses Familienmitglied in die Diagnostik Und ein ganz glücklicher Zufall war dann dass ich dabei war Und mit der Psychiater, mit dem ich mich von Anfang an auch super verstanden habe ins Gespräch gekommen bin und ganz zufällig durch wirklich ganz viel Glück.
00:07:24: Ich weiß auch wie die Wartelisten sind in die Wartezeiten eine Testung bekommen habe.
00:07:30: Ganz kurzfristig, ganz spontan.
00:07:32: Und als er mir das Ergebnis nannte, sagte er nur ja Fratidemann, was soll ich sagen?
00:07:37: Voll ist Matt!
00:07:38: Das war dann so die ADHS Diagnose und gleichzeitig ging es auch für meine beiden älteren Kinder auf den Weg in die Diagnostik.
00:07:47: Ich habe drei Kinder, meine Kinder sind noch alle neurodivagent und mittlerweile auch alle diagnostiziert und wir sind da auch total cool mit.
00:07:55: aber ja man muss natürlich erst mal wissen dass das so ist.
00:07:59: und genau also dieser Abend war der Weg ins tun und die Diagnostik.
00:08:07: Es war ein langer Weg, sehr anstrengend aber es hat sich gelohnt.
00:08:11: Und so sind wir dann nach und nach alle diagnostiziert worden also die ganze Familie und ja das Leben ist seitdem deutlich besser auf jeden Fall.
00:08:22: Da waren jetzt zwei drei Aspekte drin auf dich noch mal bisschen genauer eingemächtet.
00:08:26: du hast einmal gesagt dass der Weg lang und anstrendt war.
00:08:29: was war das Anstrengende auf diesem ganzen diagnostischen Weg für dich oder für euch?
00:08:33: Natürlich!
00:08:34: Ist es die Versorgung.
00:08:36: Ich glaube dadurch, dass ich wirklich dann ab dem Tag, wo ich wusste okay ADHS ist ein Thema und da war ich so tief drin.
00:08:46: Mein jetzt Spezialinteresse damaliger Hyperfokus hat mir dabei sehr geholfen mich dann auch irgendwie durchzusetzen und durchzukämpfen und da auch nicht die Energiereserven so schnell aufzubrauchen.
00:08:59: also dafür war irgendwie immer noch was über.
00:09:03: Aber vor allem auch die Stimmen von außen.
00:09:05: Also das muss ich sagen, dass hat ... Mittlerweile hab ich dann sehr dickes Fell aber das war damals schon hart weil viel Meinung von Außen kam.
00:09:13: einem wurde auch vieles abgesprochen es ging dann auch also es waren dann so Sachen wie naja das hat doch jetzt jeder.
00:09:20: also du kennst das da sicherlich auch.
00:09:23: und ach die ist ja vielleicht einfach nur bisschen sensibel oder
00:09:26: Das hat mein Kind doch auch mal.
00:09:28: Ja genau Ich hab das bis zu dem Zeitpunkt ja auch bombastisch gut maskiert nach außen.
00:09:34: Also klar, ich war immer so ein bisschen die chaotische Katharina.
00:09:39: Das habe ich aber auch ehrlich gesagt manchmal auch so ein bißchen gespielt beziehungsweise nicht bewusst gespielt.
00:09:44: Nicht dass es die Leute irgendwie manipulieren wollte oder so... Aber es war einfach okay, das war meine Rolle!
00:09:49: Ich war halt die chaoticche und ja also mir hat man's glaube ich relativ schnell geglaubt Ja, bei den Kindern war das schon schwieriger.
00:09:58: Genau und wir haben aber Glück!
00:10:01: Wir sind super angebunden.
00:10:02: Wir haben ein ganz tolles KJP-Team wirklich super Psychiater und auch der Psychiator von mir mit dem verstehe ich mich sehr gut.
00:10:13: Der ist fachlich super bombastisch toll die haben auch Ahnung von ADHS bei Mädchen und dass es einfach nur Traum macht schön.
00:10:21: oder haben wir aber auch wirklich großes Glück?
00:10:22: Ich weiß ja... auch aus beruflicher Perspektive, wie schwierig das ist da an gute Leute zu geraten und gut aufgefangen zu werden.
00:10:31: Ja, das geht uns ähnlich.
00:10:32: also wir sind auch an Menschen geraten die sich mit weiblicher Neurodivergenz sehr gut ausgekannt haben und auch mit Hochmaskierungen sehr gut aus kennen.
00:10:41: und ich bin mir leider relativ sicher dass zumindest eins meiner Kinder längst noch nicht eine Diagnose hätte oder vielleicht gar keiner bekommen, hätte sich diese Person nicht so gut damit ausgekannt und eben auch gesehen was hinter der Maske sozusagen steckt.
00:11:00: Und auch dafür finde ich gerade diese mediale Sichtbarkeit dieses mediale Präsentieren dieses Themas und auch wenn sich eben sehr erfolgreiche bekannte Menschen in die Öffentlichkeit wagen und sagen hier so sieht es bei mir aus habe das auch Das finde ich so, so wichtig.
00:11:18: Weil das auch an der Stelle, glaube ich, Steinern zu rollen bringt und alle die jetzt zuhören und die Aussagen, boah!
00:11:24: Ich habe auch so ein Glück gehabt, ne?
00:11:26: Bei uns war es glücklicherweise auch so dass wir eine Diagnose bekommen haben, dass wir ernst genommen wurden obwohl sehr viel Maskierung zum Beispiel da war oder sich um neurodivergenten weiblichen Kontext gehandelt hat möchte ich aber den Impuls geben das an die Stellen zurückzumelden.
00:11:41: Ich hab das auch nach der Diagnos für dieses Kind getan und habe mich wirklich ausführlich bedankt dafür, dass wir so gesehen wurden.
00:11:52: Und nachdem die Diagnose stand wurde dann plötzlich auch immer sichtbarer Dass da eine Neurodivergenz vorliegt und das die Diagnose absolut richtig war.
00:12:01: und ich finde es so wichtig Das zurück zu melden um auch an den offiziellen Stellen diesen Blick dafür zu stärken.
00:12:10: Die sind sich manchmal auch noch nicht so hundertprozentig sicher egal wie gut sie sich da ausgehen gibt es manchmal dieses ja?
00:12:16: wir vermuten aber was ist nicht so.
00:12:19: Nicht so eine eindeutige antwort wie in anderen fällen, aber ja gut.
00:12:22: Wir gehen jetzt mal mit der Diagnose und dann gucken wir mal und wenn die dann das feedback bekommen Wir hatten recht und dass was wir da gesehen haben hinter dieser maske war absolut richtig dann wird es auf jeden Fall den nachfolgenden Familien absolut zugutekommen.
00:12:35: Und wenn diese Ärztinnen oder PsychiaterInnen, wie auch immer wieder auf die nächsten Kongresse gehen und dieses Wissen weiterverbreiten, hat man so ein bisschen Graswurzelrevolutionen, also hat man aus dem System heraus auch dieses Wissens- und Erfahrungen, die sie dringend brauchen.
00:12:53: Das wäre jetzt mal meine Puls, das doch einfach an diesen Stellen zurückzumelden, wenn ja auch zudem gehört, Ja, so muss man es ja leider noch sagen Glück hatten was das angeht.
00:13:04: Und jetzt hast du auch an einer Stelle so ganz nebenbei gesagt Jetzt sind wir alle diagnostiziert und sind auch cool damit Was habt ihr gemacht?
00:13:15: oder wie läuft lief das ganze bei euch ab?
00:13:18: Auch mit diesen Diagnosen umzugehen sodass ihr wirklich sagen könnt hey Wir sind alle total cool damit dass hier eben so viele Goldkupfen sitzen.
00:13:25: Dadurch, dass das ja auch so ein langer Weg war und bei allen erst mal die ADHS Diagnostik und dann kam ja auch noch Autismus ins Spiel was für mich selber auch noch prägender war als die ADHS Diagnostic weil...
00:13:39: Bei mir auch?
00:13:40: Ja
00:13:41: ich sag immer also der Autismus ist mein Ich und das will ich auch gar nicht bearbeiten.
00:13:47: verändern das nervt mich nicht, da kann ich mich gut mit arrangieren.
00:13:52: Wenn nichts dann weiß, dass es so ist und sich so
00:13:54: ticke.".
00:13:55: Und ich glaube ob nun bei mir oder den Kindern bei uns ein... Wir haben alle davon profitiert, dass wir immer offen miteinander gesprochen haben.
00:14:08: Ich habe die Kinder auch in dem Diagnostikprozess gut mitgenommen.
00:14:15: Oder wir haben sie gut aufgeklärt von Anfang an.
00:14:19: Und die Kinder sind, was ADHS und Autismus angehen total im Thema.
00:14:23: Sie wissen einfach ja dass die Gehirne neurodiverse sind.
00:14:28: jeder funktioniert einfach ein bisschen anders und es gibt dann neurotypisch und neurodivergent und wir haben da sehr von profitiert.
00:14:36: und meine Kinder die haben wirklich auch ganz tolle Fähigkeit das auszudrücken was in ihnen los ist wenn ich darin Beispiel nennen darf unbedingt mein.
00:14:46: eines Kind hat gesagt, in meinem Kopf ist immer Chaos.
00:14:52: Und da ist so ein Zimmer, das ist immer total aufgemischt und in einem aufgemischten Zimmer kann man ja gar nicht gut
00:14:59: spielen.".
00:15:01: Das war dann im Bezug auf eine Medikation für die wir uns auch entschieden haben, die uns super unterstützt und gut begleitet ist langsam eindusiert wurde und an so einen Bereich kam, wo man merkte ja okay jetzt ist da eine Wirkung zu merken.
00:15:18: Da sagte er dann Ja Und jetzt ist ein Medikament das räumt mein Zimmer am Kopf auf und endlich kann ich mich wieder in Ruhe beschäftigen und Das fand Ich schon total krass.
00:15:29: natürlich war es auch der Standard.
00:15:32: Jetzt weiß ich endlich dass sich nicht einfach nur zu dummen das hatte auch ein Kind von mir gesagt und ich finde So traurig das is dass man das jahrelang dachte, ich habe es auch jahrelang gedacht.
00:15:46: Wir können da jetzt aufklären und die Kinder wachsen jetzt mit dem Wissen auf, dass es nicht so ist.
00:15:54: Und sind da ja im Thema und sind da gut aufgefangen?
00:16:00: Das hat uns sehr geholfen.
00:16:04: Ja wir haben das einfach angenommen in Nichtheit Superkraft, also ich mag dieses Ich mag das auch nicht, wenn es so weich gewaschen wird.
00:16:14: Es ist immer noch vor allem die ADHS etwas, was einen im Alltag wirklich sehr einschränkt.
00:16:19: Also man hat ja nicht ohne Grund dann auch den Leinstruck und trotzdem kann man aber auch das Positive draus mitnehmen, was es halt dann auch so mitbringt.
00:16:28: Und es sollen natürlich aber auch nicht diesen reinen Krankheitsfaktor haben also dass es einen nur einschrängt.
00:16:34: Ja ich finde so ein gesundes Mittelmaß dass man Stärken und Schwächen einfach benennen kann.
00:16:40: Und weiß, das bereitet einen eigentlich ganz gut so auf den Alltag vor.
00:16:44: Da bin ich komplett bei dir, das sehe ich ganz genau so.
00:16:47: Das darf nicht irgendwie toxisch positiv werden, weil es einfach die Lebensrealität an ganz vielen Stellen ausblendet und auch nicht der Art und Weise wie die Welt auf uns reagiert gerecht wird.
00:17:00: Und gleichzeitig geht's natürlich auch nicht nur in diesem Defizitär zu leben und zu übersehen was für Ressourcen da sind wenn man eben sich gut kennt ja dann auch mal die Energie freisetzen kann, dieses Potenzial irgendwie auch zu entfalten.
00:17:14: Du hast was gesagt, was mich sehr berührt hat.
00:17:17: ich habe ihn ja auch in beide Richtungen diagnostiziert.
00:17:20: also bin Autistin mit ADHS und es kommt ganz oft so die Frage also merkst du was der autistische Part an dir ist?
00:17:27: Merkst du, was die ADHS an dir isst?
00:17:30: Und Ja!
00:17:30: Ich merke das komplett alles und mir geht's... Also du hast wirklich super Worte für das gefunden was ich auch total spüre.
00:17:36: Ich habe auch das Gefühl, mein Autismus, dass bin ich!
00:17:40: Das ist wie so die innerste Wurzel sozusagen und meine ADHS sage ich immer – das ist wie meine Energie.
00:17:47: So ungefähr fühlt sich das Abend des Eines sehr aktives, treibendes und das andere.
00:17:53: Das ist mein Fundament und so empfinde ich es und ich finde das ganz spannend gerade zu hören, dass es dir in anderen Worten aber auch so geht Und ich denke aber schon lange nach, dass es ja diese sehr positiv gemeinte Äußerungen gibt.
00:18:12: Ja wir müssen aber diesen Kindern oder diesen Menschen auch immer zeigen du bist mehr als dein Autismus!
00:18:18: Du bist mehr wie deine ADHS.
00:18:21: und dann denk' ich immer... Nee!
00:18:23: Ich bin mein Autismus, mein Autismus das bin ich, das ist überhaupt nicht von mir zu trennen.
00:18:28: Alles was sich erlebe alles was ich denke alles was
00:18:31: fühle
00:18:32: alles was spüre läuft durch mich und mein autistisches Gesamtsystem durch.
00:18:41: Ich kann nicht sagen, an der Stelle packe ich mal kurz meinen Autismus aus mir raus, dann läuft es dadurch!
00:18:48: Sondern das ist ja immer da auch wenn das nicht so gewollt ist.
00:18:52: An dieser Stelle schwingt ihr auch immer ein bisschen... dass man doch so dann negativ drauf guckt mit.
00:18:58: Also dieses Ja, der Autismus hat auch seine Ressourcen!
00:19:04: Ich weiß schon... Aber du bist nicht nur das was da doch irgendwie nicht ganz so optimal ist.
00:19:09: Du bist ja auch viel mehr, viel mehr etwas auch noch ganz tolles.
00:19:13: und da denke ich, das ist schon eine komische Message.
00:19:15: Und wie gesagt, ich persönlich finde da darf aber auch jede Neurodivergente Person, jede autistische Person einfach für sich bestimmen.
00:19:24: Was ist mein Gefühl dazu?
00:19:25: Vielleicht gibt es auch Menschen die das ein bisschen von sich trennen möchten.
00:19:30: Das ist ja auch im Bereich der Behinderung so dass manche Menschen sagen ich bin eine behinderte Person andere sagen nicht sage lieber Ich bin ein Mensch mit Behinderungen und das ist das gute Recht einer jeden personen die eben eine Bündelung hat oder Behindert ist das für sich festzusetzen, womit sie sich im Wording wohlfühlt.
00:19:48: Und bei mir ist es aber auch ich bin keine Person mit Autismus!
00:19:51: Ich bin eine autistische Person und ich finde das zu sagen du bist mehr als dass... Nee, ich bin.
00:19:58: das war so ein Aspekt der hier noch gar nicht so stattgefunden hat.
00:20:01: deswegen bin ich dir sehr dankbar, dass Du diese Perspektive mit reingebracht hast Kann mir vorstellen, dass sich damit ganz viele identifizieren können.
00:20:10: Ja,
00:20:12: Autismus ist auch wirklich, muss ich ehrlich sagen, so richtig mein Herzensthema.
00:20:16: Weil es mich selber ... Diese Diagnostik war so intensiv, das war krass für mich diese Erkenntnis.
00:20:24: Da waren viel Trauer, wenn ich auf meine eigene Schulzeit zurückgegucke.
00:20:28: Das kleine autistische Mädchen, was niemand verstanden hat und was ich nicht.
00:20:32: Und niemand hat's gesehen.
00:20:35: gab's das ja.
00:20:36: also autismus gab es damals noch nicht so richtig als es gab natürlich klar aber es war nicht so präsent und man hatte auch lange ein sehr falsches bild vom autismus im kopf.
00:20:45: und das treibt mich auch heute sehr an dieses bild in den köpfen der menschen zu verändern weil es einfach so viel mehr ist Ein nonverbales Kind beispielsweise, was ganz große Schwierigkeiten im Alltag hat.
00:21:00: Das gibt es natürlich auch.
00:21:01: Es ist Spektrum und das ist halt so wichtig!
00:21:03: Es ist von bis... Und Spekt rum heißt ja nicht schwerer grad sondern spektrum heißt einfach ganz unterschiedlich.
00:21:09: jeder hat seine eigenen Ressourcen und seiner eigenen Dinge die ihm oder ihr schwerer fallen und man kann das überhaupt nicht übereinkamenscheren.
00:21:20: also kennst du einen im Spektroom?
00:21:21: Oder ein im Spektor kennst Du eine.
00:21:24: Das passt schon sehr gut, finde ich.
00:21:28: Du hast dein Bericht abgeschlossen mit und jetzt ist es für uns als Familie so viel besser?
00:21:34: Was macht das so viel bessere?
00:21:36: Zum einen, wie ich ja schon gesagt habe, dass Wissen.
00:21:39: Wissen ist Macht!
00:21:40: Das hat uns als Eltern die Werkzeuge auch in die Hand gegeben.
00:21:46: Uns und vor allem aber auch Kinderbesser zu verstehen und auch bessere Eltern zu sein für unsere Kinder ein passendes Umfeld zu schaffen, für die Kinder und für uns.
00:21:59: Und natürlich auch die therapeutischen Möglichkeiten oder die therapeutische Möglichkeiten, die wir durch die Diagnosen in Anspruch nehmen können wie beispielsweise eine Medikation, die ich selber auch nehme, die mir super hilft im Alltag.
00:22:17: Ich bin dankbar über die Möglichkeit, dass sich das ausprobieren konnte Und es soll natürlich jetzt hier kein Werbetrommel für Medikamente sein.
00:22:24: Das ist etwas, was wirklich sehr gut begleitet werden muss und ich verstehe auch wenn Menschen da ein bisschen Sorge haben vor einer Medikation völlig okay.
00:22:36: Ich muss aber sagen, ich hätte mir wirklich viel früher gewünscht diese Möglichkeit eine Medikktion nehmen zu können und ich bin froh dass das bei uns so gut klappt und uns so unterstützt dass ich selber sein kann mit der Medikation.
00:22:48: Das muss ich schon sagen, weil ja einfach da auch so schwierigere Sachen aus der adhs Symptomatik im Alltag die einen dann schon einstrengen.
00:22:57: und wo man denkt man eigentlich will ich ja vor allem wenn Autismus noch Thema ist man hat ja so wie zwei Gehirne die gegeneinander kämpfen habe ich das Gefühl also Man möchte Struktur, man möchte eine Vorhersagbarkeit im Alltag.
00:23:10: Und dann kommt ja die ADHS um die Ecke und sagt, wir machen jetzt mal alles anders!
00:23:14: Ich hab immer das Gefühl wie so englisch in den Teufel ich noch verschulde also nicht dass die ADH nur der Schlechte ist aber irgendwie hat die ADS immer schlechte Ideen, die meine autistische Seite sehr durcheinander bringen und wenn das ein bisschen mehr in Balance durch die Medikation ist, ist schon gut.
00:23:32: Also wenn meine Stillzeit beendet ist, werde ich auch damit anfangen.
00:23:35: Bin schon total gespannt was das für einen Einfluss haben wird.
00:23:39: Bis jetzt ist meine Strategie weil bei mir ist es ähnlich man hat also... Das kann sich manchmal ganz wundervoll in die Karten spielen aber ganz oft auch wirklich komplett konträr laufen.
00:23:49: und bei mir war das eine Zeit lang vor allen Dingen was meine Öffentlichkeitsarbeit angeht.
00:23:53: Ich bekomme ein Projekt vorgestellt dass vielleicht auch mit Öffentlichkeit zu tun hat also in der Bühne oder so.
00:23:59: Und mein ADHS gehört cool!
00:24:01: Was Neues Ja, das machen wir.
00:24:02: Und dann tippe ich natürlich sofort ja da komme ich doch gerne.
00:24:05: und wirklich so zehn weiß ich nicht zehn tag also dann wird es erstmal weggepackt und dann kommt dieser termin und Dann kommt mein autistisches gehörn des bühnen.
00:24:13: überhaupt nicht mag solche situationen überhaupt nicht mark dass dahin reisen überhaupt nicht mal gesagt was zur helle warum hast du das gemacht?
00:24:23: Also meinen adhs gehören bringt mich und mein autistes Früher so oft in Situationen, dass ich dachte, nein, das ist so kräftig.
00:24:32: Das kann man sich, wenn man es nicht selber erlebt wirklich kaum vorstellen.
00:24:37: und es gab mal einen Impuls von einem amerikanischen Comedian- und Late Night Host.
00:24:47: Jetzt fällt mir der Name nicht ein aber er ist auch letztlich nicht so wichtig.
00:24:51: Der ist eben auch ADHS diagnostiziert und hat gesagt mit ihm und seiner ADHS ist der wichtigste Impuls, starten mit einem Nein.
00:25:02: Und ich dachte wie ich starte mit einem nein
00:25:05: und
00:25:06: dann hat das ein bisschen ausgeführt und gesagt egal was dir präsentiert wird, startet erst mal mit Nein!
00:25:13: Wenn dann irgendwie doch der Wunsch hochkommt oder doch?
00:25:16: Das klingt ja doch, das klingt eigentlich doch spannbar.
00:25:18: Es könnte ich mir vorstellen wenn ich so und so mache wäre es vielleicht auch möglich Dann kannst du immer noch Ja sagen.
00:25:26: Aber um diesem ersten Impuls, der nicht durchdacht ist.
00:25:29: Der nicht irgendwie ganz zeitlich umfasst, ob du das wirklich packst oder die Ressourcen dafür hast... Die Zeit dafür hast!
00:25:36: Um dem begegnen zu können, starte erst mal mit einem Nein.
00:25:40: Es kann auch ein innerliches Nein sagen und nach außen sagste darüber denke ich nach.
00:25:45: Du musst ja nicht heben, denn dir einfach so reserviert.
00:25:46: zwar sagen nein, mach' ich nicht.
00:25:50: Einfach eine Starte entweder innerlich oder manchmal auch direkt im Außen mit einem nein Und wie auch immer du das dann kommunizierst, darüber denke ich nach.
00:25:59: Gib mir mal zwei oder drei Tage.
00:26:00: Interessant!
00:26:01: Aber ich weiß noch nicht genau ob ich das schaffe.
00:26:03: Lass mich da aber nachdenken.
00:26:05: Das finde ich so wertvoll und es gibt mittlerweile so viele Momente in meinem Leben und dazu muss man sich und sein Gehirn eben kennen wo ich richtig merke aha im Pulsgehirn kommt hoch und klatscht freudig in die Hände.
00:26:18: und jetzt ist der Moment wo ich innerlich sage nein.
00:26:21: und dann sag' ich ich denk darüber nach Ich sage Bescheid Und wenn es nach einmal drüber schlafen nicht super präsent ist bei mir und ich dann, ich denke Gott sei, also meist denke ich eher, Gott sei da hab' ich reingesagt.
00:26:34: Meistens wirklich eher das Gefühl Dann bleibt's eben auch bei dem Nein und bei den paar Sachen wo die dann doch anfangen richtig zu rattern.
00:26:42: Da denke ich okay das sind offensichtlich Dinge Die mir so wichtig sind oder für die ich die Kraft haben möchte Auch wenn sie anstrengend sind.
00:26:49: Das verfolgen wir jetzt mal weiter.
00:26:50: Und das finde ich ganz spannend, und ich bin mal gespannt, was eine Medikation damit macht, ob es dann vielleicht hilft, dass diese Impulse gar nicht so oft hochkommt oder nicht ständig unter Anstrengung.
00:26:59: Auch Nein sagen ist ja anstrengend, weil du's bewusst machen musst, ob das die Sache noch mal leichter macht.
00:27:05: aber für alle, die auch da noch nicht sind oder vielleicht auch noch nicht endgültig diagnostiziert oder so startet mit einem Nein?
00:27:11: Find' ich prinzipiell in vielen Lebenslagen gar keinen so schlechten Rat!
00:27:18: Jetzt haben wir an vielen Stellen über dich und deine Geschichte gesprochen, haben ein bisschen Einblick in dein Familienleben bekommen.
00:27:25: Eine abschließende Frage habe ich dazu noch weil die natürlich mitunter am häufigsten gestellt wird auch wenn ich über Familienlebenspreche.
00:27:35: wie schafft man es selbst neuere Divergenz zu sein was ja auch eine bestimmte Ja ein bestimmtes Regulationsbedürfnis mit sich bringen, Ruhe Bedürfnisse, sich regelmäßig rausziehen zu können runterzufahren.
00:27:48: Wie schafft man das?
00:27:50: Zu vereinen mit in diesem Fall
00:27:52: drei
00:27:53: ebenfalls neurodivagenten Kindern die ja ganz ähnliche Bedürfeneste haben.
00:27:57: Das ist ja immer so eine bisschen die Gretchenfrage wie macht ihr das, wie schafft ihr das?
00:28:01: Ja
00:28:02: also hätte ich da so die Lösung... Also ganz oft Augen zu und durch ehrlich gesagt nein Auch da wieder wissen ist macht.
00:28:12: also mir hilft es wirklich, dass ich diese fachliche Perspektive habe.
00:28:16: Natürlich kann ich immer super Tipps geben aber vergesst dann selber auch manchmal und Es gibt natürlich auch mal Tage da ist einfach alles zu viel und Ich bin zwar lange nicht mehr so eine implusive Mama wie ich das früher war.
00:28:32: ich hab mir immer alle Mühe gegeben und hatte das ganze Wissen im Kopf wie man eigentlich was machen muss.
00:28:40: Aber natürlich, wie du schon sagst, es kommt ja auch so eine gewisse fehlgesteuerte Impositivität teilweise dazu und ich bin auch mal außer Haut gefahren und dachte abends im Bett mannendom habe ich mich schon wieder umgemotzt, wollte ich gar nicht!
00:28:54: Und das feuert sich ja auch gegenseitig an wenn da also wenn man sich mal vorstellt einen Suppentopf voller neurodivergenter Menschen alle nicht diagnostiziert.
00:29:04: Das ist schon eine spannende Brüder, das Wissen hilft total und ganz viel Gespräch bleiben.
00:29:11: Es ist für mich dann als autistische Person manchmal ein bisschen schwierig aber wir haben da wirklich so unseren Weg gefunden.
00:29:16: Wir nehmen uns alle auch nicht zu ernst.
00:29:19: Wir haben alle so eine gute Schippe Humor auch im Alltag dabei.
00:29:22: Das hilft uns allen sehr gut.
00:29:26: Ja, wie gesagt immer austausch bleiben.
00:29:28: Das versuchen wir wirklich... das haben Sie schon immer gemacht!
00:29:31: Wir hatten immer unsere Gesprächsrunden auch mal am Tisch aber nicht so Gezwungenes und hier ist jetzt ein Stein und du musst jetzt reden sondern ganz entspannt.
00:29:39: man macht sich Kakao waffeln und spricht einfach über die Dofensachen.
00:29:43: Das musste ich auch lernen.
00:29:47: Ich war damals auch nicht so kritikfähig.
00:29:50: Ich kann das jetzt einordnen woran es liegt.
00:29:52: Das hängt ja auch mit der Neurodiverganz zusammen.
00:29:55: Also Rejection-sensitive dysphoria beispielsweise und es fällt mir deutlich leichter jetzt, wenn eines meiner Kinder Kritik äußert was sehr wichtig ist.
00:30:07: also nur so funktioniert's.
00:30:09: ja wenn man sich irgendwie Rückmeldung gibt so hey das fand ich irgendwie doof und wir können den Kindern selber auch nur vormachen gut vormachen indem wir selber dann auch etwas formulieren.
00:30:20: Jetzt so viel besser.
00:30:22: Ich bin echt stolz auf meine Kinder, dass sie da so eine Fähigkeit auch mitbekommen haben und dass die das so toll sagen können.
00:30:28: Ich glaube es stärkt ein Office-Leben und vor allem als noch eine divergente Person auch seine Bedürfnisse ausdrücken zu können und da dann auch ernst genommen zu werden.
00:30:38: Und wir haben ja so ein paar Familienregeln.
00:30:41: unsere wichtigste Familienregel ist, wenn wir eine Entscheidung treffen, dass wir uns und andere damit nicht schaden dürfen.
00:30:48: Das ist das Wichtigste!
00:30:50: Und das leben wir und das funktioniert sehr gut.
00:30:53: Das finde ich noch mal einen sehr, sehr konkreten schönen Impuls.
00:30:56: und diese Ausdrucksfähigkeit für das eigene Erleben oder auch für das eigenes Scheitern manchmal, das finde ich auch wahnsinnig beeindruckend!
00:31:05: Ich würde fast sagen, obwohl man es gar nicht immer so denkt gerade im neurodivagenten Kontext... ...ich habe aber das Gefühl dass die Kinder sogar noch eine Extraportion Fähigkeiten mitbekommen
00:31:16: haben,
00:31:17: das auszudrücken wenn sie den Rahmen dafür bekommen.
00:31:21: Das ist natürlich das eine und wenn wir nicht hierarchisieren, auf welche Weise sie das ausdrücken?
00:31:27: Das ist eben nicht immer dieses.
00:31:29: Hallo Mama!
00:31:31: Ich hätte ein Gesprächs anliegen, setz du dich mal zu mir dann können wir das in Ruhe klären.
00:31:36: Ihr ist vorhin bis aufgefallen sondern das kann so unterschiedlicher Wege gehen.
00:31:40: Gefühle auszudrücken erleben auszutrücken Kann ganz ganz unterschiedlich aussehen.
00:31:46: ich habe ein Kind das drückt durch Klamotten aus Und ich weiß schon, wenn bestimmte Klamotten an der Tagesordnung sind.
00:31:51: Weil es sich... Gute Stimmung gerade!
00:31:53: Wenn andere Klamoten kommen, weiß ich... Ich frag mal nach wie's so
00:31:58: geht.
00:31:59: Ja, fühl' ich.
00:32:00: Oder
00:32:01: also das ist so ein Part und war ja grade, ne?
00:32:04: Handys
00:32:04: usw.,
00:32:05: so ein Riesenthema sind und dass da auch einfach wieder mal pauschal negativ gesetzt wird.
00:32:10: Also ich wirklich schade finde weil das ganz viel Potenzial dieser Diskussion irgendwie erstickt.
00:32:16: Wir haben vergleichsweise früh Handy ist angeboten, sehr eingeschränkt.
00:32:20: Also mit wirklich wenig Funktionen freigeschaltet.
00:32:22: aber die Kommunikation zu uns ist freigeschildet zu unseren Geräten und ich habe ein Kind das null Komma Null wie soll ich sagen?
00:32:35: Emotional wirkende Kommunikationsbetreiben konnte.
00:32:38: natürlich wurden immer Emotionen ausgedrückt auf die eigene Art und Weise Aber sowas wie Ich hab dich lieb oder ich vermiss dich.
00:32:48: Das wurde ausgedrückt, aber es hätte niemals so verbalisiert werden können.
00:32:53: mit dem Gerät und der schriftlichen Form hat das ganz andere Züge angenommen.
00:32:58: Und was da schon auch irgendwie gesagt werden wollte geht eben auf diesem Weg.
00:33:03: Und das war für uns auch eine ganz tolle... Also ein großes Learning irgendwie sehr achtsam damit gemacht, wie Menschen nicht nur neurodivagente Kinder sondern überhaupt Menschen im Allgemeinen sich ausdrücken auf welchem Wege die sich aus drücken und dass das keine Hierarchie hat.
00:33:24: Das ist nicht ein Weg besser als der andere Sondern auch desgegenüber ich als Mutter, ich als Partnerin, ich halt Lehrkraft.
00:33:30: wie auch immer Ich als Mensch der Gesellschaft habe auch ein bisschen die Verantwortung Raum zu öffnen für mehr als eine richtige Kommunikationsform etwas, was ich durch meine Kinder irgendwie lernen durfte.
00:33:44: Vielleicht auch ein bisschen als Lehrkraft schon gelernt habe.
00:33:46: aber Kinder das geht ja noch mal tiefer und was ich wirklich hier sehr sehr sehr mitgenommen hab gerade so in den letzten Jahren.
00:33:56: Es war uns tatsächlich auch so dass was du gerade berichtet hast kann nicht genauso bestätigen.
00:34:02: Ich habe auch einen Kind wo es genau so läuft auch über übers Handy dann schriftlich was wir beispielsweise auch nicht mehr machen.
00:34:11: Wir dachten früher bei einem der Kinder, das kann sich ja gar nicht entschuldigen.
00:34:17: Das hat ja seit ihr überhaupt keine Reue und bis wir dann darauf gekommen sind naja vielleicht kann es sich wirklich in dem Moment gar nicht Entschuldigen weil's gar nicht versteht was falsch gelaufen ist.
00:34:30: oder dieses alle am Tisch und alle gucken Und man muss ja jetzt in die Augen gucken, am besten noch.
00:34:36: Solche Sachen sind von mir leider auch gekommen unwissend.
00:34:39: Ich wusste es nicht besser aber das dann zu verstehen.
00:34:44: okay da gibt's andere Kommunikationswege und eine Entschuldigung muss nicht sofort in dieser Situation so fort sein weil die ist dann nur raus gepresst und überhaupt gar nichts wert.
00:34:53: und im Nachhinein man kann sich in Ruhe nach besprechen nachbesprechen ist bei uns sowieso wirklich auch viel besser als in der Situation, wenn mal was scheiße gelaufen ist.
00:35:02: Mein Gott dann ist das so!
00:35:03: Aber es macht es nur schlimmer, wenn man das dann noch so riesig zum Thema macht wie blöd dass jetzt ja gerade ist und das habe ich auch erst einmal gelernt da dann auch mal ein paar Schritte zurückzugehen und einfach dann nochmal abends in Ruhe vielleicht am nächsten Tag da ist ein bisschen Ruhe reingekommen auf beiden Seiten.
00:35:20: nicht nur das Kind ist in dem Moment imposit man selber ja auch.
00:35:24: Also wegatmen, viel irgendwie lernen und dann ja einfach noch mal ins Gespräch gehen.
00:35:30: Und dann muss man einem auch nicht in die Augen gucken.
00:35:32: Man kann auch nebenbei weiter basteln wenn man merkt okay so funktioniert es besser.
00:35:37: also ich verstehe das voll.
00:35:39: Auch eine schöne Möglichkeit ist immer ein bisschen über Spezialinteresse zu gehen und darüber irgendwie Verbindungen aufzubauen oder so Nebensätze einzustreuen die dann kommen.
00:35:49: Und manchmal nach vielleicht auch einem Konflikt ist dann die Entschuldigung auch ein... Mama, also Pummelluft ist doch dein Lieblingspokémon oder?
00:36:01: Ja.
00:36:03: Ja, das mag ich auch richtig gern.
00:36:05: Und dann weißt du schon alles klar!
00:36:07: Hier ist Kontaktaufnahme wir vertragen uns hier gerade und das dann einfach als das zu wert und dazu wird wissen als dass was es is super viel wert.
00:36:17: und Ich werde so oft gefragt wie wir neurodivergente Kinder stärken können annehmen können und das ist ein riesen Part davon, den wir gar nicht so bewusst im Blick haben.
00:36:26: Es geht nicht nur darum auch Hobbys zur Verfügung zu stellen oder Raum für Spezialinteresse zumachen oder ja es sind alles total wichtige Elemente.
00:36:36: aber einfach eine Selbstverständlichkeit als Fundament zu bauen für das was so gezeigt wird Und nicht einen guckt mich an oder Ja war so und so entschuldigt man sich doch sondern dass So wie du das machst, ist es erstmal okay.
00:36:51: Und wir können schon mit Kindern finde ich darüber sprechen zu sagen Papa und ich oder Mama und Ich oder wie auch immer Wir verstehen das weil wir dich gut kennen und hier ist es total ok.
00:37:02: hier safe space Braut nicht.
00:37:04: wenn Du uns das Signal gibst wissen ja alle Bescheid total Ok.
00:37:08: Bitte denke aber daran im anderen Bereich und da kommen wir jetzt ein bisschen in den Weg, dem wir auch noch kurz gehen wollen hier nämlich Schule zum Beispiel.
00:37:17: in Schule kann es sein dass dann gegenüber das nicht versteht.
00:37:20: Und dann kann man finde ich auch das ganz.
00:37:22: also viele autistische Kinder zum Beispiel mögen ja auch Sachlichkeit so dass du da nicht so hoch und dann eiert man hier rum und eiert mal darum sondern dass man die Dinge einfach ganz sachlich benennt und dann sagt Ja, oder in Schule kann es sein, dass das nicht jeder so versteht.
00:37:37: Oder gar nicht weiß was du damit meinst.
00:37:39: da wäre's einfach super wenn du vielleicht schaffen könntest das und das zu sagen und dann ist auch okay.
00:37:45: Und dann müssen wir nur wissen, dass ein Kind dafür Kraft braucht am Schultag und ein bisschen mit welcher Kraft es dann nach Hause kommt nach so einem schultag.
00:37:53: Aber ich finde das kann man eben gut mitgeben.
00:37:55: und wenn zuhause schon dieses Fundament aus hier muss Ich jetzt nicht überlegen wie sage ich dies?
00:37:59: Wie sage ich das werde ich erstmal grundlegend verstanden dann ist ja schon ein ganz großer Entlastungspunkt geschaffen und einfach auch mehr Kraft für diesen herausfordernden Schulalltag da.
00:38:09: Da sind wir jetzt nochmal in diesem zweiten Feld, du warst einige Jahre als Schulbegleitung tätig.
00:38:21: Und da das ja auch im Bereich neurodivergenz eine ganz wichtige Unterstützung für Schule ist mit einer der wichtigsten finde ich also jemandem auch so als ja als Außenregulation dabei zu haben unglaublich wertvoll.
00:38:36: und da wäre für mich jetzt erstmal spannend, wie du zu dieser Aufgabe gekommen bist.
00:38:42: Also jede der gedacht
00:38:42: hast
00:38:43: Schulbegleitung oder Integrationsassistenten je nachdem wie man das im Bundesland nennt.
00:38:49: Das ist es jetzt!
00:38:51: Ja also eigentlich bin ich gelehrend kaufmännisch und das war aber von Anfang an Damals, ja situationsbedingt das was ich wollte erst mal was machen.
00:39:03: Erstmal was an der Tasche haben und Mir war klar Ich werde nie die jenige sein die nur im Büro sitzt und Nur kaufmännische Sachen macht.
00:39:14: vor allem bin ich echt grotten schlechte Mathe ehrlich sagen.
00:39:17: Und Ja ich habe mich dann initiativ beworben Bei einem Träger und hatte mir den Berufsschul Begleitung, Schulassistent, Integrationshilfe ausgesucht weil es zum einen sehr gut vereinbar ist mit Familie.
00:39:35: Ich glaube das ist für viele auch ein Grund warum sie in die Schulassistenz gehen und ich wollte unbedingt mit Kindern, Menschen arbeiten mit Herausforderungen arbeiten.
00:39:49: Also mich hat der erzieherische Bereich total angesprochen, es war für mich aber in der damaligen Situation nicht möglich eine Erzieherausbildung zu machen.
00:39:56: Das hätten wir einfach nicht auffangen können und so war das für mich auch als Sprungbrett nutzen zum mal reinfühlen, mal gucken wie ist das?
00:40:08: Und muss aber auch sagen dass ich zu Anfang den Job der Schulassistenz auch unterschätzt habe deutlich anspruchsvoller als man denkt.
00:40:18: Steigt da doch gleich mal ein bisschen ein, was ist so besonders anspruchsholter
00:40:22: an?
00:40:23: Also erstmal ist man ja eine Schnittstelle zwischen Eltern und Lehrkräften und man ist sehr nah am Kind.
00:40:30: also bei mir war das beispielsweise auch wirklich so dass wir ne sehr enge Bindung aufgebaut haben über eine lange Zeit und diese enge wirklich eine echte Grundlage für Fortschritte.
00:40:47: und da war aber viel Wissen meinerseits, viel Verstehen des Kindes.
00:40:52: Das war letztendlich auch ein neurodivergentes Kind das war am Anfang aber nicht klar.
00:40:56: also die ja diese ganze das ganze Thema kam durch mich ins Rollen.
00:41:02: dann und es ist ja viele Eltern Arbeit natürlich sehr turbulent immer wieder, vor allem wenn man auch so ein Diagnostik-Weg begleitet und das Kind dann halt einfach zu Recht ja auch einen als Begleitung hat weil es einfach Schwierigkeiten hat im Alltag.
00:41:23: Es ist sehr herausfordernd weil mir damals gar nicht so bewusst war wie schwierig das als Bindeglied eigentlich in der Mitte ist.
00:41:35: Wo siehst du die größte Schwierigkeit so, in dieser Schnittstelle?
00:41:39: Also erstmal muss die Chemie stimmen zwischen dem Kind und einem, zwischen den Eltern und einem und natürlich zwischen den Lehrkräften und einem.
00:41:49: Ich hatte da Glück dass ich an einer wirklich tollen kleinen Inklusion Schule war mich auch wohl gefühlt habe aber ich kenne natürlich auch andere Situation von KollegInnen teilweise Schwierigkeiten hatten.
00:42:05: Und ich finde, also bei mir war das eigentlich so das Hauptproblem.
00:42:11: aber es ist halt so eine sehr persönliche Sache und ich glaube dass hat auch viel mit einem selber als Person dann zu tun.
00:42:17: wie geht man da rein?
00:42:19: Ich bin so ein ganz oder gar nicht Mensch also wenn ich was mache dann mach's richtig.
00:42:22: oder will ich das richtig machen?
00:42:25: Ja, das war natürlich auch ein Thema, wofür ich sehr gebrannt habe.
00:42:28: Auch die Neurodivergents und hatte da viel Wissen.
00:42:30: Da hat mein Kind was sich begleitet, hab natürlich auch von profitieren können dadurch dass ich da so im Thema war.
00:42:37: aber nur weil ich so im thema bin heißt es ja nicht Dass das jeder ist.
00:42:42: Das war so das eine.
00:42:44: Also da Sich selber immer wieder zurückhalten und seine Rolle finden Die vorher niemand so richtig mit einem bespricht.
00:42:52: also Was is eigentlich die rolle?
00:42:54: wurde man so ein bisschen ins kalte Wasser geschmissen, das ist aber gar kein Vorwurf an die Träger.
00:42:59: Ich weiß dass es einfach super schwierig auch zu organisieren ist.
00:43:03: Das ganze System wäre beispielsweise schön wenn man mit Lehrkräften beispielsweise vor einem Gespräch hätte, dass man sich kennen lernt und das ist ja immer gar nicht so möglich.
00:43:16: ich weiß dass die Lehrkräfte auch super viel zu tun haben und manchmal ist das ja auch so spontan okay so ab übermorgen gehts zu dem Kind Und dann kann man sich nicht vorstellen, auch wenn man Vertretungen macht.
00:43:27: Vertretung und Schulassistenz ist auch noch mal ein eigenes Thema.
00:43:30: aber ja so ich glaube ich konnte so bisschen sagen was ich sagen wollte.
00:43:37: also ich glaube bin abgebogen aber vom Grundsatz her es ist die Reuenfindung So diese Schnittstelle zu sein.
00:43:46: Jetzt hast du ja hier die Chance, ganz viele Lehrkräfte und ganz viele Eltern auf einen Schlag zu erreichen.
00:43:52: Fangen wir mal bei den Lehrkräften an.
00:43:54: was würdest du dir in deiner Erfahrung als Schulbegleitung von Lehrkräftin in der Zusammenarbeit wünschen?
00:44:02: Wie kann das in deinem Augen förderlich laufen?
00:44:05: Ich kenne ja die Lehrkraftseite ich weiß oft was ich von der Seite gewünscht wird.
00:44:10: Weiß aber auch dass es immer irgendwie Bisschen, ja es ist schon eine Anforderung jemanden in seinen Klassenzimmer zu lassen.
00:44:20: Eine erwachsene Person ins Klassenzimmer zu lassen.
00:44:23: Viele Lehrkräfte haben unheimlich Angst davor, kritisiert zu werden sich in ihrer Arbeit angreifbar zu machen.
00:44:30: Ich habe totales Verständnis dafür.
00:44:31: Wir sind ja nun oft auch irgendwie Sündenböcke für viele Dinge die im Schulsystem strukturell falsch laufen.
00:44:37: aber wir sind halt die Repräsentationsfiguren davon und kriegen das dann eben noch ab.
00:44:42: Und es ist nicht für alle Lehrkräftee und natürlich auch so ein bisschen unabhängig von der Schule.
00:44:46: Aber ich kenne viele Lehrkräften Für die das schon eine kleine Hemmschwelle ist Wenn da plötzlich eine erwachsene Person mit drin sitzt, die uns einfach die ganze Zeit zuschaut bei dem was wir dann machen.
00:44:57: Aber auch in unserem Scheitern denn wir machen natürlich nicht alles richtig.
00:45:01: Geh doch gerne mal auf diesen Aspekt an wie du das wahrgenommen hast jemanden so in seinem beruflichen Tun zu erleben und was du dir eben wünschen würdest in der Zusammenarbeit?
00:45:10: Was du als besonders förderlich empfunden
00:45:12: hast Ja, kann nicht total nachvollziehen.
00:45:14: Ich selber habe das auch vom ersten Tag an als ich dann in der Klasse saß.
00:45:19: Ich dachte, das muss auch schwierig sein für die Lehrerpersonen in dem Moment.
00:45:23: Dann kommt jemand Fremdes rein und man hat so seine Abläufe und auf einmal muss man irgendwie alles ändern.
00:45:27: Da war natürlich auch mein autistisches Sense.
00:45:29: Ich dacht, oh Gott Stress!
00:45:31: Also einmal dieser Aspekt darf ich mich ganz gut reinfüllen können glaube ich.
00:45:37: Und wovon ich sehr profitiert hab ist... Also mit so ein bisschen ins Bild geholt werden, wie sind die Abläufe?
00:45:44: Was ist mein Gegenüber wichtig?
00:45:48: Weil dass man irgendwie mal eben guckt.
00:45:50: Wie sind so die Haltung und die Standards?
00:45:52: Das wäre schon gut wenn man auf einem Level arbeitet also die gleichen Ansichten auch hat und ja reden ich glaube ganz viel reden das ist so das erste Und sich nicht so ernst nehmen natürlich in dem Moment wenn man was falsch läuft.
00:46:10: Ja, ich finde es auch ziemlich schwierig wenn man da als Erwachsene Person dann in eine Klasse kommt und dann da auch sehr kritisch irgendwie drauf gucken würde.
00:46:17: Also man sollte selber halt mit diesem Wissen in die Klasse gehen als Schulassistenz zu wissen okay, man kommt jetzt in so einen kleinen Safe Space weil das Klassenzimmer ist meistens auch sehr liebevoll eingerichtet.
00:46:29: Da verbringt man viel Zeit.
00:46:31: Man verbringe ja einfach viele Stunden miteinander täglich.
00:46:33: Das kommt ja auch noch dazu.
00:46:35: aber... Ja, ich glaube das Allerwichtigste ist dass man guckt, dass man sich gegenseitig abholt.
00:46:43: Und natürlich wenn man als Schulassistenz reinkommt, dass die Lehrperson ein vielleicht so ein bisschen mitnimmt.
00:46:50: wie gesagt was ist wichtig?
00:46:52: Was wünscht die Person sich?
00:46:53: Dass man ja vielleicht nicht direkt ins erste Fettenabfall tritt und dass alle sich irgendwie wohlfühlen.
00:47:00: Und vielleicht auch im gleichen Wissenstand also, dass einen Wissen schon über das Kind hat, über mögliche Diagnosen.
00:47:10: Genau.
00:47:11: Jetzt hast du eben angedeutet, dass du das Glück hattest da in ein sehr gutes Miteinander zu kommen und dass es gut gepasst hat, dass Du aber von Kolleginnen weißt, dass das nicht immer so einfach ist mit Lehrkräften gut zusammenzufinden.
00:47:24: Das kann ja auch manchmal wirklich einfach was Persönliches sein.
00:47:27: Man liegt einfach manchmal mit manchen Menschen nicht auf einer Wellenlänge oder kann am Ende niemand etwas dafür.
00:47:33: Wenn es jetzt aber darum geht, ich sag zum Beispiel mal die Wissensstände sehr unterschiedlich sind Naja jemand ist zb natürlich deep im Thema Neurodivergänz, die Lehrkraft ist das vielleicht noch nicht so und es ergibt sich daraus ein gewisses Spannungsfeld.
00:47:47: Hast du vielleicht auch im Austausch mit Kollegen in den Erfahrungswerten wie es möglich ist Lehrkräfte da so ein bisschen mehr für zu öffnen?
00:47:56: Auch eben im Hinblick auf das eigene Kind dass man da begleitet hast du da Impulse.
00:48:01: Ja.
00:48:02: also ich glaube Wichtig ist, dass man solche Gespräche nicht zwischen Tür und Angel führt.
00:48:08: Dass man sich da vielleicht sonst auch einfach mal für verabredet.
00:48:13: Das habe ich selber auch gemacht als ich den Verdacht weitergegeben hab.
00:48:18: Und wir hatten dann ein Gespräch ohne Schul-Setting drum herum also ohne das er jetzt noch ein Kind irgendwie kam weil im Unterricht ist sowas ja sowieso viel platziert und da hat mein andere Sachen im Kopf Manchmal fehlt natürlich die Zeit.
00:48:33: Also ich habe sicherlich auch irgendwie zwischen Tür und Angen mal was rausgehauen, wo ich dann im Nachhinein dachte, ah Mist eigentlich hätte das ein anderes Setting gebraucht muss man natürlich immer gucken.
00:48:42: aber ich glaube auch da wieder offen ins Gespräch gehen sich so bisschen vorbereiten, so bisschen darauf einstellen dass man vielleicht auch nicht beim ersten Mal Also sein Gegenüber total überzeugen muss davon und man sofort an einem Strang zieht, sondern dass man da erstmal kleine Schritte macht.
00:49:05: Und der Person auch erst mal ein bisschen Raum dafür gibt das Sacken zu lassen und sich dann einzulesen.
00:49:11: Aber ich hatte dann beispielsweise auch so etwas ausgearbeitet, ein bisschen Material, so eine kleine Übersicht was es war und warum denke ich das?
00:49:20: So ein bisschen was vorbereitet und hatte das Gefühl, aufgenommen wurde.
00:49:27: und ich muss aber auch dazu sagen, jetzt die Lehrerin mit der Ich zusammengearbeitet habe.
00:49:34: Die war jetzt nicht gar nicht im Thema also die war auch im Thema Und genau da dann auch offen für
00:49:42: Ja, aber das sind auf jeden Fall ja so erste Schritte dass man irgendwie sich überlegt Wie kriege ich jetzt diese Person mit ins Boot?
00:49:50: Ich nehme Zeit für das Gespräch, ich bereite das vor.
00:49:53: Ich gestehe ihr zu sich mit dem Thema auch erst mal anzufreunden.
00:49:57: und wie du gesagt hast da geht es nicht darum sofort komplett Überzeugungsarbeit zu leisten sondern... Es geht darum, Türen zu öffnen und das sind manchmal sehr kleine Schritte die man da geht.
00:50:08: Auf der anderen Seite du hast ja schon gesagt, du bist um die Schnittstelle in deiner Verbindung zum Kind, in der Verbindung zur Lehrkraft aber eben auch für die Eltern spielt so eine ganz, ganz wichtige Rolle und bist ein wichtiger, wichtiger Ankerpunkt als Schulkindeltern sozusagen.
00:50:26: Ich könnte mir vorstellen, dass es gar nicht immer so leicht ist eine gute Balance zu finden.
00:50:31: aus wie doll werde ich jetzt emotional eingebunden.
00:50:34: Wie doll werde die Beanspruch sozusagen von älterlicher Seite oder wie wenig?
00:50:44: Wie ist es dir gelungen da eine gute Balance reinzubringen?
00:50:47: Oder ist es hier gelungen?
00:50:53: Ich würde eher sagen, es war sehr herausfordernd da eine gute Balance zu finden.
00:50:59: Zumal der Fall des Kindes sehr komplex war und sehr viele Schwierigkeiten in Sicherheit auch im Alltag gezeigt haben ob nun schulisch oder privat und ja einfach viele Bausteine waren.
00:51:13: Und wie ich ja schon gesagt habe, ich hatte ne sehr enge Bindung zu dem kind die ist auch gebraucht hat um überhaupt gut zusammen arbeiten zu können.
00:51:23: Aber habe auch selber gemerkt, dass ich, weil ich so ein ganz oder gar nicht Mensch bin, schnell dann zu viel außerhalb der Schulzeit gemacht habe.
00:51:36: Das war wichtig und richtig und rückblickend bräuchte das nicht aber es hat mir schon sehr viel Energie gezogen und war deutlich mehr als ich eigentlich hätte tun
00:51:50: müssen."
00:51:51: war natürlich auch irgendwo eine eigene Entscheidung.
00:51:53: Aber je komplexer der Fall, desto schwieriger ist das.
00:51:56: und wie gesagt man verbringt so viele Stunden mit dem Kind.
00:51:59: Man sitzt so nah dran.
00:52:00: Man hat so viel Austausch auch mit den Eltern vor allem wenn es zu Hause auch super schwierig ist und da irgendwie viel los ist.
00:52:08: Ja, man ist wie so ne Vertrauensperson.
00:52:10: Man setzt die ganzen Vormittag neben dem Kind und kann noch mal ganz andere Sachen beobachten und rückmelden.
00:52:18: Ja, also ich finde es sehr schwierig und ich weiß das auch viele KollegInnen da ziemlich viele Schwierigkeiten mit haben sich da
00:52:26: abzugrenzen können.
00:52:28: Ja!
00:52:28: Abzugrenzend die Balance zu finden.
00:52:29: Also mir war das nicht immer möglich und ja... Das war teilweise auch ein bisschen zu nah dran.
00:52:36: Das auf jeden Fall aber ich wüsste nicht wie ich es hätte anders machen können weil letztendlich hat es alles geholfen, aber zwar schwierig und auch etwas was ich vorher unterschätzt habe.
00:52:46: Ich glaube
00:52:46: dann ist es vor allen Dingen wichtig gerade wenn man sagt naja wir können uns jetzt hier irgendwie ein Pauschal Rezept dafür überlegen ne?
00:52:52: Aber letztendling kommt's auf die Situation an Und manchmal... Ist das vielleicht enger als du dir das auf irgendeinem Konzeptplan mal überlegt hast.
00:53:00: Dann ist glaub' ich wichtig den Prozess immer ein bisschen reflektiert, auch im Auge zu behalten.
00:53:06: Wann vielleicht doch eine Stelle kommt wo man sagt okay das kann ich jetzt einfach nicht mehr begleiten?
00:53:10: Das übersteigt meine Fähigkeiten.
00:53:11: oder hier würde ich nochmal, weiß ich nicht therapeutische Unterstützung dazu holen oder oder oder und an den Stellen wo es einfach mal intensiver wird auch zu gucken.
00:53:20: dass gilt für Lehrkräfte ja genauso und für Eltern.
00:53:24: Wie kann ich gerade dann wenn's emotional auch gerade anstrengend ist eine gute Entlastung auf einer anderen Seite schaffen, wie kann ich etwas für mich tun?
00:53:32: Und meine Akkus eben entsprechend auch so aufzuladen dass sich diese Begleitungsarbeit leisten kann.
00:53:37: Ich schreibe gerade in den letzten Zügen mein neues Buch und da wird es um die Zusammenarbeit von Eltern unter Lehrkräften gehen ein hohexplosives sehr emotional besetztes Feld!
00:53:50: Ich weiß noch nicht, ob es eine gute Idee war, mich an dieses Thema zu wagen, das nicht ohne Grund in Ratgebern nicht so zentral stattfindet eigentlich auch vor da ein Kapitel zur Schulbegleitung unterzubringen, eben weil sie auch in dieser Kommunikation Schnittstelle sein können.
00:54:09: Und gerade da wo wir in den neurodivergenten Bereich gehen ist es leider so dass es eine höhere Wahrscheinlichkeit dafür gibt das Lehrkraft und Eltern nicht immer so ganz reibungslos zusammenarbeiten.
00:54:22: gleichzeitig ist aber die Notwendigkeit dafür dass die gut zusammen arbeiten um nochmal einiges erhöht, also eine ganz blöde Krux an der Stelle.
00:54:31: Siehst du mal so ganz spontan – vielleicht auch ein bisschen als Unterstützung für meine Buchplanung – siehst du da eine Chance in dieser Rolle, da vielleicht auch einen ganz wertvollen Verbindungsstück zu sein?
00:54:47: Ja
00:54:47: auf jeden Fall!
00:54:49: Weil man funktioniert ja auch so ein bisschen wie Übersetzer oder Übersetzer.
00:54:55: Und das war auch ein großer Teil meiner Arbeit, dann einfach so bisschen zu vermitteln zwischen beiden Stellen.
00:55:05: und ja da das kann vielleicht auch in Richtung Streitschlichter in manchen Situationen aus sich ergehen weiß ich nicht ob das immer so aber dass man aber auch immer wieder den Fokus auf das Kind bringt weil das ist ja das worum es geht.
00:55:22: Man kann ja schon beobachten, dass dann in solchen Konflikten auch schnell irgendwie gar nicht mehr um das Kind an sich geht sondern um alles drum herum.
00:55:29: Aber das Kind ist in dem Moment ja zentral, weswegen man am Tisch setzt wegen des Kindes.
00:55:35: und wenn man als Schulassistenz das Kind für die Erwachsenen übersetzen kann und den Erwachsenden das Kind noch übersetzen können und die dann auch gegenseitig übersetzen Dann kann ich mir schon vorstellen, dass das auf jeden Fall eine Chance sein kann.
00:55:53: Aber wichtig ist natürlich auch immer die Zusammenarbeit und die Chemie.
00:55:56: Ich glaube, es ist wirklich auch wichtig, dass man gut zusammenpasst irgendwie und die Haltung und der Wissensstand ähnliches.
00:56:05: Das ist sehr wichtig!
00:56:07: Meine Erfahrung ist, wenn zwischen Schulbegleitung und Lehrkräften zum Beispiel gut passt dass dann manchmal leichter Impulse aus dieser Richtung angenommen werden.
00:56:18: Leider, ich find's super wenn wir Eltern diese Expertise auch einräumen.
00:56:21: die kennen ihr Kind und seine Bedürfnisse ja nun wirklich sehr gut.
00:56:25: aber wenn das aus welchen Gründen auch immer eben noch nicht geht oder nicht so leicht fällt finde ich das auch wirklich in meiner Chance ne?
00:56:32: Dass von dort manchmal Impulse einfach etwas leichter aufgenommen werden können weil es einfach nochmal eine andere Person ist die eine andere Rolle hat.
00:56:43: Jetzt haben wir, glaube ich einen ganz guten Rundumblick zu dieser wertvollen Aufgabe bekommen.
00:56:51: Du hast da einige Jahre ganz, ganz wertvolle Erfahrungen drin gesammelt und hast aber auch schon am Anfang dieses Podcasts gesagt das Neurodivergenz Dein absolutes Spezialinteresse ist vor allen Dingen Autismus ADHS, Autismus ganz besonders als Herzensthema.
00:57:06: Und in diese Richtung hast du dich nun auch beruflich weiterentwickelt.
00:57:11: Und ja, da kannst du zum Abschluss doch gerne noch mal berichten in wiefern du dich dabei entwickelt hast.
00:57:17: Ja genau ich wusste ja dass die Schulassistenz nicht auf ewig mein Job sein wird.
00:57:25: auch wenn ich den Job sehr gern gemacht hat hatte mich aber auch sehr viel Energie gekostet weil es einfach sehr komplex war und für mich war so ein bisschen schwierig die Rolle mit drin als Personen die dann ganz viel weiß, aber man will ja auch nicht jedem irgendwie voll latschen.
00:57:47: Dann immer mit Noroi die Vergänz und dann ist man schnell vielleicht so die adhs Tante
00:57:51: und
00:57:51: ich habe auch Ja also ich hab mich immer sehr sehr sehr viel zurückhalten wollen.
00:57:56: Es ist mir vielleicht auch nicht immer gelungen weil man doch manchmal noch irgendwie was bemerkt hat Und da nochmal die Verbindung hergestellt hat.
00:58:04: Da muss das gegenüber ja aber auch offen sein.
00:58:07: Für mich war es ganz, ganz schwer auszuhalten.
00:58:11: Die vielen Kinder zu sehen die nicht so auffallend zappelig sind oder so aber wo man ja durch das schon geschulte Auge und das Wissen irgendwie vermuten konnte nah da ist wohl noch was.
00:58:29: und ich meine wenn man in der Klasse sitzt man kann ja wirklich viel beobachten Aber auch auf den Schule, weil sie begegnen einem ja irgendwie immer und ich ziehe die Kinder so ein bisschen an.
00:58:39: Die neurodivergenten Kinder?
00:58:40: Keine Ahnung warum!
00:58:43: Es war für mich etwas unbefriedigend das Wissen zu haben aber es ist nicht so... Ich konnte bei meinem Kind ganz viel machen,
00:58:52: aber
00:58:54: es waren noch so viele in mir und ich wollte soviel noch verändern sieht, wo das System vielleicht auch noch so ein paar brüchige Stellen hat und wo man ansetzen müsste und wo es auch wissen benötigt.
00:59:07: Weil das ist einfach nicht flächendeckend an den Schulen.
00:59:09: da muss man ehrlich sein wenn die Schulen und die Schulassistenzen sich nicht selber um das Thema bemühen und da freiwillig irgendwie Weiterbildung und so machen ist ja nicht so groß.
00:59:20: das Thema Neurodivergenz aber sollte ja eigentlich viel größer sein.
00:59:23: ich wäre auch wirklich für einen weil sie nicht in jedem Bereich, wo man mit Menschen arbeitet, dass das so Grundvoraussetzung ist.
00:59:30: Dass man irgendwie im Thema Neurodivergents ängste Trauma und all diesen Sachen irgendwie so bisschen grundlegend drin ist.
00:59:37: Das fände ich so wertvoll aber es ist ja schwierig umzusetzen.
00:59:41: Aber dadurch, dass dann alles sehr schwierig war und ich nicht so gut bin auf meine Grenzen zu achten und zu hören habe ich dann irgendwann körperlich die Quittung bekommen.
00:59:51: Und ich hatte schon sehr früh ein Job an Geburt von Melanie Kleefeld sagte schon ganz lange, also wenn einer das mit mir machen soll dann bitte du.
01:00:01: Und ja wir haben uns damals sehr schnell auch angefreundet sind mittlerweile sehr eng befreundet und das Jobangebot kam in meiner Zwangspause weil mein Körper einfach gesagt hat so Katharina jetzt ist hier aber immer Feierabend und ich wirklich ganz ganz lange ausgefallen bin wirklich richtig neu krank geworden Ich dann gemerkt habe, okay ich glaube jetzt ist so der Zeitpunkt gekommen.
01:00:25: Ich wollte das aber auch nicht so abrupt irgendwie abbrechen und ja mir wurde es sozusagen lasst uns sagen vom Schicksal oder wie auch immer mit ein bisschen der Übergang leichter gemacht und ich wurde einfach dadurch dass sich zwangspausiert war rausgenommen aus dem schuleitag und hab dann auch erst mal gemerkt wie kräftezehrend vieles für mich war eigentlich mein Potenzial und mein Wissen, was ich so habe.
01:00:52: Dass sich das einfach gerne direkt da wo es gebraucht wird weitergeben möchte.
01:00:57: Und ja mittlerweile bin ich Melanie Cliffels Teamkollegin.
01:01:02: wir sind weitere Trainerinnen für ADHS.
01:01:06: Wir haben auch die gleiche Ausbildung durchlaufen, ich bin so ein bisschen auch in meinem Spezialinteresse Autismus was sich in meinem Job wunderbar ausleben darf und darf an Vorträgen schreiben und darf mit auf Fortbildungen gehen.
01:01:20: wir sind jetzt auch an Schulen, in Kitas und jetzt darf ich die ADHS Tante sein weil die Leute suchen sich das aus dass ich denen dann so besser etwas über Neurodi bei ganz erzähle.
01:01:32: Ich muss sagen, es ist der Traum von Job.
01:01:34: Ich bin so dankbar, dass sich das alles irgendwie so dahin entwickelt hat und ich muss sagen auch da schließt sich ein bisschen in der Bogen weil die Autismusdiagnose... Das war wirklich eigentlich der Wendepunkt für mich nicht nur die ADHS aber also vor allem der Autismus, weil heute kann ich zum einen die Erwachsene sein, die ich selber früher gebraucht hätte Und kann die Erwachsene für mich und meine kleine Katharina in mir sein, aber auch für meine Kinder.
01:02:04: Aber auch für andere ... Was ich an der Erfahrung in mir habe und auch den Schmerz.
01:02:13: Da kann man ja was Gutes draus machen.
01:02:14: Man kann sich dann gut weiterentwickeln und das weitergeben, dass andere Leute da vielleicht nicht so durchmüssen.
01:02:20: Dass ich jetzt beratend auch von mir begleiten darf mit Jugendlichen arbeiten, das wäre riesig Spaß macht!
01:02:26: Das ist so toll mit Neurodivergenten Menschen zu arbeiten und irgendwie funts das immer einfach ein Geschenk, dass ich diese Chance bekommen habe.
01:02:35: Dass Melanie auch das Vertrauen in mich hatte und gesagt hat dich willig?
01:02:38: Und wir rocken das jetzt zusammen.
01:02:40: und ja, dass sich mein Weg dann auch so nutzen kann nicht nur für mich und für meine Familie und für die um mich herum sondern auch Für andere.
01:02:49: und Ja deswegen Bin ich auch dankbar, dass Ich auch hier eine kleine Stimme für die neue Divergenz sein darf.
01:02:58: Das ist einfach gut alles so, wie es gelaufen ist.
01:03:02: Auch wenn's nicht aber leicht war und sehr schön.
01:03:05: Da
01:03:05: haben wir doch quasi den Abschluss deines Buches, den du am Anfang ja schon ein bisschen gespoilert hast, dass das Ganze am Ende gut ausgegangen ist und dich an den Ort gebracht hat, den Du sehr zu schätzen weißt und den Du liebst.
01:03:20: doch deutlich heraus.
01:03:21: Das waren ganz wundervolle Schlussworte, liebe Katharina!
01:03:24: Ich danke dir dass du mit deiner persönlichen Geschichte hier zu Gast warst das du uns an deiner Rolle als Schulbegleitung teilhaben lassen hast Und dass du auch noch mal gezeigt hast, wo man dich jetzt finden kann.
01:03:42: Alles dazu verlinke ich in den Show-Notes.
01:03:44: Da könnt ihr gerne vorbeischauen.
01:03:46: Melanie's Arbeit kennt ihr ja aus vielen anderen Folgen auch schon und ich finde ganz toll das es immer mehr Angebote gibt damit Schulen und Kitas sich wirklich fit machen können.
01:03:59: im Thema also schaut euch da gerne um.
01:04:02: wir hören uns wieder in der nächsten Folge.
01:04:04: bis dahin Und zu guter Letzt natürlich noch ein herzliches Dankeschön an Jakob Jens und VoiceUp Productions für die Bearbeitung und die Produktion dieser Folge.
01:04:19: Ein Kopf voll
01:04:20: Gold,
01:04:21: was Neurodivagente Kinder brauchen und wie wir sie stärken können!
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