70. ADHS und Depressionen im Jugendalter
Shownotes
Jahrelanges Mobbing unter dem Radar, Perfektionismus, eine Pandemie, Leistungsdruck und irgendwann geht nichts mehr. Feste Stationen in der Biographie meiner heutigen Gästin, der 16-jährigen Lilly. Gemeinsam mit ihrer Mama Bianca sprechen wir in dieser Folge über ihre letzten Jahre und ihren steinigen Weg, sich selbst zu finden und endlich zu verstehen. Und vor allem auch zu verarbeiten, was sie bisher schon alles tragen musste. Ein unheimlich berührendes Gespräch.
Hier findet ihr Biancas Arbeit:
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Transkript anzeigen
00:00:00: Okay, ich sag's wie es ist.
00:00:01: Als Lehrkraft mit ADHS sind das Schriftwesen und diese ganzen Dokumentationspflichten eine meiner größten Herausforderungen und auch eine meiner großen Schwachstellen.
00:00:08: Wo habe ich das noch mal hingeschrieben?
00:00:10: Wo hatte ich diesen Notizzettel nochmal hingeklebt?
00:00:13: Und wo liegt jetzt eigentlich schon wieder das Heft mit den Unterrichtsbeobachtungen?
00:00:16: Vielleicht fühlt ihr mit mir verschiedene Kalender-Apps, Notiz-Zettelisten, Schulplaner und Kanäle und ständig rutscht mir irgendwas durch!
00:00:25: Ich bin im privaten Team.
00:00:26: analog kommen auch weiterhin in meinen einzigen Analogen alle umfassenden Kalender.
00:00:34: Da möchte ich ganz transparent sein, aber alles andere wollte ich endlich gebündelt haben weil diese ganzen verschiedenen Systeme gleichzeitig das schafft mein Gehirn einfach nicht.
00:00:44: Ich durfte dafür schon vor einer Weile den Schulplaner ELI testen.
00:00:47: Das ist ein digitaler Lehrkraftkalender entwickelt von Lehrkräften für Lehrkräfte.
00:00:52: Ihr könnt ihn auf dem Handy, Tablet oder im Browser nutzen – alles synchronisiert sich immer automatisch.
00:00:58: Automatisch liebt mein Gehirn!
00:01:00: Außerdem kann ich so flexibel von überall Ideen notieren oder eben wirklich konkret auch Unterricht planen und falls ihr das möchtet… dass ihr dort alles an einem Ort eben auch einen Stundenplan oder ihr könnt eure Termine eintragen, wenn ihr den Part nicht wie ich analog machen wollt.
00:01:17: Aber auch alles andere können dir da unter einem Dach quasi mitnehmen.
00:01:22: Stundenplan, Planung, Aufgaben, Notizen, Anwesenheiten, Mitarbeit, Schülerinnen-Dokumentation und immer ganz wichtiges Thema Datenschutz.
00:01:31: auch hier ist ehrlich stark aufgestellt DSGVO konformen, die Server sind in der EU.
00:01:36: Es gibt keine Werbung und eine Ende zu Ende
00:01:38: Verschlüsselung.".
00:01:39: Das Entwicklungsteam möchte nah an der Realität von Lehrkräften sein.
00:01:43: Darum wird hier im konkreten Austausch stetig weiterentwickelt.
00:01:46: So entsteht zum Beispiel gerade eine Exportfunktion mit Druckoptionen – das ist natürlich super wenn ihr so Vertretungsstunden habt oder die Vorbereitung für die Elternsprechtage erleichtern wollt!
00:01:57: Ihr könnt LE-Dreißig Tage kostenlos testen ohne automatische Verlängerung, auch das ist sehr adhsgehörnfreundlich unter heyle.de.
00:02:08: Danach kostet es Jahresabo neunzwanzig Euro neunzig oder monatlich drei Euro neunsich.
00:02:14: Das finde ich bewusst fair gehalten und ja die Idee dahinter dass auch Referendarinnen sich solche Tools gut und einfach leisten können sollen.
00:02:25: Alles Weitere findet ihr in den Show Notes, vielleicht ja auch für euch ein wertvolles Tool um entspannter ins nächste Schuljahr zu starten!
00:02:40: Und da geht es unter anderem um Mobbingerfahrung, um sehr schwere Gefühle.
00:02:52: Um Depressionen.
00:02:54: und wenn du diese Themen gerade nicht gut hören kannst und nicht in der Verfassung bist dich mit solchen Themen auseinandersetzen zu worden und so können dann würde ich dir empfehlen diese Folge vielleicht auszulassen und dich eher auf die nächste Folge zu freuen.
00:03:09: und vielleicht ist diese Folge ja zu einem späteren Zeitpunkt
00:03:14: für dich
00:03:14: passt.
00:03:15: Ich hab mich schon immer irgendwie anders gefühlt, sagt die sechzehnjährige Lilly in einem gemeinsamen Video mit ihrer Mutter auf Instagram.
00:03:24: Dieses Andersfühlen hat auch einen Namen bekommen – Lilly hat ADHS!
00:03:29: Aber bevor sie das über sich erfahren durfte, hat's ganz schön gedauert.
00:03:34: Jahrelanges Mobbing eine Corona-Pandemie und irgendwann Depressionen.
00:03:39: Auf ADHS kommt lange niemand denn Lilly geht es wie ganz ganz vielen Mädchen.
00:03:43: Sie ist eben nicht der typische Zappelfälle.
00:03:48: Diese Folge heute wird für mich, und ich hoffe auch für euch etwas ganz ganz ganz besonderes!
00:03:53: Denn ich habe Lilly und ihre Mama Bianca heute eingeladen um mit mir über ihre Geschichte zu sprechen.
00:04:01: Bianca ist auf Instagram bekannt als Bianca Obermanns oder wie die OG's wissen Konfetti im Herz.
00:04:06: Ich freue mich unheimlich dass ihr da seid Und wir fangen mal mit einer vielleicht und hoffentlich leicht zu beantwortenden Frage an Wie geht's dir
00:04:15: heute?
00:04:18: Ein Kopf voll Gold.
00:04:21: Was Neurodivagente-Kinder brauchen und wie wir sie stärken können.
00:04:26: Ein Kopf Vollgold!
00:04:30: Wie gehts super heute?
00:04:31: Sehr gut, wenn ich jetzt diese Frage vor ein paar Jahren gestellt hätte dann wäre deine Antwort vermutlich eine andere gewesen oder?
00:04:41: Also mein Antwort wäre gewesen ja Mir geht's gut, aber ehrlich hätte ich das wahrscheinlich nicht so gefühlt.
00:04:47: Ich meine, da sind es eine sehr oberflächliche Frage, die man auch auf fremden Leuten teilweise stellt und darauf antwortet man sich jetzt nicht so, ja so heute gehts mir eigentlich richtig
00:04:55: beschissen.".
00:04:57: Und du hast das jetzt schon sehr beim Namen genannt?
00:05:00: Dir ging's beschissen.
00:05:02: was war in dieser Zeit los?
00:05:04: Also ich hatte sehr depressive Züge.
00:05:07: Es waren nicht nur Phasen, also auch Phase.
00:05:10: im Sommer ging es wieder schon besser.
00:05:11: Aber es zog sich dann immer sehr lange.
00:05:15: Ich wusste halt nicht was mich teilweise am Tag erwartet ob das jetzt so ein richtig schlimmer Tag war oder einfach nun schlimmer weil kein Tag war irgendwann mehr gut und mir ging's einfach nicht gut.
00:05:26: ich habe einfach gar nichts mehr geschafft.
00:05:28: ich hab keine Freude mehr in den Sachen gesehen ist einfach keine schönen Zeit für mich.
00:05:33: Wir wollen mal so bisschen schauen wie der Weg dorthin war und ich war immer sehr berührt von den Videos, die du mit deiner Mama Bianca aufgenommen hast.
00:05:43: Und in denen du so wahnsinnig ehrlich über diesen Weg erzählst wie deine Grundschutzzeit war, wie es danach weiter ging und wie das Ganze dann eben in dieser Phase gelandet ist, die Du eben schon so hast anklängen lassen.
00:05:55: Gehen wir jetzt mal so ein paar Schritte zurück.
00:05:58: Wenn ich das richtig gesehen habe, war vor allen Dingen die Grundschulzeit schon eine Zeit, die nun alles andere als schön für dich war.
00:06:05: Magst du darüber mal so'n bisschen berichten?
00:06:07: Ja also es hat eigentlich fast gesagt angefangen und sofort bei diesen Erstklässler-Fotoshooting-Star hat schon viel mit Ausgrenzungen angefangen.
00:06:16: Eigentlich hatte da schon keine Freunde weil sich alle in den Kripschen zusammengefunden haben aber alle ohne mich quasi.
00:06:24: Und das ging halt wirklich vier Jahre lang eigentlich so.
00:06:27: Also im vierten Jahr habe ich dann teilweise, weil ich auch oft drüber gesprochen habe und meine Mama zusammen hatte ich ein bisschen Freude sehr oberflächlich aber das hat mir nicht gereicht.
00:06:38: Aber ja dann war Corona und ich hab halt dadurch dass sich halt jahrelang auch gemacht wurde und danach wegen dieser Coronapanenie gar keine soziale Kompetenz gehabt.
00:06:48: Aber ja, das war einfach jahrelang immer... Das waren nicht so aktives Mobbing.
00:06:52: Dass die man sagt wirklich so du Besteiße!
00:06:54: So Kao und Gifretten oder sowas in der Grundschule exklusiv.
00:06:57: Das kommt sowieso nicht so stark wie in der Weiterfind-Schule.
00:06:59: Ähm aber dass wir einfach Aktives ausschließen.
00:07:04: Immer wenn sie nehmen.
00:07:05: Die lieben mich nicht an einer Gruppe sein Und ich habe einfach nie dazu gehört.
00:07:09: eigentlich
00:07:09: Kannst Du Dich erinnern ob Lehrkräfte das gemerkt haben.
00:07:13: Hat es eher das Gefühl, die gucken ganz bewusst nicht hin oder ist es wirklich an ihnen vorbeigegangen?
00:07:18: Das finde ich natürlich besonders spannend weil ich bin ja Lehrkraft und auch im Grundschulbereich.
00:07:22: deswegen finde ich mal so ganz spannend schafft man dass in dem Alter das wirklich so unterm Radar laufen zu lassen, dass das wirklich gar nicht auffällt?
00:07:31: oder sind da vielleicht auch Lehrkräftige Wesen die nicht wussten wie sie damit umgehen sollen dann vielleicht nicht so hingeschaut hätten, wie man sich das wünschen würde.
00:07:38: Also aus meiner Perspektive ist es auf jeden Fall schon so, dass die wirklich hingeguckt haben.
00:07:42: Es hatte eine sehr tolle Grundschullehrerin, aber auch eine, die war nicht so cool und die war halt auch Pause-Aufsicht.
00:07:49: Und ich war jede Pause alleine eigentlich.
00:07:51: Ich hab nie mit anderen Kindern gespielt.
00:07:52: Ich bin immer so in den Schulhof alleinerum begangen und ich hatte halt keine richtigen Freunde.
00:07:57: eigentlich nur wenn ... die Koalien nicht genug Kinder hatten, die mitgespielt haben bei dem Spiel oder wenn quasi da so eine einzelne Gruppe war, die überspielen wollten und was aber alle anderen können spielen folgen.
00:08:09: Dann durfte ich halt mitspielen.
00:08:11: Aber sonst bin ich mal alleine rumgegangen von dann selber gesagt das war nie so ... Und dann frag ich mich so wie unaufmerksam muss man eigentlich sein um so etwas nicht zu merken?
00:08:19: also
00:08:20: gut hat ja das Gespräch mit einer Klassenlehrerin oder sie waren meine Klassenlehre und mit dem Eltern von einer die halt zu dieser Moblin-Buppe dazu gehörte und der gesagt so nee War nie so, ist mir nie aufgefallen.
00:08:31: Aber es war halt sehr präsent.
00:08:33: Bianca, ich bin ja gerade wieder Richtung Vorschulzeit unterwegs.
00:08:37: Das ist eines meiner Themen, die auch auf meinem Kanal immer wieder behandeln und da bekomme ich natürlich ganz viel mit was Eltern umtreibt bevor eben die Schule losgeht.
00:08:46: Und tatsächlich ist es wenn man sich dann die Wünsche und Sorgen anguckt weniger ein Ohr- und Hauptsache, die ist immer super gut in Mathe oder supergut im Aufset zu schreiben sondern eine Sorge, die ganz viele Eltern umtreibt kriege ich mit, dass mein Kind gemobbt wird.
00:09:01: Oh Gott was ist wenn sie sozial oder eher sozial keinen Anschluss findet?
00:09:04: Das ist so mit Minimum in den Top drei Ängsten würde ich sagen.
00:09:08: Wenn nicht sogar neben oh Gott welche Lehrkraft kriegen wir somit die größte Sorge und bei dir ist es ja als Mama wahr geworden das das nun eingetreten ist.
00:09:19: weißt du noch wann du das so bewusst mit gekriegt hast?
00:09:23: oder hat Lilly direkt mit dir drüber gesprochen diese Mama-Gefühle verarbeitet.
00:09:30: Also, Lili war immer schon ein Kind der so auch ein bisschen in sich gekehrt ist, viel in ihren Gedanken ja auch war.
00:09:39: Das war auch schon sehr gut im Kindergarten, so in meiner Fantasiewelt und das habe ich natürlich schon beobachtet Ja?
00:09:47: Und in der Grundschule sieht man nicht mehr ganz soviel, ja?
00:09:54: Im Kindergart... Je weiter die Kinder gehen, desto weniger kriegt man hier so mit.
00:09:59: Und dann war es so dass in den Sommerferien zur zweiten Klasse das Arsch mit ihr im Welt und ich so und freust du dich schon auf die Schule?
00:10:11: Ja also ich freue mich auf den Unterricht aber ich hasse die Pausen!
00:10:15: Und dann weiß so was meinst du damit?
00:10:21: Ich bin immer alleine Und dann war das so ein Schock, weil wir haben immer über alles geredet.
00:10:26: Aber ich fühle, die war das ja so normal, dass sie das so dort erlebt hat und dass sie da ausgesprochen hat.
00:10:33: Dann wusste ich okay, das stimmt was nicht.
00:10:36: Das stimmt was nichts!
00:10:38: Es war ein ganz schlimmes Gefühl, weil uns auch keiner zugehört hat.
00:10:43: Man denkt immer... Ja, wenn das mein Kind betrifft, dann mache ich das und das.
00:10:47: Und dann ist es vorbei.
00:10:48: Dann rede ich mal mit den Kindern.
00:10:49: Dann nehme ich immer die Ärzte.
00:10:50: Das funktioniert aber nicht!
00:10:51: Man muss das mit so super viel Bedacht machen... ...und ich bin ja eigentlich ein total impulsiver Mensch.
00:10:56: Ich habe ja auch ADHS, hab' ich aber erst jetzt hier erfahren durch die diagnostikte Kinder.
00:11:02: Und ich hab mich dann aber total zurückgenommen.
00:11:03: Bin in Kontakt mit denen leeren gegangen.
00:11:05: Das Problem war aber dann, dass wir glaube ich drei oder vier Klassenlärer wechsel hatten?
00:11:12: Ja, das heißt es ist einfach alles untergegangen.
00:11:15: Die Lehrer die das hätten sehen können wollten es nicht sehen weil sie extrem gut mit der Familie befreundet waren, die zu den mobbenden Kindern gehört haben.
00:11:27: Das war so eine Hilflosigkeit.
00:11:29: wir waren so ausgeliefert und ich habe meinen Bestes irgendwie gegeben schöne Partys dann zu Hause gemacht, du weißt noch die Harry Potter-Parties.
00:11:39: Es war nicht so, dass
00:11:41: ich das...
00:11:42: Also es hat mir natürlich auch großen Spaß gemacht.
00:11:44: Aber ich wollte natürlich auch eine Atmosphäre bieten in der die Kinder gerne sind und habe mir einfach wahnsinnig viel Mühe gegeben was so zu machen weil alles andere hat nichts gebracht bis wir einer Frau Heinze wie leben sie?
00:12:00: Wundervolle, wundervollen Lehrern bekommen haben in der dritten Klasse, die das sofort gesehen hat!
00:12:07: Das ist wirklich dies großartig.
00:12:09: Sie hat der Lilly noch ein bisschen Hoffnung gegeben, ja und auch so einen Workshop gemacht für die Kinder.
00:12:15: Mobbing wäre also einfach damit die Kinder mein Gefühl dafür bekommen.
00:12:20: es war eine Projektwoche.
00:12:22: Warum mobbt man eigentlich?
00:12:23: Wie geht's mir selber?
00:12:24: Warum werde ich zum Mobber?
00:12:25: Na wie sind die Kinder, die gemobbt werden?
00:12:27: was fühlen sie?
00:12:28: Und dann haben die Kinder sich natürlich entdeckt.
00:12:30: das fanden die Eltern bei mich zu gut und mussten wir zur Schule Und saßen dann mit diesen betroffenen Eltern.
00:12:35: Das, was die Lili gerade erzählt habe, saß ich an einem Tisch und mir wurde gesagt, dass das alles nicht stimmt... ...und dass sie sich doch bitte vor allem in der Klasse entschuldigen muss.
00:12:45: Nein!
00:12:45: Dass sie überhaupt gesagt hat, dass sie ihn gemobbt hat.
00:12:48: Das war so brutaler Psychoterror, das kann sich kein Mensch vorstellen.
00:12:52: Das ist ja was, was wir digital auch mit unterschiedlichsten Themen von Menschen die von Ausgrenzung, Diskriminierung oder anderen wirklich schlimmen Dynamiken betroffen sind erleben.
00:13:04: Dass es nicht nur diese Taten an sich sind, mit denen sie irgendwie umgehen müssen sondern dann auch noch sich immer wieder rechtfertigen müssen, immer wieder durchsetzen müssen und sagen doch das was ich da sage stimmt!
00:13:15: Und das ist nochmal so eine Zusatzanforderung.
00:13:17: also Das tut mir wirklich wahnsinnig leid, dass ein Kind durch so eine Grundschutzheit... Wir reden hier über Grundschule.
00:13:26: Ja und immer wieder hin muss.
00:13:28: Immer wieder hin in die Schule.
00:13:30: Immer zu diesen Tätern auch.
00:13:37: für uns alle eine schwere Zeit vereinen, natürlich.
00:13:39: Ja
00:13:40: klar!
00:13:41: Also ich habe jetzt ein bisschen rausgehört dass du quasi in dieser Ohnmacht in der Du als Mama gesteckt hast gedacht hast okay an der Stellschraube kann ich scheinbar gar nicht drehen.
00:13:49: wie schrecklich.
00:13:51: dann fahre ich jetzt an.
00:13:53: allen anderen Stellen die ich irgendwie in der Hand hab fahr' ich ganz besonders auf.
00:14:00: Jetzt bin ja selbst auch Mutter Neurodivagenta Kinder und überhaupt Mutter
00:14:06: Ähm,
00:14:07: das war dann ja noch mal so eine Zusatzanforderung.
00:14:10: Das klingt nach einer ganz großen Anstrengung auch und begleitet mit diesen Sorgen?
00:14:14: Ja total!
00:14:15: Ich hab mir dann auch die Leni bekommen, also als sie in der Grundschule gekommen ist, ich hatte da auch einen Säugling.
00:14:21: Das haben wir alle nicht verarbeitet.
00:14:24: Weder Lilly noch wir, weil wir gar keine Zeit eigentlich hatten es zu verarbeiten.
00:14:29: uns hat ja auch niemand geholfen gesagt wie gehen wir damit um?
00:14:32: Und dann kam ja auch eins So nach dem anderen Jahr, dann diese extreme Grundschulzeit.
00:14:38: Diese Herausforderungen für Lilly die privaten Belastung ja mit Zeuglingen und diesen ganzen Singen und Arbeit.
00:14:44: Seine Trennung Corona Umzug
00:14:48: Ja Das war
00:14:51: das war schlimm und wir haben letztes Mal in der ersten Evolution Folge darüber gesprochen.
00:14:56: Und hat die Lili das alles erzählt?
00:14:57: Und dann hatte ich abends die erste Panikattacke meines Lebens weil Ich dann erstmal Verstanden habe, was Lili durchgemacht hat.
00:15:07: Und
00:15:07: mein Nervensystem hat das gar nicht verarbeitet genauso wenig wie Lili.
00:15:11: Ja gerade wenn man auch als neurodivergenter Mensch so eine große Empathie mitbringt ... Auch diese Dinge ja einfach noch mal verstärkt fühlt dann dass kann ganz, ganz große... Das wussten
00:15:22: wir hier aber bis dahin noch gar nicht!
00:15:24: Dass wir das alle haben, ja?
00:15:26: Wir tappten ja solange im Dunkel mit diesem ganzen Ding ist.
00:15:31: Wahnsinn
00:15:31: Wir kommen so in diese Richtung noch.
00:15:34: Jetzt würde ich von dir gerne wissen, Lilly.
00:15:36: Ich bin ja Grundschullehrkraft und was ich erlebe bei diesen Kindern die von Mobbing betroffen sind... Zum Glück!
00:15:46: Toi, toi, toi!
00:15:46: Ich hoffe es geht.
00:15:47: mein Bestes ist dass ich das immer sehe und bisher klappt es auch und es kommt glaube gar nicht erst dazu.
00:15:52: So hoffe ich zumindest.
00:15:54: Aber was ich erlebe wenn ich etwas mitbekomme ist ein ganz großer Part davon ist dass die Kinder glauben was da entweder ihnen entgegen gebracht wird.
00:16:03: Jetzt hast du gesagt, ich habe jetzt gar nicht so gemeine Sätze ganz bewusst
00:16:07: gehört.".
00:16:08: Das gibt es ja auch.
00:16:09: und das Problem ist die Kinder glauben das oder eben sie werden ausgeschlossen.
00:16:14: und gerade Kinder mit ADHS – grad wenn Sie's auch noch nicht wissen bei denen dockt das total an dass sie denken Ja weil ich bin ja So und so.
00:16:21: Oder ich pass ja auch wirklich nicht rein oder ... Ich bin ja auch nicht liebenswert, hast du auch das Gefühl gehabt naja es wird schon einen guten Grund geben warum die mich nicht akzeptieren wollen?
00:16:31: Oder hattest du schon irgendwie so eine innere ... ich sag mal so ne innere Überzeugung was dich angeht und sagt nee dass seinig.
00:16:37: ist das nicht cool was die machen?
00:16:38: hätte ich diese innere überzeugung und awareness auch gehabt wäre ich halt auch dahin gegangen hat das mein Lehrer meiner Mutter früher auf jeden Fall gesagt ist nicht realisiert.
00:16:49: Ich glaube, das war eher dieses ... was danach kam.
00:16:53: Was dann wirklich den Effekt von früher gezeigt hat.
00:16:56: Weil dann war es auch in vielen meiner halt anderen Beziehungen also Freundschaft
00:17:01: etc.,
00:17:03: dass ich einfach immer das Gefühl hatte, dass die mich jeden Moment verlassen werden oder dass ich das nicht verdiene.
00:17:08: Dass ich hätte richtige Ängste auf dem Freundschaft und wenn meine ... Ich hatte so ein Trio-Freundschaften, ich hatte immer Angst aber mehr muss jetzt ... Und ich hatte immer Angst, dass wenn die sich nur zu zweit getroffen haben, dass ich jetzt raus bin.
00:17:20: Dass sie das über mich lässt dann?
00:17:21: Weil über mich wurde er immer gelestet also ... Die haben es mir nicht direkt gesagt aber so ein Gerücht, der mich verbreitet, lieben Geschichten.
00:17:28: Es wurde gesagt, dass ja irgendjemand geschwagen
00:17:30: habe.
00:17:31: Also einfach gar nicht meine
00:17:32: Art ist.
00:17:32: Das
00:17:34: muss man schon sagen, hat da meinen Rücken auf jeden Fall gehört.
00:17:36: Ich hatte auch mal eine Freundin, aber die hat mich dann richtig übel hintergegangen für einer der Mobber-Freundinnen mit denen sie sich stark eingefreundet hat Und das war dann einfach so, ich hab das schon so hingenommen.
00:17:48: Weil ich irgendwann auch diesen Grundsatz ... quasi in meinem Kopf hab gesagt, ja, ich bin ja aber auch introvertiert und ich rede nicht gerne mit Menschen.
00:17:58: Ich geh auch einfach nicht dazu.
00:17:59: Das wurden wir von außen gesagt, weil es wird auch von Mama, weil ich immer als introvertiet dargestellt wurde.
00:18:06: Ich war sehr inkompetent für viele neue möglichen Freundeskontakte.
00:18:11: Ich hatte auch irgendwann soziale Ängste entwickelt bei der Filmschule.
00:18:15: weil ich einfach so keine Erfahrung damit hatte und einfach richtig Angst hatte, irgendwelche neue Connections zu bilden.
00:18:21: Weil ich Angst hatte was die über mich denken oder dass sie mich wiederverlassen
00:18:24: werden.".
00:18:24: Ja dann hat man glaube ich auch wahnsinnig ja.
00:18:27: also einmal hast du dann Vertrauensthemen wenn du so oft die Erfahrungen machst selbst die Menschen die sich mehr zuwenden die Freundinnen die sich mir zu wenden da weiß ich auch nicht so ganz genau was ist morgen oder was passiert dann?
00:18:39: Und dann eben du schreibst das in einem Video an Mit deiner Mama dieses eh sich anders fühlen und dann sagen ja keinen Wunder.
00:18:47: Ich bin ja wirklich auch so und so, dass ich nicht so richtig irgendwie reinpasse.
00:18:53: Und dieses Anderssein abgesehen von diesem Ja, ich bin irgendwie zurückhaltend.
00:18:58: weißt du noch wie dieses Anders sein sich angefühlt hat?
00:19:01: Konntest Du das konkret benennen.
00:19:02: also das mache ich konkret anders.
00:19:04: hier agiere ich komplett anders als andere Kinder, oder war das eher so ein Gefühl von ... So ein insgesamt Gefühl.
00:19:12: Irgendwie gehöre ich nicht richtig rein?
00:19:15: Irgendwihil fühle ich mich einfach
00:19:17: anders.".
00:19:17: Kannst du das noch genau benennen wie das für dich war?
00:19:20: In der Grundschule konnte ich es auf jeden Fall nicht genau benennt.
00:19:23: Ich wusste einfach schon, dass ich angedockt bin, bis ich halt nicht dazugehöre und meine Freunde sind.
00:19:29: Und ich hab da weiterfühlen Schule.
00:19:32: auch benennen.
00:19:33: und es ist nicht so, als würde ich das nicht mehr fühlen.
00:19:36: Weil ich fühle mich auch noch immer anders.
00:19:38: Ich sehe das jetzt zwar nicht mal als unbedingt negativen Aspekt aber... ...ich fühl mich ja trotzdem anders!
00:19:44: Ich bin jetzt ja keine Ahnung wie die und die aus meinem... Keine Ahnung... Politikkurs oder sowas ist einfach... Man fühlt das trotzdem nicht einfach weg, besonders wenn man schon so früh seine Kinder dazahnen hat.
00:19:56: Ja und es ist ja tatsächlich auch so dass man als neurodivagenter Mensch einfach faktisch sich ein bisschen anders verhält oder anders wahrnimmt als ein gewisser Großteil.
00:20:05: aber wie du sagst das Entscheidende ist ja dazu einen positiven Identitätsbezug zu bekommen zu sagen ja ich bin da anders So what?
00:20:14: Also, das bringt bestimmte Herausforderungen mit sich.
00:20:17: Das bringt aber auch ganz bestimmte Stärken mit sich und die muss ich kennenlernen.
00:20:20: Das ist genauso okay wie alles andere.
00:20:25: Bianca, du hast ja eben schon gesagt ... Auch du hast jetzt deine ADHS-Diagnose.
00:20:30: Kannst du dich an deine Schulzeit erinnern?
00:20:33: Gibt es da Parallelen zwischen dir oder war deine Schulzeiten ganz anders?
00:20:37: Nee, schon.
00:20:38: Es gibt Parallel und irgendwo auch nichts.
00:20:41: Ja also bin auch... viel ausgegrenzt worden.
00:20:44: Ich hatte nie viele Freunde, ich war aber ... ich bin halt so aufgebrochen in der Schule als ich war total laut und witzig.
00:20:55: Deswegen ist das was Lili eben gesagt hat, sie war eher ruhig und ich hab dann viel Raum eingenommen.
00:21:00: Was ich witzigerweise zu Hause nie gemacht habe.
00:21:03: Zuhause war ich sehr still, hab ich kaum gesprochen.
00:21:05: Und in der Schule dann das ganz absolute Gegenteil Das würde ich schon sagen, ist sehr ähnlich.
00:21:12: Aber ich habe mich immer dumm gefühlt.
00:21:14: Nicht gut genug.
00:21:17: Schule war für mich einfach wahnsinnig anstrengend und ich wollte eigentlich... Ich wollte eigentlich immer aus Gymnasium.
00:21:23: Mich hat aber keiner unterstützt.
00:21:25: Ja, ich hatte ein bisschen Hilfe auch mit vielen Dingen weil ich ja nicht... dumm bin, wie ich jetzt weiß.
00:21:31: Das geht ja immer so damit einher.
00:21:33: Ich kann immer noch nicht bruchrechnen!
00:21:35: Ich kann mir nicht das Kleine einmal eins merken, aber ich bin in anderen Dingen so gut.
00:21:42: Mein Papa hat zum Beispiel mein Geburtsdatum nicht merken und der hat hundertprozentig auch ADS.
00:21:47: Der hat bis er sechzehn war mit Berührungsaft bekommen.
00:21:52: Es ist total spannend dann zu sehen sehr geholfen, das vorher zu wissen.
00:22:00: Ich wusste es die ganze Zeit nicht!
00:22:02: Ich wusse arbeiten erst seit letztem Jahr und weil man dafür Ein Blick hatte für uns.
00:22:09: Ganz oft krieg ich so dieses Ja, ja, ich sehe hier bei meinem Kind.
00:22:14: oder bleiben wir jetzt vielleicht mal bei den Mädchen.
00:22:16: Ich seh da was.
00:22:17: ich denke das könnte Adi herr sein aber ich will halt diesen Stempel nicht.
00:22:20: und wenn man jetzt euch beide hört Und dass sage ich immer wieder die Stempeln die wir uns dann geben ich bin blöd ich bin dumm ich kriege es nicht hin ich Bin nicht gut genug ich bin nicht liebenswert weil ich so schüchtern bin.
00:22:30: was auch immer diese stämpel würde ich doch sofort eintauschen gegen, ach so!
00:22:36: Ich hab ADHS und das kann ich mir fachlich angucken.
00:22:39: Das kann ich mehr persönlich angucken... Ich kann Gemeinschaft finden in anderen die es auch haben.
00:22:43: Ich kann mich austauschen Und wir dürfen ja einfach nicht glauben dass nur weil wir's vielleicht nicht diagnostiziert bekommen Wir haben es ja trotzdem Es ist ja da Wir haben uns nur nicht auf irgendein Zettel stehen Und es kommen dann eben andere Stempel, ne?
00:22:56: Sie mit der Frakti auch was bündnend wie das Das bringt mir, wenn ich weiß was mein Kind das hat.
00:23:01: Dann werde ich nur sagen alles!
00:23:03: Akzeptanz und Verständnis und eine andere Sichtweise darauf... Ich bin so traurig dass ich das bei mir so spät ist und habe dann auch gesagt brauche ich das eigentlich?
00:23:19: Und
00:23:20: ja jetzt kann ich weiß ich warum mir das zu viel ist wenn er so viel los ist dass ich nicht einfach nur faul war, sondern mehr Support gebraucht hätte.
00:23:31: Und das ist doch so viel Wert benohnt, dass einordnen kann.
00:23:35: Ich
00:23:35: habe gerade heute passenderweise bei so einer Instagram-Kachel gelesen, dass das große Problem im Umgang mit Sachen wie zum Beispiel ADHS oder Autismus Spektrum immer ist, dass all das was daraus resultiert bestimmte Verhaltensweisen die vielleicht auch eher in Richtung Scheitern gehen in dieser Welt, die ja gar nicht für uns gemacht ist Dass es eben nicht irgendwie eingeordnet wird sondern dass das immer als persönliches scheitern zurückgemeldet wird.
00:24:00: Du hast nicht aufgepasst, du hast dich nicht gut genug konzentriert, du hasst dich nicht doll genug
00:24:04: angestrengt.".
00:24:05: Du könntest doch wenn du wolltest aber du willst ja scheinbar nicht oder du bist unsozial weil du dich nicht an diesem Geburtstag erinnern kannst.
00:24:12: wie schwer kann es sein eine Nachricht zu schreiben und wenn man das eben immer wieder in die Richtung dieser Person schiebt dann ist auch gar kein Wunder dass das mit dem Selbstwert wirklich sehr sehr mau aussieht.
00:24:23: Diese ganze Überforderung die ganzen Jahre, alleine mit den Kindern.
00:24:27: Ich war ja mal allein mit den Kinder und diese ganzen Herausforderungen, diese ganzen Termine und immer versucht man bestes zu geben und dann trotzdem wieder irgendwas vergessen.
00:24:35: Und das war echt viel.
00:24:39: Und daraus folgen jetzt auch oft diese Depressionen, die man hat wenn man nicht diagnostiziert Und auch das hätte ich ja nicht gewusst, wenn ich nicht bei Instagram auch darauf gestoßen wäre.
00:24:54: Woher es kommt?
00:24:55: Total!
00:24:56: Das ist wirklich ein ganz wertvolles Feld.
00:24:58: Es wird immer so belächelt aber es ist wirklich eine ganz wichtige Puzzlestück auf diesem Weg.
00:25:07: In einem der Videos gehört und gesehen.
00:25:10: Und das hat mich sehr berührt, weil ich glaube, dass mein Weg ähnlich war.
00:25:13: Das gedacht hast du ja okay mit dem Selbstwert ist es jetzt nicht so weit.
00:25:17: Den konnte ich gar nicht richtig aufbauen durch diese sehr anstrengenden und wirklich auch diskriminierende und ausgrenzenden Erfahrungen.
00:25:24: also habe ich mich auf das konzentriert was ich irgendwie in der Hand hatte und das war Leistung Noten, gute Noten schreiben, gut in der Schule sein.
00:25:32: Das habe ich irgendwie in der Hand gehabt und kriege auch jetzt wieder eine Gänsehaut, weil das bei mir ähnlich war.
00:25:38: Hat das denn... ist das aufgegangen?
00:25:40: erst mal für dich?
00:25:41: Also in der Grundschule war es sehr kritisch.
00:25:43: Ich hatte fast immer nur einen Saubenzahlten, nicht eigentlich.
00:25:47: Und dann war ich auch sehr... ich hab auch angefangen zu weinen, welchen Reib bekommen habe als richtig so ein richtiger Streper.
00:25:53: Und dann hatten wir aber halt Corona und hab ich Depression bekommen, sondern hab ich's nicht mehr geschafft.
00:25:58: Ich habe es einfach nicht mehr ... Ich konnte den Stoff nicht nach Gold bekommen.
00:26:02: Während ich die Person hatte, hab ich es nur in guten Phasen geschaffen zu lernen oder auch zu machen.
00:26:08: Ich konnte mich nicht konzentrieren.
00:26:09: Wenn ich probiert habe zuzuhören, bin ich gewundert sofort abgeschaltet und war irgendwo anders sofort.
00:26:14: Ich kunde das einfach nicht.
00:26:15: Ich war einfach die ganze Zeit wie in so einem ... Artennebel, der mich so zurückgehalten hat und dem es auch schwer gemacht hat irgendwie zu atmen.
00:26:23: Weil ich's nicht mehr richtig geschafft habe einfach zu... ...zuleben.
00:26:26: Einfach das war so... ...schwer ist.
00:26:29: Einmal etwas, was mich die ganze Zeit zurück gehalten hat.
00:26:30: Und jetzt schreib' ich wieder bessere Noten.
00:26:33: Ich hab da die Schule gewechselt und... ...ich bin jetzt wieder richtig gut dabei.
00:26:37: aber jetzt bin ich natürlich auch sehr enttäuscht wenn ich schlechtere Noten schreibe.
00:26:40: Einfache weil dass etwas... ...ist was... Es geht mir so ne... Das ist eine Verstetigung, die ich von früher kenne.
00:26:47: Es fühlt sich immer gut an, wenn man nur in Schrafen fühlt und sich verurteilt.
00:26:51: Und andere bei meinen Beeren in der Mathe arbeiten mit viel Schreib hat mir das Gefühl, oh mein Gott alle denken jetzt, ich bin dumm.
00:26:56: Alle denken jetzt ... Wenn generell nicht so gut in einem sehr systematischen Fächer, was für mich so chemisch, desigmatisch, gut in so kreativen Sachen kommt auch ein bisschen von RDS.
00:27:06: Weil die meisten Künstler haben ja auch RDS?
00:27:09: Ich bin auf jeden Fall besser an sowas.
00:27:11: auf zwei bis einsen, aber einem Rest halt nicht.
00:27:15: Weil es mit einfach viel schwerer fällt zu verstehen.
00:27:18: und dann denke ich immer alle denken sofort ich bin dumm obwohl in anderen Sachen ja glänze.
00:27:22: Aber man gehöre noch immer so stark verankert dass notwendigso definieren als Person.
00:27:29: Ja das
00:27:29: ist was was schwer rauszukriegen ist gerade wenn es sich in so starken Krisensituationen formt, dann ist das ja auch... also letztendlich ist es hier ein ganz wertvoller Versuch deines Systems zu sagen okay du darfst dich nicht ganz verlieren.
00:27:43: Guck mal wenigstens diese eine Sache die kannst du noch so in einem letzter Anker und den dann loszulassen in Zeiten wo man merkt hey ich lerne mich jetzt eigentlich anders kennen.
00:27:50: Ich kann einen anderen selbstwert aufbauen und merken.
00:27:53: ich bin natürlich viel mehr als gute Noten.
00:27:57: Das ist aber ein ganz schön harter Prozess und ich kann dir sagen deine Mama wahrscheinlich auch dass man auch in den Dreißigern unterüber hinaus noch sitzt und Händeringen versucht, diese Dinge die vielleicht mal etwas durchaus wertvolles für einen getan haben gehen zu lassen.
00:28:11: Und was das für ein harter Prozess ist oder?
00:28:14: Wir arbeiten ja jetzt alle sehr hart dran finde ich in unserer Generation und es ist ja das Großartige, dass unsere Kinder das in dieser Form... nur bedingt noch machen müssen, weil die viel näher dran sind.
00:28:27: Also wir hatten das Thema gerade erst mit der Mathearbeit ja wo sie total hysterisch in ihrem Zimmer saßen und dann bin ich da rein habe ich dachte lili kein Schwein fragte Schwatze für eine Mattenote in der neunten Klasse hat.
00:28:38: es ist jetzt mehrere Möglichkeiten.
00:28:41: entweder du gehst jetzt davon wo du es rein.
00:28:44: ja ich erlaube dir dass sag ich wie.
00:28:46: lili hat noch nie Ärger für irgendeine Note bekommen.
00:28:50: verpackt diese Arbeit Mach mindestens ne Fünftraut.
00:28:56: Diese Wahl hast du.
00:28:56: oder du stresst dich jetzt abartig.
00:28:59: Du kannst es einfach nicht, okay?
00:29:02: Du kannst das einfach nicht!
00:29:03: Ist doch scheiß egal.
00:29:05: Du brauchst keine Parabens zu berechnen in deinem weiteren Leben.
00:29:07: Wirstes einfach nicht benutzen.
00:29:08: also scheiß'n wir drauf.
00:29:10: Dieses System ist nicht für uns gemacht, Liddy.
00:29:15: Dieses system ist für niemanden eigentlich... heilsam oder gut, weil es überhaupt nicht auf dich eingeht und ich erlaube es dir.
00:29:23: Und ich supporte dich darin, es in Fröhlichkeit so richtig gegen die Wand zu
00:29:28: fahren.".
00:29:29: Ja das ist wunderbar!
00:29:31: Das hätte ich auch gerne mal gehabt und von mir gibt es keinen Ärger.
00:29:35: dann frage ich mich manchmal so warum?
00:29:38: Warum, warum ist sie da so doll?
00:29:41: Aber ich kann es natürlich hier stehen.
00:29:42: Vor allem ja auch mit euren Ausführungen, dass es einfach diese Sicherheit gegeben hat lange Zeit, dass sie wer ist.
00:29:49: Sie ist ja so viel mehr!
00:29:50: So viel mehr als ihren Runden.
00:29:53: Es wird sich niemals widerspiegelt.
00:29:54: Wenn deine
00:29:54: Mama sowas zu dir sagt und da so an deiner Seite ist, kommt das so richtig innen an.
00:30:00: wie geht's ihr damit dann?
00:30:02: Nein, tut mir leid.
00:30:04: Aber einfach nein!
00:30:05: Das ist einfach so ... Ich war auch ein Therapie und das ist einfach eine Grundanahme.
00:30:10: Man hat ja, man formt ja als Kind nur eine Grundannahme zum Beispiel, wenn mein jetzt halt in die Schule gemobbt wurde oder kann auch keine guten Noten vollgeschrieben haben.
00:30:17: Ist dann eine Grundanhame?
00:30:18: So ich bin dumm, ich bin nicht gut in der Schule, ich Bin nicht gut genug sowas.
00:30:22: Wenn du es immer wieder gesagt bekommst glaubst du es halt irgendwann und dann glaubst Du es von Herzen Dann kann dich auch fast nichts mehr davon überzeugen aus tausend Jahre wirklich ein eigenes Verkopf auch irgendwie damit auch zu tricksen, dass es halt nicht so ist und das kommt dann einfach nicht an.
00:30:38: Also wenn man ... Das ist halt ein Ich-Problem!
00:30:41: Ich muss das quasi zu mir sagen, ich muss das glauben können und keine andere Person die kann das nicht für mich machen sondern ich muss halt die Verantwortung für mein eigenes Mindset übernehmen.
00:30:50: Das finde ich ganz stark.
00:30:51: Es sind ganz, ganz starke Erkenntnisse, die ich glaube mit neununddreißig hatte.
00:30:57: Ich habe einen wahnsinnigen Respekt davor, dass man mit sechzehn schon auf diesem Weg ist.
00:31:02: Aber wie du sagst es ist ein Weg!
00:31:04: Also ich kenne das nämlich sehr gut.
00:31:06: Ich hab eine ganz erge Prüfungsangste ausgebildet und war eben auch so.
00:31:09: wenn ich da jetzt versage dann ist die Welt zu Ende.
00:31:13: Wenn da nicht ne Eins oder meine Wegen mit Wohlwollen noch ne Zwei steht, das habe ich nur ausgehalten vielleicht?
00:31:20: Das war für mich...wie sterben?
00:31:22: So schlimm war das weil ich dachte Dann habe ich nichts mehr, gar nichts mehr.
00:31:28: Und dann lehnen mich auch die letzten Menschen, die mir noch irgendwie einen Hauch von Zuspruch zuschustern, wenn da eine einsteht oder vielleicht.
00:31:35: dann steht er mal von der Lehrkraft gut darunter oder toll gemacht und danach
00:31:41: sucht
00:31:41: man ja so händeringlich irgendwas was man diesem... Ich bin doch gar nichts wert entgegensetzen kann und deswegen kann ich sehr gut verstehen dass es ganz lange dauert bis diese Sätze ankommen.
00:31:52: Ich hoffe aber, dass zumindest dieses Setting von okay ich kann das persönlich ganz ganz schlimm finden oder mich ärgern.
00:32:01: Oder stark an mir zweifeln wenn die Note nicht so aussieht wie ich sie mir eigentlich wünschen würde trotzdem zu wissen wir können Zuhause nichts passieren Ist das was, was du gleichzeitig auch mitnehmen kannst?
00:32:12: Kann das nebeneinander stehen?
00:32:14: Ich glaub's noch nicht.
00:32:15: Aber es ist schon gut, angstfrei nach Hause gehen zu
00:32:17: können.".
00:32:18: Ja ich bin auch sehr dankbar dafür, dass man mir keinen Zürich entrückt macht weil mein innerer Druck ist schon ziemlich hoch und zum Zeitpunkt wo ich mich manchmal vielleicht unruh gesetzt gefühlt habe als ich an der Sittenklasse angefangen habe, depresive Züge zu bekommen und meine Mutter sich auch gewundert hat so nur bleibst du!
00:32:37: Da habe ich mich teilweise schon der Druckgesetz gefühlt, aber das ist ja noch nicht mehr ein Anteil davon wie stark manche Eltern ihre Kinder unterdruck setzen.
00:32:46: Und ich stelle mir das so furchtbar vor sich auch zu Hause dann sicher zu fühlen oder sich Zuhause abzustresten für etwas was einem nicht mal in irgendeiner Art und Weise Erfüllung gibt.
00:32:56: jetzt Haben wir ja schon so ein bisschen immer wieder gehört, okay?
00:32:59: So in Klasse sieben sind wir an einen Punkt gekommen.
00:33:02: oder bist du an einem Punkt gekommen wo dann plötzlich nichts mehr ging.
00:33:05: Dein Kopf hat das nicht mehr mitgemacht!
00:33:07: Du konntest dich nicht drauf konzentrieren, du konntet sich nicht aufraffen.
00:33:11: Weißt du noch?
00:33:12: Bianca und auch du Lilly machen es mal vielleicht zuerst du Lilly und dann deine Mama.
00:33:16: Kannst du dich wirklich an einen Zeitpunkt erinnern wo du richtig gemerkt hast jetzt ist hier vorbei Jetzt kann ich nicht mehr gar nicht mehr.
00:33:27: Also ich glaube, das war der Punkt wo ich mir gedacht habe.
00:33:30: Ich will einfach nur noch schlafen und eigentlich nicht mehr aufwachen weil die ganze Zeit ich war so müde, ich war kaputt.
00:33:37: Und ich hatte keine Lust mehr auf dieses Auf das was ich halt jeden einzelnen Tag gefühlt habe auch dass.
00:33:43: also es war einfach so furchtbar und ich wollte das nicht mehr.
00:33:49: Ich hab mich darüber nachgedacht, mich selbst umzubringen in der Phase Ich hatte echt mal nicht die Eier dazu.
00:33:56: Und ich hätte es auch nicht gemacht wegen meiner Mama, weil ich war halt meine Mama, lebt mich über alles und diesen Menschen kann ich das nicht antun?
00:34:03: Ich kann die Person auch nicht verlieren.
00:34:04: Aber ich wollte nicht mehr.
00:34:05: Ich war so müde und ich glaube, ich habe das zu diesem Zeitpunkt dann realisiert
00:34:11: wirklich.".
00:34:12: Wie war das für dich Bianca?
00:34:14: Gab's einen Moment wo du wirklich dachtest jetzt ist hier Schluss?
00:34:17: Ja, der Moment war aber erst letztes Jahr.
00:34:21: Also es gab natürlich der Foliemomente, wo wir gemerkt haben.
00:34:25: Da ist schon was gar nicht mehr.
00:34:26: ja also dass Lili Depression hat aber letztes Jahr war der Punkt of no return Ja?
00:34:34: Wo ich alle Zügel dann in die Hand genommen habe und wir radikale Entscheidungen getroffen haben für Lilis Wohler gegen Bayer.
00:34:44: Das ist ein bisschen schwierig.
00:34:45: Die ist jetzt in die Depression geschlittert Und man muss sagen lilies Ein Mensch die zieht sich sehr gerne zurück Die ist viel mit ihrem Gedanken gerne, die mag es nicht.
00:34:54: Wenn soviel dumm herum ist, ist das schnell so viel.
00:34:57: dann Pubertät.
00:35:00: Wie erkennt man denn, dass das Kind depressiv ist und nicht einfach kein Bock mehr auf uns hat?
00:35:04: Ja, das ist eine schwierige Phase!
00:35:10: Und letztes Jahr war's aber so, dass ich das Lili aussah als wäre sie schon tot... muss ich sagen und in einer supertoxischen Beziehung dann auch gewesen ist, ja unbedingt geliebt werden wollte sich festgehalten hat an jemandem der sehr schlecht für sie gewesen ist.
00:35:26: In der Schule nicht mehr lernen konnte weil sie so depressiv war, ja?
00:35:29: Und da hat es jetzt ausgesprochen dass sie nicht, sie ist solid blitzer.
00:35:35: red ihr jetzt mit mir sage mir alles was bitte.
00:35:38: und dann hat sie gesagt sie kann mich mehr.
00:35:40: Mama ich kann nicht mehr.
00:35:42: Und dann habe ich alles in die Zahl genommen.
00:35:50: Dann habe ich mit ihrer Lehrerin telefoniert, wir haben uns dazu entschieden, dass die Lille die Klasse wiederholt um den Druck rauszunehmen dadurch das die Depression fast eine halbe Jahr gelaufen ist.
00:35:59: also es war auch schon ein Therapie für zwei Jahre.
00:36:03: Wir sind nicht mehr weitergekommen, dass wir den Druck rausnehmen, Schul wechseln.
00:36:07: Weil da auch wieder viel vorgefallen ist.
00:36:09: Ja, wie Lily wurde mich gesehen in der Schule, obwohl die Lehrer wussten, dass sie Depressionen hat.
00:36:14: Ich muss das immer wieder erklären!
00:36:16: Sie wussten auch, dass Lily ADS hat keine Art aufs Herücksicht genommen und dann habe ich gesagt was geht so nicht mehr?
00:36:21: Dann haben wir die Schule gewechselt... Wir haben die Beziehung endet ja.
00:36:27: Ja also ihr konnt es nicht selber Ich das halt mit ihr natürlich zusammen gemacht, aber überall blockiert.
00:36:34: Überall zack, zack... ich bin jetzt da, ich halte den nicht und mache das für dich mit.
00:36:39: Und dann seitdem gebült lili auf.
00:36:42: Ja?
00:36:43: Das war die beste, beste, beste Entscheidung!
00:36:46: Aber das weiß man ja auch vorhin nicht.
00:36:48: Was bringt der Schuhbecken mit sich?
00:36:49: Es ist ... Sie sind angst, eine falsche Entscheidung zu treffen.
00:36:53: Ich war fast in den Wahnsinn ja auch getrieben.
00:36:55: Ist es wirklich das Richtige jetzt?
00:36:57: Oder müsste ich's durchziehen?
00:36:59: Kannst
00:36:59: du dir vorstellen was gewesen wäre, wenn Mama die Entscheidung getroffen hätte?
00:37:03: Nee, daran wachsen wir jetzt, wir ziehen durch!
00:37:05: Ich glaube, ich wär auf jeden Fall hingewiebelt und ich hätt ja sowieso wiederholt.
00:37:11: dann weil Also ich hätt's noch ungesossen.
00:37:14: Hätte ich mich wirklich drauf fokussiert, das Schuljahr zu schaffen?
00:37:17: Ich hätte auch nicht mehr geschafft, aber dann die letzten Arbeiten, weil ich wusste es wiederhole, hab Sprachen auf meine Arbeit gemalt.
00:37:27: Aber hätte ich da bleiben müssen und wiederholt, dann hätte ich mich furchtbar gefühlt.
00:37:33: Doch Angst vor der Schule, glaub ich, gehabt die erste Zeit.
00:37:36: Weil es gab auch nicht nur nette Menschen auf meiner alten Schule ... Sagen wir nicht so, die hätten sehr stark über mich gelastert oder mich verurteilt.
00:37:44: Und dann haben wir jetzt auch nicht in welche Kanzlerin kommen, die wirklich so nett sind wie sie scheinen oder nicht und die Schule aber einfach nicht gut war.
00:37:51: Ich hab nichts verstanden von einem Lehrrat.
00:37:55: Vier Komma Null für über so auf einem Eins Komma sieben Schild gelandet.
00:37:58: Da
00:37:58: muss dazu aber auch sagen, diese Schule das war eine Ganztagsschule und auch das muss ich echt einmal an dieser Stelle sagen die Kinder auf einer Ganztagsschule Doppelstunde um Doppeltumpe erst nachmittags zu Hause.
00:38:11: Die Lily konnte das nicht aushalten.
00:38:14: Sie hat da gesessen, die konnte sich einfach irgendwann nicht mehr konzentrieren.
00:38:18: Er schöpft aus, die konnte nicht mehr.
00:38:20: Und das haben wir ja auch mit dem Schulwechsel aufgelangen.
00:38:23: Die ist nicht mehr auf einer Ganztagsschule bei gar in diesem Betonklotz zu sitzen.
00:38:28: So viele Stunden ... Das hat sie kaum ausgehalten so und sie musste aber, sie musste und dann konzentrieren es.
00:38:35: Es war aber nicht mehr zu halten.
00:38:37: einfach da wäre sie auf jeden Fall nicht gesund rausgekommen.
00:38:41: Das muss man sich auch wirklich echt mal vorstellen.
00:38:44: Da ist schon eine Depression da, also ein wahnsinnig vulnerabler Zustand der einem ja wirklich alles abverlangt und dann sitzt man noch wie du sagst in dem hässlichen Betonklotz, also die hässlichste Umgebung.
00:39:00: Dändigen Sozialanforderungen, keine Chance auf Rückzug.
00:39:03: Das gibt es in Schule!
00:39:05: Nicht das ist so wenig mitgedacht dass Rückzug ein wichtiger Punkt ist und sei es für zehn Minuten völlig in Ordnung ohne dass das kommentiert wird zurückziehen zu können bei Menschen die in der Ausbildung das Wort Jugenddepression oder Depression nicht einmal hören oder ADHS.
00:39:23: ich habe während meiner Ausbildung sowohl Uni als auch Referendariat nicht einmal solche Dinge gelernt oder mal darüber was erfahren.
00:39:32: Und das heißt, man ist quasi die ganze Zeit in der Obhut von Menschen, die sich damit gar nicht auskennen.
00:39:38: Genau!
00:39:39: Das muss man auch mal sagen... Die Depression kam ja unter anderem bei.
00:39:43: keiner erkannt hat dass Lili ADRS hat und es ist so krass, so viel Lehrer.
00:39:50: ich hätte das ja auch nicht gedacht.
00:39:52: Ich war mit Lili als ihr zwei Jahre alt waren im SPZ weil die Lili gestottert hat Weil ihr Kopf so stellbar, dass die Worte... Die hat gestorrt.
00:40:02: Dann hab ich gedacht, irgendwas stimmt doch nicht mit ihr.
00:40:04: Das heißt, ich bin an einen Ort gegangen, die Diagnosen eigentlich machen.
00:40:08: Ja?
00:40:08: Weil ich gedacht habe, irgendetwas ist ... Mit irgendwas hat sie ja!
00:40:12: Sie ist total weiß superintelligent.
00:40:14: aber die Werte bleiben hier hängen und es hat niemand erkannt.
00:40:18: Es hat niemand in der ganzen Grundschulzeit.
00:40:20: Diese ganzen Lehrer, keiner hat das erkannt.
00:40:22: Lili hat im Stehen gerne ihre Aufgaben gemacht weil Lili halt nicht so dieses typische ADHS-Bild erfüllt hat, weil sie ein Mädchen war.
00:40:30: Und dadurch ist ja erst diese extreme Überforderung entstanden und dadurch ist die Depression gekommen.
00:40:38: und auch dann in der Kinder- und Jugendpsychiatrie.
00:40:42: Als wir die Diagnose gemacht haben, Depressionen, es hat keiner von den ganzen Menschen dort, von den Psychologen, vom ganzen Fachpersonalen gesagt, sollen wir mal eine ADHSdiagnose machen?
00:40:55: Weil wir haben das Gefühl, da ist was.
00:40:58: Das heißt ich habe bei Instagram gesehen Mädchen die lange undiagnostiziert mit ADS rumlaufen, die werden oft depressiv.
00:41:07: Und dann bin ich dahin, ich so wollte nicht verarschen.
00:41:10: Ich möchte dass jetzt eine ADS Diagnose gemacht wird für Lilly Und der an der Trausung kommt, dass sie die ADS hat.
00:41:17: Sonst hätten wir gewüssten mir das bis jetzt noch
00:41:18: nicht.
00:41:18: Also du warst da der treibende Faktor quasi?
00:41:21: Genau!
00:41:21: Besonders
00:41:22: beim E-Crew-Test hatte ich voll das Muster für Menschen mit ADHS.
00:41:25: Und wir haben den E-Q-Tests ja für die Depressionendiagnose gemacht und da hatte ich eine Sache, dass Arbeitsgedächtnis, das kurze Gedächtniss oder etwas wie ein Reihenfolge machen zu müssen.
00:41:35: Ich hätte alles perfekt, außer was!
00:41:38: Das grenzte wirklich an absoluter Dummheit.
00:41:41: Und das ist voll das Kassemuster bei ADHS weil das haben wir einfach nicht, dieses Kurzeigedächtness.
00:41:46: also es ist einfach extrem schlecht und ich kann das auch nicht.
00:41:49: deswegen jetzt erkennt auch so viel dass ich das einfach schlecht habe.
00:41:54: Das erklärt so viel wegen Matschle auch manche Sachen, weil das braucht man ja einfach dafür
00:41:58: und
00:41:59: die haben es trotzdem nicht... Die hat mich trotzdem nicht dafür diagnostiziert, obwohl ich genau dieses IQ-Muster hatte von meinem Gehilfe.
00:42:04: Ja, ja total.
00:42:05: Dass wir waren so oft an Stellen wo man es hätte sehen müssen und ohne Eigeninzip schiebe, ohne Aufklärung bei Instagram würde Lilly jetzt immer nur noch behandelt
00:42:16: werden,
00:42:18: nur nach der Depression.
00:42:19: Und sie wüsste immer noch nichts!
00:42:21: dass sie ADHS hat und einfach viel mehr wahrnimmt, den Reizen offen gegenübersteht.
00:42:28: Und ich wüsste aber auch immer noch nicht!
00:42:31: Ja?
00:42:31: Doch sich ADHS
00:42:32: sagt?!
00:42:33: Weil als
00:42:33: ist da diesen Fragebogen ausgefüllte Beise...
00:42:36: Wait a minute!
00:42:36: Ich hab
00:42:37: mich immer drüber losgekommen.
00:42:38: Ja ja, ich habe auch ADHS und hab dann auch bei Instagram gesagt, das ist jetzt ... Aber jetzt hat auch einmal jeder
00:42:43: ADHS
00:42:44: was schönes.
00:42:45: Du hast jetzt eine Moderkrankung und dann sagst du hast dich dann halt gedacht ach du Scheiße.
00:42:50: Ich glaub, ich hab was.
00:42:53: Ja?
00:42:54: Und dann war das so ... okay!
00:42:57: Frieden auch ein bisschen so.
00:42:59: Okay...
00:43:00: Erst mal Depressionen.
00:43:03: Weil mit diesem Dirk muss er bei mir alles anrufen und hat zu rattern.
00:43:08: Dann bin ich in einem ganz tiefen Prozess eingetaucht.
00:43:12: Weil ich mich die ganze Zeit maskiert habe.
00:43:14: So wenig Bianca immer war, sondern nur ... geguckt hat, dass man nicht merkt.
00:43:19: Das ist bei mir an das Dunkeln.
00:43:23: Ich
00:43:24: wollte noch einmal wissen von der Lilie wie dieser Moment für dich war als seine Mama gesagt hat ich übernehme jetzt... Jetzt ist hier Schluss!
00:43:31: Ich bin jetzt an einer Seite, nicht dass du es vorher nicht warst.
00:43:34: aber jetzt ist der Moment, jetzt bin ich ganz nah dran und jetzt machen wir Schluss, jetzt regeln wir das mit der Schule und jetzt übernehmer ich.
00:43:41: War das irgendwie in diesen ganzen Prozessen erleichtern?
00:43:46: Oder hast Du einfach nur noch?
00:43:48: War das so ein Ja-Mach, wie du denkst?
00:43:51: Ich war irgendwann gefreut.
00:43:54: Weil ich mich da vorher immer so alleine gefühlt habe.
00:43:58: Weil mich hat heute niemand verstanden.
00:43:59: Meine Mutter hat auch einfach nicht verstanden meine Depression bis sie es hatte.
00:44:05: Weil ... Also man kann's nicht verstehen, bis man's hat.
00:44:10: Man kann's einfach nicht verstehen wenn die mir gesagt haben, ja räumlich fühl mich hier aus.
00:44:13: Irgendwann hab ich aber nein gesagt!
00:44:15: Weil ich konnte nicht, hab mich so allen von diesen Gedanken nach unten zu gehen oder jetzt aus dem Bett zu steigen.
00:44:21: Konntest du einfach dich machen?
00:44:22: Ich konnte es einfach nicht aufnehmen!
00:44:24: Ich habe mich wie gelehm gefühlt und ich hab mich gar nicht verstanden.
00:44:28: gefühelt weil vielleicht alle sind auch irgendwie gegen mich, alle verstehen mich nicht, werde verurteilt... Und dann ab der Zeitpunkt wo Mama mich aber auch irgendwo verstanden hat Sie gesagt, ich übernehme es jetzt für dich was irgendwie befreiend, weil ich mich nicht mehr so alleine gefühlt habe.
00:44:42: Sondern das Gefühl hatte, dass mich jemand probiert zu sehen.
00:44:46: Nicht, dass sie es davor nicht getan hätte aber davor hat es sich für mich einfach nicht so eingeführt.
00:44:50: Weil wahrscheinlich, Bianca hat es ja ein bisschen gesagt man immer noch in diesen Zweifeln steckt ziehe ich die Notbremse oder pusche ich noch ein bisschen?
00:44:58: beißen wir uns da durch?
00:45:00: Da ist man glaube ich eine Weile auch in einem noch nicht ganz klar entschiedenen Zustand.
00:45:04: Ist
00:45:04: es jetzt auch... Was ist Teenager?
00:45:06: Was ist Depression?
00:45:08: Das ist ja auch so ein ganz straffes Alter, um dann auch zu verstehen.
00:45:14: Man kann eine Depression nicht gut verstehen, bis man sie selbst erlebt.
00:45:17: und ich bin mit einer depressive Mutter aufgewachsen.
00:45:20: Und Lidys Papa ist depressiv.
00:45:22: Das ist ein Teil unserer Familie irgendwie.
00:45:25: Und das hat mir auch echt Angst ... Also es ist ja mehr eklig Energie, ne?
00:45:31: Das ist gar nicht schlimm, aber es zieht ja alles.
00:45:34: positiv aus dem Raum, wie so ein Dementor.
00:45:39: Das ist ja eine sehr herausfordernde Energie und da hat sich bei mir auch so was ... So einen Schutz gefahren, okay ich habe noch nie in meinem Leben ohne den depressiven Personen gelebt.
00:45:54: Und als das dann gekommen ist war es so... Ich hatte einfach Angst.
00:46:03: Dann stand da nach der Depression irgendwann dieses Wort, ADHS.
00:46:08: Konntest du damit schon was anfangen?
00:46:10: Kanntest du das schon lieh oder war das so etwas völlig Neues für dich?
00:46:13: Ich hab nicht gedacht, dass ich's habe, weil es immer so ... Es gibt so ein stereotypisches Bild von ADHS und das ist einfach der laute Junge im Klassenzimmer, der nie sitzt und immer irgendwas macht, irgendwie alle Leute anspricht super extrovertiert ist und so ... Und das bin ich halt einfach nicht.
00:46:33: Ich kann vielleicht ein bisschen hinwillig sein, weil ich weiß ja auch immer, dass man das auch ein bisschen sieht die ganze Zeit, aber ich mach die ganzezeit irgendwas.
00:46:40: Ich wacke an meinen Beinen, ich mache immer so mit meinen Fingern, ich klack meine Finger.
00:46:43: Und immer meinem Kopf, immer so viel los!
00:46:46: Es war einfach... Ich hab alles mitbekommen, deswegen habe ich viele soziale Situationen auch nicht ausgehalten und wollte irgendwann mal nicht mehr raus aus dem Haus.
00:46:56: Weil es immer zuviel war.
00:46:57: Es hat mich immer so über Reihers gefühlt, es waren zu viele Menschen.
00:47:02: Da war wieder das Geräusch und da war das... Und ich konnte meine Freundin nicht verstehen wenn die irgendwas gesagt haben weil ich dann gleichzeitig das Gespräch von den Hinterländern mitbekommen habe.
00:47:10: Dann hat mein Pulli ganz komisch gekratzt auf meiner Haut und meine Haare waren mir matten.
00:47:15: Und dann kommt irgendwie ein Licht da.
00:47:16: jetzt kann ich auch nicht sehen!
00:47:21: Ja,
00:47:21: das war einfach so viel.
00:47:23: Und dann mit meinen Augen wollte ich immer alles sehen und da und da ... Ich wollte also... Es war eine komplette Überforderung für mich, weil ich es nicht verstanden habe.
00:47:33: Aber ich
00:47:33: war so, hey!
00:47:34: Sie haben immer gesagt, du bist introvertsierend?
00:47:36: Ich war einfach still.
00:47:37: Weil ich einfach alles um mich herum soviel wahrgenommen habe und deswegen noch nicht genug Kraft hatte, um irgendetwas von mir auszuschütten.
00:47:44: Ein Teil von mir weiß es gar nicht.
00:47:46: Und ja, das war einfach... Ich habe es natürlich nicht realisiert.
00:47:51: Aber wie denn auch wenn jeder dir einfach nur dieses eine Bild von diesem ARDS gibt und dieses krass extrovertierte Laute und nicht dieses was man intern einfach überfordert ist?
00:48:03: Ja.
00:48:04: Und diesen Jungen, ne?
00:48:05: Ja, diesen jungen oder immer noch einen jungen eigentlich.
00:48:08: Also innerlich Vor allem, wenn ich denke auch nicht an eine Mädchen.
00:48:13: Es schmillert aber noch immer nicht weil man einfach das immer vorgelebt bekommt.
00:48:16: Ja da ist noch ein weiter weiter Weg und ich glaube oder hoffe dass so Folgen wie diese hier oder Formate wie ihr sie macht ganz viel dazu beitragen.
00:48:26: Deine Mama hat es ja genau da irgendwo gesehen meinte Moment mal er hat vielleicht meine Tochter das hier.
00:48:33: Das muss man sich mal vorstellen.
00:48:34: also du warst an den richtigen Stellen Und bist trotzdem als Mädchen dort nicht genau oder nicht ausreichend gesehen worden.
00:48:42: Man hat so Teile offensichtlich finden können, aber die Ursache offensichtlich erst auf jeden Fall von deiner Mama und da ist wirklich noch ein weiter weiter Weg vor uns.
00:48:51: Wie stehst du nur heute zu deiner ADHS?
00:48:54: Ist das was wo du sagst ja habe ich Da find ich's gut, da find ich es manchmal doof.
00:48:59: Oder ist das noch sehr negativ gefärbt?
00:49:01: Wie gehts dir da?
00:49:02: Wie ist so dein Bezug dazu?
00:49:03: Ich finde,
00:49:04: es hat Positiven wie auch negative Seiten aber es wird halt nochmal auf unserer Gesellschaft als sehr negativ angesehen.
00:49:11: Ich finde wenn man sagt, man hat auch ADS, weil man sie voll abgestempelt eigentlich.
00:49:15: Auch wenn ich ja nicht so stirotypisch bin also die Leute mit ADS-Abgestempel.
00:49:21: Aber trotzdem ist es für ... Oh mein Gott du hast so ADLs!
00:49:26: Aber er ist da, bla-bla-bla.
00:49:28: Und man wird trotzdem ja, als wenn man es sagt, abgestempelt und ... Das würde ich unangenehmer zu sagen, weil ich sag's dann trotzdem, das bin eigentlich richtig egal.
00:49:36: Ähm, aber im Hintergrund verurteilen dich ja trotzdem viele.
00:49:42: Bist du froh, dass du es weißt?
00:49:44: Ja, ich bin froh dass ich es weiß.
00:49:45: Ansonsten wär ich wahrscheinlich doch immer sehr ... Ich weiß nicht wo ich wäre.
00:49:49: Ich will es mir auch ehrlich gesagt gar nicht aufmalen.
00:49:51: Aber ich glaub, ich auf jeden Fall nicht an so einem guten Punkt wäre wie
00:49:55: Jetzt?
00:49:56: Ja.
00:49:57: Das ist nämlich eine Frage, die ich von ganz vielen Eltern oft bekomme.
00:50:00: Soll ich das machen oder nicht?
00:50:04: Und ich finde ganz wertvoll, dass du so ein sehr ehrliches und ausbalanciertes Bild dazu beschreibst.
00:50:14: Es gibt Dinge, die finde ich mega anstrengend daran.
00:50:17: Ich finde sie gut!
00:50:19: Es ist okay und ich möchte trotzdem, dass ich es weiß, weil es gibt in ganz vielen Eltern ... Ich muss es schaffen, dass mein Kind diese Diagnose umarmt.
00:50:31: Und ich möchte das lernen, das ganz positiv zu sehen und am besten noch mit.
00:50:35: es ist eine Superkraft!
00:50:38: Und damit eben verkennt, da es dann eine Seite gibt die mit Diskriminierung zu tun hat, die mit anders sein... Das findet man nicht immer gut.
00:50:45: Gerade in der Pubertät wollte ich alles aber bitte nicht anders sein.
00:50:49: Dass da eine Seite ist und auch Dinge gibt, die einen echt... herausfordern, wenn man ADHS hat.
00:50:55: Auch in einem selber!
00:50:55: Nicht nur von außen sondern auch in mir selber gibt es manchmal Momente wo ich denke Guten Morgen da oben, das würde ich gerne anders schaffen.
00:51:03: und deswegen finde ich so wertvoll dass du das ganz ehrlich sagst und trotzdem sagst ja klar will ich's wissen.
00:51:07: Ich möchte das gerne wissen nicht weiß nicht wo ich sonst wäre.
00:51:11: Dazu eine kurze Anschlussfrage.
00:51:12: Wenn jetzt Zauber zaubern wir hätten ein Zauerstab und jemand könnte diese adhs wegzaubern Würdestes machen?
00:51:21: Ich glaube ehrlich gesagt nicht, weil ich finde ADS klar.
00:51:24: Ich bin nicht mal ADS aber ADS ist halt ein Teil von mir und es gibt mir sehr schöne Eigenschaften von mir.
00:51:33: Ich will nicht sagen, dass heute die keine ADS haben, nicht vielfältig sind, aber ich find' ich bitte durch einen viel fältiger Mensch, weil's einfach mehr sehe als heute, die vielleicht keinen ADS-Haben.
00:51:42: Ich seh wie auf einmal auf der Straßenseite wo wir sonst noch immer lang fahren, auf einmal lila Blumen Und ich bin so, wow jetzt hätt ich der Frühling an oder ich sehe wie einer meiner Freundinnen irgendwie komisch krugt.
00:51:57: Weil irgendwas nicht gelaufen ist wie sie ist und ich fange dazu an zu analysieren in meinem Kopf.
00:52:03: Ich bin dadurch ein aufmerksamer und empathischer Mensch auch geworden weil ich glaube viel mehr sehe da durch mehr gesehen bekommen habe aus verschiedenen Seiten.
00:52:16: Also ich meine, wenn ich jetzt zum Beispiel auch mit den Leuten nicht mit denen ich gar nicht befreundet bin oder sowas und sehe wie
00:52:21: z.B.,
00:52:21: dass sie irgendwas reagieren oder irgendwas machen also anders als jemand der vielleicht andere Verhaltensmuster durch Insider-Kinderglänze dann anfange ich sofort einzus analysieren um zu sagen oh die haben bestimmt das und das und da ist auch die Arme Und ich glaube es geht mir auch einfach in diesen kreativen Teil.
00:52:41: Ich rede auch gerade sehr viel und sehr ausschweckt, das ist ja auch ein Teil davon.
00:52:46: Und ich finde es super, ganz wertvoll was du sagst!
00:52:50: Das ist eben etwas, was zu kurz gekommen ist viele Jahre zu sehen, dass da auch was drinstecken, dass das Potenzial hat.
00:52:57: Bianca wie geht's dir mit deiner ADHS-Diagnose?
00:53:00: Was hast Du für einen Bezug dazu aufgebaut?
00:53:02: Du hattest sehr viele viele viele Jahre nicht.
00:53:04: Ja
00:53:04: ich habe einfach jetzt eine Erklärung warum es so großartig wird.
00:53:09: Ich podcaste Ende.
00:53:11: Ja, weil jetzt wirklich also was ich alles macht habe in meinem Leben.
00:53:16: Wirklich!
00:53:16: Also bin so ein empathischer Mensch, bin so mitfüllt.
00:53:21: Wenn ich brenne...ich verbrenne mich dann auch manchmal, weil ich wirklich direkt losgehe diese Impulsivität.
00:53:27: Ich bin eine Macherin und ich bin super kreativ.
00:53:30: Instagram so.
00:53:31: Was ich aufgebaut habe, das hätte ich Manches war auch nicht so geil.
00:53:35: Ich hab mich, wie gesagt, an der einen oder anderen Stelle mal verbrannt und meine extreme Empathie bringt mich dazu, dass ich manchmal viel zu lange in Kontakt mit Menschen bleibe, denen es sehr schlecht geht für die ich mich dann verantwortlich fühle.
00:53:49: Deswegen hat das natürlich auf seine Schattenseiten aber alles, hat seine Schattenseiten.
00:53:54: Und ich finde ADRS ist für mich etwas... Es ist ja für mich biologisch.
00:54:00: Ich komme so auf die Welt, es wird nun sehr verstärkt durch unser Leben, das wir hier gerade so führen, durch diese ständigen Reizung und so... Aber so bin ich!
00:54:08: Und ich bin nicht ohne Grund so.
00:54:10: So wie ich sind zu viel mehr, die's gar nicht wissen, so soviel mehr.
00:54:15: Wir werden nur in ein System gepresst, was nur für diesen einen Typen, was für Menschen mit braunen Haaren ist.
00:54:22: Wir sind auch ziemlich viel blonder mittlerweile.
00:54:24: Ja?
00:54:24: Und wir sprengen das System Gerade.
00:54:26: ich finde so wir, die ja gerade wenn wir nach draußen gehen.
00:54:30: Ja diese Cyclebreaker in dieser Sache auch gerade sind sie zeigen hey wenn du ADHS heißt das heißt es nicht dass du problematisch bist sondern schau uns doch mal an was wir krasse damit machen weil wie kreativ ist und was ihr für schauen wir sehen euch und beginn damit auch raus.
00:54:48: und häst doch geil.
00:54:49: also Ich bin erst eine Entlastung zu wissen dass es einen Begriff dafür gibt schon irgendwo, wenn ich auch manchmal ein bisschen überfordert bin von mir selber.
00:55:00: Aber ich liebe mich sehr und ich liebe auch das ADHS sehr, auch wenn das nicht nur geil ist.
00:55:05: Ich hatte auch Glück, sehr reizreduziert zu wachsen mit Bach, Wald, Erwiese und weiß, dass das wahrscheinlich auch ein Privileg ist, dass ich hier mit meiner Tochter sitze und erkannt habe, dass die ADHS hat.
00:55:19: Und das haben viele leider noch nicht und deswegen ging mehr damit raus.
00:55:22: Kannst berühren!
00:55:23: Ich finde, dass sich gerade dieses Bild so dreht von oh die hat trotz dieser ganzen Widrigkeiten trotz dieses Gehirns sozusagen geschafft.
00:55:33: Sondern es ist vielmehr ein Nee wahrscheinlich habe ichs wegen meines Gehirnes geschafft und das finde ich... Das schiftet sich grade sehr deutlich ne?
00:55:43: Dass diese Menschen nicht ohne Grund da sind wo sie sind.
00:55:47: Die sehen die Welt anders!
00:55:48: Wir nehmen sie anders wahr und es braucht es.
00:55:50: ja Es braucht ja nicht nur Menschen, die das so machen wie es schon immer war.
00:55:55: Sondern es braucht jetzt die Menschen die es anders machen als es war damit sie sich auch ein bisschen verändert hat.
00:56:00: man braucht beides.
00:56:04: Jetzt seid ihr ja also.
00:56:06: mittlerweile stand jetzt schon eine deutlich neurodivagente Familie.
00:56:11: Das ist hier zu Hause auch so.
00:56:14: und gibt es bei euch so Familienregeln oder Familienstrukturen, die dafür sorgen?
00:56:20: Also diese neurodivergenten freundlich sind sagen wir's mal so ein paar Dinge wo sagst Ja das haben wir hier weil uns das allen zugute kommt allen hilft
00:56:28: gute Fragen sehr unstrukturiert.
00:56:34: Das Ding ist, wir haben jetzt alle verschiedene Hyperfokus.
00:56:37: Und das Problem des Helptobis-Hyperfokuses ist Ordentlichkeit und so.
00:56:41: Da bräuchten da selber seinen Scheiß nicht weg.
00:56:44: Und dann ist ja was auf die Fahre, wenn du unsere Sachen nicht wegläufst...
00:56:47: Dann lässt er das nicht über Tobi.
00:56:49: Nein!
00:56:50: Ja aber trotzdem sind es auch eine Sauere aufeinander.
00:56:53: Weil soll ich das machen?
00:56:54: Obwohl ich gar keinen Bock dazu habe an sie.
00:56:56: Ja.
00:56:57: Jetzt sind halt alle ganz unterschiedlich nahe.
00:56:58: also Leni hat ja auch ADHS ... Das Fäkulier und
00:57:03: L.A.S.,
00:57:03: das gehört irgendwie so alles zusammen, ja?
00:57:06: Die steht immer total auf Bannung!
00:57:08: Und die ist ganz anders als wir.
00:57:10: Die braucht andere Dinge... Wir haben schon irgendwo schon eine Struktur, die aber gar nicht so wirklich zu erklären ist.
00:57:18: Sie hat sich einfach gezeigt, Lenny und Tobi super Energie geladen, höre.
00:57:23: Wir trugen, wir schreien sie hasst es geht dann ich bin so irgendwo dazwischen.
00:57:29: Ich finde wenn man alle vier So unterschiedliche Muster haben ist natürlich schwierig und manchmal ist es ein reiner Überlebenskampf, der trotzdem Spaß macht.
00:57:40: Aber leider – wir wissen ja auch noch nicht so lange, dass sie das haben und haben ja auch gar nicht so viel.
00:57:47: Wir haben noch keine Medikamente ausprobiert.
00:57:49: Das hat uns aber überhaupt nicht getaucht.
00:57:55: Strukturen oder Ergotherapie.
00:57:58: Wir sind ja auch noch relativ am Anfang, muss man dazu
00:58:01: sagen.
00:58:01: Das was ich jetzt aber während dieser Folge immer wieder rausgehört habe... ist, dass ihr euch einfach erst mal in eurem Sein sehr annehmt.
00:58:09: Gerade auch jetzt als du erzählt hast und als Linie erzählt das ja der Tobi ist halt so... Und die Linie ist halt ... und ich bin halt dazwischen!
00:58:18: Da klingt aber die ganze Zeit ein völliges Ja, so ist es eben mit und ich finde, das ist ja eigentlich das nur eure Divergentenfreundlichste was man so machen kann nämlich zu sagen erstmal ist jeder okay wir können uns auf den Sack gehen Gute Tage haben, wir können abends sitzen und sagen Alter das war jetzt einmal ein völliges Chaos.
00:58:37: Aber wir sind hier erstmal alle okay und irgendwie milde miteinander und positiv aufeinander Und ich finde dass ist doch erst mal.
00:58:44: also das ist doch schon das Wichtigste.
00:58:46: Ja wir haben halt nicht so viele Erwägeln wie in anderen Familien.
00:58:51: Du musst dann die Spülmaschine ausräumen, du musst dann das machen.
00:58:54: Wir haben Werte, die wir leben.
00:58:56: Ja, wir sind super ehrlich miteinander.
00:58:58: Wir erzählen uns alles.
00:58:59: Wir sind respektvoll miteinander.
00:59:02: Die Kinder sind genauso richtig wie wir.
00:59:05: Wenn die Leni das sich essen möchte, dann mache ich ihnen noch Huggeln dazu.
00:59:08: Ich unterbutter sie nicht in meiner Dominanz nur weil ich die Mutter bin und ich glaube dass es einfach ein unglaublicher Gamechanger den wir vielleicht manchmal gar nichts zu sehen weil wir immer denken wir brauchen eine krasse Struktur und krasso Regeln damit wir funktionieren.
00:59:22: aber so funktioniert es eben für uns nicht Und deswegen flowen wir eigentlich so durch den Alltag.
00:59:30: Es ist trotzdem immer aufgeräumt bei uns, es sind immer gemeinsam ... Wir haben morgens immer die gleiche Struktur.
00:59:37: Das ist schon so.
00:59:40: Aber halt nicht so acht Uhr das, neun Uhr das.
00:59:43: Dann muss die Lili die Spielmaschine ausgeräunt haben.
00:59:45: Ansonsten darf sie sich mit Freunden treffen.
00:59:49: Ich bin froh, wenn ihr meine Taus war lässt!
00:59:52: Ich hab mich
00:59:53: viel mehr befreundet.
00:59:54: Ja, mittlerweile auch ein großes Ding, was ich noch sagen wollte und was für Kinder die in der Depression stecken oder ja auch relativ prisch sind.
01:00:07: Ein gutes Hobby.
01:00:09: Ein gutes Hobby wo sie regelmäßig hingeht war für Lilly und ist auch für Leni.
01:00:13: Ein absoluter Game-Changer bei Lila hat nichts gefunden.
01:00:15: Die war immer viel zu Hause, viel gelesen, viel so bei sich ja in ihrer Welt Und seitdem sie regelmäßig Sport macht, einen Ventil hat.
01:00:25: Es geht sehr viel besser.
01:00:26: Linie auch.
01:00:27: Linien gibt es zweimal die Woche zum Reitenlileg und zum Eiskunstlauch.
01:00:32: Da diese Regelmäßigkeit, diese Struktur ist schon... Wichtig.
01:00:36: Das unterschreibe ich total, dieses... Ich habe in weiteren Freundeskreis auch eine Familie wo ein Kind der Jugendzeit in eine Depression gerutscht ist und das was es gerettet hat unter anderem war dass es eine Reitbeteiligung gab und sie wusste ich muss jetzt Dieses Pferd, das braucht mich jetzt.
01:00:57: Ich muss jetzt aufstehen für dieses Lebewesen dass ich sehr lieb habe und es mir ganz viel gibt.
01:01:03: und da wartet jemand auf mich und verlässt sich auf mich Und das war so der Anker irgendwo diesen Termin zu haben oder auch diese Verantwortung zu haben, aber man denkt ja jetzt da noch Verantwortung oben drauf.
01:01:17: Aber genau dieser eine Verantwortung, dieser eigene Termin der war es zumindest irgendwie der so der eine Ankerpunkt war als wirklich alles so auseinander ging.
01:01:31: Jetzt hören hier ganz viele Lehrkräfte zu und deswegen möchte ich so langsam gegen Ende des Podcasts eine ganz wichtige Fragestelle wie du bist an einer neuen Schule und hast schon angedeutet und ich weiß das auch durch Insta viel viel glücklicher Und jetzt hast Du die einmalige Chance aufzusehen.
01:01:46: Was dort für dich so viel besser läuft, was da den Unterschied macht?
01:01:51: Und alle Lehrkräfte schreiben jetzt bitte mit!
01:01:54: Für mich hat glaube ich im Interfekt der Rese uns einfach gemacht dass wir akzeptierender waren das man eigentlich auch offen aus die zukommen konnte und sagen konnte ey das ist mein Problem.
01:02:05: Habt ihr irgendwelche Lösungsvorschläge?
01:02:07: weil das mit den Lehrkräften Wir wissen es halt nicht.
01:02:10: Besonders Kinder wissen nicht, was jetzt ein Ventil sein könnte auch oder was in der Schule helfen könnte und dann braucht man einfach erfahrene Lehrkräfte die einem helfen und einen sehen wollen auf.
01:02:22: Und im Endeffekt hat mir auch geholfen das wir natürlich als Lehrkraft schwer umzuwitzen.
01:02:28: aber halt die Kurzstunden und dass ich Kurzschule habe weil ich halt nicht ein Job bestimmen kann wenn ich krezentrieren kann Auf ein einziges Thema ist mit ADS sehr schwer.
01:02:37: Und wenn halt abwechslungsreicher Unterricht sich geborgen fühlen, dass Lehrer auch auf einen zugehen und so.
01:02:42: Auch wenn man sagt hey ist alles gut in den letzten Stunden, wirkt es irgendwie abwesen oder hast du nicht viel mitgemacht wie sonst?
01:02:49: Oder keine Ahnung was halt anders ist bei dem Schüler.
01:02:52: und ich glaube das ist einfach so wertvoll.
01:02:55: was mir einfach auch... was man einfach unterschätzt, also in meiner alten Schule konnte.
01:02:59: Man gefühlt gar nicht auf die Zugehen.
01:03:01: Es war so eine Wand einfach immer wieder gegen eine Wand.
01:03:05: und jetzt letztes Jahr, wenn wir auf den Eltern sprechen haben... Und da war es so viel besser!
01:03:10: Wir waren bei drei Lehrern oder sowas und die waren alle super akzeptierend.
01:03:14: Die waren alles so.
01:03:15: ja du kannst irgendwie zukommen, wenn du irgendwas brauchst dann darfst du ein bisschen rausgehen und dass du dich wieder gefasst hast.
01:03:22: Wenn es z.B.
01:03:23: bei ADS, wenn ich eine kurze Pause zwischenbrauche, dann darf ich rausgehen.
01:03:28: Wie ist die Atmosphäre?
01:03:29: Wenn andere Kinder mitbekommen ... Du darfst kurz vor die Tür oder darfst dir eine Unterstützung suchen.
01:03:36: Wie wird das da so gehandhabt in dieser Gemeinschaft?
01:03:39: Ich sag meistens einfach, der Lehrer weiß das.
01:03:41: Aber wenn ich sage, mir geht's nicht gut, ich hab Kopfschmerzen oder mir schwindelig.
01:03:45: Dann darf ich herausgehen, damit's halt nicht so auch fällt.
01:03:49: Weil das natürlich für andere Kinder blöd irgendwie.
01:03:53: Also, Bernie hat die Meister haben noch kein Verständnis dafür von was sehr schade ist.
01:03:58: Aber zum Beispiel viele Jungs aus meiner Klasse, die kann es einfach in der Emotion sein und war es doch nicht so gut verstehen.
01:04:03: Das tut mir leid.
01:04:04: Es ist aber einfach wirklich so ... Und deswegen probiert man dann lieber eine Ausrede zu finden oder irgendeine Handzeichen?
01:04:12: Ja.
01:04:13: Kurtword,
01:04:13: ne?
01:04:13: Hat der eine Lehrer gesagt ja, lass uns einfach einen Codewort vereinbaren Und dann war sich Bescheid, du brauchst danach seine Zeit draußen.
01:04:22: Ich hoffe es wurde jetzt fleißig mitgeschrieben denn ich finde es schön dass Du auch mit ein paar unterrichtliche Sachen genannt hast abwechslungsreich, sich Gedanken dabei machen was man da vorne vermittelt oder was man überhaupt in diese so fachlich reinbringt.
01:04:34: aber das andere waren alles wirklich so Basics der Beziehungsarbeit und Du hast so konkrete Fragen gesagt und dafür brauche ich nicht weil Lehrkräfte fragen immer ja wann soll ich das denn alles machen?
01:04:45: Was du gesagt hast, das war eine Frage wie.
01:04:46: ich habe heute gesehen.
01:04:47: Woher jetzt gegen Ende?
01:04:48: War es ganz schön anstrengend für dich kann das sein was allein so eine frage da muss man ja noch nicht immer die perfekte lösung dafür parat haben aber dass jemand zu dir kommt und sagt hey lili Ich hab das wahrgenommen.
01:04:58: Ich habe das gesehen.
01:04:59: Das ist mir nicht entgangen.
01:05:01: Wie geht's jetzt?
01:05:02: wollen wir mal überlegen wie wir das vielleicht künftig hinkriegen wenn gerade so die Randstunden oder später für dich anstrenden ist.
01:05:08: Allein dieses jemand hat Interesse an mir und meinem zustand.
01:05:12: wie es mir geht.
01:05:14: Nicht ganz, ganz toll.
01:05:25: Wenn ihr jetzt beide zurückschaut auf diese letzten Jahre und jetzt hier ist der Buchvertrag Ihr dürft darüber jeweils kurze Memoen verfassen habt ihr spontane Idee wie ihr dieses Buch nennen würdet?
01:05:41: Hoch und ab so vielleicht Berge Slides.
01:05:48: Ja, das ist ein
01:05:49: ganz romantisches.
01:05:51: Aber es war so.
01:05:54: Das drückt doch aus wie krasses war.
01:05:57: Tatsächlich glaube ich kann nicht so abwegegen.
01:06:06: Bis du sechs warst, war eigentlich alles super!
01:06:09: Ja, und dann war
01:06:10: es ... Also
01:06:11: bis letztes Jahr wirklich.
01:06:13: Letztes Jahr genau um diese Zeit.
01:06:15: Ja, genau.
01:06:16: Da ging's wirklich ab die Gastzeit.
01:06:18: Ich hatte eigentlich gar keine Pause.
01:06:21: Die letzten Jahre waren so schlimm.
01:06:23: Und jetzt, seitdem ich die Schule gewechselt habe... ...und ein besseres soziales Umfeld auch habe, ist einfach, ich bin stabil!
01:06:29: Es macht so viel.
01:06:31: Man sagt immer so nebenbei ja, solches Unfalldruck
01:06:35: bla bla bla.
01:06:36: Das ist wie wenn man bei irgendwas sagt, wenn man reiner Hautbrauch will.
01:06:40: Besser Vernährung und so was.
01:06:41: Man denkt immer, dass sie nebenbei röstlich stimmen aber am Ende klappt es dann doch viel besser als die meisten Pflegeprodukte.
01:06:48: Und das ist genauso.
01:06:49: Wenn man einfach wirklich sich dafür einsetzt für sich selber und man muss es selber entscheiden, kann es sich nicht von anderen Leuten abnehmen lassen, irgendetwas zu machen?
01:06:58: nicht probiere es dich zu ändern, dann hilft die Therapie auch nicht.
01:07:01: Therapie wird nicht deine Selbstarbeit ersetzen.
01:07:04: du sitzt da vielleicht einmal die Woche oder alle zwei Wochen und probierst irgendwie irgendwas zureffektieren oder sowas mit deinen Therapeuten machen.
01:07:13: aber wenn du keinen Jobwork machst,
01:07:15: dann bringt's
01:07:16: auch nichts.
01:07:17: Du musst alles hier oben stattfinden.
01:07:19: Und hier, ne?
01:07:20: Ja.
01:07:21: So ein Herz und auch ein Gefühl.
01:07:23: das ist so.
01:07:24: wir müssen alle unsere Arbeit machen.
01:07:26: Dazu gehört nicht nur Therapie oder auch eine Medikation.
01:07:31: Dazu gehört auch hinzuschauen, was hat das ausgelöst?
01:07:36: Was haben meine Eltern damit zu tun?
01:07:38: Wo sind unsere Themen die wir auf unsere Kinder projizieren denn mit der Arbeit, die wir Eltern machen helfen wir in erster Linie uns aber auch vor allem unseren Kindern
01:07:48: von dem Punkt, an dem du in diesem Alter schon bist.
01:07:52: Ich glaube ich können sich sehr viele Erwachsenen personen eine große, große Scheibe von abschneiden.
01:07:55: willi.
01:07:56: und jetzt würde mich persönlich echt interessieren hast du Zukunftspläne?
01:08:02: Hast du die Idee davon wo du so hin möchtest?
01:08:05: Ja!
01:08:05: Ich will grundsätzlich noch alles auf mich zukommen lassen weil ich weiß ja nicht was für ne Persönlich-Werte aber das ist schon voll oft also in welcher Stimmung ich gehe schreiben.
01:08:18: Auf jeden Fall vielleicht Journalismus, vielleicht auch ein Buch, zumindest Arbeitigkeit.
01:08:21: schon in einer Idee.
01:08:24: Weil ich mich einfach so von Songs inspirieren lasse und hatte mir gedacht wow, das könnte was Cooles werden!
01:08:30: Weil ich bin nicht Songshörer, auch für mehr als ein paar Stunden.
01:08:34: Ich bin die ganze Zeit so in meiner Traumwelt, wenn ich etwas höre.
01:08:38: Aber ich will Menschen helfen.
01:08:41: Ich will mit Menschen auch im Kontakt bleiben, ich will sozial sein, Sei ich jetzt wirklich fühle sich da oder durch meine Bücher, oder mein Erfahrungen im Kreativen-Style.
01:08:53: Und wie gut dass du mit einer Autorin sprichst!
01:08:56: Also wenn Du eine Idee hast... Habe ich die Kontakte?
01:09:00: Die Gedichte, die sie geschrieben hat.
01:09:02: Als in ihren dunklen Phasen waren ... Sie war so dunkel und das war Kraft!
01:09:08: Aber sie kann so gut schreiben.
01:09:09: Und sie arbeitet gerade an einem geilen Roman.
01:09:13: Das ist wirklich ...
01:09:14: Bewar dir das unbedingt verfolgt?
01:09:18: Ich hab grad von meiner Oma vor einer Woche meine ... Ich bin Pflegeperson für meine Oma und die hat mir eine Geschichte.
01:09:25: Sie meinte, guck mal habe ich gefunden beim Aufräumen!
01:09:28: Die hat ganz viele von meinen Gedichten und Geschichten aus der Grundschule aufgehoben... ...und dann hatte sie mir auch schon ein Kälbchen das was anderes sein wollte als einen Kälpchen.
01:09:41: Also jemand der irgendwie anders sein wollte?
01:09:44: Als er war, seltsam.
01:09:46: Und ich hab gedacht achja stimmt das war ja schon so früh!
01:09:50: Das begleitet mich schon so lang und ich kann dir nur sagen bleib da unbedingt dran dass es was ganz wertvoll ist und was auch wirklich so tragen kann ne?
01:09:58: Wenn ich das jetzt rauskomme dann war das auch einer der Pfeile irgendwie das was du hast gesagt du hast so viel im Kopf und da hast du ja ein ganz gutes Ventil gefunden auf jeden Fall.
01:10:07: Das ganze was da in deinem Kopf ist in etwas ganz anderes zu verarbeiten.
01:10:11: Ich finde das total schön.
01:10:13: Und jetzt, wie gesagt immerher mit den Ideen.
01:10:18: Ich finde das super und mit den Sachen.
01:10:20: Das kriegen wir bestimmt dahin Wusker.
01:10:24: Du hast gesagt, du möchtest mit deinen Worten Menschen erreichen und ihnen was mitgeben.
01:10:29: Und das wäre doch gelacht wenn man das nicht hinbekommt.
01:10:32: langfristig also ich find es einen ganz schönen Zukunftsplan, schönen Traum.
01:10:36: Jetzt habt ihr hier zum Abschluss nochmal die Chance vielleicht anderen Eltern, die hier mithören.
01:10:42: Ich weiß auch, dass manche mit ihren Jugendlichen das hier manchmal hören.
01:10:46: Mitzugeben was ihnen vielleicht mitgeben wollt.
01:10:49: und es sind ganz viele Eltern und Familien, die in ähnlich nicht so einfachen Situationen stecken.
01:10:55: Willi gibt's irgendwas, was du vielleicht auch gerade jungen Menschen hast gesagt, du möchtest Worte mitgeben?
01:11:00: Was du junge Menschen vielleicht mit geben möchtesst?
01:11:02: Ich glaub wirklich junger Menschen kann man mitgeben, besonders wenn ... Man gerade noch sehr jung ist, also zum Beispiel so zwölf, dreizehn, da bin ich bei mir angefangen.
01:11:15: Dass es wirklich einfach okay ist, sich auch kurz mal in Sicherheit zu begehen.
01:11:22: Zum Beispiel wenn er jetzt eine gute Beziehung zu seiner Mama hat das ja manchmal leider nicht so aber dann ist es einfach auch ok wird der sich einfach geborgen lassen zu fühlen man muss die ganze Zeit nicht leisten und noch immer gut schon noten leisten ist.
01:11:38: Ich hab das mal mit dem Stiefvater gesagt, es würde zu mir gerade sagen, wenn ich einen gebrochenen Arm habe, dass ich trotzdem den Leid aufklettern soll.
01:11:46: Du erwartest so viel von mir und schaffst das nicht im Krank.
01:11:49: Und klar sollte man gleichzeitig nicht dieses Kast sich selbst klassifizieren als ich bin.
01:11:55: meine Depression, ich komme da sowieso nicht raus, aber es ist okay, sich auch Hilfe zu suchen, sich geboren lassen zu fühlen, sich mit jemandem zu reden.
01:12:06: Das geht so viel in Teenager draußen rund.
01:12:09: Besonders auf Social Media, man hat das ja immer wieder aber durch einfach unseren krassen Konsum fühlt es einfach zur Vernachlässigung von sich selber.
01:12:18: Man ist die ganze Zeit nun aus, aber man merkt gar nicht ... Man fühlt sich gar nicht mehr und ich finde, dass etwas ganz Wichtiges, was wieder zurückgeholt werden muss.
01:12:26: Danke.
01:12:27: Bianca, was möchtest du vielleicht hier zuhörenden Eltern mitgeben?
01:12:31: Seht eure Kinder!
01:12:32: Ja, seht nicht die Noten, sieht nicht die Leistung, schaut hin Seid offen, es fack wirklich.
01:12:39: Ich weiß, das ist etwas schwerer.
01:12:40: Man denkt die müssen ja was werden?
01:12:42: Die werden was wenn ihr da seid für sie und ihr müsst nicht alles richtig machen.
01:12:48: Ich hab
01:12:48: auch echt
01:12:49: viele Fehler gemacht.
01:12:50: Ja ich bin ja auch das erste mal auf dieser Erde Und ich mach Geber mein bestes Jahr und gibt euren Kindern immer das Gefühl ich bin da Mein Schatz!
01:12:59: Ich bin da.
01:12:59: wir gehen durch alles gemeinsam durch.
01:13:01: Wenn du heute nicht zur Schule kannst.
01:13:03: Okay, scheiß drauf!
01:13:05: Dann gönn dir einen Tag Pause wenn du überfordert bist.
01:13:08: Aber gibt den Kindern überhaupt ein Raum das sich trauen mit euch darüber zu sprechen?
01:13:13: Ja das ist ja das allerwichtigste Vertrauen zwischen den Eltern.
01:13:16: Ich sehe mein Kind ich seh es wirklich aber seht vor allem auch in erster Linie mal euch denn oftmals gehen die Probleme die ihr euren Kindern seht sie kommen auch von euch sehr weil Wir sind das Resultat ja all dessen.
01:13:32: Und wenn ihr nicht die Arbeit bei euch macht, dann ist es schwer eure Kinder halten zu können.
01:13:39: und ihr macht das, ihr gebt eurer Bestes sonst würdet ihr jetzt nicht hier zuhören und sei gnädig mit euch gibt auch mal viel dazu.
01:13:46: Lass eure Kinder auch mal sagen was ihr für Scheiße gebaut habt.
01:13:49: unangenehm aber sehr wichtig weil dann fühlt sich auch ernst genommen.
01:13:55: Das war auch nicht immer so schön das zu hören Mein Gott, weil dann können sie noch in den Kindern auch ... Ah ja okay.
01:14:03: Das für Mama und ihr könnt's so zugehen, geil!
01:14:06: Dann
01:14:06: bin ich auch medik mit mir selber.
01:14:08: Weil wir leben da gesellschaftlich auf die Haut nur drauf Und sie hält sich gerne inne und damit lebt es euren Kindern wie vor.
01:14:15: Perfekte Schlussworte, ihr beiden.
01:14:18: Ich danke euch sehr für dieses sehr, also mich sehr berührende Gespräch und für eure ganzen ärlischen Erzählungen Lili wirklich unglaublich doll beeindruckt davon, was du geschafft hast.
01:14:35: Und wir haben ja vorhin darüber gesprochen dass diese Dinge vielleicht noch nicht so ankommen und vielleicht auch nicht so richtig tief gehen da wo sie unbedingt hingehören.
01:14:45: nichtsdestotrotz werden wahrscheinlich deine mama und andere menschen die dir nahestehen bestimmt nicht aufhören zu sagen das du da ganz ganz ganz stolz auf dich sein kannst Bianca, nicht ohne Grund, glaub ich.
01:14:57: Passiert da so viel Wertvolles auch in deiner Tochter?
01:15:00: Ich glaube das war für ganz viele Eltern auch ein ganz schöner Moment der Verbundenheit.
01:15:06: jetzt diese Folge weil gerade... Ach, Eltern sein ohnehin.
01:15:12: Man trägt ja irgendwie seinen Herz plötzlich im Außen und man ist so verwundbar und so voller Zweifel und hoher Hohe auch Ansprüche an sich selbst natürlich das Beste zu geben fürs eigene Kind.
01:15:22: Und wenn dann eben noch so zwei drei Schippen oben drauf kommen wie es in eure Divergenten Kontext In der Regel der Fall ist Dann ist das ein ganz schön großes Paket dass man da bearbeitet und ich bin super berührt davon wie ihr beide dem Außen drum herum.
01:15:39: Diesen Weg bis hierhin gemeistert habe, dafür wünsche ich euch weiter alles Gute!
01:15:43: Wir sind ja auch so in Kontakt und schon lange in Kontakt.
01:15:46: Ich werde bestimmt weitermit kriegen wie dieser Weg aussieht aber trotzdem soll es ja immer gesagt werden dass ich von Herzen alles alles gute dafür wünschte.
01:15:54: falls jetzt irgendwie noch wichtige Informationen breitgestellt werden sollen packe ich das in die Show Notes.
01:16:00: alle hier Zuhörerinnen finden das dort schaut dort gerne vorbei.
01:16:04: Euch danke ich noch einmal ganz, ganz doll für diese Folge und ich freue mich auf die nächste bis dahin.
01:16:11: Und zu guter Letzt natürlich noch ein herzliches Dankeschön an Jakob Jensch und VoiceUp Productions für die Bearbeitung und die Produktion dieser Folge!
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