66. Live Podcast – Q&A rund um neurodivergente Kinder in Familie und Schule
Shownotes
Heute mal ein ganz besonderes Format. Ihr könnt Melanie und mir bei einer Live-Aufnahme lauschen.
Sie war Teil eines pädagogischen Fachtages für Lehrkräfte und da ich ja immer eine Freundin davon bin, wertvolle Inhalte breit zur Verfügung zu stellen, bin ich ganz froh, dass ich euch dieses Gespräch zur Verfügung stellen kann. Wir klären dort einfach Fragen aus dem Publikum. Vom Thema Medikamente, über endliche Ressourcen, über Nerurodivergenz bei Lehrkräften ist ganz, ganz viel dabei.
Hier findet ihr Melanies Arbeit:
🔗 https://www.instagram.com/adhs_training_melakle/?hl=de
Und hier geht’s zum Veranstalter des Fachtages:
🔗 https://vbe-nrw.de/kontaktpersonen/weitere-kontaktpersonen/junger-vbe-nrw/
Ihr habt selbst eine Frage oder einen Themenvorschlag? Dann schreibt mir gerne: einkopfvollgold@gmail.com
↓ Weitere meiner Impulse findest du hier: ↓
Meine Webseiten:
Meine Kanäle:
Meine Bücher:
📚 Wilma Wolkenkopf auf großer Fahrt
💌 Kooperationsanfragen bitte an: einkopfvollgold@gmail.com
🎙️ Dieser Podcast wird produziert und betreut von Voice Art Productions
Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem!
Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier.
Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!
Transkript anzeigen
00:00:00: Hi!
00:00:01: Heute könnt ihr euch auf eine ganz besondere Folge freuen, denn ich hab zusammen mit Melanie Kleefeldt die ihr wahrscheinlich schon aus vielen anderen Folgen hier kennt einen Live-Podcast aufgenommen.
00:00:11: Das war ein Teil eines pädagogischen Fachtages den ich vor vier fünf Wochen ganz allein gestalten durfte und auf dem viele hundert Lehrkräfte waren.
00:00:22: es war ein ganz ganz ganz toller Tag Und ja wer mir schon länger folgt weiß dass ich eine große Freundin davon bin solch wertvolle Inhalte bereit zur Verfügung zu.
00:00:31: nicht jede Person kann einfach eine solche Anreise bewältigen.
00:00:34: Es ist ja dann an einem festen Ort gewesen, da kommt nicht jeder Person einfach hin und man hat vielleicht auch immer nicht ... Die Kraft und Energie, ja die zeitlichen Ressourcen dafür.
00:00:45: Und das Ganze war auch kostenpflichtig.
00:00:48: also man hat so ein Ticket über den VBI der hat es veranstaltet kaufen können und ich möchte meine Inhalte auch immer wirklich umfassend für die zur Verfügung stellen die eben finanziell diese Mittel vielleicht gerade nicht zu einfach zur Verfügung haben.
00:01:01: Da dachte ich mir ist doch solch ein Format ganz passend denn vor Ort hat es ganz viel Spaß gemacht und haben wir ganz viel klären können Und ich habe jetzt die Möglichkeit, es eben für euch zur Verfügung zu stellen.
00:01:11: Damit ihr kurz wisst was wir dafür Fragen beantworten in dieser Live-Aufnahme.
00:01:16: Es ist so dass ich einen Impulsvortrag gehalten hab ganz viel schon Input gegeben hab einmal dort und auch in der Pause, die dann dazwischen war... ...und in dieser Pause wurden Fragen gesammelt vom Publikum quasi, die ganz ganz dringend noch geklärt werden sollten oder die eben diesen Vortrag
00:01:35: nicht
00:01:35: ausreichend Platz finden konnten.
00:01:37: genau diese Fragen, die haben wir gesammelt und beantworten sie dann zusammen auf der Bühne.
00:01:45: Das ist ein ganz intensives und schönes Gespräch geworden!
00:01:50: Und ich hoffe es macht ihr genauso viel Freude wie dort dem Publikum und auch Melanie und mir auf der bühne – und ich wünschte dir dabei jetzt ganz, ganz viel Spaß!
00:02:10: stärken können.
00:02:18: Jetzt kommt der für mich noch angenehmere Part, es war bisher her schon sehr angenehme für mich aber jetzt darf ich sitzen.
00:02:26: das finde ich sehr schön.
00:02:28: wir werden jetzt nämlich etwas ausprobieren was jetzt vielleicht nicht so typisch auf einer fortbildung ist nämlich einen live podcast aufnehmen.
00:02:37: die idee ist auch ich hoffe dass klappt das das was wir jetzt hier besprechen zu dem wir komme ich gleich, dass das auch in meinem Podcast dann zur Verfügung gestellt wird.
00:02:49: Das heißt, dass man in genau diese Inhalte dann ein bisschen rein lauschen kann und vielleicht dann auch ein bisschen Lust auf die nächste Veranstaltung hat – die moderiere nicht ich, die mache nicht ich!
00:03:02: Aber eben dann einen Einblick bekommt was da so für... Was es so viel Inhalter bei solchen Veranstaltungen gibt?
00:03:10: Ich bin ganz gespannt, wie das ist.
00:03:11: Wir haben ganz kurz eben die Zeit gehabt meine Gäste und ich, die Fragen zu sichten.
00:03:19: Und ich bin ganz erleichtert weil es waren gar nicht so super viele und sie waren sehr ähnlich.
00:03:26: Sie waren ein bisschen in die Richtung, die ich gehofft habe dass sie kommen, weil sie ganz ganz toll das ergänzen was jetzt schon im ersten Part der Fall war.
00:03:35: bevor wir jetzt gleich starten möchte ich einmal wie schnell das nachher dann auseinandergeht, mich bedanken dass es alles so schön hier organisiert ist.
00:03:45: Ich werde sehr umsorgt mit Kaffee und allem was dazu gehört für mich aber Kaffees schon sehr wichtig!
00:03:52: Es wird aufgepasst dass ich was esse in der Zeit die zwischendurch zur Verfügung steht.
00:03:58: Das ist für meinen Gehirn sehr wichtig.
00:04:00: Ich bin nicht daran erinnert worden nochmal auf Toilette zu gehen.
00:04:02: deswegen jetzt muss irgendwie klappen liebe Brasse diese Zeit des Podcast.
00:04:09: Dafür möchte ich mich einmal beim VBE bedanken, der das hier ganz toll auf die Beine gestellt hat.
00:04:14: Ich fühle mich sehr wohl und ich mache es ja wirklich nicht oft weil das schon eine Anforderung für mich ist aber ich finde es hier sehr angenehm.
00:04:20: Vielen Dank dafür!
00:04:28: Und dann möchte ich mir einmal bei euch bedanken und für die vielen netten... ich kriege ganz schnell mal von der Seite vielen Dank.
00:04:35: oder oh das war noch mein Impuls den hatte ich gar nicht so offen Schirm.
00:04:38: Es ist wenn man autistisch ist und ein Spezialinteresse hat Beste und Coolste, wenn einfach Leute dann da mitgehen.
00:04:47: Und sich für das eigene Spezialinteresse so doll interessieren diese Impulse für sich mitnehmen.
00:04:53: Das finde ich ganz, ganz, sehr toll.
00:04:54: Vielen Dank dafür!
00:04:55: Ich kann das sehr, sehr wertschätzen.
00:04:59: Ja damit wollen wir doch jetzt auch apropos Spezialintresse weitermachen.
00:05:03: Ich möchte hier nicht alleine bleiben.
00:05:05: Ich bitte gleich meine Gästin Melanie Klefeld zu mir.
00:05:09: wer vielleicht meinen Podcast schon kennt, da mal reingehört hat oder meine sonstigen Inhalte ein bisschen verfolgt, der ist sicherlich schon über diesen Namen gestolpert.
00:05:19: oder auch ohne meine Erwähnung.
00:05:22: Denn sie ist selbst ganz, ganz aktiv und vor allen Dingen sehr, sehr fundiert – das finde ich in der neurodivergenten Community ganz wichtig -, dass das fundierte und qualitativ gute recherchierte Impulse sind die man da bekommt!
00:05:37: Und ich freue mich einfach, dass wir jetzt auf
00:05:40: eine Fortbildung...
00:05:42: Ich hier sitzen können und über das sprechen, wofür wir so viel Leidenschaft haben.
00:05:45: Liebe Melanie kommt zu mir nach oben.
00:05:47: schön dass du da bist Hi Mit Katze, das findet meine Tochter sehr gut.
00:05:57: Ja
00:05:57: ohne Katze geht gar nichts bei mir Genau die habe ich zum Knaut schon immer mit dabei.
00:06:01: Sehr gut.
00:06:03: Falls man dich jetzt doch vielleicht noch nicht kennt?
00:06:05: Ich kann es mir nicht vorstellen.
00:06:06: aber falls nicht Wer jetzt hier?
00:06:08: mal einen kurzer Rahmen, um dich einmal vorzustellen.
00:06:11: Ja ich bin Melanie Kleefeldt und ich bin mit der CERTIFICIERTE Fachkraft für ADHS und für das Autismus-Spektrum.
00:06:19: im Rahmen dieser Tätigkeit machen wir Eltern Trainings aber auch Erwachsenen Trainings also auch für Erwachsene die selber neurodivergent sind und wir bieten eben auch Fortbildungen für Fachkräfte an.
00:06:30: Also geben mehrfach pro Woche Fortbildung für Glitters und Schulen Genau.
00:06:36: Und auf Instagram bin ich sehr aktiv, also ich hab auch schon ein paar Followerinnen hier in der Menge sitzen das weiß ich weil ich schon ganz viele Zurufe zwischendurch bekommen habe.
00:06:45: Danke für deine Arbeit bei Insta und so weiter.
00:06:47: Also vielen Dank.
00:06:48: auch mich macht es genauso glücklich wie Saskia.
00:06:51: Sehr schön einen super Einstieg.
00:06:53: Ich bin nicht desinteressiert, was hier gerade gesagt wird.
00:06:56: Ich habe die Fragen hier auf dem Handy und werde jetzt ein bisschen da durch moderieren und wir sprechen mal über das, was noch an offenen Fragen übrig geblieben ist.
00:07:05: Und es passt ganz gut denn ich hab zum Schluss über Eltern- Zusammenarbeit gesprochen und wie wichtig es ist Eltern, die oft so um Verständnis und Sichtbarkeit, die da so oft kämpfen müssen dass wir sie sehen.
00:07:18: Ich glaube das ist auch durch... Die Geschichte von meinem Morgen ganz gut klar geworden, was die so Verantwortung haben und wie wir denen entgegenkommen können.
00:07:25: Und dann gibt es aber auch die Eltern, die sich diesen Diagnosen gegenüber sehr verschlossen zeigen, die viel, viel Angst haben, die das nicht sehen wollen, die gegen diese Unterstützung fast schon sperren um wo sich diese Zusammenarbeit unglaublich zäh gestaltet?
00:07:45: Und genau das ist die Frage Was mache ich denn als Lehrkraft, als Fachkraft?
00:07:50: Als Pädagogin oder als Pädagoge wenn die Eltern noch so gar nicht mit im Boot sind.
00:07:55: Und ich weiß wir haben gerade schon ein bisschen darüber gesprochen du hast ja vor allen Dingen auch mit Eltern zu tun.
00:08:02: Nicht nur du machst auch was für Lehrkräfte da kommen wir noch zu.
00:08:05: aber du hast auf viel sehr intensiven Austausch mit Eltern und dann habe ich einfach mal so gesagt naja Du kennst er dann wahrscheinlich eher nicht die Eltern die so Angst haben.
00:08:14: Hast du gesagt
00:08:16: Doch, tatsächlich schon.
00:08:18: Ja also manchmal kommen die Eltern eben auch aufgrund eines Impulses der Leckkraft zu uns und sagen wir haben uns mit dem Thema noch gar nicht beschäftigt und das macht uns ehrlich gesagt auch ganz viel Angst.
00:08:30: Also die Voraussetzung um mit uns zu arbeiten ist jetzt nicht dass es schon eine Diagnose gibt und bei vielen ist das eben auch so dass es noch keine gibt Und die Eltern da gewisse Unsicherheiten und auch oft tatsächlich Ängste haben, wenn es darum geht.
00:08:43: Könnte mein Kind tatsächlich ADRS haben oder eben auch autistisch sein?
00:08:46: Was sind die Ängsten, die Sie da so mitbringen?
00:08:48: Also die größte Angst ist glaube ich die Stigmatisierung.
00:08:52: Ja was mache ich denn?
00:08:54: Ich will eigentlich nicht dass mein Kind zu einem Stempel bekommt also das eben wirklich dieser Angst vor der Diagnose an sich gibt aber eben auch was hängt damit zusammen.
00:09:03: Also viele denken dann schon die Diagnose offiziell wäre, dass sie da gezwungen sind sofort mit einer Medikation zu starten und das ihnen da irgendwie die Kontrolle flöten geht.
00:09:15: Also, dass Sie diesen Prozess nicht so richtig mehr in der Hand haben.
00:09:18: Und diese Ungewissheit macht Ihnen dann oft Angst.
00:09:20: Es ist genau das was ich als Lehrkraft in diesen Fällen erlebe nämlich eine ganz große Unsicherheit.
00:09:25: okay wenn das mal irgendwo auf dem Zettel steht wer erfährt davon muss sich sofort Schritte einleiten isst er sofort der Zwang zur Medikacion.
00:09:35: diesen Eltern kann man als Lehrkraft zum einen dadurch begegnen, indem man ihn ganz klar vermittelt.
00:09:42: Dieser Prozess bleibt in ihren Händen die Diagnostik selbst begleiten sie auch.
00:09:47: natürlich stellt die Diagnose eine Fachkraft aber Sie entscheiden erst mal wer von dieser Diagnose erfährt.
00:09:53: Sie entscheiden welche Schritte danach kommen?
00:09:56: Sie entscheiden ob ein Kind Medikamente dann nimmt oder nicht.
00:10:01: Es gibt nicht die Verpflichtung dazu, es gibt die Beratungen dazu aber auch die psychiatrische Fachkraft kann ich da sitzen.
00:10:07: so sie sind jetzt gezwungen Medikamente zu nehmen und wenn man Eltern da eben vermittelt der Prozess danach bleibt in euren Händen.
00:10:16: Auch Die Begleitung bleibt in Euren Hände ist manchmal das paradoxerweise Der Türöffner den er braucht?
00:10:24: wir haben auch schon darüber gesprochen.
00:10:25: ein ganz anderer wichtiger Punkt ist die Eltern in ihrer Angst abzuholen und auch in dem, was sie selbst so über diese Diagnose denken.
00:10:38: Und das ist auch das, was wir Eltern mitgeben möchten, wenn eine Diagnos da ist und ich jetzt plötzlich gefordert bin, diese Diagnose stärkenorientiert vielleicht oder eben gut ausbalanciert im Kind mitzuteilen?
00:10:51: Da muss ich erst mal selber gucken wie denke ich eigentlich wirklich
00:10:57: Absolut, und ich kenne das auch aus eigener Erfahrung.
00:10:59: Also was ich immer noch vorstellungsrunde vergessen hatte ist das kleine Detail dass ich selber auch Autistin bin, diagnostiziert mit ADHS und eben auch ein betroffenes Kind zu Hause habe oder einen betroffenen Teenager.
00:11:09: Und damals als das Thema in unserer Familie noch neu war beziehungsweise Ich damals auch dachte wir sind halt alle irgendwie ein bisschen hoch sensibel.
00:11:17: da war das selber so dass sich dachte naja ne adhs also das betrifft bestimmt andere Familien aber uns ja nicht.
00:11:24: und erst mal zuzulassen, diesen Gedanken.
00:11:29: Was ist das eigentlich genau?
00:11:31: Und was bedeutet das und macht es uns zu komplett anderen Menschen?
00:11:35: oder ist das einfach etwas, was Dinge die wir nicht richtig greifen können, einfach erklärbar macht für uns nachvollziehbar?
00:11:42: warum verhält sich mein Kind wie es sich verhält?
00:11:45: Alles klar, das ist logisch.
00:11:47: Okay dann hören auch diese ständigen teils unnötigen Streitereien und Bestrafungen oder Konsequenzen auf teilweise wenn man denn einfach versteht mein Kind kann nicht anders.
00:11:57: aber das erstmal zuzulassen dass es für viele eben eine große Hürde weil sie eben häufig ein ja stigmatisiertes Bild davon selber mitbringen.
00:12:06: Ja, ich mein früher also als ADHS noch nicht so auch diese mediale Aufmerksamkeit hatte.
00:12:13: Da wurde dann natürlich auch zum Beispiel die Medikation ganz anders dosiert als heute und deswegen wenn man hört adhs.
00:12:19: Also das sind ja nur die Problemkinder und die werden mit Medikamenten ruhig gestellt und damit haben wir hier zu Hause überhaupt gar nichts zu tun.
00:12:25: Deswegen habe ich in meinem Buch darüber geschrieben dass sich immer die Eltern erst mal amutigen will bei sie selber hinzugucken.
00:12:32: wie sehe ich eigentlich ADHS bevor im Kind darüber auch spreche.
00:12:37: Wenn wir jetzt soweit sind, dass Eltern für sich das schon ganz gut einsortiert haben sagen okay ich kann mich dem doch irgendwie weiter öffnen und da ist ja doch viel mehr drin als das Problemkind.
00:12:47: und jetzt gibt es aber doch noch diese große Angst was machen alle anderen mit der Diagnose meines Kindes?
00:12:53: Diese Angst vor diesem Stempel vor allen Dingen in Schule die is riesig!
00:12:58: Was kann eine Lehrkraft tun, um Eltern in dieser Sorge gut abzuholen.
00:13:04: Wenn die sitzen, oh nee also diese Schublade da diesen Stempel den will ich für mein Kind nicht.
00:13:11: Also erst mal geht es ja gar nicht darum, dass das sofort die ganze Klasse wissen muss.
00:13:16: Wir bestärken auch Lehrkräfte in den Fortbildungen darin, wenn möglich rühre ich meine Projektwoche oder ein Projekttag zum Thema Neurodiversität machen, also dass man eben mit der ganzen Klasse bespricht.
00:13:26: Jeder tickt ein bisschen anders und manche sind eben neurodivergent.
00:13:30: Manche sind eher neurotypisch diese Arten von Gehirn lernen auch unterschiedlich und dass man dann erstmal mit den Eltern offen bespreecht, Quenzen nach sich ziehen muss, sondern dass man erst mal gezielter gucken kann wie können wir das Kind unterstützen?
00:13:45: Eventuell durch kleine Höchstmittel oder eben auch durch Nachteilsausgleiche.
00:13:49: Also es soll dadurch idealerweise einfacher werden fürs Kind als noch schwerer je nach Möglichkeit.
00:14:00: Gerade diese Angst vor dem Stempel gibt ganz viele Videos auf Instagram die ich sehr eindrucksvoll finde und genau das kann man auch gut nochmal mit Eltern besprechen als Lehrkraft.
00:14:11: Wir dürfen nicht denken, dass... Also sagen wir mal ein Kind ist autistisch und ein Kind hat ADHS.
00:14:17: Es ist aber nicht diagnostiziert!
00:14:19: Dann hattest das trotzdem?
00:14:20: Wir haben es nur nicht diagnostiziert.
00:14:23: Und es wird sich so verhalten.
00:14:25: und der Irrglaube ist, wenn ich so mache ... Wenn ich es nicht sehe, dann ist das nicht da.
00:14:30: Das funktioniert leider nicht!
00:14:33: Diese Kinder verhalten sich und sie verhalten sehr wahrscheinlich auf eine bestimmte Art und Weise die potenziell eher auffällt.
00:14:41: Und man kann Eltern sehr achtsam sagen ja ich verstehe diese Angst vor der Schublade wir hier Arbeiten so nicht.
00:14:51: Oder wir hier werden sehr darauf achten, dass das vernünftig begleitet wird und wir achten da drauf, dass hier Unterschiede sein dürfen.
00:14:57: aber sie dürfen nicht glauben, dass es diese Schubladen nicht gibt nur weil eine Diagnose nicht gestellt ist denn Kinder finden dann eigene Schubladen.
00:15:06: Ich bin spätdiagnostiziert, ich bin als unerkannte neurodivagentes Kind durch Schule gegangen und die Schubladen und die Stempel, die ich mir selber gegeben habe weil ich immer wieder gemerkt hab da bin ich anders hier funktioniert das nicht so einfach.
00:15:17: Da brauche ich Unterstützung.
00:15:18: Das kriegen andere hin aber ich nicht.
00:15:21: Dann waren das so Stempeln wie ich bin faul!
00:15:23: Ich bin böse!
00:15:24: Das war ein Stempelt den ich mir selbst gegeben habe.
00:15:27: Ich bin unfähig, ich Bin nicht liebenswert Ich bin kein Mensch mit dem man gerne befreundet ist solche Sachen aus dem System rauszukriegen, irgendwann oder damit eine Balance zu finden und in Frieden zu finden.
00:15:42: Das ist viel, viel schwieriger bis teilweise fast unmöglich später mit viel Therapie vielleicht als zu sagen okay ich habe ADHS.
00:15:51: es wird Menschen geben die wissen nicht soviel über adhs und die begegnen mir vielleicht nicht immer fair und freundlich und offen Aber es gibt auch ganz viele, die wissen darüber Bescheid.
00:16:01: Die begegnen mir auf eine bestimmte Art und Weise.
00:16:02: Meine Eltern sind mit an Bord, die unterstützen mich da ist das völlig selbstverständlich.
00:16:06: Da darf das sein.
00:16:08: Ich kenne vielleicht berühmte Menschen, die ich selber irgendwie bewundere Und die haben auch adhs oder ne andere neurodivagente Formen und ich habe viel mehr die Möglichkeit Ne Balance aufzubauen also Eltern dazu zu bestärken Dass das heutzutage längst nicht mehr so ein Stempel ist wie es früher war und dass wir unser Kind aber fühlt die Begegnung mit diesem Stempel auch wappnen können.
00:16:32: Versus, diese Stempeln kommen wenn das Kind keine Antwort bekommt und das erreicht meistens schon.
00:16:38: Toll gesagt weil die Stempeli kommen sowieso.
00:16:40: Man muss dann immer gucken oder auch langfristig perspektivisch welche Stempels sind uns lieber?
00:16:46: also wenn man schon von Stempelen reden will welche Label helfen unserem kind auf Dauer weiter?
00:16:50: Und diese ganzen Label der Schuld- und Selbstzweifel tun es nicht!
00:16:53: Also ich bin ja nun auch spätdiagnostiziert Aber auch fünf Jahre Therapie hinter mir, weil die eben ganz viel kaputt gemacht haben.
00:16:59: Weil Kinder versuchen sich natürlich selber ihr Erleben einzuordnen um das zu verstehen und ich finde ... Das erzähle ich auch häufig in den Fortbildungen.
00:17:09: was für mich in der Kindheit besonders prägend war, war dass ich ständig damit konfrontiert worden bin Verhalten von mir zu erklären Mich entschuldigen zu müssen für Verhalten, dass ich mir selber nicht erklären konnte.
00:17:20: Also immer wieder dieser Kontrollverlust Ja!
00:17:23: Ich weiß du hast es mir schon erklärt Ja, tut mir leid.
00:17:26: Ich hab's wiedergemacht also gerade auch im schulischen Kontext privat jetzt nicht aber vor allem in dem schulischem Kontext dass ich immer wieder gemerkt habe ich weiß es ja aber ich krieg die Umsetzung nicht hin und das hab' ich nicht verstanden auch bis ins Erwachsenenalter hinein.
00:17:40: Meine liebe Judith Holofernes mit der ich um guten Austausch stehe hat gesagt In einer Podcastfolge wo sie zu Gast war ich musste mich stets und ständig entschuldigen.
00:17:51: Das war Zeit... der Tenor meiner Kindheit und meiner Jugend, aber ich wusste irgendwie gar nicht wofür.
00:17:58: Und das bringt es ganz gut auf den Punkt!
00:18:00: Du hast schon über Medikamente gesprochen und mir ist dieser Faktor noch mal ganz wichtig.
00:18:05: Es gibt viel Falschaussagen sehr viel Meinung zu Medikamenten.
00:18:13: Eine Sache und das ist jetzt auch gerade wieder nochmal bestätigt und bestärkt worden die ist mir ganz wichtig wir haben über inklusive Lernumgebungen gesprochen und darüber was wir Kindern anbieten, damit sie möglichst viele Dinge an der Hand haben die ihnen das Lernen leichter machen, die ihre Art zu lernen entgegen kommen.
00:18:30: Das ist auch wichtig für uns als Lehrkräfte und das ist auch etwas was unsere Aufgabe ist, Lernumgebungen gestalten und Lernen ermöglichen.
00:18:38: Es ist aber auch ein Teil der Wahrheit dass bestimmte Kernmerkmale zum Beispiel gerade bei ADHS in der Tiefe und nachhaltig bisher nur verlässlich, nachweisbar durch Medikamente gemildert werden.
00:18:52: Zum Beispiel Faktor Impulsivität oder bestimmte Regulationsschwächen.
00:18:57: dieses Anfangen dranbleiben – Durchhalten!
00:19:00: Wir können ganz viel drumherum bauen und oft ist es so vielleicht kennt ihr diesen Effekt dass wenn wir dann was Neues reinbringen, was neues anbieten, dann ist erstmal oh ja jetzt funktioniert's.
00:19:08: Wir selber denken Gott sei Dank machen innerlich einen kleinen Haken das funktioniert genau zwei Wochen lang.
00:19:14: dann ist das neue weg, das unbekannte Weg.
00:19:17: Dann ist dieses, was ist das denn jetzt?
00:19:19: Dann ist dieser Kick
00:19:21: weg
00:19:21: und dann funktioniert es nicht mehr.
00:19:23: oder wir müssen sehr dran bleiben immer wieder darauf hinzuweisen hey benutzt doch das!
00:19:28: Aber gefühlt stehen wir doch irgendwie wieder da wo wir angefangen haben.
00:19:32: Und das ist eine Sache die man auf den Tisch bringen muss ehrlich so aussprechen muss, bestimmte Dinge sind wirklich bisher nur verlässlich durch Medikamente zu regeln.
00:19:44: Die Kombi ist natürlich wichtig, weitere Strategien eine gute Umgebung die möglichst reizreduziert, die Regulation möglich macht.
00:19:51: aber Medikamente sind ein Faktor.
00:19:53: und wir bleiben mal kurz noch bei der Elternangst gegenüber Medikamenten was es angedeutet die kommt oft von einem Bild, dass wir von Medikamenten haben.
00:20:00: Dass ein bisschen älter ist das Bild?
00:20:02: Ja genau bis vor einigen Jahren war es so, dass die ADHS-Medikation ganz anders gegeben worden ist als heute und zwar viel höher dosiert also auch schon höhere Startdosen während man heutzutage also wenn man damals zum Beispiel mit dreißig vierzig Milligramm einfach reingegangen ist gleich zu Beginn dann startet man heute mit zwei Komma fünf Milligrammen und dosiert sich über Wochen bis Monate langsam von unten an eine Dosis heran, wo man merkt ja jetzt kommt unser Kind richtig gut an seinen Potenzial.
00:20:32: Wir können viel besser unser Kind erreichen.
00:20:34: es hat noch alle Gefühle die es vorher auch hatte aber nicht mehr in diesen krassen Spitzen die unser Kind wirklich packen und umherschläutern.
00:20:42: also ich muss auch sagen bis ich mit vierunddreißig Jahren meine ADS Medikation genommen habe hatten meine Gefülle mich!
00:20:50: Nicht Ich hatte Gefühlen sondern ungekehrt Die hatten mich, ich hatte keine Kontrolle darüber Alter Meltdowns.
00:20:57: Und ich habe jetzt mit Medikationen immer noch alle Gefühle der Welt, die ich vorher auch hatte aber eben nicht mehr mit diesen extrem belastenden Spitzen.
00:21:04: Ich kann halt Dinge anfangen und sie zu Ende bringen in einem Durchgang ohne vierzehn Werktage dafür zu brauchen.
00:21:10: Und oft ist er eben von damals noch so drin.
00:21:13: ja das verändert die Persönlichkeit und Kinder werden damit zu Zombies gemacht und ruhig gestellt usw.. Und ich möchte gar nicht sagen dass es früher nicht tatsächlich so gewesen ist eigentlich nichts anderes zu erwarten, vor allem wenn sie eben gleich von Beginn angegeben werden.
00:21:29: Dreißig Milligramm wäre keine unfassbar hohe Dauerdosierung aber dieser Kaltstart von null auf dreißig oder null auf vierzig oder noch höher da kann man fast nichts anderes erwarten als ein Kind zu haben was lethargisch ist das gar nix mehr sagt was traurig wirkt und irgendwie emotional sehr abgeflacht insgesamt.
00:21:49: Aber dass es natürlich sehr stark wie das immer noch über uns hängt von früher, weil natürlich auch das immer weiter getragen wird diese Ansicht.
00:22:00: Nee, das kannst du nicht machen also gerade von Oma's Opa's Tanten Onkels die dann teilweise den Eltern da reinreden nein aber ihr stellt ihn ja wohl hoffentlich nicht ruhig wo natürlich die Eltern dann auch schnell Schuldgefühle haben.
00:22:12: Also dieses Thema ist natürlich bei uns in den Elterntrainings auch ein ganz ganz großes Weil da teilweise dieses Thema im kinderpsychiatrischen Bereich nicht ganz so viel Platz kriegt, eben auch aus Kapazitätsgründen teilweise wie es verdient hätte um die Eltern vernünftig aufzuklären.
00:22:30: Sodass diese Ängste stark mitschwingen und die Eltern dann in vielen Fällen komplett vom Thema Medikation abhalten.
00:22:38: Es ist wichtig, dass wir begreifen.
00:22:39: Deswegen plaudern wir beide auch so ein bisschen aus dem Nähekästchen auf familiär aus den Nähekästchen damit man als Lehrkraft so'n Bild davon im Kopf hat, das man vielleicht doch Eltern beruhigend mitgeben kann.
00:22:49: und für mich war das was ich wirklich krass unterschätzt habe richtig da unterschädzt hab nochmal die Selbstwirksamkeit eines Kindes.
00:22:59: Ich habe immer wieder drin in den Augen, wenn ich das sage.
00:23:01: Weil ich so krass unterschätzt hab was das für das Selbstbild dieses Kindes bedeutet diese Dinge mit Unterstützung der Medikamente ja aber trotzdem in der Erfahrung selbst zu schaffen.
00:23:14: Und das sind manchmal die Erfahrungsberichte, die er auch gerne so anonym mit reingeben dürfte wenn ihr mit Eltern über Medikamente sprecht.
00:23:22: jetzt genau ist das der Stichpunkt.
00:23:24: wir hatten ein zwei Fragen dazu.
00:23:26: ja mal kurze Frage wie weit geht denn da meine Berechtigung und meine Kompetenz als Lehrkraft?
00:23:32: darf ich sagen legen Sie los auf geht's holen sie sich bitte mithilfe Nidhat Ritalin wie auch immer.
00:23:38: Darf ich das?
00:23:39: Nee, das dürfen wir natürlich nicht.
00:23:41: Also die ärztliche Aufklärung Abwägungen kommen für dieses Kind Medikamente in Frage?
00:23:47: wenn ja welche in welcher Dosierung auch immer?
00:23:49: Das gehört natürlich ausschließlich in ärztlichen Hände.
00:23:53: Man darf sicherlich aber Impulse mitgeben.
00:23:55: also man kann zum Beispiel diesen Erfahrungsbericht anbringen.
00:23:59: man kann sagen Ja Wir hatten in der Klasse schon ein kind mit einer ähnlichen Problematik und da haben wir eben mitbekommen wie gestärkt das Kind, dann nach einigen Wochen oder Monaten war.
00:24:10: einfach durch diese positiven korrigierenden Erfahrungen.
00:24:14: Du hattest es ja vorhin auch schon angesprochen mit diesem ständigen Kritisiert werden auch, also diese zwanzigtausend mehr negativen Kommentare bis zum zehnten Geburtstag – das macht was mit dem Selbstwertgefühl!
00:24:24: Also der Selbstwert bei Kindern mit ADHS ist oft wirklich ganz schwach weil sie natürlich immer wieder die Erfahrung machen ich kriege das nicht hin und kann das nicht alleine.
00:24:36: natürlich auch so ein großes Thema ist, dass für viele Menschen die Medikation quasi der letzte Ausweg ist.
00:24:44: Wir probieren erst alles andere vorher und wenn dann wir merken das reicht nicht ja gut dann vielleicht noch medikation.
00:24:51: da habe ich eine relativ klare Haltung und sage dass es sinnvoller wäre die von Anfang an gerade beim mäßiger bestärker Symptomatik mit rein zu nehmen weil sie eben oft die Grundlage schafft für eine gelingene Selbstregulation und vor allem auch für ein nachhaltiges Lernen.
00:25:06: Und das kann man eben den Eltern durchaus sagen, dass es hier bei der Medikation gar nicht darum geht zu sagen ja geben Sie im Kindermedikamente das Nervtier in einer Klasse oder es ist so impulsiv ich das sprengt mir jeden Unterricht sondern was den Eltern klar werden sollte ist das was es meistens eben auch was meistens vorliegt Das Kind leidet also einen kind sich kaum selber steuern kann.
00:25:30: Was bei den einfachsten Aufgaben, die trotzdem nicht hinbekommt was den Staat nicht hinkriegt also gar nicht erst reinkommt in die Aufgabe Das hat in der Regel eben ein schwaches Selbstwertgefühl.
00:25:43: das erlebe ich immer wieder auch was die Eltern mir so schildern und darum geht es eben auch.
00:25:48: Also diesem Kind ist nicht schwerer zu machen als sowieso.
00:25:52: vielleicht an vielen Hinsichten ist Diese Hilfe nicht erst zu geben, wenn das Kind komplett gescheitert ist.
00:25:58: Also weil was ich auch immer wieder erlebe, ist natürlich erstmal drei Jahre Ergotherapie oder nochmal zwei Jahre Verhaltenstherapie und so weiter.
00:26:07: aber ich betone mal gerne ADHS ist keine Wissendefizitstörung.
00:26:11: du hattest es ja von auch schon gesagt die Kinder wissen dass sie ihre Mama im Streit nicht in den Bauch treten dürfen oder ihr Geschwisterkind schlagen.
00:26:18: das wissen Sie.
00:26:19: ihnen scheitert's an der Umsetzung weil sie eben auf diese zwei Sekunden nach Denkzeit nicht haben, um diese intensiven Gefühle zu regulieren.
00:26:28: So und das verfolgt sie natürlich auch in die Schule und nicht nur im privaten Bereich.
00:26:32: Und das ist eben der Punkt wo dann auch das vierte Jahr Ergo-Therapie eventuell nicht den durchschlagenden Erfolg bringen wird, weil das Kind oft die dort gelernten Strategien gar nicht im Alltag einsetzen kann, weil das abrufen und anwenden in der akuten Emotion massiv gestört ist.
00:26:50: Und deswegen ermutige ich immer mit diesem Schritt nicht allzu lange zu
00:26:54: warten.".
00:26:54: Ja
00:26:55: jetzt ist es ja so dass wir aber nicht in der Hand haben ob Eltern diesen Schritt gehen.
00:26:59: und das ist auch erst mal in Ordnung so, dass Eltern wählen dürfen wie sie ihr Kind auf dem weiteren Weg da begleiten.
00:27:08: Was ist denn dann aber für mich als Lehrkraft, wie gehen wir als Schule damit um?
00:27:12: Wenn die Eltern sagen ne also das kommt für uns einfach nicht in Frage.
00:27:16: Also man kann natürlich... Das ist auch immer eine Frage, die mir so auf den Lehrkräftefortbildung gestellt wird wenn Lehrkräften sagen Wir haben hier eine Familie da haben wir wirklich schon so viele Gespräche geführt Aber die Eltern versperren sich komplett vor Diagnostik oder vor Medikation und wir sehen aber das Kind würde da sicherlich profitieren.
00:27:34: Dann kann man natürlich viel tun, also indem man eben ein neuroaffinatives Lernumfeld schafft.
00:27:40: die zahlreichen Beispiele disaster gegeben hat dann kann ich mich nur hundertprozentig anschließen.
00:27:45: aber natürlich kann es sein dass gewisse und auch stärkere Selbstregulationsprobleme eben ohne die Medikation nicht ausreichend durch eure Strategien in der Schule abgefangen werden können.
00:27:58: Ich hatte manchmal Fälle wo das dann natürlich auch ein Ausmaß angenommen hat, wo das Kind so stark gelitten hat dass je nach Landkreis gibt es manchmal sozial-emotionale mobile Dienste die dann noch raus kommen die dann nochmal einen Elterngespräch versuchen, da nochmal den Eltern klarzumachen wie hoch der Leidensdruck ist.
00:28:17: In einzelnen Fällen habe ich tatsächlich auch mitbekommen dass eine Acht-Ahrmeldung gegeben worden ist.
00:28:22: am Ende um eben da noch zu gucken kriegen wir dann Hilfe in die Familie.
00:28:27: aber ansonsten ist das natürlich nicht das Mittel der Wahl oder der ersten Wahl.
00:28:30: also meist sind ja bis dahin schon Gespräche gelaufen.
00:28:34: Aber ich sage auch immer zu den Lehrkräften ihr könnt im Setting Schule euch wirklich größte Mühe geben, dass du lernen freundlich wie möglich zu gestalten mit der Klasse zu sprechen.
00:28:47: das Thema Neurodiversität aufzugreifen und das Thema neurodivergenz, damit eben auch andere Kinder das Verhalten des Kindes vielleicht ein bisschen besser einordnen können.
00:28:54: Wobei das natürlich nicht alles entschuldigen darf – auf keinen Fall!
00:28:58: Aber manchmal sind euch dann ab einem gewissen Grad auch ein Stück weit die Hände gebunden.
00:29:03: also gerade wenn da eine absolute Sperre ist wie siehst du das aus deinem Lehrkräftealltag?
00:29:08: Ja absolut ich sag immer das habe ich ja auch in dem Vortrag schon gesagt.
00:29:11: bleibt bei der Frage, wie weit komme ich?
00:29:13: Wir können wirklich weit, weit kommen.
00:29:15: Wenn das Elternhaus mit an Bord ist, wenn wir in die gleiche Richtung gehen und uns auf einer gleichen Verstehensebene bewegen, die gleichen Ziele haben in diese Richtung dann ist ganz, ganz viel möglich.
00:29:27: es ist einfach weniger möglich, wenn das nicht der Fall ist aber es ist nichts, nichts möglich.
00:29:30: also wir können diese Lernumgebung so gestalten.
00:29:33: Und ein zweiter Faktor ist der Faktore Zeit.
00:29:36: Ich habe's schon anklingen lassen geht frühzeitig in den Austausch.
00:29:40: Ich selbst war für dieses Thema durchaus offen und habe gedacht, ich finde es glaube ich ganz gut wenn meine Kinder diese Antwort hätten.
00:29:46: und trotzdem hab' ich Jahre gebraucht um innerlich zu sagen okay Auf geht's, jetzt machen wir den Schritt.
00:29:54: Dann kann man sich ungefähr vorstellen wie es Eltern geht die sich damit noch gar nicht befasst haben.
00:29:58: Die brauchen auch Zeit dass diese Impulse mal sacken können das sie eine Möglichkeit haben sich damit zu beschäftigen dann vielleicht noch externe Personen reinholen die vielleicht auch nochmal eine Beratung machen.
00:30:09: jenseits der Person die da die Noten gibt und beurteilt ist es auch immer nochmal ganz ganz wertvoll.
00:30:15: Man kann auch vielleicht in die Richtung sagen bitte ich Das wäre wirklich, wirklich sehr hilfreich.
00:30:22: Wenn Sie zumindest einen Beratungstermin, ein Ersttermin wahrnehmen in diesen Stellen und bitte nehmen Sie all Ihre Ängste uns Sorgen dorthin mit sprechen sie die unbedingt an.
00:30:32: manchmal ist auch so das Eineltern dabei Ein Elternteil dabei ist, achtet mal da drauf.
00:30:36: Und eins noch nicht.
00:30:37: auch das ist manchmal eine Symptomatik die ihr seht wenn euch Eltern gegenüber sitzen dass eine Person eigentlich möchte und eine sich sehr vehement sperrt dann wirklich dazu ermutigen sich diesen ersten Schritt zu trauen.
00:30:50: gehen sie in die Stellen nehmen Sie ein erstes Gespräch wahrnehmen sie all ihre Fragen dort mit hin und Dann vielleicht wenn sie dann damals sind vielleicht nochmal anders abgeholt werden die Wahrscheinlichkeit erhöhen dann doch vielleicht sich dem Diagnose-Prozess zugewendet wird.
00:31:10: Jetzt haben wir viel auf der Seite gesprochen, also Zeit geben, frühzeitig kommunizieren, extern mit reinholen, Ängste nehmen, Ägste ernst nehmen und und und... Es gibt auch den anderen Fall!
00:31:21: Der ist ja auch immer mal wieder aufgetaucht.
00:31:23: ich nehme mal an weil ihr vielleicht nicht nur als Lehrkräfte sondern auch als Elternore die valgenter Kinder hier sitzt.
00:31:28: was ist denn?
00:31:29: wenn die Lehrkraft nicht mitmacht.
00:31:30: Ja,
00:31:31: das liebe ich auch gar nicht so selten dass ein Lehrkraft nichts mit macht.
00:31:34: also da sage ich zu den Eltern auch ihr könnt von eurer Seite wirklich jegliche Offenheit ausstrahlen.
00:31:40: Also ihr könnt sagen, okay vielen Dank dass sie so offen sind das sie mit uns ins Gespräch gehen.
00:31:46: was können wir denn für Sie noch tun um es für sie in der Schule ein bisschen einfacher zu machen?
00:31:52: Wir können von zu Hause unseren Kind dies und das mitgeben, dass es vielleicht im Unterricht ein bisschen einfach ist.
00:31:57: Es würde unserem kind helfen wenn er vielleicht bei dem und dem Signal schon frühzeitig ganz kurz mal auf den Flur flitzen könnte.
00:32:04: also dass man eben versucht der Lehrkraft zu vermitteln so eins bei drei sichere Frühwahnzeichen gibt, um zu vermeiden dass es immer zu den absoluten Eskalationen am Ende kommen
00:32:15: muss.
00:32:17: Man kann versuchen wenn da gar nichts geht bei einer Lehrkraft, sich vielleicht mit Eltern zusammen zu tun.
00:32:24: Bei den Schulfördervereinen anzusprechen durchklingen zu lassen dass es da auch Fortbildungen gibt weil manchmal natürlich auch Eltern zu mir sagen wir haben bei uns an der Schule das Gefühl dass wir niemanden da haben der dann ein bisschen offen ist was das Thema angeht.
00:32:36: also wir können das natürlich nur anbieten als Eltern.
00:32:39: Wir können da auch nicht sicherstellen dass die Schule auf jeden Fall diesen Weg gehen wird und vielleicht auch tatsächlich eine fortbildung macht.
00:32:47: Aber ansonsten ist es dann auch nach oben hin begrenzt.
00:32:50: Also man kann dann Nachmittags viel versuchen aufzufangen, Reizarmut vielleicht an den Nachmittagen herzustellen dass das Kind dadurch aber wirklich nach der Schule erst mal ein zwei Stunden runterfahren kann keine weiteren Termine hat um dafür Ausgleich zu schaffen und unser Kind auch immer wieder bestärken dass es in Ordnung ist wie es ist.
00:33:09: aber ich weiß auch dass es leicht gesagt wenn es auch von Seiten der Schule gezeigt bekommen, nee du bist aber nicht richtig so.
00:33:17: Du musst dich jetzt mal zusammenreißen.
00:33:18: also es gibt tatsächlich auch dann natürlich fürs Kind eine blöde Drucksituation.
00:33:23: manchmal sagen die Eltern pass auf das ist jetzt so du musst dich da zusammen reißen die Lehrkraft will das da nicht anhören.
00:33:30: Also, dass ist natürlich dann auch immer so ein bisschen blöd wenn Eltern dem Kind gegenüber dann schon irgendwie negativ von der Lehrkraft sprechen.
00:33:36: Das kann diese Freunden noch mehr verhärten aber vielmehr kann man dann tatsächlich auch nicht so tun.
00:33:42: Ja, einfach wirklich viel beim Kind sein die nachmittags Situation gestalten und auch wirklich offen sprechen.
00:33:47: hey es gibt Menschen wie kommunizieren wir zu Hause?
00:33:50: Die wissen darüber einfach noch nicht so viel.
00:33:53: Und die können gerade aus welchen Gründen auch immer, schaffen sie das nicht?
00:33:57: Sich noch mehr wissen anzueignen.
00:34:00: Also wir reden ganz viel über die Wissen noch nicht sehr viel und darum verstehen Sie bestimmte Dinge nicht oder verhalten sich auch mal unfair.
00:34:08: Das ist leider eine Realität aber es ist ein Realität mit der Kinder auch ein bisschen einen Weg finden müssen.
00:34:15: Klar würden uns alle einfacher wünschen Aber so sieht es ganz oft leider noch aus.
00:34:20: Was auch immer noch hilfreich ist, ist auch hier externe Personen reinzuholen.
00:34:25: Ich weiß nicht.
00:34:26: vielleicht könnt ihr mir da ein bisschen helfen?
00:34:28: Ich gehe davon aus es bei euch natürlich nicht so ist.
00:34:31: aber Lehrkräfte haben eine riesige M-Schwelle Impulse von Eltern anzunehmen.
00:34:38: das ist ein Riesending etwas an zu nehmen was von Elternseite kommt.
00:34:45: und wenn ihr eine Lehrkraft habt die sich so in dieser Sphäre bewegt und die das nicht schafft, aus dieser Richtung etwas anzunehmen.
00:34:54: Dann könnt ihr schauen kann vielleicht wenn du zum Beispiel therapeutisch aufgestellt seid eine Ergotherapie macht oder was auch immer gibt es vielleicht die Möglichkeit dass aus therapeutischer Richtung die Impulse kommen.
00:35:06: Es hilft manchmal wenn die von der dritten in Anführungsstrichen unabhängigen Personen kommt.
00:35:10: Das ist manchmal für Lehrkräfte leichter.
00:35:14: Das wäre eine Möglichkeit und das andere ist halt wie auch gesagt, dass viel Kommunikation und so ein bisschen in diese Verständnis-Ebene gehen.
00:35:22: Oh ich scheite mit einem Kind zu Hause wirklich regelmäßig!
00:35:25: Wie machen Sie das hier mit dreißig Kindern?
00:35:28: Braut ab!
00:35:28: Das ist wirklich, wirklich eine Herausforderung.
00:35:30: Ich stelle mir das gar nicht schön anstrengend vor also so ein bischen dieses.
00:35:34: ich weiß was sie da für eine Aufgabe haben und es ist... Also ich bewundere sie.
00:35:38: wie gesagt ich sitze schon bei meinem einen kind manchmal zuhause denke Ich weiß gar nicht weiter.
00:35:44: Und gerade deshalb ist mir so wichtig, Ihnen diese ein zwei Dinge anzubieten.
00:35:48: Vielleicht können Sie sich doch noch mal Gedanken dazu machen ob das nicht eine Möglichkeit wäre weil ich weiß von zu Hause dass das wirklich etwas leichter macht und ich würde es Ihnen hier wirklich gerne etwas leicht erwünschen.
00:36:00: wir tun gern unseren Paar zuhause.
00:36:02: Ich kann Ihnen das nur anbieten vielleicht können sie sich dafür öffnen da wäre ich Ihnen sehr dankbar und ich bin mir ziemlich sicher dass das hier vielleicht auch in Entlastung reinbringt.
00:36:09: also wirklich zu gucken wie können wir das kommunizieren aber auch da am Ende Wir können Menschen nur durch hoch manipulative und gewaltvolle Maßnahmen in Richtung drängen.
00:36:19: Und das wollen wir natürlich in der Zusammenarbeit nicht, aber wir haben keine Garantie dafür was jemand anders macht.
00:36:26: Wir können die Wege bereiten, wir können Türen öffnen, aber durchgehen müssen sie selber.
00:36:31: und dann müssen wir eben gucken wie können wir entweder als Lehrkraft das Kind weitestgehend begleiten oder eben als Eltern teil?
00:36:44: Jetzt gab es ganz viel und das war sehr witzig, dass die ganzen Fragen immer den gleichen Titel hatten.
00:36:50: Nämlich Löffel!
00:36:52: Wie hast du noch Löffeln für die eigenen Kinder?
00:36:56: Wie kommst du nach Hause?
00:36:57: Wir haben jetzt ja nur den Morgen gehört wie geht das nach Hause zu kommen?
00:37:01: Nach einem Arbeitstag in unserem Fall?
00:37:02: Schule ist ja wirklich auch für uns ein Ries.
00:37:06: Reizgebiet, ganz viele Reize.
00:37:08: Viel Sozialinteraktion und fassbar viele Gefühle die wir aushalten und begleiten müssen.
00:37:12: Wie kommt man nach Hause?
00:37:13: Und schafft dann irgendwie auch noch irgendwas?
00:37:15: überhaupt und geschweige denn vor allen Dingen Kinderbegleiten erzählt du mein war bist ja auch berufstätige Mama.
00:37:22: wie geht's dir wenn der Nachmittag anbricht und die Kinderzeit beginnt?
00:37:27: Ja ich bin schon ziemlich kaputt.
00:37:30: Ja also mittlerweile geht es durch die Selbstständigkeit leichter.
00:37:34: so.
00:37:34: wir haben da so unsere ab wo ich einfach weiß, wenn ich mittags erst mal meine Pause habe.
00:37:39: Dann hab' ich meistens eine Stunde, wo ich wirklich runterfahren kann.
00:37:42: Wo ich mich in der Deckelwicke oder ne Mütze aufsetze weil ich hab dann immer ganz klar das Bedürfnis mich so ein bisschen abzugrenzen.
00:37:48: zur Außenwelt also dass ist auch schon.
00:37:50: deswegen habe ich ja vorhin auch gesagt Das mit der Mützel kann ich sehr gut nachvollziehen.
00:37:55: und Nachmittag haben wir meistens einen einigermaßen strukturierten Ablauf.
00:37:59: Also erst gucken wir eben was fällt für die Schule an?
00:38:04: zwei Stunden, wo jeder das macht was er will und dann eben die Abendbrotzeit.
00:38:09: Also wir sind ja zu Hause mindestens zwei neurodivergente Personen, die Nachmittag laufen bei uns immer sehr ruhig ab weil mein Kind das nach der Schule auch nicht mehr so gut verträgt wenn wir da noch irgendwie auf Achse sind.
00:38:20: also mein Kind verabredet sich von sich aus eigentlich gar nicht und genießt so wie ich früher auch den Nachmittage für sich alleine und dementsprechend ist es meistens auch ruhig.
00:38:30: Das ist ein guter Ausblick für mich.
00:38:33: Wie alt muss das Kind werden, damit es so geht?
00:38:36: Ja,
00:38:36: dreizehn und sechzehn.
00:38:38: Ha!
00:38:39: Glorreiche Zeiten stehen mir bevor.
00:38:42: Also vor ein paar Jahren war das bei uns auch noch anders.
00:38:45: Buba Jit hier willkommen.
00:38:46: wenn das also super so nehme ich dass.
00:38:49: nein tatsächlich Es ist bei uns auch das Familienleben sehr, also wir haben einerseits einfach unfassbar klare Strukturen und ich habe schon gesagt dieses Den Ball immer hochhalten und bloß nicht fallen lassen dürfen.
00:39:02: Das ist eine riesige Anforderung.
00:39:03: auf der anderen Seite ist diese Alltagsspur die wir haben auch super hilfreich.
00:39:08: Meine Schwachstelle ist definitiv der Übergang von Schule auf Switch um jetztes Familienleben für mich echt ein Ding.
00:39:17: Und dann nehme ich auch meine Körperbedürfnisse nicht so ganz wahr, habe ich was gegessen?
00:39:21: War ich auf Toilette?
00:39:22: Habe ich mal was getrunken?
00:39:23: Trinkend Moment!
00:39:25: Weil da war etwas.
00:39:27: und tatsächlich ist das das wo ich am meisten aufpassen muss dass ich mir diese fünf Minuten und manchmal hab' ich nicht mehr dazwischen diese fünf minuten Zeit nehme um auf die Toiletten zu gehen was zu trinken und wenigstens irgendwie eine Kleinigkeit zu essen.
00:39:44: Ich habe immer, ich hab ne Riesenkiste von diesen supertollen Regeln die es in verschiedensten Drogerioschäften unserer Wahl gibt.
00:39:52: Hier hab' ich in so einer Kiste das sich weiß wenn ich auf dem Weg zum Kindergarten bin das erste Kind abholen dass ich einfach irgendwie den Riegel noch auf dem weg esse.
00:40:00: So diese Nussgeschichten da.
00:40:03: Ich bilde mir ein, das ist dann immerhin bisschen besser als sich den Schoko-Riegel rein zu pfeifen.
00:40:08: Wahrscheinlich nicht aber für meinen Gefühl.
00:40:10: und dann weiß ihr okay, dass es schon mal geregelt und dann fällt mir das auch ein bisschen leichter in diesen Übergang zu finden und ich habe ein bisschen mehr Kraft für diese Zeit.
00:40:19: Und dann ist es bei mir so, dass ich Alltagsfahrwasser sehr mag, mir fällt es eher schwer wenn die nicht da sind.
00:40:29: Ferien sind ein ganz anderes Kaliber als unser Alltag tatsächlich weil der hat so wiederkehrende immer gleiche Momente.
00:40:37: dass sich das so richtig was andere als Hamsterrad bezeichnen würden ist für mich unglaublich schön.
00:40:43: und dann weiß ich um sechzehn Uhr ist das.
00:40:45: von dort hole ich das Kind nach da ab.
00:40:46: Ich habe gar nicht so Leerlaufphasen dazwischen wo ich anfange zu versacken sondern ich atme kurz durch ich esse mein Riegelchen also ich esse nicht den ganzen Tag-Riegel aber
00:40:57: Aber vielleicht doch
00:40:58: manchmal.
00:40:59: Und dann weiß ihr, okay da ist das während das Kind das, hol ich das Kind
00:41:04: ab
00:41:06: oder mein Mann auch da ist die Absprache.
00:41:08: irgendwie muss sehr klar erfolgen dass wir da guten Team sind Simba zum Glück.
00:41:13: Ich glaube sonst wird es auch nochmal schwerer sein.
00:41:15: Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie krass das sein muss wenn man dieses Team nicht ist oder direkt allein erzehnt.
00:41:22: Also wirklich mein allertiefsten Respekt.
00:41:26: und dann bin ich so in meinem Fahrwasser drin.
00:41:31: So Leerlaufphasen!
00:41:32: Das ist das Ding, was mir schwer fällt weil... Und es ist auch bei meinen Kindern so, wenn du Leerlauf bist.
00:41:40: Das ist echt eine Anforderung.
00:41:42: Und dadurch, dass wir vier Kinder haben, ist eigentlich jeder Tag sehr getaktet und irgendwie passt das für uns sehr gut.
00:41:49: Meine älteren Kinder haben eine feste Medienzeit am Tag.
00:41:52: Die dürfen jeden Tag eine festem Medienzeit haben.
00:41:56: Medien sind jeden Tag Bestandteil unseres Familienlebens und die ist immer wenn Schule vorbei ist.
00:42:01: Also es nicht abends, die ist nicht erst, wenn du deine Hausaufgaben fertig gemacht hast sondern die ist in der Regel das erste Mal, wenn wir nach Hause kommen.
00:42:10: Ich komme aus der Schule, die Kinder kommen aus der Schule.
00:42:12: Das Kita-Kind kommt aus der Kita.
00:42:14: gut und jetzt momentan habe ich noch das Baby.
00:42:16: Jetzt komme ich ja gerade nicht aus der schule aber dann ist erstmal so diese zwischen einer halben und dreiviertel stunde.
00:42:23: im schnitt sind die beiden großen beschäftigt.
00:42:26: manchmal spielen wir auch zusammen bei mir dass selber viel spaß macht.
00:42:28: also manchmal spielen war auch zusammen mal eine runde playstation oder sowas.
00:42:32: dann haben wir da schon ein bisschen bondingzeit Und diese Zeit ist so unsere Runterkommenzeit und danach kommen halt Sportarten und Verabredungen.
00:42:41: Eines meiner Kinder verarbeitet sich super gerne eins nicht, Spielplatz oder auch Zuhause-Zeit und dann läuft der Alltag so.
00:42:47: Diese Medienzeit ist die Zeit in der ich dann Zeit habe für das Kita Kind.
00:42:50: ihr merkt es ist ein hin und her Balancieren aber dass gelingt dann eigentlich ganz gut.
00:42:56: Ich muss dann aufpassen, dass ich abends meine Zeit kurz bekomme und das ist oft die Zeit wo der Papa nach Hause kommt Für mich superverlässlich, ich packe mir Kopfhörer in die Ohren.
00:43:07: Wir sind ein sehr kopfhörervreundlicher Haushalt.
00:43:10: Irgendwer hat eigentlich immer irgendwas in den Ohren und hört irgendetwas.
00:43:13: Und wir sind da wirklich Kinder ganz offen mit um, haben so Signale mit Antippen.
00:43:17: Meine Kinder wissen, solange sie wach sind habe ich die Kopfhörer nie so dass ich sie nicht höre.
00:43:22: Das ist klar!
00:43:23: Die dürfen mich immer ansprechen wenn irgendwie was dringendes ist.
00:43:26: aber wir haben auch die Vereinbarung wer sich zurückzieht zieht sich zurück und dann muss halt das andere Elternteil.
00:43:32: Ich funktioniere nicht von alleine immer, das andere Elternteil muss ein bisschen gucken.
00:43:36: Aber ja... Wie gesagt ich höre mit drei zu sechs Uhr dann wird es.
00:43:43: aber dann habe ich abends so eine Stunde und der räume mich, ich liebe Räumen!
00:43:45: Ich hasse Putzen, aber ich liebe räumen Sachen an den Platz zurückräumen an denen sie gehören Und dann stehe ich manchmal vor diesem Regal dass sich gerade so fertig aufgeräumt hat und denke andere gucken aufs Meer und auf die Wellen, ich gucke auf mein aufgeräusches Regal Und habe ungefähr den gleichen Sennmoment.
00:44:06: Man muss sich einfach kennen und wissen, das tankt mich hier gerade auf!
00:44:09: Es geht immer wieder um dieses Akku, wieder ein bisschen voller machen, ne?
00:44:13: Das ist so der Part.
00:44:15: Dann gibt es Tage.
00:44:17: da sitzen mein Mann und ich abends dann um... ...dreinzwanzig Uhr am Küchentisch gucken wir uns mit solchen Augenringern an.
00:44:30: Ja, den Tag.
00:44:33: Guck mal auf morgen lieber!
00:44:35: Solche Tage gibt es auch und alle unsere Kräfte sind endlich Und ich habe auch Momente wo ich mit meinen Kindern aneinander raste.
00:44:42: Aber dann halte ich mich auch da.
00:44:43: nur Eura Imlau.
00:44:44: Einem Kind kann nichts Schlimmeres passieren als perfekte Eltern.
00:44:52: Da mach' ich aber ganz viel richtig.
00:44:54: Ich bin sehr unperfekt.
00:45:00: Das Tolle ist aber niemand auf diesem Planeten.
00:45:04: Ich werde jetzt mal pauschal, es so verzeint wie neurodivergente Menschen.
00:45:09: Ich sitze da und mein Kind macht den größten Quark!
00:45:13: Und ich denke mir... Na ja aus denen und dem Gründen, aber mein Kind ist genauso.
00:45:23: Morgen wird es ein anderer Tag.
00:45:26: Das bringen die so mit so offen, so ein Verständnis, so einen Sozialgefühl und das rettet unsere Familienleben regelmäßig.
00:45:35: Also vielleicht bringt das ein Ding... Und da kannst du ja auch noch mal was zu sagen wie du das in deinen verschiedenen Eltern erlebst?
00:45:42: Wie das mit Privilegien ist.
00:45:45: Wir haben finanzielle Privilegen.
00:45:47: wir müssen trotzdem echt gucken für Kinder in der jetzigen Zeit.
00:45:51: Wir haben es nicht locker das Geld, aber ich kann mein Liefer-Service leisten.
00:45:55: Ich muss nicht einkaufen
00:45:56: gehen.".
00:45:57: Und das ist unser ... Das ist mein Gucci!
00:45:59: Mein Gucci ist... Mein Versace sind diese Plastiktüten vom Rewelieverdienst.
00:46:06: Schön
00:46:06: wenn die kommen und das muss man mal ganz ehrlich sagen.
00:46:09: Was mich einmal rettet, dass ich genug Geld auf dem Konto habe um mir diese Entlastung zu kaufen.
00:46:15: Wie erlebst du das bei deinen Eltern?
00:46:17: Ja, also gerade wenn die Kinder wirklich eine ausgeprägtere ADS-Symptomatik haben dann gebe ich den Eltern auch den Impuls mit dass sie sich einmal schlau machen ob ihnen da vielleicht auf dem Pflegegrad zu steht für ihr Kind.
00:46:29: weil das wissen ganz viele Eltern nicht.
00:46:31: Und das ist halt sehr wertvoll, weil da es vielen nochmal die Möglichkeit gibt wirklich die Stunden zu verkürzen auf der Arbeit.
00:46:39: Doch noch mal eine Stunde eher Zuhause zu sein oder zwei doch vielleicht wenn sie dann dass das abends mit den Nerven am Ende sind die Pizza zu bestellen, die sonst nicht drin wäre.
00:46:49: also vielleicht diese kleinen Unterstützungsmomente Weil der Alltag einfach sonst echt ein Brett ist.
00:46:54: Lass uns mal in die Runde gucken wer wusste?
00:46:57: Oder wer weiß Nicht nur mit dem Diagnose.
00:47:01: Es reicht auch das Anforderungssetting an sich, dass man im no-divagenten Kontext Pflege gerade beantragen kann.
00:47:08: Sehr gut!
00:47:09: Oh ja, das sind doch einige.
00:47:10: Mal das Gegenbeispiel wer wusste es noch nicht?
00:47:13: Das sind auch einige
00:47:15: Und ganz im Ernst, ich wusste das, obwohl ich ganz viel über diesen Bereich wusste.
00:47:19: Auch ganz lange nicht!
00:47:19: Wir haben es mittlerweile beantragt und für die Beratung in der Schule von Eltern ist es ganz wichtig, dass mitzugeben... ...und dafür muss man keine Diagnose haben.
00:47:30: Die hilft dem Antrag natürlich weil es manchmal ein bisschen ernster genommen wird aber es ist nicht notwendig.
00:47:35: also man braucht keine Diagnose Es reicht der tatsächliche Pflegeaufwand den Eltern haben, weil sie viel länger Dinge tun müssen und begleiten müssen als das zum Beispiel in der typischen Kontexten ist.
00:47:47: Und bei pflegegrad drei sind das momentan sechshundert Euro pro Monat die man für dieses Kind bekommt wodurch man vielleicht Stunden reduzieren kann oder eben so eine Kiste mit sehr viel Geodreiecken füllen können.
00:48:03: Das ist auch ein super Verwendungsmöglichkeit für diesen Part.
00:48:07: jetzt haben wir also auch ein bisschen das neurodivagente Familienleben
00:48:11: besprochen.
00:48:13: Wie ist es denn?
00:48:15: Das habe ich auch ganz oft.
00:48:16: dir die Frage, wie ist es eigentlich als neurodivergente Lehrkraft?
00:48:19: Hast du das in Sofortbildung, dass sich da Lehrkräfte outen?
00:48:26: Seltener!
00:48:27: Also es kommt auch vor aber es ist eher seltener
00:48:29: Ja... Also ich stelle mal die Behauptung auf, dass das nicht selten ist im pädagogischen Kontext, dass wir auch da zippen viele neurodivagente Menschen vertreten haben, ob sie es nun schon wissen oder nur ahnen oder noch nicht.
00:48:43: Das kann ich unterschreiben.
00:48:44: also wenn ich Fortbildungen halte dann sehe ich doch einige... Also
00:48:47: oft ist das so?
00:48:50: Ja ja
00:48:51: Aber oft ist das auch so, dass danach dann schon mal welche zu uns kommen und sagen, bietet ihr es denn auch für Erwachsene an?
00:48:58: Und weil ich, wo kann ich dann eigentlich mal selber hingehen.
00:49:01: Also das haben wir eigentlich immer, aber es ist jetzt nicht so, daß jetzt von von fünfundzwanzig Leuten auf einmal sieben die Arme hochreißen – so oft nicht!
00:49:08: Weil natürlich manche vielleicht uns erst danach kontaktieren und sagen ja, ich mochte mich im Collegium noch nicht outen.
00:49:13: Das spielt natürlich auch eine Rolle.
00:49:15: Aber meine Erfahrung ist generell, dass gerade in diesen sozialen und helfenden Berufen die Neurodivergentsquote wirklich hoch ist.
00:49:23: Ich erfülle genau diese beiden Bereiche, einmal der Kreativbereich und da gibt es also die Menschen mit denen ich bei Insta gestartet bin vor zehn Jahren, die haben alle wirklich ausnahmslos ihre Diagnose mittlerweile!
00:49:38: Und wie gesagt, im Lehrkraftbereich glaube ich kommt das schon häufiger vor als wir das so auf dem Schirm haben.
00:49:45: Und dann wurde gefragt was sind dafür Strategien?
00:49:47: Wie kriegt man das als solche Lehrkraft hin?
00:49:50: Zum einen glaube ich hat meine super Ressource weil man sehr genau weiß was man so braucht und was die Sache ist.
00:49:55: Man hat sehr schnell ein sehr feines Gefühl dafür welches Kind steht.
00:49:59: wo da ist er abgrenzen dann manchmal das Ding Und ansonsten muss man sich einfach gut kennen.
00:50:05: Ich kann zum Beispiel nicht, ich weiß nicht wie du gerne arbeitest Aber ich bin nicht so gut zu Kleckersachen zu machen.
00:50:11: also zu wissen euch habe jetzt eine halbe Stunde und dann mache ich in dieser halben stunde des projekts so ein drittel fertig.
00:50:20: Nein ich bin so einen sechs stunden deep dive rein
00:50:25: Minimum.
00:50:26: nicht essen nicht trinken.
00:50:27: gut das mit dem trinken ich bemühe mich wirklich und riegel.
00:50:30: Riegel sind ein Ding.
00:50:31: Aber so ganz tief rein und dann abarbeiten, abarbeiten und durch dieses Abarbeiten komme ich in den AHA-Abarbeiten macht Spaß!
00:50:37: Ich habe Dopamir und dann geht es weiter.
00:50:40: deswegen haben wir das zum Beispiel so geschaffen.
00:50:42: Mittwoch ist mein Tag, Mittwoche ist mein langer Tag.
00:50:45: da hab ich vormittags meinen Unterricht und dann bleibe ich in der Schule und arbeite in einem Stück die letzte Woche weg was so liegen geblieben ist.
00:50:53: ich räume auf ich bringe meine im Schnitt Zwölf Kaffeetassen und twenty-fünf Wasserflaschen aus meinem Klassenzimmer ins Lehrkräftesum.
00:51:07: Es gibt von den Kindern selbst eingerichtet einen Kaffee-Tassendienst!
00:51:14: Ich gehe sehr offen damit, um dass das meine Schwachstelle ist.
00:51:17: Frau Nixer wie viel haben wir denn schon?
00:51:19: Acht auch.
00:51:20: können wir die wegbringen?
00:51:22: Na gut... Das ist auf jeden Fall ein Part, wo das mal erfolgt.
00:51:28: oder Sachen ins Kunstlager zurückbringen.
00:51:31: Oder die Sachen in den Sachunterrichtsraum zurückbringen und Sachen irgendwo wieder zurück bringen.
00:51:38: Dafür müsste ich auch noch Dienste einrichten.
00:51:41: Ich merke schon, da ist noch Luft nach oben.
00:51:43: Sie sich selber gut kennen?
00:51:45: Ich weiß ich brauche diese Zeit am Stück!
00:51:47: Ich kann nicht so jeden Tag so ein bisschen klecker, klierklecker da... Ich muss das runterrattern.
00:51:52: Vor allen Dingen für das was man vor sich her schiebt.
00:51:55: wie ist es bei dir?
00:51:55: Ja aber mir ist das ähnlich.
00:51:56: also ich habe auch im Kalender gewisse Blöcke drin quasi wo ich weiß nur Emails weil ich hab eine Zeit lang wirklich alles parallel irgendwie gemacht.
00:52:05: Also ich hatte einen eins zu eins, dann habe ich gedacht okay jetzt hab' ich noch eine halbe Stunde, Viertelstunde davon Dokumentation und danach mache ich nochmal ein paar E-Mails weg und dann wieder ins nächste Gespräch.
00:52:14: und das ist was wo ich gemerkt habe, dass krieg ich nicht gut hin.
00:52:16: also... Ich hab selber dann teilweise echt Probleme gehabt um eine Sache zu beenden und die nächste wieder anzufangen und mich schnell wieder auf das Gespräch einzustellen.
00:52:25: Das geht denn in der Situation total gut eigentlich aber ich merke es dann danach!
00:52:30: Also ich merken das sich an den Tagen wo das so unstrukturiert wird gelaufen ist für mich in meinem Kalender, dass ich dann viel kaputter war als an den Tagen wo ich weiß okay zwei eins zu eins hintereinander.
00:52:40: In der Pause dazwischen mache ich Doku und setz mir eine Kanäte auf.
00:52:44: also das ich da auch weiß.
00:52:45: ich habe dann ne Aufgabe und danach es dann quasi drei Stunden irgendwas kreatives oder Instagram Postings vorbereiten oder was drehen wie auch immer und dann mache ich nochmal ne Stunde Emails.
00:52:57: Also ich hab gemerkt ich brauch das wirklich stark strukturiert.
00:53:01: Und jetzt kommt ein Punkt, der für mich als ADHS-Lehrkraft tatsächlich diese anderen Sachen ... dann habe ich halt selber Fidget Toys benutzt.
00:53:09: Ich hab immer gecheckt, ich muss am Blog Sachen vorbereiten und das ging dann alles... Das was mich am meisten herausgefordert hat ist Kritik.
00:53:17: Hilfen wir eine Abkürzung?
00:53:18: RSD?
00:53:20: Rejection Sensitive Disorder.
00:53:23: Rejections Sensitivity Dysphoria
00:53:26: Genau!
00:53:26: Müsste euch nicht merken, RSD.
00:53:29: Wenn du ADHS hast dann ist es so dass Kritik oft auf einem ganz krass anderen Level ankommt was lebensbedrohlich wahrgenommen wird.
00:53:39: das ist wie angeschossen werden.
00:53:42: Kritik ist natürlich für, ich würde sagen alle Lehrkräfte eine sensible Sache.
00:53:46: Wir alle wollen unsere Sache gut machen.
00:53:47: wir haben Ansprüche oft sehr hohe Ansprücher an uns und wir sind jetzt auch nicht die Berufsgruppe die sonderlich hoffiert wird oder unglaublich viel Wertschätzung erfährt.
00:53:57: Wir sind ja eher die, die dauernd frei haben.
00:53:59: Ferien you name it.
00:54:02: Das heißt das ist eh schon kein so gutes Setting und Kritik tut dann wie?
00:54:06: Oder ist was was ein ne?
00:54:07: So kurz bei dem Puls ein bisschen hoch treibt und sagt Jetzt, ich tue doch schon alles.
00:54:11: Und jetzt kommen die auch noch damit um die
00:54:12: Ecke.".
00:54:13: Das ist nicht schön!
00:54:15: Im ADHS-Bereichs geht auch Kindern schon so, kickt das einfach und das ist wirklich nachgewiesen.
00:54:20: Schaut euch das mal in Ruhe an... Das ist übrigens der Part über den sich ganz viele mit ADHS erstmal anfangen zu identifizieren weil sie denken, woher genau?
00:54:30: Egal wie cool ich da sein will, das trefft mich todestief.
00:54:35: Und das war für mich so ein Part, dass ich konnte so, so schlecht damit umgehen.
00:54:42: Wenn Eltern Kritik hatten oder es ist egal wie toll die Blümelrand vorgetragen haben ob sie mir die vorgetanzt haben oder ob sie die durchaus auch Forscher formuliert haben.
00:54:54: Das war für meh.
00:54:55: also wenn Sie sehr vorschwaden sind glaube ich dann ist es so die Spitze des Eisbergs.
00:54:59: Aber das hat mich immer so, so, doi getroffen.
00:55:02: Das hat mir so wehgetan, dass ich konnte damit überhaupt nicht umgehen.
00:55:06: Das hatte mein gesamtes Tagesablauf ... Also es war ein Gefühl, das konnte ich überhaupt nicht händeln!
00:55:13: Und das war ein Part an dem musste ich ganz, ganz doll arbeiten, therapeutisch arbeiten und es trifft mich immer noch sehr kritisiert zu werden.
00:55:24: Nicht weil ich nicht denke, dass ist berechtigt ist Es trifft sich sogar viel mehr wenn es berechtigte sondern dieses starke Körpergefühl auf einer Meta-Ebene einzuordnen.
00:55:35: Das war mein Punkt.
00:55:37: und deswegen, wenn es euch auch so geht und das wirklich auch eure Eltern zusammenarbeit oder vielleicht die Zusammenarbeit mit Kindern noch die geben ja schon Feedback!
00:55:48: Wenn ihr merkt da habe ich echten Punkt kümmert euch also RSDD Abkürzung Hilf mir noch mal in langen ... Rejection-Sensitivity
00:55:57: dysphoria.
00:55:57: So,
00:55:57: ich hab jetzt gemerkt... Falls nicht, können wir die Folge nochmal hören!
00:56:01: Da haben wir es jetzt einmal drin.
00:56:02: und sich damit zu beschäftigen wie's einem Körper geht der das erfährt und dass sich durchaus was SPZ ruft an ist kein Scherz.
00:56:17: Ich bin verhindert.
00:56:20: Gut, die rufen dann in zweiter Stelle meinen Mann an hoffe ich.
00:56:24: Das war die Show-Einlage.
00:56:27: Das war geplant?
00:56:28: Nein!
00:56:30: Da wirklich zu wissen, okay mich trifft das viel mehr... darf aber eine Nacht drüber schlafen, ich darf das etwas runtergehen lassen.
00:56:37: Ich weiß dass es nicht zueinander passt.
00:56:40: zu dem... Also mein starkes Gefühl zu dem was da inhaltlich auf mich zugekommen ist.
00:56:44: Ich darf mir einen Zeit geben bevor ich antworte.
00:56:47: Mir hilft es auch schriftlich erst mal zu antworten wenn ich dann auch wenn ich den Eltern in ein Gespräch holen möchte.
00:56:53: Antworte immer erstmal schriftlig und sortiere schon ein zwei Gedanken damit ich das aus dem Kopf habe und weiß ich hab schon meinen Impuls in die Richtung mit gegeben.
00:57:00: Es ist sehr unterschiedlich wie man damit umgeht.
00:57:02: meine größte Herausforderung.
00:57:03: Hast du diesen Part oder nicht so toll?
00:57:06: Absolut, also das kenne ich selber und es kenne auch von den Erwachsenen Klienten die wir so begleiten dass das bei vielen wirklich das Thema ist.
00:57:13: Also noch ein noch größeres Thema als Prokrastination
00:57:16: usw.,
00:57:16: ist das Thema Gefühlsregulation.
00:57:18: und eben gerade in Bezug auf Zurückweisungsempfindlichkeit oder eben Kritik-Empfindlichkeit und das ist natürlich einmal die Prägung oft weil man eben diese zig tausenden an negativen Kommentare bekommen hat sein ganzes Leben lang.
00:57:31: Und dann in Verbindung mit diesem hohen Perfektionismus, dass man häufig auch dadurch anfängt zum Pipi-Ploser zu werden.
00:57:38: Um voraus einen Gehorsam quasi alles so perfekt zu machen das es nichts mehr zu kritisieren geben kann um sich quasi da durch in Sicherheit zu fühlen.
00:57:46: und dann ist natürlich doch eine Kritik ein maximaler Kontrollverlust weil kickt das dann so stark, weil ich dann wieder diese Gefühle vielleicht habe von Ich hab wieder versagt.
00:57:55: Ja siehst du?
00:57:56: Ich krieg ja nie was hin.
00:57:57: also wir haben ja eben auch bei ADS dieses outgeprägte schwarz-weiß Denken dass eben der ganze Tag toll sein kann und dann passiert eine Kleinigkeit um siebzehn Uhr Und ja der ganzen Tag war beschissen und ich bin der größte Versager und Vielleicht ist es doch der falsche Job für mich.
00:58:11: Also dass es dann eben sehr intensiv sich anfühlen kann.
00:58:14: Was ich den Klienten immer empfehle ist erstmal sich in das Thema RSD einzulesen, weil es für viele sehr heilsam ist eine Erklärung dafür zu haben warum das für sie so intensiv ist und dann auch diesen Gedanken und ja diesen vielleicht auch selbst Verurteilungen die dann kommen einen Namen zu geben.
00:58:31: Auch vielleicht den Namen dem man nicht so gerne mag.
00:58:33: Vielleicht Harald oder wie auch immer... Und dass man dann in einer guten Situation... Nein, no shame!
00:58:39: No Harald Shaming falls ihr gerade eine Haralte heißt Fettnäpfchen können wir doch.
00:58:46: Und dann wirklich zu sagen, ah ja da ist Harald wieder.
00:58:49: Genau das kenne ich schon von mir dass ich da so intensiv reagiere.
00:58:52: Ich weiß morgen früh sehe ich das wieder anders.
00:58:54: jetzt gerade ist es intensiv und dieses Stimme will mich jetzt vielleicht auch einreden Dass sich gleich hätte sein lassen können.
00:59:00: also dass man da versucht eine Distanz zwischen sich und diesen starken Emotionen zu kriegen die dann aufkommen.
00:59:06: Das ist ein super Tipp.
00:59:08: Nämlich auch noch was mit überlege mehr wie ich das bei mir benenne Diese Zurückweisungsangst.
00:59:14: Ich mal leg mir einen guten Namen, mach ich auf Insta... Oh das ist gut!
00:59:19: Da wo man da so reinschreiben kann, Antworten geben kann, dann sammle ich einen Namen für meine Zurückweisungsschwierigkeiten.
00:59:29: sehr gut.
00:59:30: Harald ist schon vergeben, der ist jetzt raus.
00:59:32: Sag mal muss sich Stimming aushalten?
00:59:34: Als Lehrkräft.
00:59:35: Es kommt
00:59:35: ein bisschen drauf an, wenn mich Lehrkräfte fragen ja also ich habe einen Kind in der Klasse der schneißt die ganze Zeit mit der Zunge oder ist immer so krass am Schnipsen?
00:59:43: Oder
00:59:44: zerflügt immer sein Radiergummi.
00:59:46: wie kann ich ihm das abgewöhnen?
00:59:48: dann sage ich häufig oder meistens abgewöhn kann man das in der Regel nicht.
00:59:51: man kann es aber oft umleiten.
00:59:54: Also wenn man gerade jetzt irgendwie ein Verhalten bemerkt am kind was entweder Ja, alle anderen ablenkt oder es sind selber vielleicht auch ablenkend oder selbstschädigend ist.
01:00:03: Also ich habe als Kind und das mache ich leider bis heute wenn nicht angespannt bin dann weiß ich mir von innen die Wangen blutig und hab mir als kind immer so die Haut vom vom vom Daumen abgepult bis es wirklich offen war.
01:00:15: Das machen auch recht viele Kinder für den Eltern Trainings Und da kann man eben gucken okay was können wir anbieten, um das umzuleiten.
01:00:22: Also für diese ganzen Cow-Themen... Ich habe mir als Kind auch gerne eine Haarsträhne so durch den Mund gezogen.
01:00:28: Da benutze ich heutzutage zum Beispiel auch meine Wangenruhe zu lassen.
01:00:32: So Kaustäbchen gibt es aus einem Couchockmaterial wo das dann aussieht tatsächlich einfach nur einen Kugelschreiber im Mund.
01:00:39: also da kann man eben Cowartikel anbieten oder eben auch für Kinder die ständig irgendwie den Kragen im Mund haben und irgendwas knuckeln oder eben dieses verbales Stimming zeigen, also ständig Geräusche produzieren Und alle anderen Dinge, da kann man eben auch schauen.
01:00:54: wo ich häufig eine positive Rückmeldung bekommen habe ist auch wenn die Lehrkräfte eine Bluetooth Box aufstellen und leise Hintergrundmusik laufen lassen.
01:01:03: Da gibt es ja auch schon so Konzentrationsplaylists und dadurch wird das oft in der Klasse ruhiger weil das Gehirn quasi... Das ist jetzt stark vereinfacht.
01:01:12: aber das Gehören Check quasi, oh da ist ja schon Stimulation im Hintergrund.
01:01:16: Dann muss ich die ja gar nicht mehr selber machen und dadurch dass dann da Musik läuft gelingt auf die Konzentration schon mal besser Und das Kind hört dann eventuell auch auf, ständig Geräusche zu machen.
01:01:27: Da sage ich auch zu den Eltern bei dem Hausaufgaben macht ein Hörbuch an die meisten Kinder mit Neurodivergenz hören sowieso am liebsten rund um die Uhr Hörbücher
01:01:36: und haben
01:01:36: die Hör bücher meistens auch also eine recht enge Auswahl, die sich schon achthundertfünfundsiebzig Mal gehört haben.
01:01:42: Die brauchen keine Konzentrationsleistung mehr.
01:01:44: Also das kann man wirklich bedenkenlos bei den Hausaufgauben mal testweise laufen lassen und wird oft die Erfahrung machen dass das Kind sich darunter besser konzentrieren kann.
01:01:54: Und genau das viele Meter zu noch ein und alles, was mit Bewegung zu tun hat.
01:01:59: Da kann man natürlich diese Bänder zwischen die Stuhlbeine spannen, die wir ja auch zur Ansicht draus mitgebracht hatten oder eben für ruhige Arbeitsphasen oder konzentriertes Zuhören dieser Fidgets anbieten.
01:02:10: Da hatte gerade jemand aus dem Publikum eine super Idee für mich und zwar hat die Fahrradschleuche alte Fahrradstäuche besorgt relativ günstig ich habe mir nur vier Euro gemerkt Fahrradjob so mitgenommen und die nicht um die Stuhlbeine gemacht, weil das bei deren Stühlen nicht passt.
01:02:30: Und wir haben an unserer Schule auch keine Stühle wo man das rumbinden kann sondern so Drehstühle was auch cool ist.
01:02:36: aber kann man halt diese Dinge an sich dran machen dann kann man es um die Tische machen Das ist auch eine Möglichkeit.
01:02:42: Und die hat Fahrradschläuche um die Tische gemacht, also auch das nochmal ein Tipp an dieser Stelle.
01:02:48: und gerade da ist eins das selbst Erwachsene.
01:02:52: Ich gucke ja immer so ein bisschen in die Reihen, guckt mal links und rechts.
01:02:56: Wie viele genau so da sitzen.
01:02:59: Das hatte ich eben auch mit dieser Tippgeberin besprochen, dass das was ist auf beide ganz gut aushalten am Tisch.
01:03:07: Oft ist es ja so man ist nun mal nicht alleine im Klassenzimmer und die Dinge die man macht können andere wirklich auch stören.
01:03:13: Und dieses mit den Füßen ist aber etwas was relativ viele Kinder ganz gut so tolerieren können.
01:03:20: Dann gibt's die Klassen... Ich hatte gerade jüngst eine Fachklasse Da kann man fast ein Lorio-Sketch draus machen.
01:03:27: Ein Kind fängt irgendwie mit irgendwas an, das nächste steigt drauf ein und dann hast du keine Chance mehr da wieder Ruhe reinzubringen.
01:03:35: Schwierig!
01:03:36: Das ist ja auch ein Teil unserer Realität.
01:03:38: Und da war es so dass vor allen Dingen die zwei, die eben noch keine Antwort hatten, keine Diagnose aber quasi... eigentlich sehr offensichtlich, irgendwo in diesem Bereich lagen.
01:03:49: Dass die beiden sich immer so hoch geschaukelt haben und dann die, die eigentlich schon Strategien an der Hand haben oder um die andere Unterstützung hatten – da waren viele neurodivergenten Kinder in der Klasse -, dass sie aber auch nicht mehr geschafft haben, sich davon abzugrenzen und damit eingestiegen sind.
01:04:03: Wirklich, es sah aus wie ein Superlorio-Sketch draus machen können glaube ich!
01:04:07: Und dann war zum Beispiel auch da die Strategie, die Beiden zu nehmen und die haben einfach draußen auf dem Flur Hörspiel gehört.
01:04:15: Und dann waren die da so in ihrer Welt und haben dann darüber ganz gut geschafft, weil das eben bei den Hausaufgaben auch mal geholfen hat, haben sie geschafft, da in ihren Sachen zu bleiben und das was an dem Tag für Sie dran war zu erledigen und die Klasse hatte eine gute Möglichkeit in dieser Ruhe, die für diese Klasse sehr wichtig war zu bleiben.
01:04:33: Da ist ja wieder dieses Warum dürfen die denn aber draußen Hörspiel hören?
01:04:36: Da kann man besprechen warum es jetzt an dieser Stelle für diese Kinder zur Verfügung steht hören wollen, dann ist zum Beispiel Kunstunterricht.
01:04:45: Find ich immer so eine ganz gute Zeit wo man sowas gut auch mal reinbringen kann sodass man dieses Bedürfnis da eben auch sieht.
01:04:56: Jetzt gab es noch die Frage
01:05:00: nach
01:05:01: Übergängen.
01:05:02: Die ganze Schulzeit der ganzen Schultag ist ein einziges Übergangsszenario.
01:05:09: Vom Ankommen in den Sitzkreis ins Arbeiten, in eine Pause wieder raus aus der Pause und die große Pause ins Essen, ins Trinken auf Klo!
01:05:18: Wir haben sehr, sehr viele Wechsel auch in diesen Klassen an Methoden, Konzepten und Lehrkräften.
01:05:24: Ständig sind Wechsel, sind Übergänge – Mikroübergänge und große Übergange!
01:05:29: Und ich habe schon darüber gesprochen, dass ich sehr viel mit Rhythmisierung, mit Routinen- und Ritualisierung arbeite.
01:05:37: Gebst du da Hinweise in deinen Fortbildungen?
01:05:40: Absolut, weil man unterschätzt oft wie das ein effektiver Stresssenker sein kann und wie sich das positiv auf die Symptomatik auswirkt wenn wir gut begleitete vorhersehbare Übergänge haben.
01:05:51: Man kann die akustisch verknüpfen an gewisse Signale oder Melodien und sollte sie auch auf jeden Fall als visuelle Timer bereithalten.
01:05:59: also wir haben ja draußen zum Beispiel diese sogenannte Konzentrationsampel mitgebracht, weil ihr die jetzt noch nicht gesehen habt würde ich euch wirklich bitten Google mal Konzentration Ampel.
01:06:10: Ich empfehle die allen Lehrkräften, allen Eltern auch in Bezug auf Hausaufgaben Medienzeit.
01:06:15: Weil oft stellen wir Timer.
01:06:17: also es gibt ja auch so diese Eieruhren Time-Timer und so weiter.
01:06:19: das ist schon gut.
01:06:21: aber bei ADHS und auch Autismus ist oft das Zeitgefühl massiv beeinträchtigt.
01:06:25: Also da ist es letztendlich gar nicht so eine große Hilfe.
01:06:29: wenn ich weiß Ja der läuft ein Timer Da ist auch rote Zeit die da irgendwie abläuft Aber ich fühle die nicht Und auf einmal klingelt die.
01:06:38: So, ohne dass ich jetzt genau wusste wie lange ist es noch bis sie klingeln?
01:06:41: und diese Konzentrationsampel hat den Vorteil... dass sie eben eine Orangsphase hat.
01:06:47: Und dann kann man unten die Gesamtzeit einstellen, zum Beispiel forty-fünf Minuten und stellt dann ein das immer fünf Minuten vor Ende die Ampel auf Orange springt und kann mit den Kindern besprechen passt auch immer wenn die Ampel auf orange springt da gibt ihr auch einen Signal ab und dann schreibt ihr noch den letzten Satz zu Ende packt schon mal langsam die Sachen ein guckt schon mal was habt ihr gleich?
01:07:08: als nächstes bereitet euch schonmal vor weil gerade mit dieser massiven Reizoffenheit schlechten Zeitgefühl.
01:07:15: Kann es sonst dazu kommen, dass ein Kind von der Schulklinge völlig überrumpelt ist und dann Hektik kriegt?
01:07:21: Weil oh Gott alle packen schon die Schultasche ein und wir müssen einen anderen Raum und mein Turmboidel ist überhaupt ich habe den vergessen!
01:07:28: Und mit dieser höheren Anspannung als andere in die Pause gehen wo sich das dann ungünstig entladen kann zum Beispiel wenn man sie ja in die Pause schickt und da eigentlich höchste Ansprüche an ihre Selbstteuerungen stellt, die Sie aber alleine hinbekommen.
01:07:44: Und das ist eben was, wo wir auf jeden Fall die Aufmerksamkeit brauchen.
01:07:47: Dass Übergänge... Die Begleitung von Übergängen extrem sensibel gestaltet werden sollte.
01:07:54: Also dass man eben guckt, dass die Kinder möglichst diese Vorwarnung bekommen.
01:07:58: Dass sie vielleicht einen visuellen Tages- und Wochenplan haben.
01:08:01: Dass Sie wissen wann passiert was mit wem?
01:08:04: Das ist auch so ein Aspekt der mir in der Kindheit zum Beispiel geholfen hätte Auch gerade in Bezug auf Schulausflüge, also ich war oft nicht in der Lage mitzufahren.
01:08:15: Auf Klassenfahrten erst recht nicht weil ich halt nicht wusste was erwartet mich dort?
01:08:20: Also das hatte so viele unbekannte Variablen die ich einfach nicht einschätzen konnte und da musste quasi bei ADS und Autismus noch mal mehr der Blickwinkel so drauf.
01:08:29: Also möglichst visuell Zeit greifbar machen, visuell greifvermachen und mit Ritualen arbeiten dass sie wirklich vorhersehbar wissen was passiert als nächstes.
01:08:39: So der Ampel ist auch gut für mich.
01:08:41: ich bin nämlich auch gerne im Verhoedeln.
01:08:42: Ich habe übrigens meine Deutsch-Abitur Prüfung verkackt genau deshalb weil ich diese Ampel nicht hatte Und ich hab Deutsch Abi geschrieben und hatte vier Stunden Zeit dafür.
01:08:55: Nach drei Stunden, drei Viertel hatte ich die erste Aufgabe bearbeitet für dich mehr recht.
01:09:00: Also die war super!
01:09:02: Aber ich hatte dann auch nur dir am Ende weil dann sagte die Lehrkraft von der Sohn noch eine Viertellstunde Und ich dachte so, ha ha ha.
01:09:09: Wieso in einem Albtraum?
01:09:10: Ich hab wirklich gedacht, nee, das ist jetzt nicht ich träume ja es ist ja nicht real.
01:09:13: Habe ich noch eine Viertelstunde für die anderen Aufgaben gehabt.
01:09:15: aber ich hatte ne super Aufgabe eins Die war die...uhu!
01:09:18: Die hat Kreise gezogen.
01:09:21: Darf ich noch was sagen zum Thema Pausen?
01:09:23: Bitte!
01:09:23: Also ich bin ja nun selber Autistin und Einer der größten Stressfaktoren für mich als Kind waren die großen Pausen.
01:09:31: Das erzähle ich auch in den Fortbildungen immer, weil da könnte man wirklich gucken.
01:09:35: wenn man die räumlichen personelle Möglichkeit hat wäre es für viele Kinder eventuell wirklich eine Hilfe wenn sie nicht gezwungen wären in der großen Pause raus zu müssen.
01:09:45: Weil ich dachte immer Ich will Pause machen.
01:09:48: Und Pause war für mich nicht auf dem Schulhof stehen, ich war auch lange Jahre Mobbing-Opfer.
01:09:53: Dazu stehen interagieren zu müssen.
01:09:55: eine Pause wäre für mich gewesen, ich darf alleine im Klassenraum bleiben oder in einem Nebenraum vom Lehrerzimmer und da vielleicht ein mitgebrachtes Buch lesen und ne Viertelstunde oder zwanzig Minuten meine verdammte Ruhe haben damit ich wirklich eine Pause habe.
01:10:11: Für mich waren die Pausen fast anstrengender als der Unterricht selber.
01:10:16: Stop-Stundenlange-Dauerinteraktion war das, was für mich damals das anstrengendste von allem war.
01:10:23: Super wichtiger Hinweis!
01:10:24: Die Grundschule meiner Kinder macht das tatsächlich.
01:10:29: da können Kinder wählen ob sie drinnen bleiben oder nach draußen gehen in der Pause.
01:10:34: Die haben so ein Ganztagskonzept, der ganztag arbeitet dann aufsichtstechnisch an dieser Stelle mit und die dürfen das selber entscheiden.
01:10:42: es gibt Räume wo das dann stattfindet Und sie haben in der pause auch immer die Tourenhalle offen für Bewegung.
01:10:48: Das finde ich richtig.
01:10:49: also die Schule macht sowieso ziemlich viel auf diesem Wege schon.
01:10:54: Es ist einfach unsere Spengel, also unsere Einzugsgebietsschule, wo ich so einen Glück gehabt habe.
01:11:00: Aber die machen das so und ich hab da lange gar nicht darüber nachgedacht und dachte ja... Ich wollte auch immer die sein, die drinnen bleibt.
01:11:06: Und sobald wir das dann auf der weiterschwörenden Schule konnten... Da durfte man in der Cafeteria bleiben oder einfach drinbleiben war das für mich ein Segen!
01:11:13: Aber in der Grundschule ja Bewegung ist auch ein Part aber manche Kinder brauchen noch das super wertvoll.
01:11:18: Danke dir dafür nochmal.
01:11:19: Es gab ganz viele Fragen zu diesen Ritualen und ganz besonders immer zu Ein- und Ausstieg und aus Stunden zum Beispiel oder aus Phasen.
01:11:30: Wir sind ganz oft im Lehrkraftbereich, so dabei Stunden-Einstiege.
01:11:35: Da machen wir uns Gedanken und wie lassen mir die Kinder morgens ankommen?
01:11:40: Wie gestalten wir diese Ankunftszeit?
01:11:41: da gibt es immer mehr, die sich wirklich auf den Weg machen oder auch schon lange auf dem Weg machen das gut zu gestalten.
01:11:48: kurzes Morgengespräch was auch immer da das Ritual ist Es ist immer schwieriger mit den Ausstiegen weil dann wird die Zeit doch am Ende irgendwie knapp Und man hudelt dann noch schnell was brüllt noch etwas in die zusammenpackende Menge dass irgendwo Verhalt.
01:12:03: Und mir ist das auch regelmäßig passiert und ich habe dann gedacht, mit diesen Anfängen bin ich eigentlich ganz gut dabei.
01:12:10: die Ausstiege sind mein Thema.
01:12:11: da bin ich noch nicht so strukturiert dabei und es gibt zwei Szenarien dass eine ist Ich bin wirklich die Lehrkraft in der letzten Stunde drin Und dann mache ich so, dann habe ich einen Abschlusskreis.
01:12:22: Und in diesem Abschluss Kreis und das finde ich total wichtig gibt es immer Zeit nochmal irgendwas was man los werden möchte loszuwerden.
01:12:29: da haben wir zum Beispiel diese Zeit zu.
01:12:30: hey noch mal zu den Pausensituationen.
01:12:32: ich wollte noch mal sagen tut mir leid Manchmal geht es dann in der Situation.
01:12:36: Wir gucken auf das, was schön war an dem Tag.
01:12:38: Wir machen schon einen kleinen Ausblick in den nächsten Tag.
01:12:40: Was liegt eigentlich morgen an?
01:12:41: Ach denkt dran!
01:12:42: Morgen ist übrigens kein Sport da haben wir die Klammer zum Vortrag.
01:12:48: Da kann man sowas auch schon mal so ein bisschen vor entlasten und diese Zeit nehme ich mir.
01:12:54: Da zwacke ich auch notfalls wirklich etwas vom Stoff weg.
01:12:57: Das ist mir mega wichtig.
01:12:59: Und da habe ich immer meinen Timer stehen dass sich die auch wirklich nicht vergesse Fall noch für diesen Kreis treffen, denn so wie jemand geht kommt er.
01:13:10: Das heißt so wie ich jemanden entlasse manchmal eben auch als Fachkraft aus einer Situation startet diese Person in die nächste Situation.
01:13:17: ihr kennt das wenn ihr in so Klassen reingeht wo gerade so diese Schlussphase war.
01:13:22: die war vielleicht jetzt nicht super routiniert vielleicht sehr wuselig und ihr geht als Nächsteperson in diese Klasse rein schön Da habt ihr erst mal eure Liedermühe alle wieder irgendwie einzufangen.
01:13:35: Und da kam eben, das würde ich jetzt da mal unterbringen die Frage wie ist es als Fachlehrkraft?
01:13:39: Ich bin fachlehrkraftig habe teilweise nur einen und manchmal nur zwei Stunden in der Woche in dieser Klasse.
01:13:43: Wie schaffe ich in diesen forty fünf Minuten Tag den ja viele Schulen einfach noch haben?
01:13:47: Wie bringe ich das denn darunter?
01:13:49: Und ich nehme mir dass auch in abgespeckt wenn ich reinkomme.
01:13:53: Ich arbeite mit Musik immer eine Musik laufen, wenn ich reinkomme.
01:13:56: Die mache ich sofort an!
01:13:57: Ich habe eine Bluetooth-Box und mein Spotify... Und da hab' ich mir das in so einer Liste alles zusammengeklickt.
01:14:03: Es gibt so ne ganz ruhige Anfangsmusik die läuft und solange die Plänkelplänkel im Hintergrund läuft wissen alle entweder bis schon mal Sachen rauslegen.
01:14:11: Ich kann einzelne Kinder in dieser Zeit einzeln begrüßen wo ich weiß.
01:14:15: Da muss ich mal kurz gucken Wie geht's dem oder der denn heute so?
01:14:20: Man kann auch mal schnell was essen, trinken aufs Klo gehen.
01:14:23: Ein Buch lesen, quatschen ... Aber diese Hintergrundkulisse sorgt dafür dass es irgendwie einen Rahmen gibt indem das alles moderat stattfindet.
01:14:34: wenn das ritualisiert ist und wenn die Musik leise wird dann starten wir am besprochenem Punkt an den Plätzen im Kreis wie auch immer oder ich versuche auch da dann so ein kurzes Ritual, da muss natürlich nicht so einen ewigen Sitzkreis und morgen Ritural.
01:14:52: Und so das ist oft ein kurstes Handzeichenreich!
01:14:57: Wie geht es euch heute?
01:14:59: Dann kann ich vielleicht auf ein, zwei Kinder eingehen die so zeigen.
01:15:02: Oh was war los Pause?
01:15:03: Ah okay!
01:15:04: Vielleicht für mehr noch mal Zeit darüber zu sprechen.
01:15:06: oder wollte mit mir drüber sprechen.
01:15:07: also solche Dinge kann man da kurz unterbringen und dann ist aber auch mein Fokus dann auf diesen wie gehe ich raus aus der Stunde?
01:15:13: Und auch da reichen ein-zwei kleine Impulse die wir immer machen.
01:15:18: das war für mich heute das beste in der stunde Das habe ich mitgenommen dass weiß ich jetzt was ich vorher noch nicht wusste irgendeine frage die man da vielleicht einen ritualisiert Und dann mache ich auch da wieder erstmal noch so leise Musik an und nehme die damit, wenn ich gehe.
01:15:36: Im besten Fall – und das kann ich jetzt mal an alle Kolleginnen geben – sind solche Rituale wirklich unter allen abgesprochen?
01:15:43: Ich weiß... Schwierig!
01:15:47: weil man natürlich nicht alle mitnimmt.
01:15:48: Aber da, wo ihr sagt, unser Kollege ist da, hat er eigentlich Bock drauf?
01:15:51: Ich war früher sehr bei.
01:15:52: Nein ich will individuelle Arbeiten und meine Sachen machen aber ich glaube... Und das ist an der Schule die ich eben so erwähnte.
01:15:58: von meinen Kindern gibt es bestimmte Rituale.
01:16:00: die sind in allen Klassen gleich.
01:16:03: Es startet in einen Klassengleich es endet in einem Klassen Gleich.
01:16:06: Die bestimmten Unterrichtsphasen und Tagesphasen Enden abgesprochen auf die gleiche Weise und das ist wirklich eine super Entlastung auch dann, wenn Vertretungssituationen sind.
01:16:19: Und wie gesagt guckt ein bisschen darauf, wie verabschiedet ihr die Kinder?
01:16:24: Selbst wenn die Stunde super morgens war, nehme ich mir noch.
01:16:27: solche Stunden habe ich auch.
01:16:28: da gehe ich raus und sage naja gut dass das jetzt niemand gesehen hat.
01:16:35: Also keine Sorge, die Stunden habe ich ganz normal so wie das uns allen geht.
01:16:39: Das gehört dazu ne?
01:16:41: Wenn wir wirklich Fehler sind helfen ernst meinen und auch Scheitern dazugehört dann dürfen wir auch unser eigenes scheitern benennen.
01:16:47: Und da nehme ich mir wirklich noch diese Minute.
01:16:49: Ich hole sie nochmal alle in die Aufmerksamkeit und hab gesagt Wie ging es denn euch heute?
01:16:55: Weil für mich war's So-und-so oder ich hab das vergessen oder ich habe heute gemerkt Oha!
01:16:59: Ich war überhaupt nicht richtig bei der Sache.
01:17:01: Heute Habt ihr das gemerkt.
01:17:02: Ja Naja, vielleicht können wir morgen mal gucken das was so und zu machen.
01:17:07: Ich nehme mir diesen Moment oder ich entschuldige mich in diesem Moment wenn irgendwas doof gelaufen ist.
01:17:11: Ich benenne noch mal irgendetwas und wenn ich das nur eine Minute mache.
01:17:15: aber die nehme ich mir.
01:17:15: diese Minute habe ich.
01:17:17: Ich nehmen sie mir einfach an der Stelle selbst wenn nicht dann irgendwie so eine Minute später rausgehe.
01:17:22: Aber dass es so so wichtig dass ich gut raus gehe Und das an der Stelle guckt mal darauf, guckt auf eure Ausstiege.
01:17:31: Ein Stieger haben wir meist ganz gut und das schaffe ich auch als Teilzeitlehrkraft eben abgespeckter aber auf jeden Fall möglich!
01:17:39: Ich glaube den Großteil haben wir hier ganz gut drin.
01:17:44: ein großer Part wie nämlich KollegInnen mit auf diesen Weg einladen ist für mich immer das Beste.
01:17:50: zu sagen du musst jetzt so arbeiten schwierig arbeitet selbst so seitselbst Ein Leuchtturm in diese Richtung.
01:18:00: Es ist hart, es ist anstrengend manchmal auch alleine zu sein, sucht euch Verbündete, würde ich immer sagen im Collegium und dann macht die Tür auf und steht zu dem was ihr da macht.
01:18:13: bei mir war das dann so, dann sind sie reingekommen und haben sich das Klassenzimmer angeschaut.
01:18:17: ja aber wie sieht denn das Kind dahinten?
01:18:20: Die Tafel!
01:18:24: Klassiker ich weiß Die brauche ich gar nicht so oft und wenn, dann sitzen wir hier vorne.
01:18:30: Ja aber später dann brauchen wir die Tafel nicht.
01:18:33: Aber wo schreibst du Sachen hin?
01:18:38: Das ist ja wertvoll weil da hat jemand Bock das will wissen wie ich das mache Und vielleicht könnt ihr sogar organisieren dass man sich mal vielleicht gegenseitig zuguckt.
01:18:45: Ich weiß Zeit Zeit Zeit aber vielleicht ist es ja Mal möglich Aber ein bisschen stabil zu sein in dem was er tut auch wenn's manchmal gegenwind gibt Es super wertvoll.
01:18:54: Das hat, es zieht andere und wenn sie nun ganz kleine Stückchen weiterrücken in dem wie Sie arbeiten hilft das schon.
01:19:01: Bei mir war der größte Impact glaube ich die Elternzusammenarbeit als eine Kollegin, ehemalige Kolleginnen mal in der Dienstbesprechung gesagt ja dir fressen die Eltern ja eh aus der Hand du bist immer so nett zu denen.
01:19:17: Kompliment!
01:19:18: oder Kritik weiß ich jetzt nicht so ganz genau, wie rum das gemeint war.
01:19:22: Aber dann haben wir da ein bisschen drüber gesprochen und dann war das wirklich so.
01:19:25: ja genau... Das ist der Punkt.
01:19:26: also du hast ja gerade schon gesagt welche Erfahrungen man denn damit machen kann?
01:19:31: Und darüber regelmäßig zu sprechen vielleicht auch in Dienstbesprechung Zeit zu geben mal über solche Sachen zu sprechen oder Fortbildungen zu machen, Melanie.
01:19:41: Du machst die.
01:19:41: das kannst du jetzt abschließend gerne noch mal erwähnen weil ich weiß Ich werde auch immer angefragt und ich verweise mal auf dich.
01:19:47: also was hier mache ich Ganz ganz ganz selten bist gar nicht aber es gibt ja dich falls eine schule sagt wenn da mal jemand käme Und herralt Mal sagen würde dass so ne mit haben kopf kein problem ist oder dass es total Okay, wenn ein Kind eine Pause drin verbringen möchte und vielleicht finden wir Möglichkeiten dafür.
01:20:06: Dann kann man dich wo finden?
01:20:08: Ja genau!
01:20:09: Wir haben unsere Flyer heute mitgebracht.
01:20:12: Zuhause bin ich in Norddeutschland, aber das ist gar nicht so relevant dafür.
01:20:16: Weil wir bieten die Fortbildung eben auch im Online Format an und zwar ganz Deutschland Österreich und Schweiz.
01:20:22: also da einfach uns anschreiben unter www.adhs-gnwg.de oder eben den QR-Code auf dem Flyer scannen Und dann könnt ihr uns über das Kontaktformulär erreichen und da sind wir total flexibel unkompliziert.
01:20:35: Also wir schicken euch gerne alle Infos einfach rüber Dann könnt ihr das intern besprechen mediellen Termin mit uns planen, unbegrenzte Personenzahlen nach oben möglich.
01:20:45: Also da haben wir jetzt keine Obergrenzen in dem Sinne und einmal pro Quartal bieten wir die Fortbildung für Schulen und auch für Kitas offen an.
01:20:53: also selbst wenn man sagt ja ich habe total Bock aber aus einem Kollegium da kriege ich irgendwie noch keinen motiviert dann könnt ihr auch alleine an diesen offenen fortbildungen teilnehmen
01:21:02: und das finde ich immer super wertvoll.
01:21:03: wenn man doch auf Veranstaltung wie dieser hier merkt oh ich bin gar nicht so alleine.
01:21:08: wie ist sich manchmal anfühlt gesprochen mit der Kräften vom Gymnasium und die haben zu tun, sagen wir es mal so.
01:21:19: Ich habe jetzt so ein zwei drei Einzelfragen zum Beispiel Neurodivagente Einschulung bearbeitet.
01:21:26: Dazu habe ich ein bisschen auch im Buch geschrieben, da können wir einmal gucken und ansonsten gibt es ja wirklich mittlerweile nicht nur bei mir aber vielen anderen Menschen die sich diesen Thema widmen oder Schule allgemein widmen.
01:21:37: Tolle, tolle Impulse in diese Richtung.
01:21:39: schaut euch gerne vorne noch mal eine Runde um.
01:21:41: Da gehen wir jetzt auch gleich nochmal hin.
01:21:42: das heißt wenn doch noch ne Frage auf den unter den Unter den Nägeln oder Sprichworte und Redewendungen.
01:21:50: Wenn die noch brennt dann gerne her damit.
01:21:52: Ich bleibe auf jeden Fall bis hier.
01:21:53: jeder dass da halbwegs happy nach Hause geht.
01:21:56: Und ja, danke liebe Melanie dass du hier mit mir zusammen diese Podcast-Folge die hoffentlich jetzt so aufgeklappt hat aufgenommen hast.
01:22:05: Ich hoffe das da nochmal ganz viel dabei war.
01:22:08: wenn es nur Bestärkung war.
01:22:10: auch gut Wenn noch mal neue Impulse dabei waren.
01:22:13: auch gut ich überleg mich wie ich meinen Harald nenne Obwohl mit Harald freundlich mir gerade ist.
01:22:20: Nein ich möchte einen anderen Namen.
01:22:22: Da finden wir einen gemeinsam und vielen vielen Dank dass ihr so Tapfer-Tapfer zugehört habt und dabei auch relativ ruhig auf dem Plätzen gesessen habt.
01:22:32: Ich bin, ich hab seine große Anforderung!
01:22:35: Vielen vielen lieben Dank!
01:22:36: Ja
01:22:36: danke auch von mir, auch das ich heute dabei sein durfte.
01:22:49: Und zu guter Letzt natürlich noch ein herzliches Dankeschön an Jakob Jensch und Voice Up Productions für die Bearbeitungen und die Produktion dieser Folge.
01:23:01: Ein Kopf voll
01:23:03: Gold Was Neurodivagente Kinder
01:23:06: brauchen und wie wir sie stärken können.
Neuer Kommentar