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64. Neurodivergenz und Queerness

Shownotes

Happy Pride Month, allerseits! Mit meiner heutigen Gästin Lara (she/her) spreche ich passend zu diesem Anlass über das Thema Queerness. Lara ist selbst queer und gleichzeitig neurodivergent und ist auch Elternteil queerer, neurodivergenter Kinder. Wir reden über aktuelle besorgniserregende Entwicklung, wie Eltern queere Kinder gut begleiten können, was queere Menschen in Schule brauchen und wir schauen gemeinsam, warum es einen Zusammenhang zwischen Queerness und Neurodivergenz gibt.

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Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:01: Ich habe mir eben die Themen deiner Podcast-Folgen auf Spotify angeschaut und dann gelesen, dass man dir auch Themen vorschlagen kann.

00:00:07: Da ist mir spontan das Thema Neurodivergents Queerness eingefallen da ich immer wieder feststelle, dass viele neurodivergenten Menschen gleichzeitig auch queer sind.

00:00:16: Wäre das ein Thema was für deinen Podcast in Präsent sein könnte?

00:00:21: Das schrieb mir vor einer Weile meiner heutige Gäste Lara per Mail und ihr könnt euch vorstellen, dass meine Antwort ein deutliches Ja war!

00:00:30: So lange möchte ich dem Thema schon die wertvolle Aufmerksamkeit schenken und umso mehr freue ich mich, dass Lara selbst sich bereit erklärt hat heute mit mir zu sprechen.

00:00:38: Sie ist Elternteilqueerer und gleichzeitig neurodivergenter Kinder und ist auch selbst queeren neurodivagent und ich freue mich so sehr mit ihr heute über dieses Thema zu sprechen!

00:00:49: Liebe Lara fangen wir vorne an.

00:00:51: was bedeutet eigentlich Queer?

00:00:54: Also wer kann sich so definieren oder wer darf es sich so definitionen?

00:01:16: Ja, Quirr ist erstmal ein Überbegriff.

00:01:19: Also es fallen die Sachen darunter wie schwul, lesbisch aber dann eben auch trans,

00:01:26: non-linear

00:01:27: und weitere Sachen.

00:01:28: also es gibt ein ganz tolles Infomaterial dazu vom queeren Netzwerk Niedersachsen, ein quieres Glossar.

00:01:37: Da werden wirklich die diversen Begriffe erklärt weil es einfach sehr umfangreich ist.

00:01:42: also wer da nicht so im Thema ist kann sich das gerne mal angucken Ist sehr ausführlich erklärt genau und Es ist halt eine eigene Rezeichnung.

00:01:51: Also das definiert ja jeder für sich selber.

00:01:53: es hat meint ich auch ebenst ist ja keine Diagnose in dem Sinne.

00:01:57: nur man selber kann ja wissen, wie man empfindet.

00:02:00: Und also ich kann auch für mich natürlich sagen ... Ich definiere mich als lesbisch zum Beispiel.

00:02:09: Auch wenn nicht in einer lesbischen Beziehung war, aber es geht ja um das Gefühl und die Empfindung.

00:02:16: Das finde ich halt immer sehr wichtig.

00:02:18: Man muss ja nichts beweisen mit jemandem gegenüber.

00:02:21: Das find ich ein total wichtigen Satz tatsächlich.

00:02:25: Du hast mir geschrieben, du bist Self-Squeer und Neurodivergent.

00:02:27: Und was mich jetzt gerade wirklich ein bisschen umtreibt und natürlich sehr interessiert ist die Frage wie es dir in diesen Zeiten gerade geht?

00:02:35: Wir sprechen uns passenderweise zum Pride Month aber ich persönlich nehme obwohl zumindest diesem Monat ja ein gewisser Raum eingeräumt wird merke ich doch dass das schon noch eine andere Stimmung war oder eine andere stimmung ist als sie vor einigen jahren war Podcast gerade gehört, wo eine queere Creatorin erzählt hat dass sie noch vor ein paar Jahren gerade in diesem Pride Month unglaublich gefragt war.

00:03:04: Ganz viel moderieren durfte ganz viel stattfinden durfte und sich das jetzt trotz dem jetzigen Monat sehr deutlich gelegt hat und sie kaum noch anfragen hat.

00:03:16: Und das ist ja nur so ein kleines Rädchen dieser momentanen Zeit.

00:03:21: Wie geht's dir?

00:03:21: Also ich für mich persönlich muss sagen, ähm ... Ich bin halt sehr in einem Safe Space unterwegs.

00:03:28: also ich selber hab jetzt auch noch keine Diskriminierungserfahrung gemacht.

00:03:33: Ähm ... Ja liegt aber wirklich auch daran dass ich sehr im sicheren geschützten Umfeld unterwegs bin.

00:03:39: Äh ... Ich kenne leider viele oder ... den Zeit anders geht, die da wirklich auch sich sehr sorgen.

00:03:50: Was eben auch die weitere Entwicklung angeht.

00:03:52: Die Zahlen zugewalt gegenüber der Community haben deutlich zugenommen.

00:03:56: Das ist leider so.

00:03:59: Auch gegen über CSDs, im Jahr twenty-fünfundzwanzig kam es halt nahezu jedem zweiten CSD zur Angriffen oder Störungen also sein zu Sachen wie Gegendemos Verhinderungsversuche von irgendwelchen Politikerinnen, die vielleicht andere Ansichten vertreten.

00:04:19: Die halt nicht so begeistert sind von diesen Themen, die dann versuchen das zu verhindern, dass da stattfindet?

00:04:26: Genau aber eben auch wirklich körperliche Angedroffene.

00:04:30: und klar man macht sich Gedanken ganz klar.

00:04:33: also ich versuche es immer

00:04:36: nicht

00:04:36: zu nah an mich ranzulassen.

00:04:38: aber natürlich auch gerade wegen der Kinder überlegt man sich schon, wie entwickelt sich das alles weiter?

00:04:45: Werden Gesetze vielleicht wieder zurückgenommen.

00:04:49: Werden medizinische Sachen vielleicht zukünftig nicht mehr möglich sein, wenn man jetzt so in die Transrichtung geht.

00:04:57: Ja werden Transpersonen vielleicht zukunftlich nicht mehr die Hormone bekommen können.

00:05:03: Wie entwickelt sich dass mit den Kassen weiter wird man noch mehr dafür kämpfen müssen irgendwelche Operationen mit Zeit zu bekommen, also ist jetzt schon schwierig.

00:05:14: Das sind alles Sachen die einen natürlich beschäftigen?

00:05:17: Ich würde sagen dass das wahrscheinlich auch eine gewisse Schnittstelle oder eine gewissen erste Schnittställe in unserem Gespräch ist zwischen Neurodivergents und Queerness.

00:05:26: denn ich weiß aus der neurodivergenten Community von vielen Eltern, dass sie eben im Hinblick auf genau diese politische Entwicklung, auch die generelle Stimmung im Land nochmal größere Sorge haben um ihre neue, divergenten Kinder die ja einfach auch schneller einer Diskriminierung ausgesetzt sind nicht mitgedacht werden auf bestimmte Unterstützung angewiesen sind.

00:05:50: Die ja das ist ja gerade schon quasi auf dem Tisch dass diese Unterstützung gestrichen oder gekürzt werden sollen.

00:05:57: Und ja, das sind so Dinge die glaube ich in beiden Communities, die ja dazu kommen wir noch ohnehin eine gewisse Schnittstelle haben.

00:06:06: ein großes Thema ist einfach große Themen gerade und eben auch sorgenvolle Themen.

00:06:12: jetzt hast du ein bisschen über Safe Space gesprochen?

00:06:15: In diese Richtung gehen wir jetzt als Hausgleicher auch ein bisschen.

00:06:19: Du bist Teil einer Elterngruppe im sogenannten Andersraum.

00:06:22: Das ist ein Vereine hier in Hannover, der neben ganz vielen anderen tollen Angeboten zu denen wir vielleicht auch noch kommen und die auf jeden Fall alle dann auch verlinkt werden einen Beratungs- und Zufluchtsort für die queere Community in Hannova und Umland isst.

00:06:36: du bist das habe ich auch eine Einleitung schon angedeutet eben auch Elternteilquierer und neurodivagente Kinder.

00:06:41: wie kann Ich mir so einen Austausch und so einen Treffen in So einer Eltern Gruppe vorstellen?

00:06:50: Es geht wirklich darum, einen Ort zu schaffen wo man Verständnis findet.

00:06:56: So wie ich ja hier auch bei deiner Arbeit ein großer Punkt ist dass die Leute sagen Mensch da ist jemand wo man das Gefühl hat man wird verstanden und wahrgenommen Man kann Themen ansprechen die die andere Person eben kennt wo man sich nicht erklären muss.

00:07:14: Das ist halt auch der Schöne an dieser Gruppe Dass es einfach ein Raum ist eben alle ähnliche Erfahrungen haben.

00:07:25: Na ja klar, jeder Fall ist individuell aber so in großen und Ganzen kann man die Dinge, die erzählt werden nachvollziehen kennt das von sich selbst beziehungsweise vom Weg mit dem Kind Und dass es so wertvoll diesen Raum zu haben Ja klar dann geht's auch manchmal darum Mensch Wir sind auf der Suche nach einer Praxis, weiß jemand, wo wir uns hinwenden können.

00:07:51: Hat jemand Adressen?

00:07:53: Weil es ist halt einfach organisatorisch unheimlich viel so wie's ja bei deiner Reduyenz auch meistens ist, wenns dann darum geht... Wo kann ich mich hinwende für eine Diagnostik und also da eben auch im Raum zu haben, wo man sich gegenseitig helfen kann, austauschen kann ... wo man auch über die Sorgen reden kann, was zum Beispiel eine politische Entwicklung angeht.

00:08:18: Wo man sich da austauschen kann?

00:08:19: Das

00:08:20: wäre jetzt meine Frage gewesen gibt es so gewisse Dauerthemen oder bestimmte Dauerbänder, was Eltern so umtreibt?

00:08:29: also im Kontext Neurodivergents ist das Thema, was mitunter glaube ich die größten Sorgenfalten mit sich bringt neben der gesellschaftlichen Entwicklungsthema Schule beispielsweise weil das ja einfach so der Drum ist der einfach gar nicht für diese Kinder gemacht ist oder viel zu wenig für die Kinder, darum geht es zum Beispiel in den Austauschmomenten.

00:08:49: Die ich so habe sehr viel da drum.

00:08:51: Klar natürlich auch aufgrund meiner Beruflichkeit würde ich sagen aber das ist schon auch ein sehr präsentes Thema weil es so ein schwieriges fällt.

00:09:00: Es gibt sowas auch in eurer Community?

00:09:02: Ja

00:09:03: also Schule ist auch ein großer Punkt.

00:09:05: definitiv Dann ist halt ein großer Punkt eben wirklich so dieser psychische Bereich, weil einfach ganz viele psychische Probleme haben.

00:09:15: Also von den Kindern und Jugendlichen.

00:09:18: Aufgrund dessen was du ja auch schon angesprochen hast wegen diesen ganzen Diskriminierungserfahrungen, die halt viele leider machen, viele sicher vielleicht gar nicht trauen sich gerade in der Schule zu outen, das auch nur unheimliche Belastung ist, wenn man ... immer das Gefühl hat, man muss sich verstecken.

00:09:37: Man kann nicht so leben wie man wirklich ist.

00:09:39: Man muss sich immer verstellen.

00:09:43: Genau also das ist schon ein großer Punkt zu dieses Psychische aber dass auch als Elternteil unheimlich schwer ist es auszuhalten wenn man einen Kind habt was wirklich vielleicht auch Anstürungen entwickelt Selbstverletzenes Verhalten So die ganze Palette die es da halt so gibt und das dann zu begleiten und eben mehr auszuhalten.

00:10:08: Das ist unheimlich schwierig, auch da ist es dann so wichtig, einen Raum zu haben wo man solche Sachen ansprechen kann.

00:10:14: Ja total, gerade wenn man einfach die Person ist, die das halten muss und am nächsten dran ist, dann ist es wahnsinnig wichtig.

00:10:25: Man möchte sein Kind helfen und oftmals hat man das Gefühl ... Man kann gar nicht richtig helfen, man kann eigentlich nur da sein.

00:10:34: Also nur, wenn anfangs schlichen wir.

00:10:36: Du hast gerade schon das Verstecken angesprochen?

00:10:38: Das glaube ich also jetzt nur so aus meinem Verständnis heraus wahrscheinlich noch mal ein ganz anderes Level ist als dieses Maskieren im neurodivagenten Kontext.

00:10:49: Es ist auch ja ein ganz großes Versteckung bestimmter Identitäten die man somit in bestimmter Verhaltensweisen aber ich glaube wenn es eben zum Beispiel um Geschlechteridentität geht dann doch mal ein anderes Level.

00:11:04: Und wenn man da nicht sich authentisch zeigen kann und sogar nicht mehr selbst sein kann oder da verangst haben muss, leider, dann stelle ich mir das wahnsinnig herausfordernd vor.

00:11:18: Der eine große Punkt gibt es noch mehr Herausforderungen, die man kategorisieren kann mit den Kinder- und Jugendlichen heute zu kämpfen haben?

00:11:28: Das ist halt ein Punkt!

00:11:30: die ganze medizinische Versorgung, dass das halt ... Die Elterngruppe ist ja spezifisch eine Elterngruppen für Kinder, die eben dran sind.

00:11:40: Und da braucht man dann auch ne psychologische Begleitung?

00:11:44: Also einfach wenn man jetzt diesen Weg gehen möchte mit Medikamenten, braucht man eben eine Therapie.

00:11:53: Ansonsten kriegt man gar nicht.

00:11:55: Das ist halt auch was, was viele gar nicht so wissen.

00:11:57: also... Viele denken vielleicht, man geht dann halt irgendwo hin und kriegt sofort die Medikamente hinterher geschmissen.

00:12:04: Das ist wirklich ein Weg, den man da gehen muss.

00:12:08: Der auch mit unheimlich vielen Hörden verbunden ist.

00:12:11: Und es ist schon mal erst einmal herausfordernd überhaupt eine Anwendung zu finden.

00:12:17: Praxen, die einen begleiten können.

00:12:19: Weil wissen wir halt ... Die Versorgungslage in dem Bereich sieht nicht so gut aus.

00:12:25: sind einfach zu wenig Praxen für zu viele Leute, die irgendwie Begleitung brauchen.

00:12:31: Genau dann ist ein Punkt das teilweise auch Beratungsstellen nicht mehr finanziert werden.

00:12:38: also beim Andersraum habe ich jetzt noch nichts mitbekommen.

00:12:40: Ich weiß aber von einer anderen Stelle hier in Hannover, die eben bis vor kurzem eine Queerberatung angeboten haben, die das jetzt nicht mehr tun weil einfach die Gelder nicht mehr da sind.

00:12:53: Das ist so ein Punkt.

00:12:54: und eben die schon erwähnten Zukunfts-Sorgen, auch gerade im Hinblick auf die politische Entwicklung.

00:13:05: Ich habe mal so ein zwei Statements, die mir im Kontext Queerness immer wieder vor die Füße fallen, gerade wenn man so im Bildungsbereich tätig ist, mal irgendwie was im Lehrkräftezimmer aufschnappt oder so... Ja, jetzt bin ich auch in der Öffentlichkeitsarbeiter.

00:13:21: Schwappt dann schon noch mal das ein oder andere Rhein- oder auch so im privaten Kontext.

00:13:26: Und da sind manchmal so Aussagen wie ja, das ist doch alles der Einfluss von Social Media ne?

00:13:31: Die Jugendlichen sehen da solche Videos und dann wollen die das halt nachmachen!

00:13:36: Was sagst du zu solchen Aussagen?

00:13:37: Ich kenne diese Aussagen auch.

00:13:40: Genau, da muss man durch dann manchmal etwas auf die Zunge beißen nicht so katzisch zu werden aber... Also ich fand es ganz süß.

00:13:48: Ich war jetzt vorletztes Wochenende, war ja in Hannover der CSD.

00:13:51: Das ist immer das Fingstwochenende in Hannova und da habe ich dann ein Schild gesehen.

00:13:57: Da stand dann drauf Hethurin.

00:13:59: Bestimmt nur eine Phase!

00:14:01: Und ich musste innerlich so lachen weil ich gedacht hab,

00:14:03: dass sagt doch auch

00:14:04: keiner.

00:14:04: warum wird das also bei diesen queeren Themen immer angenommen?

00:14:08: Also Sintva fragt doch auch niemals wenn jemand von sich selber sagt Ja ich bin Hethuru.

00:14:13: Dann sagen die Leute ja.

00:14:17: immer so skurril.

00:14:18: Und eigentlich, man ist queer in welcher Form auch immer oder man isst das nicht?

00:14:22: Also es ist nichts was man wird weil man irgendwie also ich habe mich damals von Walter aus dem Frauenknast gesehen und gedacht so oh ja geil stimmt weiter weiter

00:14:31: steht um Frau

00:14:33: hier könntest du auch mal ausprobieren dass macht ja keiner.

00:14:37: wie gesagt es ist ja wirklich eine tiefe innere Empfindung und nix was man eben mal einfach nachmacht.

00:14:43: Also, was ich jetzt auch im Bezug auf Trans meinte ... Das ist so ein Weg mit so vielen Hürden verbunden und keiner wacht auf und denkt sich, joa heute hab ich nix zu tun?

00:15:00: Hm, probier ich mal Trans sein aus!

00:15:02: Hör ich ja neulich irgendwie einen Video drüber gesehen.

00:15:04: So lustig, das mach' ich jetzt noch mal.

00:15:07: Es ist eigentlich nicht so, niemand hört von Social Media oder Sonst so wie was.

00:15:13: Ja,

00:15:13: ich meine es gibt ja auch mittlerweile viele Serien oder Filme wo eben Queerness in irgendeiner Form abgebildet wird.

00:15:23: Es wird kein Kind, keinen Jugendlicher, kein Mensch generell durch sowas queer.

00:15:28: Nein Also ich werd' nicht zum Pinguin weil ich ein Pingu-Video geguckt habe.

00:15:34: Ja ist doch so.

00:15:36: Ach manchmal wär's vielleicht gerne ein Puguin aber ja du hast völlig recht.

00:15:40: Oh, das ist so müßig.

00:15:41: dieses, ach dieser Trend und es ist ja alles ein Trend.

00:15:45: Das ist eine erneute Schnittstelle zwischen diesen beiden großen Themenquerenes und Neurodivergenz dass das ja einfach dann schnell zu einem Trend abgetan wird.

00:15:54: und da denke ich immer nichts daran!

00:15:57: Und an diesem Weg ist ein Trendy gerade als zum Beispiel spätdiagnostizierte autistische Person.

00:16:04: Also nichts, wirklich gar nichts.

00:16:07: auf diesem Weg hat sich irgendwie Trend hier angefühlt.

00:16:10: Also kein bisschen!

00:16:12: Es war ein riesenlanger Weg mit wahnsinnig viel Leidensdruck und ganz viel verpassten Chancen und ganz viele Leitversehen.

00:16:24: Man kann ja zugucken was Menschen entgegen gebracht wird, die Neurodivagent sind oder die Queer.

00:16:31: Ich sag doch nicht wie du sagst ich stehe ja nicht morgens auf und denke mir auch das wäre doch heute witzig.

00:16:36: ganz im Gegenteil.

00:16:37: wenn ich weiß ich stelle mich diesen Thema dann weiß ich quasi ich kaufe sofort Diskriminierung mit und die ist ja öffentlich sie ist sichtbar und da sagt noch keiner der hätte ich jetzt richtig Bock drauf mich mit ganz vielen Leuten auseinanderzusetzen die das gar nicht anerkennen die mich dann nicht an erkennen dem ich potenziell diskriminieren einer höheren Gewalt, also ich habe ein höheres Potenzialgewalt zu erfahren.

00:17:01: Das klingt alles so toll!

00:17:02: Das mache ich jetzt mal.

00:17:04: Also das ist so schnell gesagt.

00:17:06: Ich will immer die Ausmerksamkeit.

00:17:08: Ja

00:17:08: ja, verwirklich.

00:17:10: Das ist also dieses Thema, mir geht es da wie dir.

00:17:13: Ich muss dann wirklich auch immer so ein zwei drei Mal tief einatmen.

00:17:18: Manchmal merkt man ja steht schon wirklich so eine gewisse... Da merkt mein Tochter ist irgendwie in Interesse dar und dann mache ich mir manchmal auch die Mühe und sagt, frag mal genauer nach wie meinst du das?

00:17:28: Also wie genau stellst du dir das vor?

00:17:30: Ich frage gerne weil fragen die Leute doch immer so bisschen wackelig macht.

00:17:33: Ist interessant zu sehen!

00:17:36: Oder ich sag, was?

00:17:37: Hab ich grad nicht so ganz verstanden.

00:17:38: Kannst du das noch mal wiederholen?

00:17:39: und wenn Leute solche Floskeln nochmal wiederholend müssen ist auch immer ganz spannend zu sehen, was dann passiert.

00:17:47: aber manchmal merkt man auch einfach da ist überhaupt oder nicht nur manchmal sondern auch regelmäßig Merkt man, dass auch wenig Bereitschaft sich darauf irgendwie einzulassen weil es natürlich damit zusammenlinkt, dass man wirklich bestimmte innere Ideen, an denen man so festhalten möchte.

00:18:06: Die muss man ein Stück weit aufgeben oder neu besetzen und das ist gerade was, was nicht einfach zu sein scheint leider.

00:18:14: Das ist ja auch für viele dieses... Es gibt Mann und Frau und es war schon immer so und das hat auch bitte weiter so zu bleiben und ich denke, nee also Das ist ja auch so eine kulturelle Sache.

00:18:30: Also ich glaub, es gab durchaus auch Zeiten wo da Toleranz gegenüber solchen Themen schon da war?

00:18:38: Es ist nicht von Anbeginn der Menschheit an dass immer nur Männlein mit Weibkleinen und wie auch immer das ist keine anderen Geschwächter anerkannt worden.

00:18:48: Und wenn wir jetzt mal in die Natur gucken was es da alles gibt... ...das ist so vielfältig.

00:18:54: also, wo ich denke ne!

00:18:57: Also gerade wenn mir jetzt jemand ankommt mit von wegen ja Gott hat, man mit Frau geschockt.

00:19:01: Aber es artet jetzt vielleicht ein bisschen aus, wenn wir in die Richtung gehen aber trotzdem, wo ich denke, nee, warte mal!

00:19:06: Wenn wir über die Argumentation gehen dann hat der liebe Gott auch... also ich glaube nicht an den Gott oder den lieben Gott oder wie auch immer, aber ist ja gar egal.

00:19:14: Aber wenn wir jetzt wirklich, wenn ich mich jetzt mal auf diese Argumentationsein lasse und wir jetzt mal davon ausgehen das gibt Gott Das ist ja auch dieses ganze andere von Gott erschaffen worden.

00:19:24: Und warum sollte Gott dann sagen, die beim Menschen darf das jetzt aber nicht sein?

00:19:29: Ich habe da irgendwelche Fische gemacht, die das Geschlecht ändern können und schicken uns sucht.

00:19:33: Aber beim Menschen auf das Nichts sollen.

00:19:38: dann zieht sich meiner Logik.

00:19:39: Und da sind wir doch ein bisschen vielleicht schon in der Schnittstelle zwischen Neurodivergenz und Querenis, Dinge die sich der Logik entziehen sind überhaupt nicht gut und werden nicht so gerne akzeptiert.

00:19:51: Positiverweise in diesem Zusammenhang das war ja auch quasi so der Kernbereich zu dem du mir geschrieben hast als du mir geschrieben hast und dieses Thema eingebracht hast ist einmal Wir haben schon ein bisschen im Vorfeld darüber gesprochen, unsere Beobachtungen und auch Erfahrungen das Queerness-und Neurodivergenz Schnittstellen zu haben scheinen.

00:20:12: Einmal so in diesem Erleben man hat gewisses Potenzial für Diskriminierungserfahrung für dieses Anlass Seilen, für sich verstecken Das haben wir jetzt gerade schon so ein bisschen gehört.

00:20:22: aber es gibt eben auch diese Gemeinsamkeit dass tritt relativ häufig einfach zusammen auf.

00:20:29: Also viele neurodivagente Menschen sind queer und andersrum, auch in eurem Kontext ist das ja so – das haben wir schon eingangs ein bisschen angedeutet.

00:20:41: Und es gibt jetzt nicht unglaublich viel Forschung dazu.

00:20:43: aber ein bisschen, das werde ich auch verlinken.

00:20:45: Auch da deutet sich das so ein bisschen an, dass das so aussieht Wie erklärst du dir erst mal nur so für dich?

00:20:52: Du hast auch gesagt, ich merke das schon auch hier in meiner Community.

00:20:56: Dass das häufiger gemeinsam auftritt.

00:20:58: Wie erklärtest du dir das?

00:21:01: Also tatsächlich dadurch dass eben viele neurodivigantische Personen halt eh dieses ganze gesellschaftliche ... hinterfragen sich vielleicht auch viel mehr damit auseinandersetzen, weil sie irgendwie merken, irgendwie passe ich hier nicht so richtig rein und dann für sich da nach Erklärung suchen.

00:21:26: Und ja, sich vielmehr damit ausedeinsetzen?

00:21:29: Was sind denn gesellschaftliche Normen

00:21:32: usw.?

00:21:33: Dinge eben viel mehr hinterfragend.

00:21:37: Dann ist halt so ein Anführungsstrichen logischer Schritt.

00:21:41: Vielleicht auch diese ganzen geschlechtlichen Konstrukte zu hinterfragen, dass man dann eben sagt ja.

00:21:48: Warum soll ich nur in einem Monogamenbeziehung zum Beispiel erleben?

00:21:52: Das ist ja vielleicht ja auch etwas, was runtergefallen wird.

00:21:55: Man vielleicht auch sagt okay... Ich kann auch mehrere Menschen gleichzeitig lieben und mir ist es auch das Geschlecht egal.

00:22:02: also wenn er ja beim Prasexuellen ist man halt sagt okay mich interessiert gar nicht das geschlecht der Personen sondern ich nehme halt die Person an sich wahr.

00:22:11: und also das ist so meine Erklärung, dass eben diese ganzen Normen viel mehr hinterfragt werden oder vielleicht auch gar nicht gewöhnen werden.

00:22:22: Dass man sich dessen Mal noch gar nicht so bewusst ist, warum sollte ich das jetzt nicht ausleben?

00:22:28: Warum... Warum sollte da eine Grenze sein?

00:22:31: Warum sollte ich es nicht dürfen?

00:22:33: So gibt doch gar keinen Sinn!

00:22:34: Ich möchte doch so lehnen wie ich halt empfinde und es mir doch egal ob da jetzt irgendwer vielleicht dran stört.

00:22:40: oder wie gesagt, vielleicht merkt man es ja noch nicht mal.

00:22:43: Was ich auch im Vorfeld zu unserem Gespräch so überlegt habe ist das wenn man Neurodivagent isst?

00:22:49: gerade dann wenn man diese Antwort aber noch nicht hat zum Beispiel und ja irgendwie in dieser neurotypisch geprägten Welt klarkommen muss ist man irgendwie viel mehr mit sich beschäftigt genau hinzugucken.

00:23:00: okay wie verhalte ich mich hier was mache ich da?

00:23:05: also man muss so sehr beschäftigt sein, sag ich mal.

00:23:09: Weil sich das alles nicht so intuitiv ergibt und ich bin ja auch viel mehr... Das knüpft ein bisschen an das was du gerade gesagt hast, auch vielmehr dabei mir andere irgendwie genau anzuschauen und zu gucken.

00:23:23: Und ich habe immer dieses dauernde Gefühl irgendwer resoniere ich nicht immer mit all dem was um mich rum passiert oder wie Andra agieren.

00:23:32: Also man ist sehr mit dieser Differenz beschäftigt und mit diesem grundlegenden Gefühl von irgendwie ist das bei mir anders.

00:23:39: Und es ist so sehr viel in diesen Themen, und ich habe dann gedacht vielleicht bringt man auch in diese Richtung eine andere Achtsamkeit dafür mit?

00:23:47: Und ist prinzipiell einfach der eigenen Queerness gegenüber viel achtsamer und offener und kann das viel eher irgendwie so mitnehmen als jemanden, der vielleicht neurotypisch ist sich da auch erstmal komplett einfügt und so mit dieser Idee.

00:24:02: Irgendwas ist vielleicht aber doch anders als bei einem gewissen Großteil.

00:24:07: Da isst man vielleicht gar nicht so sehr in Kontakt mit, sag ich mal so und mit diesem Anderssein ist man ja im neurodivagenten Fall sowieso zwangsweise immer die ganze Zeit um Kontakt und hat da vielleicht schon einen anderen Zugang zu auch wenn man es vielleicht nicht direkt von Anfang an benennen kann.

00:24:22: oder so habe ich dann gedacht das ist vielleicht echt nochmal so ein Faktor.

00:24:27: und was ich Gleichzeitig also neben der Identitätsfindung ganz spannend ist, dass das gleichzeitig da die größte Bereitschaft ist vollkommen offen damit umzugehen wie sich Menschen empfinden und definieren.

00:24:47: Also ich habe einen weiteren Familienfeld auch eine Transperson als die sich dann eben geoutet hat und gesagt, so sieht es jetzt aus.

00:24:58: Und das ist mein Name.

00:24:59: Dann kam von meinen neurodivagenten Kindern zum Beispiel während des veranderem echten Thema war da von der Seite nur so zack!

00:25:06: War der neue Name da?

00:25:07: Es war total in Ordnung.

00:25:08: Es war überhaupt kein Thema.

00:25:09: Es gab mal ein zwei Nachfragen dazu.

00:25:11: Da war erne... Also das ist immer eine gewisse Dankbarkeit wenn jemand sagt Das bin übrigens ich so und so Und die und die Umgangsform hätte ich gerne, oder mit denen identifiziere ich mich.

00:25:23: Die tun mir gut wie auch

00:25:24: immer.".

00:25:25: Da ist dann so eine Bereitschaft dazu, weil man ja so dankbar ist gerade im autistischen Kontext zum Beispiel wenn jemand sagt hier guck mal so kannst du mich ansprechen.

00:25:31: So wie?

00:25:32: Dann ist das eher ein Dankeschön!

00:25:35: Ich muss gar nicht selber überlegen sondern ich kriege das quasi präsentiert.

00:25:38: Es ist ja gerade da auch immer sehr dankbar.

00:25:41: Das war also z.B für meine Kinder war es dann so okay Und dann war das gegessen und sofort, der Schalter sozusagen umgelegt.

00:25:49: Das war super akzeptiert total in Ordnung.

00:25:53: Erlebst du es auch so in dieser Offenheit?

00:25:56: Tatsächlich hatten wir ein Erlebnis mit unserer Tochter ... die jetzt halt vor einem Jahr jemandem kennengelernt hat im gleichen Alter.

00:26:10: Die beiden haben sich sofort gut verstanden, was bei ihr Echt ne Seltenheit ist, also ich bin so dachbar für diese Person.

00:26:19: Und das ist die beiden Diagenzen sich super und ... Ich glaube, die Person hat keine offizielle Diagnose.

00:26:28: Ich gehe aber sehr, sehr fest davon aus, dass die Person auch neu und divergent ist in irgendeiner Form.

00:26:36: Weil die beiden einfach ja wie gesagt so gleich sind und die ganze Art von dieser Person, also wie gesagt geht dann wirklich sehr voraus.

00:26:46: Dieser Person hat meine Tochter eben auch gesagt, du pass auf,

00:26:49: ne?

00:26:50: So und so.

00:26:51: Und da kam auch nur ... Ja okay!

00:26:54: Und es war halt so ja... Du bist du und so wie du bist akzeptierig dich.

00:26:59: Das war auch gar kein Thema.

00:27:01: das fand ich so toll.

00:27:03: Das erlebe ich wie gesagt genau so und ich bin ja selbstartistisch.

00:27:09: Für mich ist es eher immer angenehm, wenn jemand mir ganz klar sagt das und dass ist jetzt hier gerade der Kommunikationswunsch oder so kannst du gerne kommunizieren.

00:27:20: Das ist das womit ich mich wohlfühle.

00:27:22: Wenn mir das jemand... Also das hätte ich gerne unabhängig von Quirnes, hätte ich das gern bei allen Personen begegnen mit einem am besten so ein kleines Schild hier vorne das und das.

00:27:31: So möchte ich dann angesprochen werden.

00:27:32: diese Themen finde ich besonders spannend.

00:27:34: da kannst Du immer mit mir drüber sprechen fände ich für dich.

00:27:37: Fände ich immer gut, ne?

00:27:39: Stimmt.

00:27:39: Das wäre auch cool, ja.

00:27:41: Aber tatsächlich ist es in anderen Ländern durchaus üblicher, dass Pronomen automatisch mitgenannt werden.

00:27:47: Ich hab auch bei mir jetzt mittlerweile bei vielen Sachen ... Also sei so was wie eine E-Mail-Signature oder eben auch bei WhatsApp, dann habe ich bei mir wirklich die Pronomenmitte hinzugefügt.

00:28:05: Einfach das Ding... andere Personen direkt sehen kann, okay?

00:28:09: Die Protonomen werden verwendet.

00:28:11: So identifiziert sie sich halt und dann ... Das macht vielleicht eine andere Person leichter die eigenen Pronomen zu nennen.

00:28:21: Gerade wenn die Pronomen nicht zu dem passen, was man auf den ersten Blick optisch vermuten würde.

00:28:29: Weil das ist ja auch so ein Ding.

00:28:31: Ja, total.

00:28:33: Ganz ehrlich gestehen, passiert mir auch manchmal.

00:28:35: Man sieht eine Person und wenn man halt so darauf irgendwie ... Ja, wenn er halt so sozialisiert wurde, denkt man halt okay das und das geschlecht?

00:28:45: Und vergisst dann halt manchmal ... Nee, das kann auch

00:28:48: überhaupt

00:28:50: ein ganz anderes Geschlecht sein!

00:28:51: Fragt mal über die Person willst du halt für zwei erst mal?

00:28:54: Aber deshalb also ja, wenn man auch als Sys-Person eben also das Gegenteil von trans für die, die das vielleicht nicht wissen jetzt.

00:29:02: Wenn man auch als cis Person die eigenen Pronomen irgendwo mit angebt dann ist das halt auch für trans Personen wirklich so Gefühl okay, da ist jemand dem ich vielleicht dann auch meine Pronomen mitteilen kann weil die Person da auch offen fühlt.

00:29:15: Das ist nochmal ein super Reminder, weil mir gerade einfällt dass sich das bei meinen Mails glaube ich dabei den Podcast-Mails noch nicht drin habe.

00:29:22: Das werde ich auf jeden Fall nochmal mit ergänzen.

00:29:25: aber ja darum geht es ja ganz oft ne?

00:29:27: Also man isst ja eh immer schon in diesem Ja anders seien sich irgendwie differenzieren von einer teils gesellschaftlich willkürlich gesetzten Norm Und alles was dazu führt, dass man nicht wieder so allein auf dem Präsentierteller gesetzt wird.

00:29:47: Sondern was eine gewisse Selbstverständlichkeit bekommt und ja auch in der Gewisse ich hatte vor einer Weile einen Papa mit Tourette Hier zu Gast und da haben wir darüber gesprochen, dass man sich manchmal einfach Belanglosigkeit wünscht in diesem Anderssein.

00:30:05: Dass man genauso belanglos wie jeder andere Mensch einen Raum betreten kann, eine Kommunikation führen kann, Anna kann, wird einfach belanglos sein.

00:30:14: das klingt so komisch aber einfach nicht jedes mal ein großes Thema ist oder ich weiß, kann ich das jetzt hier reinbringen?

00:30:25: Wenn ich zum Beispiel meinen Pronomen Anbiete oder die Sage, ist das hier ein Raum dafür?

00:30:30: Oder eben nicht.

00:30:31: Und in dem Moment wo es eine gewisse Selbstverständlichkeit kommt... ...ist es einfach nicht mehr so'n Ding.

00:30:38: und einerseits weiß ich natürlich wie du sagst, weiß ich okay, hier scheint erstmal auf im ersten Moment einen Platz dafür zu sein und ich bin da scheinbar sicher und des Anderes auch, es ist dann einfach kein Thema!

00:30:49: Es muss nicht extra aufgemacht werden.

00:30:51: dieses Feld.

00:30:53: Es kann mich aus meinem Kontext super, super gut nachempfinden und ein kleiner Impuls für alle die hier zuhören in diese Richtung gerne sich etwas zu öffnen.

00:31:04: Und das hinzuzufügen... Ich denke mir immer es gibt so viele gesellschaftliche Dinge, die wirklich große Räder mit sich bringen würden, die nicht einfach umzustrukturieren sind.

00:31:17: kleine Dinge, die man sofort umsetzen kann.

00:31:20: Da wird so ein Riesenfass aufgemacht mit diesen Dingen.

00:31:22: Dabei sind es so einfache Dinge für die Menschen, die darauf angewiesen sind, diesen Raum zu bekommen oder diese Belanglosigkeit haben zu dürfen.

00:31:31: Für sie sind das so wichtige Dinge und da könnte mir mit so wenig Anstrengung sowas Einfaches schaffen und sowas Wichtiges schaffen... Vielleicht ist das ein Teil meiner Neuridivagenz, aber ich kann mich da überhaupt nicht reindenken.

00:31:46: Warum so einfache Dinge wie Gendern beispielsweise oder Eponomen nennen?

00:31:52: Warum dass so ein Riesending ist?

00:31:54: Weil es ist doch das Allersimpelste und das Allerbeste für mich wenn mir jemand einfach ganz kurz sagt hey so und so finde ich's gut!

00:32:02: Ich kann das machen, mir bricht da kein Zacken aus der Krone gar nichts.

00:32:08: Für Vielfalt gesorgt und für einen Raum gesorgt, wo das sein darf.

00:32:11: Und für ein gutes Miteinander ... Ohne dass mir da irgendwas weiß ich nicht weggenommen wird oder irgendwie mich das groß anstrengt oder irgendwas?

00:32:23: Das kann wirklich jeder Mensch machen.

00:32:25: und dass diese Themen dann so umkämpft werden... Also ich kann mich da nicht mal richtig rein denken!

00:32:31: Ja,

00:32:32: ich bin auch vollkommen bei dir.

00:32:33: also ja ich sehe das ganz genauso Genau, es kostet mich doch nichts da irgendwie meine Kronomen hinzuzufügen oder eben zu gendern.

00:32:42: Aber leider für viele ein riesengroßes Thema.

00:32:46: Dabei wär's einfach...

00:32:47: Tut nicht weh zu Gender!

00:32:50: Jetzt sind wir eigentlich schon auf dem Weg zu dem Thema das ich auch unbedingt mit reinbringen möchte.

00:32:57: Es hat auch was mit Raum öffnen und vielleicht nicht so viel Raum haben zu tun.

00:33:03: Wir haben schon einen klingelassenen Thema Schule.

00:33:10: Wie gesagt, das ist ein Thema Neurodivergenz.

00:33:12: So der Dauerbrenner würde ich sagen?

00:33:15: Ist auch absolut meine Erfahrung!

00:33:17: Das wäre jetzt meine Frage gewesen wie sieht das im Bereich Queersein aus?

00:33:23: sind Schulen sichere Orte?

00:33:26: und falls sie das nicht sind...wie werden Sie?

00:33:29: Ich habe zu dem Thema jetzt auch mich mit Jugendlichen ausgetauscht die eben Neurodivergent und Queer sind.

00:33:36: Es gibt von einem Andersraum ja auch einen Jugendzentrum, das Queer Unity und die haben dort auch eine neue Divergenzgruppe.

00:33:44: Und genau zu denen hatte ich jetzt mal Kontakt abgenommen einfach weil ich gesagt habe Ja, ich hab meine eigenen Gedanken zu dem Thema.

00:33:49: aber erstens ist meine Schulzeit schon ein Weile her.

00:33:55: So keine Ahnung wie viele Jahre.

00:33:57: aber zweitens wusste ich zu meiner Schulzeit nicht dass ich NeuroDivergent bin war auch nicht eroutet.

00:34:04: Also von daher habe ich gedacht, okay da macht es ja Studiumthema durchaus Sinn mit Leuten zu sprechen die da gerade noch voll im Thema sind und vielleicht eben auch schon wissen dass sie neu in den Weg sind während sie jetzt halt noch in Schule sind usw.

00:34:17: Und so weiter und sofort.

00:34:18: Und deshalb habe ich mich eben mit dem Gruppenleitungnahme ausgetauscht und was die mir als Feedback gegeben haben ist halt das deren Erfahrung nach Schule nicht unbedingt ein sicherer Ort ist.

00:34:32: man muss dazu sagen hatten wir ja Wir haben es in der Vorbereitung auch das Gespräch vorgesprochen.

00:34:39: Ich persönlich habe das Gefühl, dass wir hier in Hannover und Niedersachsen da durchaus privilegiert sind was solche Themen angeht, dass hier durchaus einiges gemacht wird.

00:34:52: eigentlich in dem Bereich also zum Beispiel wirklich die Stadt Hannover beziehungsweise eben auch die Region Hannover da viel tut um Ja, eine Chancengleichheit zu erzählen.

00:35:08: Das war das Wort was ich gesucht habe.

00:35:10: Dass sie Geschlechter-Sensible-Strache eben verbenden, dass Pronomen mit angegeben werden durch Ausfläche jetzt auch nicht bei jedem aber, ne?

00:35:20: Dass da genau in der Hinsicht schon viel gemacht wird.

00:35:26: also von den anderen Bundesländern sieht es garantiert nochmal ganz anders aus.

00:35:31: Aber eben trotz alledem ist es auch hier Nicht immer, super alles.

00:35:37: Also was halt ein Punkt wäre wirklich, was die gesagt haben es sollte viel mehr Aufklärungsarbeit gemacht werden.

00:35:44: also zu beiden Themen auch was nur über die Werke ins angeht ist halt bei vielen Lehrkräften oder generell schulischen Personal wirklich noch Bedarf weil man eben immer wieder in Situationen kommt wo eben Grenzen nicht beachtet werden wo man vielleicht als als jugendliche Person sagt, ich kann jetzt nicht mehr.

00:36:09: Ich brauch eine Auszeit, wenn man das überhaupt noch kommunizieren kann.

00:36:12: Manchmal ist es ja auch einfach ... dass der Punkt schon gar nicht mehr möglich ist und das dann halt auf sowas auch mal eingegangen wird, ne?

00:36:19: Dass man halt Rückzugsorte hat, dass es akzeptiert wird, dass eben diese Pausen benötigt werden uns da nicht heißt so, komm jetzt stell dich doch nicht an oder So was, dass zum Teil halt auch ... so Fidget Toys verboten werden.

00:36:37: Auch sowas höre ich immer mal wieder, ne?

00:36:40: Dass das da nicht zugelassen wird, wo man sich denkt, warum?

00:36:44: Das stört doch kein ... Was jetzt das queere Thema angeht, auch da ist eben einfach noch ... ja, Informationsbedarf an vielen Stellen da.

00:36:59: Wenn wir zu dem Thema transgehen Es ist ganz wichtig, dass halt Namen und Pronomen akzeptiert werden.

00:37:06: Wenn jetzt jemand wirklich an dem Punkt ist, sich zu outen ... Viele trauen sicher auch noch in Schule leider gar nicht.

00:37:14: Die sind dann im privaten Umfeld geoutet aber in Schule halt noch nicht weil sie einfach Angst haben.

00:37:21: Aber wenn jetzt jemand eben sagt okay das ist mein Name, das sind meine Pronomen, dass das dann auch akzeptieren wird das verwendet wird, dass auch auf Klassenlisten es verändert

00:37:34: wird.

00:37:35: Das sind so Punkte was halt auch schön ist.

00:37:39: manche Schulen haben das wenn's zum Beispiel nur eine Queer AG gibt Dass man da eben so noch einen Raum hat wo man sich mit anderen ausforschen kann Wenn auch Lehrkräfte wirklich das unterstützen Ist auch ein wichtiger Punkt dass man halt das Gefühl hat Ja, da sind Leute die für mich da sind dass generell ein offenes, tolerantes Weltbild vorgelebt wird.

00:38:03: Was auch im Punkt ist ... Also wenn man als Schule irgendwie sagt, wir sind uns unsicher und wollen da was machen?

00:38:10: Wir wissen aber vielleicht nicht wie!

00:38:12: In Niedersachsen gibt es bei den LSBs, also den Regenlandnis für Schulbildung, gibt es tatsächlich auch regional Koordinationen für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt.

00:38:23: an die Leute kann man sich dann als Schule immer wenden und sagen hier Wir möchten Schulungen von euch kriegen, wie auch immer.

00:38:33: Das finde ich persönlich schön, dass es so was gibt mit diesen Stellen da sind.

00:38:38: Es gibt Schlau-Hanofa und die machen eben auch Schulungen.

00:38:42: Das sind dann selber auch queere Leute.

00:38:45: Die kommen in den Schulklassen und machen Fortbildungen mit den SchülerInnen.

00:38:51: Und schon leiden wir um Kleinen ist ein Punkt, dass die Räumlichkeiten benutzt werden dürfen die eben zu dem Geschlecht passen, den man sich zugehörig fühlt.

00:39:03: Beziehungsweise dass es vielleicht auch einfach Neutrale gibt und das man halt nicht auf die Behindertentoilette gehen muss, dass man sich irgendwie nicht... Dass man nicht erst mal zum Sekretariat latschen muss, sich ein Schlüssel daraus holen muss so ungefähr.

00:39:16: Das war nochmal so sich schön zusätzlich auf diesen Präsentierteller setzt.

00:39:20: So, ich bin anders.

00:39:22: Ich muss jetzt hier auch in einen anderen Ort

00:39:24: gehen.".

00:39:25: Ja

00:39:25: das ist aber ja auch immer das Thema was dann so in so kurzen Reels bei Social Media hochgepfeffert wird.

00:39:32: Was ist denn wenn das dann jemand ausnutzt und sagt ja dann empfinde ich mich als weiblich oder meine ich eine Frau?

00:39:39: Und dann gehe ich da auf die Toiletten, denke ich mir also ganz im Ernst ein Mann der so einen Weg wählt!

00:39:48: Der macht das sehr wahrscheinlich auf tausend anderen Wegen, weil ich mache ja nicht diesen riesen Umweg mit dem was da dran hängt.

00:39:56: Weil ich das da erreichen möchte.

00:39:59: Das finde ich sicherlich leider andere Wege.

00:40:01: Ja, ich bin vollkommen bei dir!

00:40:03: Was ich ganz spannend fand... Ich war ganz lange auch so bei diesem neutralen Toiletten und da habe ich von der Weile auf einer queeren Person einen Beitrag gelesen Und da ging es eher darum, dass man gut überlegen sollte wie man das Hand habt auch an Schulen handhabt.

00:40:20: Denn man darf nicht vergessen, dass dieses getrennte schon auch ein Schutzraum für Frauen ist.

00:40:25: und ich fand in der Diskussion fand die spannend.

00:40:28: seitdem denke ich da so bisschen drauf rum.

00:40:31: Ich finde es ein schwieriges Thema.

00:40:32: letztendlich zu sagen möchte ich das letztendling aber in der Gesellschaft lieben.

00:40:37: noch haben wir einfach patriarchal

00:40:39: Tisch,

00:40:40: patriarch.

00:40:42: Wir haben ein Patriarchat so und wir haben das ist ja gerade auch wieder sehr aktuell einfach Männer bei denen wir nicht immer sicher sein können wie die sich so verhalten und darum sind ja diese getrennten Klos schon jetzt nur für die Frauen gedacht.

00:40:56: Auch einen gewisse Schutzraum im besten Fall

00:40:59: Die Toilettentür ist nicht mit drei Trommelschlössern gesichert.

00:41:01: also wenn man da als Mann reinkommen möchte um da irgendwelche Ja Übergriffe zu begehen, da kommen meine Reihen.

00:41:08: Da muss man jetzt nicht diesen Transport wehren das denke ich mir mich auch immer genau

00:41:12: und gleichzeitig aber durch dieses Es sind aber erst mal per se hier keine Männer, die da gleichzeitig dann eben auch am Urinal stehen werden.

00:41:20: Ich vielleicht irgendwie meine Menstruationstasse wechseln möchte oder so, dass das schon auch zum Beispiel für menstruierende Personen ja ein gewisser Raum ist um da auch ein bisschen Rückzug zu haben.

00:41:30: vor Männern, die irgendwie offen über dem Pessoir stehen sag ich mal, dachte ich okay den Punkt unabhängig jetzt von queerness sondern einfach dieses.

00:41:38: wenn man das einfach in einem Raum macht fällt eventuell dieser Schon- und Schutzraum ein bisschen runter sozusagen oder wird eventuell kleiner.

00:41:47: Ich dachte, okay da habe ich so noch nie darüber nachgedacht.

00:41:50: aber wie du gesagt hast es reicht ja erst mal und das wäre schonmal ein erster Schritt dass völlig ohne Dass das so komisch geframed wird völlig in Ordnung ist dass man die Toilette benutzt wenn sie eben noch geschlechtertoiletten sind oder wenn's auch bei denen bleibt dass man natürlich die nutzen kann, deren Geschlecht man sich zugehörig fühlt.

00:42:10: Und das mit einem gewissen Selbstverständnis.

00:42:12: und dazu gehört dass wie du gesagt hast ist dass das auch alles einen offenen Rahmen hat und dass man es eben nicht verstecken muss und dass das offen kommuniziert ist.

00:42:22: und ich denke mir auch ganz oft was... Das zählt auch in dieses ganze Thema Diskriminierung und Mobbing mit rein, dass wir Lehrkräfte uns wirklich trauen müssen also nicht nur diesen Raum zu schaffen, sondern ihn auch zu wahren.

00:42:36: Also wirklich zu reagieren wenn irgendein blöder Kommentar von der Seite kommt.

00:42:40: Das ist unglaublich schwierig weil wir nicht beigebracht bekommen wie man sowas deeskalierend und stabil und gut, wie soll ich sagen handelt?

00:42:50: Solche Kommentare egal ob das jetzt rassistische Kommentare sind diskriminiere kommentare in diese Richtung.

00:42:57: Das ist eine große Anforderung damit umzugehen.

00:42:59: Wichtig ist aber, dass wir reagieren und immer wieder klarmachen das hier ist ein Raum für alle Und das hier Ist ein Raum in dem sowas nicht geduldet wird und wo wir darauf reagieren?

00:43:11: Und wenn es einfach nur einen hey will ich hier nicht hören gehört hier nicht hin ist?

00:43:14: ne Ich muss noch nicht die Lösung haben wie ich das danach alles sofort aus im ärmel zauber und Die ich muss auch nicht mal die perfekten sätze haben.

00:43:21: Aber ich finde es so wichtig für die menschen die von rassismus betroffen sind die von diskriminierung Betroffen sind dass die von den Menschen, die diesen Schulraum ja in erster Linie in der Hand haben.

00:43:32: Das sind nun mal einfach Lehrkräfte und wir haben ja noch einmal ganz viel gemacht in diesem Raum, das wir die zumindest so weit nutzen zu sagen hey, das hier ist ein Raum für alle!

00:43:40: Und nur damit es klar ist sowas dulde ich nicht auch wenn ich noch nicht immer gleich die Lösung parat habe.

00:43:44: aber ich sehe es und ich duldes nicht Ich finde es nicht okay ich will sowas hier nicht hören.

00:43:49: Das ist manchmal gerade wenn's nachher auch in den weiteren Kontext geht Jugendkontext ne?

00:43:53: Wohn natürlich auch solche Konzepte gegeneinander stehen irgendwie und da ja wirklich auch Lager entstehen, auch in manchen Regionen mehr als vielleicht hier so der Fall ist.

00:44:04: Da es es wahnsinnig wichtig weiter stabil zu bleiben und ich kann aber gleichzeitig auch verstehen wir haben ein bisschen darüber gesprochen das ist in Hannover noch und hoffentlich auch weiterhin recht gut läuft im Großen und Ganzen dass dafür getan wird es viele Anlaufstellen gibt.

00:44:20: dann gibt es Gebiete in Deutschland.

00:44:22: das ist nicht mehr so Und wir erleben es auf Social Media in meiner Lehrkraft-Community.

00:44:26: Es gibt Lehrkräfte, die haben im Klassenzimmer sehr bewusst die Regenbogenfahne hängen damit einfach klar ist hier siehst du das Zeichen?

00:44:37: Hier ist ein Raum in dem du sein darfst so wie du bist und wo diese, also diese Accounts oder die Lehrkräfte, die das auch öffentlich zeigen und sagen hey mach das bitte.

00:44:49: Positioniert euch macht klar dass wir hier Vielfalt haben in Schulen wie die angegangen werden was sie also was die Verdrohungen bekommen und so.

00:44:58: das ist gleichzeitig ein groß momentan leider eine immer größere Aufgabe da auch echt stabil zu bleiben.

00:45:05: erschreckenerweise

00:45:07: ja glaube ich

00:45:08: aber

00:45:08: dass man da auch eben viel hast dann entgegen gebracht bekommt, wenn man sich da klar positioniert.

00:45:17: Das ist echt traurig!

00:45:19: Ja

00:45:19: also schlimm ist es nicht.

00:45:21: Deswegen fand ich super wichtig dass du eben auch nochmal aufgemacht hast das es offizielle Stellen gibt an die man sich wenden kann und das würde ich auch wirklich immer empfehlen gerade wenn man das Gefühl hat irgendwie haben wir noch Luft nach oben oder wir haben einfach das Thema auch akut hier gerade Und rein statistisch haben wir alle das Thema.

00:45:41: Das sind keine Randphänomene, Neurodivergenz ist kein Randphenomen, Queerness ist kein Kitzekleines-Randphänomen.

00:45:46: es gibt nur leider viele Dynamiken die verhindern dass es so sichtbar ist wie es wahrscheinlich eigentlich der Statistik entsprechen würde.

00:45:57: und von daher können wir davon ausgehen dass es alle unsere Klassenzimmer betrifft.

00:46:01: und deswegen ist es ganz wichtig sich da mal zu reflektieren und eben auch sich an bestimmte Stellen zu wenden, wenn man merkt okay finde ich wichtig aber ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.

00:46:13: Das ist ja ok das darf man sich eingestehen nie Teil unserer Ausbildung und dazu sagen wie mache ich das denn?

00:46:21: Ist vollkommen legitim.

00:46:23: umso besser wenn es hier solche Angebote gibt.

00:46:27: Ich hoffe dass da ein paar Schulen jetzt oder auch ein paar PädagogInnen vielleicht noch mal sensibilisiert sind und sich da in die Richtung informieren.

00:46:41: Ich würde gern zum Abschluss nochmal Richtung Eltern gehen, du bist ja selbst Elternteil, haben wir schon gesprochen von Queerinnen- und Neurudivagenten Kindern.

00:46:51: was rätst du denn Eltern?

00:46:53: Die jetzt vielleicht ganz am Anfang des Themas queerness stehen?

00:46:58: vielleicht, weil das Kind sich geäußert hat.

00:47:01: Vielleicht, weil sie selber eine Vermutung haben.

00:47:03: also wirklich ja dieses Thema kommt in anführenden Strichen plötzlich in einer Familie beziehungsweise wird plötzlich sichtbar und angesprochen was dann?

00:47:14: Also ich

00:47:14: finde am allerwichtigsten dass kind so annehmen wie es ist den welcher form auch immer na und und bleibt derselbe Mensch.

00:47:25: Also es ist ja völlig egal, ob mein Kind mir jetzt sagt ich bin trans.

00:47:30: Ich möchte in Zukunft so genannt werden oder ... Ja, ich bin schwul.

00:47:35: Ich

00:47:36: hab einen Freund oder was auch immer.

00:47:38: also es bleibt immer

00:47:40: immer immer

00:47:41: mein Kind.

00:47:42: das ändert nichts daran.

00:47:44: Deshalb finde ich ganz wichtig einfach so anzunehmen und zu unterstützen in allen Facetten.

00:47:54: eben Ja, es ist auch ein ganz großer Vertrauensbeweis.

00:47:57: Wenn ein Kind zum Elternteil kommt und das anstricht ... Da sollte man sich auch, finde ich drüber bewusst sein, dass die Kinder, die Jugendlichen sicher meistens schon lernen mit dem Thema auseinandergesetzt haben.

00:48:11: Also die Allermeisten.

00:48:13: Also klar, es gibt auch Fälle wo ein Kind das vielleicht schon im Kindergartenalter für sich weiß Vier, fünf Jahre hat sich da nicht vorher schon im Internet mit dem Thema beschäftigt.

00:48:27: Aber gerade so die, die das im Jugendlichen Alter für sich darüber klar werden ... Die haben meistens auch schon beim Kindergartenalter irgendwie ein Gefühl, aber können das dann halt oftmals erst so im Jugendliche Alter, wo dann auch die körperlichen Veränderungen kommen?

00:48:44: Dann wird es halt für viele erst greifbarer.

00:48:47: Dass man wirklich merkt, dass geht jetzt hier in eine Richtung... mit der ich überhaupt nicht mehr mich wohlfühle.

00:48:55: Die haben sich dann meistens, bevor das den Eltern gegenüber kommuniziert wird schon wirklich intensiv damit auseinandergesetzt.

00:49:02: also Ich finde es dann auch wichtig dem Kind da auch zu vertrauen dass das Kind auch einfach sich selbst kennt und weiß wie es empfindet und das dann nicht irgendwie versuchen abzusprechen sich dann im schlimmsten Fall als Elternteil hinzustellen.

00:49:18: Bist du dir

00:49:19: sicher?

00:49:19: Meinst du wirklich, aber ist das nicht nur eine Phase?

00:49:22: Also ... ja, wäre nicht so hilfreich.

00:49:27: Dann als Elternteil am besten auch Fragen, man irgendwie unterstützen kann.

00:49:34: Wenn es jetzt um Arzttermine geht, ich meine, das kann man im Jugendlichen Alter eh nicht alleine ausmachen.

00:49:39: Da braucht's die Einverständnis-Erklärung von den Eltern, dass man sagt, Mensch!

00:49:44: Soll ich mich irgendwas kümmern?

00:49:47: Und dann aber auch akzeptieren, es ist der Weg des Kindes.

00:49:52: So sehen wir das immer.

00:49:53: Es ist der Wege unseres Kindes und wir gehen diesen Weg mit Wir begleiten.

00:49:59: Dann halt vielleicht auch mal akzeptiert wenn dann das Kind sagt so nicht Möchte da jetzt gerade keine weitere Unterstützung Dass man dann auch sagt okay dein Tempo deine weg Ich bin für dich da Wenn du was brauchst Komm, sprich mit mir.

00:50:17: Aber auch nicht unter Druck setzen, nicht seit Zwingen einfach da sein und genau ... Und dann ist ja halt auch so ein Rat von mir an andere Eltern eben sich vielleicht eine Community suchen, wo man sich dann mit anderen Eltern ausforschen kann.

00:50:34: Weil es ist normal, dass bei einem Elternteil Ängste und Sorgen hochkommt.

00:50:38: Dass man sich fragt, okay wie geht dieser Weg weiter?

00:50:45: Viele sind am Anfang auch einfach total überfordert.

00:50:49: Weil es halt viel ist, ne?

00:50:52: Und das man dann halt sagt ... Okay, wo ist vielleicht eine Stelle, wo ich mich hinwenden kann?

00:50:58: Ich sag, gibt es vielleicht einen Elterngruppe, wo mit anderen Elchen ausfaschen kann oder gibt es generell Beratungsangebote?

00:51:04: wie du ja auch schon gesagt hast der Anlassbau macht eben auch Beratungen für Eltern.

00:51:09: also es gibt

00:51:10: eine ...

00:51:12: Elternberatung für Eltern von trans Kindern.

00:51:14: Das ist halt auch ein Elternteil, die das macht und es gibt aber auch für die Transperson eine Beratung.

00:51:22: Es gibt verschiedene Beratungsangebote beim Andersraum dass man vielleicht da dann sagt okay ich such mal so einen Austausch Und das waren einfach auch die Ängste und Sorgen, die man dann vielleicht hat eben nicht auf das Kind überträgt Dass man nicht so was sagt wie, aha.

00:51:40: Und ja ... Hier zu Hause

00:51:42: ist das okay?

00:51:43: Aber woanders... Ich muss ganz ehrlich sagen, tatsächlich, unser Kind hat sich sehr jung geoutert.

00:51:52: Also noch im Kindergartenalter.

00:51:55: Ja, ich hatte dann auch einen Punkt, wo ich überlegt hab, schickste dein Kind jetzt hier mit kleineren Los, wenn ... ist ja eigentlich noch sehr unter einem Jungnamen angemeldet und so.

00:52:11: Und dann habe ich mir aber damals gedacht, wenn du jetzt sagst, so darf es das nicht?

00:52:17: Dann sendest du genau das falsche Signal dann vermittelt zu deinem Kind.

00:52:21: So wie du bist, bist du nicht in Ordnung.

00:52:24: Du darfst nicht so leben, wie du bist.

00:52:29: Du musst das verstecken.

00:52:30: und da habe ich gesagt, nee... Das möchte ich nicht für mein Kind, dass es so auswächst immer mit diesem Gefühl.

00:52:35: Ich darf nicht selbst

00:52:37: sein.".

00:52:37: Und deshalb haben wir dann halt damals auch von Anfang gesagt ja geh mit den Klamotten los!

00:52:42: Mit denen du dich wohl fühlst und weil du selbst... Also wir haben zum Glück wirklich von Anfang an da ein positiver Paar gemacht, das ist angenommen wurde.

00:52:51: Genau.

00:52:52: Das wäre tatsächlich noch eine Frage in diesem Bereich gewesen, weil die tatsächlich oft kommt.

00:52:59: Diese Eltern Sorge dahinter finde ich ja total verständlich.

00:53:02: Du sagst selber, du hast die selbst empfunden ist naja vielleicht was kommt für Reaktionen und gerade vielleicht auch wenn das Kind anfängt oder auf die Jugendliche Person irgendwann anfängt ein bisschen länger draußen zu bleiben vielleicht Party machen geht oder was weiß Ich.

00:53:20: Und man weiß okay, es ist jetzt in einem Outfit unterwegs und ist vielleicht auch noch im Transition-Prozess.

00:53:28: Der ist auch sichtbar.

00:53:31: mit was muss ich da rechnen?

00:53:34: Das wissen wir einfach!

00:53:35: Ist ja die Bandbreite an Reaktionen von naja irgendwie ein blöder Kommentar bis hin zu wirklich anderen Kalibern ist ja irgendwie da.

00:53:44: Und ich stelle mir das schon sehr herausfordernd vor, als Elternteil eine gute Balance zu finden aus hey wenn das du bist und dass das ist, worin du dich wohlfühlst dann natürlich darfst du das tragen und dann kann ich nicht jetzt zu Hause sagen eyh nee liebe also draußen aber bitte nicht verstehe ich total, das Signal möchte man ja überhaupt nicht senden.

00:54:08: Und gleichzeitig dann mit der eigenen Sorge umzugehen was wieder fährt dem Kind?

00:54:12: Was wiederfährt in meinem Jugendlichen meiner Jugendlichen wenn sie mit einem bestimmten äußeren nach draußen geht und vielleicht nicht nur wohlwollendes Feedback bekommen?

00:54:21: wie gehe ich mit dieser sorge um?

00:54:24: spreche ich auch mit dem kind vorher bereite ich vor oder lasse sich mein Kind da so allein hinein?

00:54:31: was ist dann guter weg?

00:54:34: Tatsächlich muss ich jetzt gestehen, dass sich die Frage nicht beantworten kann.

00:54:38: Weil wir halt an dem Punkt noch gar nichts so sind.

00:54:41: also das

00:54:43: ja

00:54:44: da wüsste ich jetzt ehrlich gesagt gar nicht so.

00:54:46: die richtige Antwort drauf muss ich

00:54:48: gestehn.

00:54:49: Das finde ich aber auch total okay.

00:54:50: also lieber als irgendwas zu raten was dann?

00:54:53: das ist perspektivisch.

00:54:54: aber vielleicht ist das was für die Kommentarspalte, falls ihr schon mit dieser Frage konfrontiert wart als Eltern und Elternteile dann gerne mal euren Weg in die Kommentare schreiben.

00:55:06: Und ich bin ja ein Fan von Riccardo Simonetti.

00:55:11: Ich finde der kann sich und seinen Weg wahnsinnig gut erklären und beschreiben und er hat einen Buch mit seiner Mutter gemeinsam geschrieben und da ging es genau um diesen Weg.

00:55:23: seine Mutter die wahnsinnige Angst davor hatte, was ihm passieren wird.

00:55:26: Weil er sich eben so gekleidet hat wie er sich gekleidet hat als Mann.

00:55:30: und ich meine dass der dort gesagt hat ähm ich brauch dich und deine Akzeptanz also letztendlich genau das was du schon gesagt hast.

00:55:38: ich möchte dass du dass ich weiß dass du mit dem was ich bin immer hinter mir stehst und es gut findest was ich trage was Ich Bin Und Mit den Reaktionen Komme ich klar, solange ich weiß dass du da bist so.

00:55:51: Ich meine das der Tino war über den er gesprochen hat.

00:55:55: Verlinke das Buch nochmal.

00:55:59: Also ich glaube zur Hälfte haben wir es geschafft.

00:56:02: Mein adhs gibt bestimmt immer was anderes gefunden aber es gibt eine ganz tolle Podcast-Folge wo die beiden auch zusammen da über diesen Weg sprechen und auch die Mutter ihre über ihrer Ängste zwischendeweile her dass ich's gehört habe Aber ich meine dass das der tenor war.

00:56:14: das würde ich auch noch mal in den show notes verlinken.

00:56:17: Und ja, aber wahrscheinlich ist das auch ein Stück weit.

00:56:20: Das kenne ich aus dem neurodivagenten Kontext einfach immer und da schließt sich der Kreis zu unserem Anfang, dass es wahrscheinlich immer ein bisschen die Aufgabe, die man hat, dass dieses Sorgenpäckchen, was man in dieser Gesellschaft mit diesen Kindern mit sich trägt, vielleicht einfach ein bisschen anders ist als wenn man diese Themen nicht hat, Familie?

00:56:40: Und eine ewige Anforderung bleibt, da eine gute Balance zu finden!

00:56:46: mit den eigenen Sorgen umzugehen.

00:56:48: und umso schöner, dass du mit den Eltern die auch Teil dieses Elternangebots da im Andersraum sind.

00:56:55: Dass ihr euch habt, wenn es dann so weit ist, da gut auszutauschen.

00:57:00: Und genau damit würde ich auch in diesem Ausblick enden und dir sehr dafür danken, dass Du Dein und Eure Geschichte ein bisschen erzählt hast vor allen Dingen ganz viele wertvolle Impulse zu dem Thema gegeben hast.

00:57:12: Und natürlich auch die Arbeit des Andersraums.

00:57:16: Ja, dass wir die durch dich ein bisschen kennenlernen durften.

00:57:18: Alles dazu werde ich auf jeden Fall alle Stellen dazu werde hier verlinken.

00:57:22: es sind eben die Hannover-Stellen oder die niedersächsischen Stellen.

00:57:26: das kann nicht ganz Deutschland abbilden natürlich aber informiert euch dann gerne in euren Regionen euren Umfeld wo es solche Angebote gibt, wo man sich hinwenden kann.

00:57:38: Gerade wenn es das regional gerade im ländlichen Bereich vielleicht nicht gibt dann gibt es ja auch online Möglichkeiten.

00:57:44: Social Media finde ich so sehr dass auch immer belächelt und verteufelt wird.

00:57:49: momentan ganz wichtigen Punkt eine ganz wichtige Möglichkeit sich aus zu vernetzen wenn es eben vor Ort nicht möglich ist.

00:57:58: Auf jeden Fall!

00:57:59: Wie gesagt, da werde ich diese ganzen Sachen einmal in den Show notes sammeln und auch ein bisschen was zur Forschungslage, wer sich da noch einlesen möchte.

00:58:08: Dara, ich danke dir sehr dass du hier so offen gesprochen hast, dass du den Mut hattest es ja eben für dich auch nicht das alltägliche in so einem Podcast zu sprechen

00:58:18: dich

00:58:19: ja hier den Fragen zu stellen und ich fand's ganz toll dass du da warst und dass dieses Thema hier Raum bekommen durfte

00:58:26: Dass

00:58:27: du mir das vorgeschlagen hast.

00:58:28: Ja, sehr gerne!

00:58:29: Ihr habt jetzt ganz viel Lesematerial in den Show-Notes und wir hören uns wieder in der nächsten Folge.

00:58:35: bis dahin.

00:58:38: Und

00:58:38: zu guter Letzt natürlich noch ein herzliches Dankeschön an Jakob Jensch und VoiceUp Productions

00:58:44: für die Bearbeitung

00:58:45: und die Produktion dieser

00:58:47: Folge.

00:58:50: Ein Kopf voll

00:58:52: Gold Was

00:58:53: Neuro-Divagente Kinder brauchen und wie wir sie stärken können.

00:58:58: Pop-Flying Flight!

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