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72. Selektiver Mutismus

Shownotes

„Ach, die ist bloß schüchtern…“ Das sind Beruhigungen, die oft in diesem Kontext fallen und schnell übersehen, dass manchmal Nicht-Sprechen weitaus mehr als Zurückhaltung ist. Dahinter kann ein selektiver Mutismus stecken. Was das genau ist, wie wir da als Eltern und Fachpersonal aufmerksam sein können und was Kinder unterstützt, darüber spreche ich in dieser ganz wundervollen Folge mit Prof. Dr. Anja Starke.

Hier findet ihr mehr zum Thema:

Die Dortmunder Mutismus Screenings kann man sich auf dieser Homepage runterladen:

🔗 https://www.uni-bremen.de/fb12/arbeitsbereiche/abteilung-c-inklusive-paedagogik/inklusive-paedagogik-sprache/forschung/dortmunder-mutismus-screenings

Therapeut*innenverzeichnisse:

Dortmunder Mutismus Netzwerk: 🔗 https://spa.reha.tu-dortmund.de/mutismus/dortmun-dortmunder-mutismus-netzwerk/therapeutinnenverzeichnis/

StillLeben e.V.: 🔗 https://www.selektiver-mutismus.de/therapeutensuche/

Mutismus Selbsthilfe: 🔗 https://www.mutismus.de/mutismus-therapeuten#therapeutensuche

Im September findet in Rheine die Tagung der Selbsthilfe statt: 🔗 https://events.mutismus.de/mutismus-tagung-2026

Ihr habt selbst eine Frage oder einen Themenvorschlag? Dann schreibt mir gerne: einkopfvollgold@gmail.com

Weitere meiner Impulse findest du hier:

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📚Wilma Wolkenkopf

📚 Wilma Wolkenkopf auf großer Fahrt

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📚 Hallo Schulanfang

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🎙️ Dieser Podcast wird produziert und betreut von Voice Art Productions

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Transkript anzeigen

00:00:01: Ach, das Kind!

00:00:01: Das redet halt nicht so gern.

00:00:03: Ist einfach ein bisschen schüchtern.

00:00:05: Übersätze wie diesen werde ich mit meiner heutigen Gästin Prof.

00:00:08: Dr.

00:00:09: Anja Stark gesprochen.

00:00:10: Sie hat unter anderem als Sprachtherapeutin gearbeitet und heute ist die Professorin für inklusive Pädagogik mit dem Schwerpunkt Sprache an der Universität Bremen.

00:00:24: Bereich Mutismus, also das Thema Mutismus bei Kindern genauer für das Thema des selektiven Mutismus.

00:00:30: Eine Form bei der Kinder nur in bestimmten Situationen sprechen können was es damit überhaupt auf sich hat woher das kommen kann und wie wir als Eltern- und Pädagoginnen diesen Kindern gut begegnen können.

00:00:43: All das wollen wir in dieser Folge einmal beleuchten.

00:00:46: und lieber Anja, wir fangen mal ganz vorne an.

00:00:49: wie würdest du denn einem Menschen der noch nie von selektiven Mutismus gehört hat?

00:00:54: Und dass ist erfahrungsgemäß durchaus häufiger der Fall diesen erklären!

00:01:02: Ein Kopf voll Gold was neurodivagente Kinder

00:01:06: brauchen?

00:01:13: Ja, genau.

00:01:14: Die Seltenheit ist auf jeden Fall ein riesen Thema auch für mich immer.

00:01:18: Wie kann man das am besten erklären?

00:01:21: Ja es ist ... der Selektivomotismus ist ein Phänomen bei dem Kinder eben in bestimmten Situationen schweigen also nicht sprechen obwohl sie das zu Hause zum Beispiel ganz normal tun.

00:01:34: Das heißt denn der Regel sehen wir Kinder die vielleicht Zuhause auch ja über Tische und Bänke quasi gehen, ganz aufgeregt klappern und alles rauslassen.

00:01:47: Und dann plötzlich im Außen der Familie und vor allem auch in den Bildungsinstitutionen wenig bis gar nicht sprechen.

00:01:57: Also diesen Wechsel zwischen Sprechen- und Schweigen ist eben genau das Charakteristische, dass man systematische Kontexte hat, indem das Schweigen... Ich

00:02:09: glaube, darunter kann man sich schon mal ganz gut was vorstellen.

00:02:13: gibt es dann da so Ausdifferenzierung, und das ist wirklich zu Hause alles tip top sag ich mal.

00:02:19: Und das Sprechen fällt leicht und sobald's im Außen ist die Sprache in dem Moment weg also zumindest die Wortsprache.

00:02:27: Also wir haben eine riesige Varianz der Symptomatik beim selektiven Motismus Da ist quasi jedes Kind ein bisschen anders und hat seine andere Struktur entsprechen oder seine andere Systematik entsprechen.

00:02:42: Und wir unterscheiden da, gerade auch wenn wir diagnostisch als Therapeuten oder Pädagoginnen draufgucken.

00:02:49: Schauen wir uns immer so mehrere Ebenen an.

00:02:51: Also einerseits kann es die Personen betreffen.

00:02:55: das heißt dass einige Kinder Unterschiede machen zum Beispiel zwischen Erwachsenen und Kindern.

00:03:01: also für einige ist das sprechen sogar mit Erwachsenden leichter weil sie vorhersehbar sind.

00:03:09: Für andere sind es die Kinder, die leichter sind.

00:03:12: Weil die Erwachsenen zu viele Erwartungen mit sich bringen in der Kommunikation vielleicht.

00:03:19: Andere haben Unterschiede im Sprechen zwischen Vertrauten und sehr fremden Personen.

00:03:27: Manchmal ist das aber auch... Und es ist gerade für Eltern immer sehr herausfordernd.

00:03:32: Kann es auch sein, gerade im familiären Kontext, dass mit den einen Großeltern gesprochen wird und mit den anderen nicht?

00:03:37: Also da können manchmal Persönlichkeitsvariablen auf der anderen Interaktionspartnerin Seite.

00:03:44: bedeutsam sein, also Leute die vielleicht sehr viel fordern und hohe Erwartungen und Anforderungen an das Kind in der Interaktion setzen.

00:03:53: Das kann die Kinder quasi unter Druck setzen so dass sie dann eher ins Schweigen wieder gehen während Personen die eben völlig relaxed mit dem Schweigen umgehen und erstmal keine Erwartung an das kind stellen.

00:04:06: da fällt es den Kindern häufig leichter dann auch entsprechend zu kommen.

00:04:08: Also das ist ein bisschen dieser Personenvariable, wo eben Unterschiede gemacht werden können.

00:04:16: Dann haben wir auch eine Ortsvariable.

00:04:18: also es kann auch sein dass es Kinder gibt die zu Hause quasi völlig unbefangen sprechen und sobald sie aus der Haustür gehen komplett anfangen zu schweigen.

00:04:27: also wusste ja klar an Worte gebunden ist, das kann auch im schulischen Kontext oder in der Kita so sein.

00:04:33: Dass sie außerhalb zum Beispiel auf dem Schulhof oder auf dem Außengelände in der Kita sprechen und da mit den Freunden reden und da eigentlich wie typische Kinder wirken und sobald Sie quasi den Klassenraum betreten oder dass Kita dann Gruppenraum Das ist dann eben das Schweigenbieter vorher statt.

00:04:58: Es ist so ein bisschen die Ortsvariable, dann haben wir auch die Aktivitäten variabel in Stück weit.

00:05:06: also was passiert da genau?

00:05:09: Das heißt gerade im schulischen Kontext kann es sein dass die Kinder durchaus Dinge vorlesen können von anderen aber dann beim weiß ich nicht, sprechen.

00:05:22: Erzählkreis, Morgenkreis in der Schule wo es vielleicht auch um eigene Themen geht dann eben nicht mehr gesprochen wird.

00:05:30: und das ist also da können die verschiedenen Aktivitäten gerade auf dem Weg hin zum Sprechen häufig so sein dass eine einzelne Situation schon ganz gut funktioniert und den anderen wiederum nicht.

00:05:41: und als letztes dann das kam grad schon ein bisschen rein auch in der vorherigen Variable Über was spreche ich denn?

00:05:50: Also viele Kinder können so über die... ja, also wenig intensiven Dinge vielleicht sehr schnell sprechen.

00:06:00: Wie gesagt das Vorlesen eines anderen Textes ist leicht.

00:06:04: Das Vorlesend der eigenen Hausaufgaben ist aber super schwierig weil es eine Offenbarung von mir selber eben dann auch ist.

00:06:10: Genauso dass Erzählen vom Wochenende und überhaupt auch sowas wie über Gefühle sprechen etc.

00:06:17: Ist natürlich etwas was sehr viel mich betrifft, sodass das manchmal Themen sind wo da Schweigen auch noch da ist.

00:06:25: Spielsituationen mit anderen Kindern, das schon hin und her geht oder auch im Unterricht zum Beispiel die Unterrichtsbeteiligung schon da ist.

00:06:33: Aber bestimmte Sachen aber das sind so Sachen, die glaube ich auch am Ende gerade diese Themen.

00:06:37: was über was wird gesprochen?

00:06:39: Ist etwas, was dann in der Ausprägung nachherhin auf dem Weg zum Sprechen relevant wird.

00:06:44: weil in der Regel haben wir schon dass Schweigen sehr konsequent in ganz bestimmten Situationen da können das auch vorher Vorher sagen quasi, wenn die Situation kommt dann wird das Kind schreigen.

00:06:56: Das weiß ich jetzt schon.

00:06:57: Ich

00:06:57: glaube jetzt kann man sich das auf jeden Fall noch mal viel viel genauer vorstellen.

00:07:01: was ich sofort gedacht habe als Mensch der ja in Aufklärungsarbeit ist manchmal auch gerade etwas Neure Divergenz angeht wirklich Überzeugungsarbeit leisten muss dass es eben nicht ein wollen ist oder was mit Willensstärke zu tun hat.

00:07:19: Wenn sie wollte, dann könnte sie doch... Wenn man jetzt merkt, wie ausdifferenziert sich das zeigen kann dann geht bei mir schon hinten sofort die Idee hoch.

00:07:30: Ja da weiß ich doch schon was für Kommentare kommen.

00:07:33: ja hä aber auf dem Schulhof ist es doch überhaupt gar kein Problem.

00:07:37: oder wieso geht's mit denen?

00:07:39: Die sind doch genauso vertraut wie ich.

00:07:41: Wieso gehts mit mir aber nicht beispielsweise Und gerade da, wo sich das eben nicht so schön mit drei Strichen abhaken lässt.

00:07:50: Ah ja wir haben das, wir haben dass und es ist schön doll und deutlich sichtbar für alle und jeden Tag gleich und deswegen kann ich glauben, Nichts, was ein Kind sich morgens mal überlegt sondern da viel mehr dahinter steckt.

00:08:05: Du bist ja in dem Thema schon recht lange unterwegs.

00:08:09: ist das so eine Schwierigkeit mit der Menschen mit selektiven Mutismus oder Familienkinder zu tun haben?

00:08:18: Also das ist auf jeden Fall ein Riesenthema.

00:08:19: also gerade bei den Eltern sei es... Ich habe eben dieses klassische Thema Großeltern Das haben wir sehr häufig dass die Eltern genau da vor Schwierigkeiten einfach auch innerhalb der Familie sind, da auch zu kommunizieren und aufzuklären.

00:08:40: Und so erklären warum das Kind jetzt da nicht spricht oder nicht und für Akzeptanz zu schaffen.

00:08:45: also auch da ist glaube ich ein riesiger Job von Eltern und eine riesige Herausforderung auch für die Eltern, fürs Kind einzustehen.

00:08:54: Und auch zu zeigen dass das eben kein Trotzverhalten und keine bewusste Entscheidung der Kinder ist, die sie machen und sagen mit Oma... Lisa will ich jetzt nicht sprechen, sondern die mag ich nicht so gerne und das mache ich extra weil sie mich geärgert hat oder so.

00:09:15: Das ist auf gar keinen Fall so.

00:09:16: und also die Kinder machen es nicht irgendwie aus Trotz, sondern das sind unbewusste Dinge, die sich über eine ganz lange Zeit herausgebildet haben.

00:09:26: Also das schweigen selber für Verständnis erst mal um das einzuordnen Es schweigen selbst eine Strategie, die die Kinder nutzen um eben besonders stressige Situationen für sich zu lösen.

00:09:38: Weil wenn ich schweige gerade wenn meine Elternteile dabei sind oder auch andere erwachsene Personen bekomme mich als Kind erstmal direkt Hilfe.

00:09:48: Wenn ich nicht spreche das entlastet mich erst mal.

00:09:50: Das zeigt sich auch so in psychologischen Studien die sich dann so die Stressparameter im Körper angucken dass es schweigend ist eine Stressreduktion bei den Kindern auf auslöst und für sie erst mal damit so eine Entlastung da ist, weil sie sich dadurch sehr stark erstmal abgrenzen können.

00:10:09: Und andere häufig dann einspringen.

00:10:11: Also häufig sind es natürlich die Eltern, die als Sprachrohr erstmal dienen und dann für die Kinder auf diese Situation lösen.

00:10:20: Genau!

00:10:23: Das ist glaube ich etwas was man häufig Aufklärungsarbeit auch als Elternteil oder als Pädagogin, dann auch gegenüber anderen KollegInnen in der Schule oder in der Kita.

00:10:36: Dann leisten muss zu sagen ja es Das Kind hat einen sinnvollen Grund irgendwann gehabt, diese Strategie auszubilden.

00:10:44: Es fällt ihm noch schwer in einzelnen Situationen zu sprechen.

00:10:50: das hat überhaupt nichts damit zu tun dass es dich nicht mag oder in irgendeiner Weise oder das extra macht um nicht zu ärgern sondern ist wirklich ein Noch Nicht Können In dieser Situation.

00:11:02: und In einigen geht es eben schon leichter und das ist genau das, wo wir dann vielleicht auch hingucken.

00:11:08: Was macht es dem Kind leichter?

00:11:11: Um die anderen Situationen, die vom Schweigen betroffen sind, leichter zu bekommen.

00:11:16: Zu gucken wie können wir entlasten diese Situationen?

00:11:19: oder den Stress reduzieren einerseits in den Situationen aber andererseits auch beim Kind die Kompetenzen aufbauen damit die Situation nicht mehr so stresshaft erlebt werden.

00:11:30: Aber das ist eine Riesenherausforderung, weil natürlich häufig die Menschen bei denen dann geschwiegen wird.

00:11:40: Manchmal auch diejenigen sind, die eben doch auch bestimmte Erwartungshaltung haben und da Aufklärungsarbeit zu leisten zu sagen ja also sie spricht noch nicht oder er spricht noch Und das wird schon noch kommen.

00:11:56: und wenn du diese Haltung übernimmst, dann also da locker zu sein auch in der Kommunikation.

00:12:01: Das ist ja wirklich nicht ein...

00:12:02: Ja, das ist ja eine große Aufgabe für Eltern.

00:12:06: Ich würde am Ende sagen aller Neurodivergenter Kinder, diese ständige Pflicht in die Aufklärung zu gehen.

00:12:12: Also nicht nur diese Begleitung zu haben, die besondere Anforderungen stellt immer wieder sich auch um die Unterstützung zu bemühen, die ja auch nicht leider vom Himmel fällt und dann vor allen Dingen immer wieder das eigene Kind übersetzen zu müssen.

00:12:28: Weil es eben doch an so bedingungslosem Verständnis erst mal... fehlt.

00:12:34: Nicht immer, es gibt natürlich auch ganz tolle Menschen, die das super gut begleiten und da total toll unterstützen aber das andere gibt's mindestens genauso oft und dann auch immer wieder erklären zu müssen nein mein Kind macht das nicht mit Absicht.

00:12:47: bitte nimm das nicht persönlich das hat gar nichts mit dir zu tun.

00:12:50: Das ist ne an guten Tagen Ja, macht man das so wie man

00:12:54: sich morgens eine Stunde

00:12:55: schmiert.

00:12:56: An anderen Tagen ist es wirklich also auch.

00:12:59: warum muss ich das denn immer noch on top machen?

00:13:01: Das ist wirklich ein großes Feld.

00:13:02: deswegen umso wichtiger das hier aufzumachen.

00:13:05: Du hast jetzt gesagt dass diese Kinder das erstmal vorränglich als Strategien nutzen um wirklich in diesem Moment sofort Stress reduzieren zu können.

00:13:12: Ist es ne Zufälligkeit quasi das ein Kind ausgerechnet diese Strategie wählt.

00:13:18: Wir kennen ja verschiedenste Strategien, um mit Stress umzugehen und denen in diesem Moment irgendwie runterzufahren wo wir das brauchen zumindest ein bisschen.

00:13:27: ist es dann Zufall dass ein Kind quasi rein zufällig das mal irgendwie in einer Situation nutzt und er merkt ah das fühlt sich irgendwie besser an oder gut an und dann entwickelt sich das so?

00:13:39: Oder gibt es zum Beispiel auch genetische Komponenten Veranlagungen warum dass dann doch eher eine der ersten Strategien ist, die gewählt haben.

00:13:46: Also es

00:13:47: sind ganz viele Faktoren, die dazu führen, dass irgendwann ein Kind diese Strategie auch als mehr oder weniger einzige Strategie nutzt in der Interaktion.

00:13:58: Ich glaube jedes Kind hat das mal... Das ist eben in einer Situation sich rauszieht über einen Schweigen gerade in fremden Situationen im Kleinkindalter da erstmal nicht zu sprechen.

00:14:11: Unnormales und typisches.

00:14:13: Bei spätermotistischen Kindern haben wir eben häufig eine Kombination aus Genetik auf jeden Fall, also das heißt innerhalb der Familien motistischer Kinder sind häufig auch nicht immer aber häufig ähnliche Verhaltensweisen sichtbar.

00:14:34: bei den Eltern.

00:14:35: Also in Elterngesprächen kommt häufig so der Satz Ich war ja als Kind auch so Also, dass auch eben wenig gesprochen oder gar nicht gesprochen wurde.

00:14:44: Das häufig eine extreme Schüchternheit auch schon bei den Eltern oder einem Elternteil da war die Kinder häufig auch eher schüchterm sind.

00:14:55: wir haben häufig auch andere psychische Erkrankungen in der nahen Verwandtschaft in irgendeiner Weise also Angststörungen dann bei Elternteilen oder bei Großeltern zum Beispiel da sind, also dass man irgendwie sieht.

00:15:10: Da ist so eine grundsätzliche Veranlagung erstmal auf unbekannte und vertraute Situationen mit einem erhöhten Stresslevel quasi zu reagieren.

00:15:20: Und dann kommen häufig noch weitere Faktoren hinzu.

00:15:23: und da haben wir es einerseits auch zum Beispiel mit sprachlichen Aspekten zu tun.

00:15:30: Wir haben etwa bei einem Drittel bis der Hälfte der Kinder auch sprachliche Auffälligkeiten, also sowas wie eine leichte Sprachentwicklungsstörung oder auch Aussprache-Störungen die dann so in der Kombination.

00:15:42: In meiner Ausbildung habe ich ganz viel mit modistischen Kindern schon gearbeitet, ein bisschen gelernt an Kolleginnen.

00:15:50: Und die hatte einen schönen Fall wo ein Kind dann ins Sprechen gekommen ist und sie haben ein Spiel gespielt da und Tiere versteckt und hat die Therapeutin so gesagt ja du Elefant du musst jetzt ganz ruhig sein und bloß nicht sprechen.

00:16:08: und dann hat das Kind das erste Mal gesprochen es kam ein

00:16:11: Teller

00:16:12: heraus.

00:16:14: Also eine deutliche Aussprachestörung, wo eben verschiedene Laute ersetzt wurden.

00:16:19: und das kann man ganz gut erklären.

00:16:20: wenn ich eben ein schüchternes Kind bin was eher Stress erlebt in Interaktionssituationen und ich dann eben eine Aussprache zum Beispiel habe die sehr sehr schwer verständlich ist und ich vielleicht dann in den meinen ersten Aktionen mit anderen Menschen außerhalb meiner Familie immer wieder die Rückmeldung bekommen.

00:16:39: Hä?

00:16:39: Was hast du gesagt?

00:16:41: was soll

00:16:41: das, ich versteh dich gar nicht und immer sprich doch mal ordentlich oder ähnliches.

00:16:46: Dann erhöht es den Stress natürlich nochmal umso mehr so dass zurückziehen und dann spreche ich eben nicht eine ganz sinnvolle Strategie sein kann.

00:16:58: Und wir haben es häufig eben auch bei Kindern mit einem erhöhten Perfektionismus zu tun, was dann natürlich draufkommt.

00:17:06: Also wenn ich nicht richtig sprechen kann, dann sage ich lieber gar nichts.

00:17:12: Genau das ist so eine häufige Kombination die wir haben von Schüchternheit, Perfekcionismus und irgendwie leichten sprachlichen Auffälligkeiten zum Beispiel.

00:17:22: Wir haben auch Hinweise darauf dass Mehrsprachigkeit Migrationshintergrund, also kulturell andere Variablen eine Rolle spielen können.

00:17:33: Das ist natürlich einerseits diese sehr naheliegende sprachliche Variante.

00:17:38: Wenn ich in einen neuen Kontext komme wo ich die Sprache noch nicht spreche bin ich ja automatisch erst mal eher zurückgezogen und wenn ich ein schüchternes Kind bin dann höre ich mich erstmal in die Sprachereien und natürlich ist es vielleicht ein bisschen schwieriger dann nach einer Zeit irgendwann anzufangen zu sprechen.

00:17:53: Und wenn man dann diese Kombination mit Perfektionismus hat, ist das auch etwas was sehr naheliegend.

00:18:02: sehr lange warte bis ich überhaupt ins Sprechen komme und dann gerade in den Bildungseinrichtungen natürlich sich sehr schnell auch so eine Identität herausgebildet hat.

00:18:10: Also nach einem halben, dreiviertel Jahr anzufangen zu sprechen ist ja eine riesen Anforderung.

00:18:16: dann wiederum an die Kinder.

00:18:18: Und grade die Kinder, die Schüchtern sind wollen gar nicht im Mittelpunkt stehen.

00:18:21: aber was würde passieren wenn ich nach dem Jahr anfange zu sprechen?

00:18:25: Anja hat gesprochen, wow!

00:18:28: Und das will ich ja gar nicht.

00:18:29: Ich will mich ja gar nie so offenbaren, sodass auch da die Strategie sich ein Stück weit verfestigen kann.

00:18:35: und bei den mehrsprachigen Kindern haben wir es häufig, nicht immer aber häufig ja auch noch mit dem Leben in unterschiedlichen Kulturen zu tun.

00:18:44: Das heißt auch da kann natürlich auch dieses was ist überhaupt erlaubt?

00:18:47: Was darf ich hier überhaupt im kulturellen Kontext einen Faktor der da total mit reinspielen kann, dass ich gar nicht weiß.

00:18:56: Also auch wenn wir in fremdes Land fahren sind wir uns auch unsicher was dürfen wir jetzt tun?

00:19:01: Wenn wir jetzt eine ganz fremd also asiatische Kultur zum Beispiel wissen wir gar nicht okay wie nah darf ich jemandem kommen?

00:19:09: Wie sind hier die quasi Regeln auch um so ne unvertraute Situation So das was wir über Smalltalk machen quasi Was gibt es hier für Regeln um das zu überwinden um irgendwie überhaupt ins Gespräch zu kommen?

00:19:23: Das spüren Kinder natürlich genauso und das kann eine deutliche Rolle spielen.

00:19:31: Und dann, dass was häufig leihen immer als erstes so als Faktoren mit reinigen, da muss doch irgendwas traumatisches in den Hintergrund sein.

00:19:39: Dass es in der Regel ganz selten ist.

00:19:42: Wir haben natürlich in irgendeiner Weise auch traumatische Lebensereignisse die eine Rolle bei der Etablierung oder auch bei der Auslösung des Schweigens spielen können.

00:19:53: Das sind aber weniger so was wie Gewalterfahrungen oder Missbrauchssituationen, das ist in den wenigsten Fällen wirklich so.

00:20:01: Das kann mal sein, aber in den wenigen Fällen häufiger sind es sowas wie Umzüge oder eine Krankheit von den Eltern oder ein eigener Krankenhausaufenthalt oder auch in irgendeiner Weise grenzüberschreitende Situation die die Kinder erlebt haben also auch sowas.

00:20:20: Also wir haben einen Fall auch gehabt, wo die Familie Besuch bekommen hat von mehr oder weniger unvertrauten Personen halt.

00:20:28: Also irgendeine bekannte Familie und der Sohn wollte auf gar keinen Fall sein Zimmer zeigen so.

00:20:35: Und dann haben die Eltern die Familie aber trotzdem ins Zimmer gelassen also rein.

00:20:39: diese Grenzeberschreitung hat dann dazu geführt dass er sich erst mal ins Schweigen zurückgezogen hat weil er eben anders nicht mehr wusste wie er seine Grenzen waren konnte.

00:20:49: Das sind eher die auslösenden Varianten vielleicht noch, die es gibt.

00:20:53: Also Übergänge auch von Kita oder von Familie in Kita oder Kita in Schule, die in irgendeiner Weise Umbruchssituationen gibt, die dann auch nochmal vermehrt eine Unsicherheit auslösen können.

00:21:10: Das, was du gerade gesagt hast, da steckt ja noch so ein Aspekt drin, dachte ich grade bei diesem Jungen mit dem Zimmer.

00:21:17: Dass dieses Nichts sprechen auch einen letzten Ausweg von Kontrolle und Selbstkontrolle ist irgendwie nah.

00:21:26: In solchen Situationen, alle die mit diesen Kindern schon mal zu tun hatten und das begleitet haben wissen da geht dann nichts.

00:21:33: Da kann man sich auf den Kopf stellen, da kommt kein Wort raus.

00:21:37: wenn man es irgendwann schafft ein kleines Signal zu bekommen ist viel passiert Und das ist ja schon irgendwie so okay.

00:21:44: mir entgleitet hier alles.

00:21:46: ich habe keinen Schutz was meine Grenzen angeht.

00:21:48: Ich bin in einer kompletten Überforderung was auch immer diese Situation gerade bietet.

00:21:52: aber dass hier das kann ich ganz alleine In Anführungsstrichen entscheiden ist ja nicht so eine bewusste Entscheidung, aber das fühlt sich selbstbestimmt an.

00:22:00: Sehr sehr selbstbestimmig und also ich könnte mir vorstellen dass es auch dann wahrscheinlich ein Faktor ist.

00:22:07: Ich finde der Junge das war ein super Beispiel macht's noch mal so klar.

00:22:10: Ist es denn eine Sache die vorengig bei Kindern auftritt oder gibt es so Altersbereich in denen sich das ganz besonders häuft?

00:22:18: Oder zieht es sich durch alle Altersgruppen gleichermaßen?

00:22:23: Also in der Regel ist es tatsächlich von früh an da.

00:22:26: meistens entdecken die Eltern das erst mit dem Eintritt in irgendeine Bildungseinrichtungen.

00:22:32: Gerade bevor die Kinder in der Kita sind, sind die meisten Situationen ja wenn überhaupt außerhalb der Familie so öffentlicher Raum also auf dem Spielplatz oder auch beim Einkaufen beim Eis holen etc.

00:22:45: und wenn da Kinder dann nicht sprechen ist das erstmal für Eltern häufig nichts.

00:22:51: Also auffälliges in irgendeiner Weise nichts Beunruhigendes, sondern so ja ist es gut dass sie mit oder eher mit Fremden nicht spricht und wenn mein Kind eh schüchtern ist dann sich das Eis selber nicht bestellen kann.

00:23:04: Ist das jetzt für ein zwei drei vierjähriges Kind auch erst mal wie gesagt nicht beunruhmend?

00:23:10: Und dann kommen die Kinder in die Kita oder später in die Schule.

00:23:14: vielleicht tritt nach, weiß ich nicht zwei drei vier Monaten vielleicht dann die Einrichtung an die Eltern heran und sagen.

00:23:23: Was ist denn da los?

00:23:24: Ihr Kind spricht ja gar nicht so.

00:23:29: Und das heißt häufig ist es früh schon angelegt aber zeigt sich dann erst eben wenn die Kinder wirklich lange also lange Zeit am Tag auch in einer anderen Einrichtungen sind wo dann systematisch überhaupt dieses Verhalten sichtbar werden kann.

00:23:49: Genau, also wie gesagt wir haben das von Geburt an, wir haben es ganz selten und dann sind tatsächlich eher traumatischere in irgendeiner Weise Lebenserreignisse mit dabei wenn es später auftritt.

00:24:02: oder tatsächlich auch das ist so eine wichtige Sache die man natürlich einmal medizinisch abklären muss.

00:24:06: wenn es sowas im Kinder- oder Jugendalter oder natürlich auch bei Erwachsenen könnte auch eine neurologische Ursache da sein, dass man irgendwie eine Blutwung hat oder ähnliches.

00:24:21: Und das muss natürlich auf jeden Fall abgeklärt werden.

00:24:23: Aber in der Regel beim typischen selektiven Motismus haben wir Anzeichen die schon von mehr oder weniger Geburt an da sind und sich dann aber mit dem Eintritt in die Bildungseinrichtungen maßgeblich zeigen

00:24:36: Jetzt hast du das schon ein bisschen angesprochen wo quasi ja vielleicht irgendwie situativ auch passende Zurückhaltung, dass ich nicht auf jeden fremden Menschen zu renne den ich eben nicht kenne.

00:24:50: Das ist ja irgendwie nachvollziehbar und eher das erwartbare Verhalten wenn man es so mal nennen möchte.

00:24:57: aber wo endet jetzt dieser Moment in dem man sagt doch mehr.

00:25:07: Das gemeint also ein ganz großer Faktor bin, ist der Eintritt in so Einrichtung, Kita und Schule.

00:25:13: gibt es Dinge auf?

00:25:15: die Eltern, die jetzt hier zuhören und sagen oh also jetzt die letzten zwanzig, sechsten, zwanziv Minuten habe ich hier zugehört und immer wieder gedacht oh das kenne ich aber doch!

00:25:26: Und ich sehe hier meinen Kind.

00:25:28: Gibt es so Dinge auch die man ganz gut achten kann wenn jetzt vielleicht Kita Da ist es ja auch noch mein anderer Kontext ein bisschen freier als in Schule, wenn das da vielleicht nicht so direkt auffällig ist.

00:25:41: Was kann man da zu Hause gut

00:25:42: achten?

00:25:44: Zu Hause kann man leider auch nicht so viel achten weil zu Hause ist das Verhalten natürlich nicht da.

00:25:49: aber eine wichtige Sache ist natürlich diese Systematik also dass ich in irgendeiner Weise systematisch sehen kann okay es gibt hier Situationen in denen mein Kind absolut nichts spricht.

00:26:01: Bei extrem schüchternden Kinder haben wir es häufig so, dass nach einer Aufwärmphase gerade wenn man bei Bekannten sind die das Kind noch nicht so gut kennt oder sodass man eine gewisse Auftauffase hat und dann geht ein bisschen was wenigstens.

00:26:17: Und das ist bei den motistischen Kindern aber in der Regel nicht so.

00:26:21: Also die taunern vielleicht auch vom Verhalten her auf so'n Stück weit, dass sie nicht mehr ganz so angespannt sind sprechen es in der Regel so, dass das eben nicht funktioniert.

00:26:31: dann in einem vertrauten Situation.

00:26:35: Und wenn die Eltern sich natürlich auch unsicher sind mit den Leuten in der Bildungseinrichtungen auf jeden Fall zu sprechen also da ins Gespräch zu gehen, wenn man das Gefühl hat okay irgendwie mir kommt da was seltsam vor ich bin da unsicher ob er in eine Richtung Mutismus gehen kann.

00:26:53: dann das Gesprächsruhen mit den Fachkräften zu sagen, wie ist es denn bei euch?

00:26:57: Also seht ihr da systematisch irgendwie eine Richtung in welchen Kontexten spricht mein Kind.

00:27:03: In welchen eben nicht um da einfach gemeinsam sich auch ein Bild zu machen so und ich weiß nicht ob ich ein bisschen Werbung machen kann.

00:27:13: also wir haben einen Instrument So einen kurzen Fragebogen entwickelt, den man auch an Eltern aus der Fachperspektive an Eltern geben kann um eben zu schauen.

00:27:25: Aus Eltern Perspektive ist der Verdacht auf unselektiven Motismus.

00:27:30: Ist er realistisch oder eher nicht?

00:27:32: Unser Dortmunder Mutismus Screening für Eltern also es gibt's auch für Kita und für den Grundschulbereich also da kostenlos Genau, sodass man sich ist das freizugänglich kostenlos herunterzuladen auch mit ein paar Tipps dann gerade.

00:27:54: Auch für die Fachkräfte und auch für Eltern so ein paar erste Hinweise was sollte ich?

00:28:02: Was kann ich tun oder was sollte Ich tun nicht auch vielleicht lassen Und damit kann man sich vielleicht auch einen ersten Eindruck verschaffen sprich dass er für einen Motismus oder eben eher gegen meinen Motismus.

00:28:14: Aber sicherlich ist das die Grenze zwischen einer extremen Schüchternheit und Motismus natürlich fließend, um in Zweifelsfall wenn man sich unsicher ist dann lieber einmal mehr an eine Fachperson wenden.

00:28:29: und es ist wichtig gerade beim Motismus jemanden zu nehmen der sich mit Motismus auch wirklich auskennt Weil die Erfahrungen haben viele Eltern auch gemacht, von einer Person zu anderen zu laufen.

00:28:40: Und die haben aber alle nicht unbedingt so eine Ahnung davon oder das Zerstörungsbild selber noch nicht behandelt und da ist es einfach immer wichtig dann Expertinnen oder Experte zu finden.

00:28:51: Auch da können wir nochmal links zur entsprechenden Therapeuten-Listen gerne verlinken wo man in seiner Umgebung auch nach entsprechenden Fachpersonen suchen

00:29:01: kann.

00:29:02: Das wäre super.

00:29:03: Das wäre nämlich meine nächste Frage gewesen, wo man denn da gut unterkommen kann und wenn es sowas schon gibt das ist ja super dass genau das was es dann für Eltern

00:29:13: oft

00:29:13: braucht.

00:29:14: Gibt es dann so eine also du hast jetzt gerade das Screening schon angesprochen?

00:29:17: Dass auch einem selbst mal erste Hinweise liefern kann ob das überhaupt ne Richtung ist die es sich lohnt weiter zu verfolgen.

00:29:25: Gilt es dann richtig eine konkrete Diagnostik?

00:29:28: Genau in der Regel läuft es so ab, wenn man sich dann eine Fachperson wendet.

00:29:35: Das kommt immer ein bisschen darauf an wen man dann gerät.

00:29:39: quasi in der Regel sind natürlich auch die Kinderärzte und Kinderärztinnen eine erste Anlaufstelle wobei auch da natürlich weil das einfach sehr selten ist das Phänomen nicht alle Kinderärztinnen schon von gehört haben oder da sicher sind.

00:29:54: Und dann macht es eben Sinn, wie gesagt sich an einem Motivus-Expertin zu benden.

00:29:59: Das kann sein dass das eine Schwachtherapeutin ist oder auch eine Kinder und Jugendlichenpsychotherapeutinnen.

00:30:06: Dass es erst mal im Endeffekt nicht ganz so relevant wen man da nimmt sondern wichtig wer das macht.

00:30:14: Dann läuft die Diagnostik im Endeffer ganz viel über Elterngespräche erstmal ab.

00:30:19: Dass man anschaut was sind einfach für Hinweise innerhalb der Entwicklung schon da gewesen, die vielleicht für einen oder gegen einen Mutismus sprechen kann.

00:30:32: Häufig werden auch erste Sitzungen dann mit den Kindern selber gemacht um zu schauen in Spielsituationen.

00:30:38: wie reagiert das Kind denn so auf unvertraute Personen?

00:30:42: Welche kommunikativen Mittel sind schon möglich?

00:30:45: was nimmt das Kind gerade um irgendwie in Kontakt zu kommen?

00:30:49: Es ist die Grenze quasi noch sehr deutlich, also ein Gespür fürs Kind zu bekommen.

00:30:56: Und dann kann es natürlich auch noch sein dass wenn irgendwelche Hinweise darauf sind das medizinisch organische Dinge im Hintergrund sein könnten sei es ein vielleicht gehört das Kind auch nicht ordentlich und Oder es könnten eventuell auch irgendwelche, wie gesagt neurologischen Aspekte da mit rein spielen.

00:31:19: Dann würde man immer noch mal auch an größeres Kinderzentrum, sozialpädiatrisches Zentrum weiter verweisen um dann Ausschluss, ja bestimmte Ausschlusskriterien einfach abzuklopfen die gegen einen Rotismus und für andere Dinge sprechen würden.

00:31:35: aber in der Regel ist das eben innerhalb der Diagnostik vor allem Gespräche mit den Eltern Und dann eben ein, zwei, drei Sitzungen mit den Kindern.

00:31:43: Wo man schaut was zeigt das Kind schon?

00:31:47: vielleicht auch zu gucken sich anzunehren an die sprachlichen Kompetenzen des Kindes Das ist auch nicht ganz einfach daran zu kommen und zu gucken Was spricht denn das Kind eigentlich schon?

00:31:57: Auch da sind natürlich die Eltern sehr hilfreich zu sagen Ist ihnen etwas in der Sprache aufgefallen?

00:32:02: Aber gerade bei mehrsprachigen Kindern ist es natürlich auch manchmal wiederum schwierig.

00:32:09: Jetzt erlebe ich in der Begleitung sowohl schulisch als auch so in meinem Austausch, dass der Blick darauf sehr unterschiedlich ist auf dieses Schweigen und das nicht sprechen können von Na ja dann lass sie ihn doch.

00:32:27: Also man muss doch gar nichts machen.

00:32:31: eigentlich weil das ist doch nichts Schlimmes ist ja auch erst mal richtig, dass das nichts Schlimmes ist in dem Verhalten als solches.

00:32:41: Sodass er dieses naja das kommt schon mit der Zeit oder das Kind braucht einfach ein bisschen Zeit oder irgendwann kommt die Vertraute und dann wird da schon lassen.

00:32:49: wir einfach so laufen wird schon Und genau auf diesen Aspekt würde ich nämlich ganz gerne mal eingehen.

00:32:56: Ist es denn wichtig da nun irgendwie auch therapeutische Geschütze auszufahren, sozusagen muss diese Begleitung sein?

00:33:03: Oder verwext sich das einfach mit der Zeit wenn nicht locker-flockig das so nebenher begleitet?

00:33:08: Verwachsen tut sich das in der Regel nicht oder ist verwechselt sich etwas anderes sagen wir mal so.

00:33:14: also wir plädieren immer sehr dafür möglichst frühzeitig zu intervenieren damit sich das schweigen als Strategie in der Identität des Kindes komplett festmauert.

00:33:25: Also wenn ich, wir alle kennen das aus der Schule glaube ich Wir alle hatten so unsere Rollen in der Schule die wir irgendwie eingenommen haben In der Gruppe und da dann rauszukommen ist sehr schwierig Und gerade aus dem Schweigen herauszukommen und plötzlich dann entsprechend zu gehen Ist etwas was sehr viel Aufmerksamkeit erzeugt für die Kinder einfach in der Regel dann unmöglich ist, sodass wir schon dafür plädieren so früh wie möglich um eben den Kindern auch eine selbstbestimmte kommunikative Teilhabe zu ermöglichen.

00:34:00: Also dass sie alle Kompetenzen bei sich tragen.

00:34:03: In den Situationen, in denen Sie sprechen möchten das auch tun zu können und das können sie eben

00:34:08: häufig nicht.

00:34:11: Und zu dem Thema Verwachsen, ja es ist so dass wir im Jugend- und Erwachsendenalter nicht mehr so viel Motismus haben wie im Kindesalter.

00:34:20: Es gibt Hinweise darauf das die mit erwachsendem Alter ins Sprechen kommen.

00:34:27: Häufig verlagert sich die Symptomatik dann aber in sowas wie Depressionen, generalisierte Angststörungen gerade bei Mädchen, die auch tendenziell etwas häufiger betroffen sind auch in Essstörungen

00:34:40: etc.,

00:34:40: so dass wir dann häufig eine massive psychische Symptomatik auch nochmal uns damit einkaufen, wenn man nicht frühzeitig intervinnieren.

00:34:50: Weil die Ursache einfach nicht beruhm ist und mit den wachsenden Erfahrungen, die ich mache das sich in Kommunikationssituationen immer nicht aktiv sind was da alles mit dran hängt also wenn agieren kann, also kommunikativ agieren können mit Kindern und Jugendlichen.

00:35:06: Also diese ganze soziale Teilhabe nicht habe ist das im Jugendalter irgendwann ein ganz schönes Problem so und das zeigt sich dann eben in einer massiven anderen Symptomatik.

00:35:19: Genau, sodass die Frühjahr desto besser würden wir sagen

00:35:23: Das finde ich immer einen sehr, sehr wichtigen Hinweis.

00:35:25: Weil gerade in der Sprache... Ich hatte ja schon mal eine Folge aufgenommen mit Patrizia Pomnitz die auch Sprachtherapeutin ist und gesagt hat das es ein ganz, ganz großes Problem bei vielen sprachlichen Themen dass Eltern sehr lang dazu geraten wird abzuwarten, ab zu warten naja die einen früher die anderen später und es kommt schon noch und dann kommt doch Charakter dazu Und das ist wirklich eines der Felder wo unter wirklich, wirklich viel zu lange gewartet wird.

00:35:56: Und man könnte zu einem früheren Zeitpunkt viel leichter, schnellere, bessere und auch ja einfach für das Kind sehr viel unterstützende Erfolge für sich verbuchen wenn man es eben nicht so lange verschleppt.

00:36:10: Jetzt kann ich aus der Schulperspektive erzählen, wenn es dort dann ein Thema wird und vielleicht ja vorher so'n bisschen präsent war aber da sich richtig manifestiert Dann ist aus meiner Begleitungserfahrung an der Stelle, das ist ein ewig langer Weg da wirklich Fuß zu fassen.

00:36:30: Weil dieser Übergang in Schule hat ja nun wirklich schon genug Herausforderungen.

00:36:35: Das ist ja nicht die einzige, dass man sagt Ja dann bin ich jetzt in Schule oder das Problem wird plötzlich deutlicher?

00:36:40: Dann machen wir da jetzt mal was dran und gut isst.

00:36:42: Schule bleibt so ein Anforderungsintensiver Ort für alle Kinder, aber natürlich dann in dem Kontext noch viel mehr.

00:36:52: Und das dann zu lösen, wenn von allen Seiten noch mehr Anforderungen dazukommen ist – in meiner Erfahrung als Lehrkraft wirklich, wirklich schwierig und ein langer Weg und teilweise auch mit sehr kleinen Schritten überhaupt.

00:37:10: Also teilweise blieb es einfach erst mal bei dem Schweigen als Erststrategie und die, ja man musste sehr genau hingucken auf die Details um Entwicklung zu sehen in diese Richtung.

00:37:25: Und deswegen finde ich das wahnsinnig wichtig.

00:37:28: Du hast jetzt schon Therapie angesprochen.

00:37:30: wie kann ich mir denn so eine therapeutische Begleitung vorstellen oder so einen therapeutischen Weg mit einem Kind?

00:37:37: Das per Definition dieser ganzen Symptomatik nicht unbedingt in solchen Situationen spricht.

00:37:45: Genau, ich glaube es ist auch ein Grund warum die Therapie zumindest in Deutschland hier sehr stark bei den Sprachtherapeuten gelandet ist weil sie sehr stark daran gewöhnt sind dass Kinder nicht so viel sprechen oder gar nicht sprechen.

00:38:02: also damit können wir ganz gut umgehen.

00:38:05: und von den therapeutischen Konzepten, die hier so etabliert sind geht es viel gerade auch im Kindergartenalter viel in Spielsituationen.

00:38:15: Also das heißt wir gehen ganz viel mit den Kindern in Symbol- und Rollenspiele und bringen die Kinder oder geben den Kindern quasi Angebote sich in anderen Rollen ausprobieren zu können.

00:38:29: Das heißt Wir spielen ganz viel entweder verschiedene Tiere, die unterschiedliche Charaktere haben oder gerade die Therapien, die ich gerade innerhalb der Forschung begleite.

00:38:43: Da sind grade ganz viele Themen Superhelden.

00:38:48: also dann gehen die Kinder in die Superheldepositionen und sind endlich mal stark und probieren sich da aus und lernen quasi in dem Rollenspiel bestimmte Interaktionsmuster kennen.

00:38:59: Das kann auch erst mal nonverbales Rollen Spiel sein, also dass die Kinder einfach in der Bewegung mal kämpfen und mal Dinge auch, also Grenzen auch mal ein bisschen ausreizen wie sie sonst im Alltag eben vielleicht auch nicht ausreizt dürfen und darüber einfach auch ein Stück weit erstmal Selbstwirksamkeit erleben Beziehungen auch mit anderen Personen erst mal erleben und dann arbeiten wir gerade bei den Kindergarten, Kinder oder Forscherkindern.

00:39:25: Viel auch mit Handpuppen also dass da eine Handpappe ist die Dinge auch spiegeln kann.

00:39:29: Also weil die erwachsene Person es natürlich jetzt nicht kann schlecht in so schwache Rollen reingehen und sagen euch trau mich jetzt ja auch nichts zu sprechen aber so ne Handpippe, das wird häufig ist es eine Schneckenhandpuppe die sich auch verziehen kann ins Häuschen quasi Symbol für den Motismus, die unsicher ist und wo dann sich auch die Kinder selber dann vielleicht in der Therapie schon sprechen.

00:39:58: Auch als Berater der Schnecke wiederum erleben können und sagen können du kannst mal das und dass ausprobieren oder verschiedene Sachen auch mal ausprobierend ja mach doch mal das sondern wird es durchgespielt hat nicht funktioniert da machen wir was anderes so.

00:40:13: Also das heißt im Kindergartenalter geht es sehr darum, dass die Kinder also erstmal selber Sicherheit erleben.

00:40:20: Also einen sicheren Raum in der Therapie wo eben keine Anforderungen an sie gestellt werden sondern sie erst mal so angenommen werden wie Sie sind und dann aus dem sicheren Heraum langsam sich eben kommunikative Mittel erarbeiten können geschieht eben über einfach Spielangebot.

00:40:41: Also es sieht aus wie einfach für Spielen toll ist, aber natürlich ganz viel therapeutische Überlegungen.

00:40:47: was kann man an Materialien?

00:40:49: Was kann man rollen vielleicht an die Kinder ranführen?

00:40:53: Wie kann man auch reagieren in den Situationen?

00:40:55: Was gibt die Handpupereien um dann eben Möglichkeiten des Modellerns ein Stück weit zu ermöglichen oder das Ausprobierens?

00:41:03: Und im Schulalter ist es so häufig ab Zweite Klasse, etwa wenn die Kinder auch sehr viel bewusster auf ihr eigenes Schweigen gucken.

00:41:13: Also im Kindergartenalter ist alles sehr unbewusst.

00:41:15: noch mit Schule wird das häufig auch kognitiv natürlich aufgrund der Entwicklung etwas was sehr bewusst in ins Bewusstsein der Kinder kommt und dann ist es auch direkt an den Symptomen arbeiten, wenn die Kinder das zulassen.

00:41:35: Das heißt wirklich schrittweise überlegen, also eher so quasi kognitiv verhaltenstherapeutische Elemente da drin haben, die sich auch im Mutismus als wirksam erwiesen haben schon in Studien, dass wir wirklich gucken mit wem sprichst du denn?

00:41:50: Mit wem spielst du noch nicht?

00:41:51: und von denen, mit denen du nur noch nicht sprichest, mit wemen könntest du dir denn vorstellen zu sprechen.

00:41:56: Dann werden zwei drei Personen ausgesucht und dann wird für diese Person okay.

00:41:59: von den zwei drei Wer ist es denn mit wem?

00:42:02: Nur als erstes anfangen wir zu sprechen.

00:42:04: Und dann wird eben wirklich und da kommt wieder der Aspekt von Kontrollen mit rein, also dass die Kinder in alle Entscheidungen innerhalb der Therapie oder im Weg zum Sprechennetz einbezogen werden und dann selber entscheiden okay ich möchte Ich weiß nicht, häufig ist es so was wie mit meiner Lehrkraft und meiner Freundin Tina.

00:42:27: Möchte ich Uno spielen in der Pause?

00:42:30: In dem und dem Raum und dann sage ich einmal Uno.

00:42:36: Also sehr genau vorher klar haben, Kontrolle haben über die Situation, wie sie denn sein soll sukzessiv, quasi nach und nach das Sprechen aufbauen einiger.

00:42:46: Das hast du jetzt gerade schon gesagt brauchen da sehr mini Schritte.

00:42:50: also ich hatte auch einen Kind in Therapie.

00:42:52: Da haben wir in der Therapie wirklich von.

00:42:55: Ich habe mich ganz weg gedreht und sie hat angekreuzt erst mal auf einem zettel hinzu.

00:43:00: ich hab mich in den acht weitergedreht Und dann wieder eine Nächstachtel also bis ich gucken durfte als die Angekreuz hat.

00:43:08: Also selbst dieses non verbale ich kreuze verschiedene Varianten.

00:43:13: eine Frage, was hast du am Wochenende gemacht oder so?

00:43:16: Auf dem Zettel an war schon die Herausforderung dass sie da überhaupt zu ließ.

00:43:21: Ich gucke da auf und das so klein können die Schritte eben manchmal sein Und wichtig ist aber da.

00:43:28: oder das was wir in der Therapie machen ist es Die Kinder haben die ganze Zeit Die Kontrolle über ihren Weg also dass sie niemals diesen Kontrollverlust in der therapie erleben weil dass eben häufig wieder Rückschritte bedeuten werden.

00:43:49: Ich finde ganz wertvoll, dass du diesen Bereich des Spielens noch mal sehr bewusst angesprochen hast.

00:43:54: das ist ja was womit sich viele Kinder-Therapeutinnen rum ärgern mit diesem Jahr.

00:43:59: da wird ja eh nur gespielt.

00:44:00: es ist auch etwas was uns Grundschullehrkräften entgegen gebracht wird naja basteln und spielen haha.

00:44:07: und ich finde Das Spiel als solches ist so verkannt in ganz viele Richtungen, eben in dieser therapeutischen Begleitung.

00:44:16: Was man in einem Spiel sieht finde ich auch als Grundschullehrkraft in so kleinen Spielsituationen.

00:44:22: Ich lieb das auch draußen auf dem Pausenhof mal rumzugehen und zu schauen wie anders Kinder sich dort verhalten Wie anders diese Situationen sind oder wie sich auch bestimmte Lerninhalte im Spiel ganz anders zeigen und ganz anderen Zugang bieten.

00:44:38: Und ich finde, dass für dieses Spiel viel zu schnell so dieses Jahr das machen die kleinen Kinderchen, sondern dann ist es aber auch irgendwann mal gut also gerade in diesen offiziellen Kontexten in Bildung.

00:44:50: Da ist irgendwann ein Alter da wollen wir das nicht mehr oder dann ist das vielleicht noch ein bisschen was Therapeutisches für die Kleinen Aber darüber hinaus bitte nicht.

00:44:57: Und ich finde, da wird was beschnitten, was ganz, ganz wertvoll ist.

00:45:02: Im Therapiekontext Gott sei Dank gibt es ja ein gewisses fachliches Fundament zu sagen ne wir machen das schon aus gutem Grund auf diese Weise.

00:45:09: aber gerade so in der Schule findet das Spiel auch manchmal das freie Spiel wirklich wenig Platz finde ich ganz schade weil du hast halt auch gesagt dass man da als begleitende Person sieht und so nebenbei für sich sortieren kann ist ganz, Und ich habe auch nochmal daran gedacht, ich hab mal ein Kind in der Schule begleitet mit selektiven Mutismus und diese Geschichte durfte ich in einem Buch das bald kommt verwerten.

00:45:39: Netterweise um diese Thematik auch ein bisschen sichtbar zu machen.

00:45:43: Es wird ein Buch wo ganz viele Formen vorgestellt werden unter anderem eben auch der selektive Mutismus.

00:45:47: Und dieses Kind hat bis auf, also gelegentlich mit mir und mit der Kunstlehrkraft glaube ich gesprochen ist schon ein bisschen her.

00:45:57: Und mit der besten Freundin das ging alles andere komplett gar nicht.

00:46:02: Also keine mündliche Beteiligung, nicht mit anderen Kindern gesprochen wieder in der Pause noch irgendwie drin.

00:46:07: Nicht mit anderen Lehrkräften gar nicht!

00:46:11: Ich weiß gar nicht mehr, ob es ein Schuljahr oder ein halb Jahr war, kann ich mir nie mehr erinnern.

00:46:15: Eine Theater-AG gemacht und dieses Kind hat sich angemeldet und ich dachte okay nun ja

00:46:24: schauen wir mal

00:46:25: Und die Reaktionen waren auch so ein bisschen... Also es war, wie du sagst.

00:46:29: Die Rolle ist schneller da nur als man gucken kann.

00:46:32: Das war natürlich das Kind, dass er nie gesprochen hat.

00:46:34: Du weißt doch, das spricht nicht und also es war völlig klar.

00:46:38: Es war eine Klasse, die das gut begleitet hat und gut agiert hat aber es war trotzdem das Kind was nicht gesprochen hat und alles he!

00:46:44: Wieso gehst du denn in den Theater?

00:46:46: Da musst du dann aber etwas sagen oder willst du lieber was anderes

00:46:50: sein?".

00:46:51: Und dieses Kind wollte auf die Bühne und es war so spannend, also tatsächlich hat die beste Freundin übersetzt zu Jahr.

00:47:01: Aber wenn's da oben steht dann ist das ja nicht er selbst!

00:47:05: Es ist doch eine Rolle und die Rolle kann ja sprechen und dann gab's einen Nicken... Und ich dachte, das ist ja verrückt.

00:47:09: Das gibt's doch nicht!

00:47:11: Und es hat tatsächlich so geklappt.

00:47:13: Es war am Anfang trotzdem eher

00:47:15: Flüstersprache

00:47:16: als die ersten Sprechversuche kamen.

00:47:18: Aber es war super spannend.

00:47:19: Nicht gesprochen in die Rolle

00:47:20: geschlüpft...

00:47:22: gesprochen.

00:47:22: Am Anfang ein bisschen leiser, flüsteriger aber auch das Wurde mit der Zeit aus der Rolle raus wieder nicht mehr gesprochen und es war jetzt auch nicht so dass das dann... also es war ganz krass hollibutmäßig danach das ganze Ding irgendwie sich gelesen hat.

00:47:36: Es blieb schon eine Symptomatik und es bliebe weiter bestehen.

00:47:41: Aber diese Erfahrung, dass es einen Moment gibt in dem es geht und alle haben das gesehen Unglaublich.

00:47:50: Und dann habe ich eine Zeit lang Theater AGs angeboten, hatte noch mal ein Kind das da auch ein wollte.

00:47:55: aber dieses Kind hat dann nicht eine Rolle gehabt sondern das Kind meinte zu mir es möchte gerne.

00:48:02: Es gibt doch so Leute die was sagen wenn anderes Kind das vergessen hat Was sie sagen muss.

00:48:08: und ich gesagt ja solche Menschen gibt's im Theater Die sitzen dann, die kennen den gesamten Text die haben den Vorsicht liegen oder können ihnen je nachdem und die helfen dann.

00:48:17: Und ich fand es so spannend, dass dieses Kind diese Rolle haben wollte.

00:48:21: Ich hab das Kind natürlich mit in die AG genommen.

00:48:23: Das Kind war dann so Flören, glaub' ich heißt das?

00:48:28: Und das auch dieses ganze Halbjahr lang.

00:48:31: und ich fand das irgendwie auf einer weiteren Ebene total spannend... ...dass dieses Kind die Person sein wollte, die hilft, wenn ein anderes Kind nicht mehr sprechen kann weil er's nicht weiß was es sagen soll!

00:48:42: Und das fand ich irgendwie ganz gar krich.

00:48:43: jedes Mal immer so bisschen kenntlaut und solche Angebote finde ich super, super wichtig.

00:48:50: Und die haben in dem Fall war es ja auch irgendwie eine Spielsituation zwar irgendwie ein geplantes Schauspiel aber eben auch so eine Situation.

00:48:59: und an der Stelle möchte ich nochmal genau in diesen Kontextschule reingehen ist Schule denn überhaupt ein machbarer Ort?

00:49:09: Kita natürlich irgendwie auch.

00:49:10: Ja definitiv, also definitiv würde ich sagen.

00:49:14: Aber Schule muss natürlich oder auch Kita muss natürlich einiges dann auch bieten.

00:49:19: Also klar können einzelne Kontexte in Schule nicht wirklich hilfreich sein, nicht wirklich förderlich sein und da hängt es vor allem an den Lehrkräften oder an den Personen die da sind wie in ganz vielen Aspekten.

00:49:34: also das was sehr wichtig ist Klang ja schon ganz am Anfang heraus, welche Faktoren auch auf der quasi InteraktionspartnerInnen eben mit rein spielen.

00:49:45: Bei wem die Kinder sprechen oder eben schweigen und da ist die Haltung der Lehrpersonen wie sie gegenüber Kindern tritt natürlich eine, die ganz bedeutsam ist oder auch der Fachkräfte in Kita.

00:49:57: es ist nur häufig noch mal ne andere Sache weil wieder aufgrund mittlerweile auch der null bis sechsjährigen, die da sind.

00:50:07: Räufig die Anforderungen natürlich nicht so krass sind das nicht überall erwartet wird ums sprechen.

00:50:12: aber natürlich haben wir auch da Fachpersonen die vielleicht sagen du bist jetzt drei und du musst jetzt aber doch hier im Morgenkreis auch deine Sachen oder mir antworten können und so genau.

00:50:23: Aber die Haltung der der Person ist glaube ich eine ganz wichtige Und da ist so etwas dieses erst mal keine Anforderungen auch in der Kommunikation zu stellen und alle kommunikativen Mittel, die Kinder nutzen.

00:50:36: Und da würde ich jetzt sagen, alle erstmal zu akzeptieren auf und zu sagen ja wie auch immer du kommunizieren möchtest?

00:50:42: Ich nehme erstmal alles an und mir wichtig ist mir dass wir irgendwie im Kontakt sind.

00:50:47: ob das jetzt auch spartlicher oder auf nonverbaler Ebene ist es mir erstmal egal.

00:50:52: Das ist glaube ich so eine wichtige Ausgangslage und natürlich sowas.

00:50:57: Deswegen mag ich es so sehr, auch jetzt mittlerweile in Bremen zu sein.

00:51:00: Also das inklusive Haltung generell in Schule also dass ich auch nicht die einzige bin, die jetzt da plötzlich irgendein in Anführungsstrichen Problem hat sondern wir haben einfach ganz vielfältige Ausgangslagen bei allen Schülerinnen.

00:51:17: Jeder bringt etwas mit rein und wir nehmen erstmal alle an wie sie sind Und ich glaube, diese Haltung ist eine ganz wichtige und damit auch wie das Klassenklima.

00:51:33: Also wir akzeptieren auch meine Mitschülerinnen wenn ich eben nicht spreche oder es direkt ein die spricht jetzt schon wieder nicht.

00:51:42: aber wir müssen alle uns so also wie auch da man als Lehrkraft eben sagt jeder macht es eben so wie er oder sie gerade kann.

00:51:51: Das sind glaube ich erste Wichtige Faktoren, die Schule machbar machen können.

00:51:57: Also Collegien, die eben erst mal das Schweigen auch akzeptieren und da niemanden zwingend etwas zu machen so Das ist in Grundschule sicherlich noch einfacher in den weiterführenden Schulen.

00:52:10: mit der einfach stärkeren Bedeutsamkeit auch von mündlichen Noten und vor allem auch mit der immer größer werdenden Bedeutung von Notengebungen ist das häufig eine große Anforderung, gerade auch mit Fachlehrkräften die dann vielleicht manchmal nicht ganz so pädagogisch unterwegs sind.

00:52:33: Überzeugungsarbeit, Aufklärungsarbeit zu leisten.

00:52:37: Aber in der Grundschule erleben wir das eigentlich häufig, dass sobald die Lehrkräfte darüber wissen und aufgeklärt sind darüber was ist es denn?

00:52:45: Und das ist kein Trotz oder das ist ein bewusstes Handeln des Kindes sondern als ist etwas was es noch nicht kann also mit dieser Haltung da reingehen kann Schule schon auch ein machbarer Ort sein.

00:52:58: Und dann ist eben die Vernetzung mit Therapeuten einfach total wichtig, damit natürlich auch die Lehrkräfte Hilfestellungen an die Hand bekommen.

00:53:06: Was mache ich denn jetzt?

00:53:07: Und wie kann ich hier im Unterricht das Kind gut integrieren?

00:53:11: Welche Herausforderung und Erwartungen darf ich denn auch schon ans Kind rangeben?

00:53:15: Was sollte ich eher gerade noch lassen?

00:53:17: Wie kann ich auch die soziale Teilhabe hier fördern?

00:53:23: Und genau, da ist Vernetzung einfach sowohl in die Therapie als auch innerhalb des Kollegiums natürlich total hilfreich.

00:53:30: Um da auch Ideen auszutauschen und sich gemeinsam zu stärken um das Kind dann auch wiederum zu stärkern.

00:53:34: Das war auch meine Erfahrung als Lehrkraft dass es unheimlich wichtig ist mit den Personen die fachlich dran sind und das Kind ja wirklich in diesen Kontexten erleben und eben auch die Expertise haben zu sagen okay das ist jetzt eine Anforderung Die dürfen sie ruhig schon mal ein bisschen reingeben.

00:53:49: Da sind wir jetzt das bitte noch nicht Und ich habe lange überlegt, ob man sowas macht wie ja.

00:53:55: Dann könnte man statt Worten kann man ja die generelle Empfehlung macht es doch mit Zeichen irgendwie geben.

00:54:02: aber es war wirklich als meiner Erfahrung gewesen als Lehrkraft Ich hab jetzt noch nicht fünfhundert Kinder begleitet Aber in der Regel hat man doch mindestens pro Jahrgang so ein Kind dabei das in diese Richtung geht manchmal auch mehr.

00:54:16: Also ist ein stetiges präsentes Thema Auch wenn es eben in der Maße nicht viele Kinder betrifft.

00:54:22: Aber es war bei jedem Kind so, dass der Weg, der dann gegangen wurde auf therapeutisch und das was hilfreich war.

00:54:29: Das was sinnvoll war die Anforderungen, die man stellen konnte und eben wirklich Logos waren sozusagen.

00:54:36: Die waren so unterschiedlich, dass ich ganz schwer finde... Also ich habe eine Zeit lang überlegt ob man, da hatten auch Patricia und ich mal drüber gesprochen, ob man so ein Leit faden macht also In der Haltung, deswegen finde ich es toll, dass du genau diesen Aspekt angesprochen hast.

00:54:48: In der haltung kann man glaube ich fast ein hey hab die richtige Haltung geht da auf einen Dorf zunehmen das Kind an?

00:54:54: Ich glaub das ist ein gilt immer und das andere ist unglaublich schwer weil das so unterschiedlich sein kann was die ersten Schritte eines kindes sind was ein Kind in dieser Situation hören möchte und genau das macht bei dem Kind.

00:55:07: wenn du das aber beim nächsten Kind machen würdest wäre es genau das falsche.

00:55:11: und deswegen finde wertvoll auch für alle KollegInnen, die jetzt zuhören sich wirklich versuchen zu vernetzen mit den Personen.

00:55:21: Die das begleiten.

00:55:23: wenn jetzt aber diese Begleitung noch nicht stattfindet oder insgesamt nicht so statt findet also es kennt nicht in therapeutischer Begleitungen ist aus welchen Gründen auch immer was wären so Dinge, die ich auf jeden Fall versuchen könnte vielleicht?

00:55:41: Also die Haltung haben wir ja schon angesprochen jetzt, sodass es so immer auch meint das ist noch nicht.

00:55:46: Also die positive Unterstellung auch zu machen dass das Kind irgendwann sprechen kann und auch sprechen möchte.

00:55:51: Das ist manchmal einfach vergraben zwischen ganz unter ganz vielen Dingen noch also das erstmal rauszukitzeln.

00:55:58: Und ich glaube das was hilfreich sein kann auch gerade in der Klasse und da würde ich auch sagen wieder aus einer inklusiven Perspektive für alle anderen Schülerinnen eben auch möglichst breite kommunikative Kanäle anbieten zu können.

00:56:11: Also vielleicht ist es für alle Schülerinnen sinnvoll, ich muss jedes Mal aufzeigen wenn ich irgendwie auf Toilette oder Hilfe brauche oder was auch immer bestimmte Zeichen Gesten dafür haben oder Symbolkarten dazu haben also ein möglichst breites Spektrum vielleicht auch an kommunikativen Kanälen die es so gibt eh schon zu haben.

00:56:33: Also, dass ganz viel möglich ist und auch ganz viel non-wehrbar möglich ist damit sich das Kind vielleicht auch dann das raussuchen kann was es gerade schafft so Und generell natürlich auch zu gucken, gut das Kind zu beobachten.

00:56:49: Auch welche Kanäle nutzt es denn schon und da dann vor allem auch Angebote zu machen?

00:56:54: Das heißt wenn Kopfnicken, Kopfschütteln schon möglich sind, dann stelle ich eben die ganze Zeit nur jahrein Fragen um an Hinweise ranzukommen.

00:57:02: also näher ich mich über geschlossene Fragen langsam dem an, was ich gerade machen möchte.

00:57:10: oder wenn das Kind Schriftsprache nutzt kann man ganz viel schriftsprachlich auch kommunizieren.

00:57:16: Wenn es zu Hause schon, wenn sich traut Sachen aufzunehmen Auf, weiß ich nicht jetzt mittlerweile kann man ja auf allen möglichen Geräten irgendwie Sprach Memos aufnehmen.

00:57:26: Dann vielleicht auch mal Sachen aus dem Wochen vom Wochenende mitzubringen wenn es das möchte.

00:57:30: aber wichtig ist glaube ich dass niemals über den Kopf des Kindes zu entscheiden sondern immer mit dieser Prämisse das Kind entscheidet eben selber was es genau in der Kommunikation machen möchte.

00:57:41: so und da braucht es natürlich vielleicht auch mal Zeit mit dem Kind alleine.

00:57:46: und das ist glaube ich eine große Herausforderung gerade im Schulsystem, weil wir einfach mit dem Personalmangel häufig diese zeitlichen Ressourcen zum Gespräch mit einem einzelnen Kind manchmal nicht haben.

00:57:57: Aber das ist etwas was für die Kinder total hilfreich ist wirklich sich einmal gemeinsam hinzusetzen.

00:58:03: hey wie geht's dir denn gerade?

00:58:05: Was brauchst du eigentlich hier?

00:58:06: Also, wie können wir dich unterstützen und wo geht der Weg weiter hin.

00:58:09: Der Vernetzung mit anderen ist immer auch nur so das was ich wichtig finde und Therapie zu suchen weil alleine... Das ist auch die Erfahrung.

00:58:18: gerade aufgrund der mangelnden zeitlichen Ressourcen und der vielen Anforderungen in Schule und auch Kita Alleine schafft man das einfach nicht.

00:58:27: Das heißt, man braucht da schon ein Netzwerk aus vielen Personen die gemeinsam hin zum Sprechen arbeiten und dann auch gemeinsam an einem Strang ziehen.

00:58:35: Deswegen auch da selbst wenn noch keine Hilfe da ist trotzdem auch den Weg zu gehen ob gemeinsam mit den Eltern versuchen da Unterstützung außerhalb von Schule aufzubekommen ist glaube ich ein ganz wichtiger Weg.

00:58:48: Das finde ich auch was in meinem Klassenzimmer immer da ist Darf ich mich ja auch wieder mit diesem typisch deutschen... Ja, klebt deine Tifplakette auf.

00:59:01: Fragezeichen rumärgern sind Kuscheltiere.

00:59:04: Kuscheltiere waren auch bei den Kindern.

00:59:09: Also mein letzter Fall sozusagen war ein Kind das gar nicht so unterschiedlich hat zwischen Personen.

00:59:15: Das wollte nur nicht über sich sprechen.

00:59:18: also hatte es so ein kleines Eichwäntchen auf dem Tisch Und so ein Eichhörnchen kuschelt hier und ich hab dann das Kuscheltier halt immer gefragt, auch mit Frühstücken.

00:59:33: Dann hat das Kind für das Kuscheltier gesprochen.

00:59:34: Ich glaube es hast du vorhin auch schon mal gesagt mit den Handpuppen ne?

00:59:38: Genau!

00:59:38: Und überhaupt so Kuscheltiere für Komfort... Kommunikation.

00:59:43: Also tatsächlich, es würde ich sagen neben Trösten und irgendwie Komfortbieten sozusagen ist echt dieser kommunikativer Aspekt das was am meisten Aufgabe dieser Kuscheltiere ist.

00:59:55: Die stelle ich jetzt auch nicht vor als oh das sind hier die sondern sie sind da und sitzen bei verschiedenen Stellen im Klassenzimmer so dass man sich schnell entschnappen kann.

01:00:03: und ja die werden dann regelmäßig mal gewaschen.

01:00:05: und nein ich kann natürlich nicht verhindern dass da vielleicht mal weiß ich ein Schnupfentröpfchen reingeht ist halt so, aber wer also in der Grundschule tätig war weiß das ist das geringste Problem.

01:00:18: Wenn es um irgendwie Husten an Steckung oder sowas geht dann macht dieses Kuscheltier nur wirklich echt nicht mehr den Unterschied.

01:00:27: und von daher Ja, es ist immer wieder ein Thema.

01:00:31: und dann sagen wir leerkräftig sagt hey also auch für den Autismusbereich usw.

01:00:35: Kuscheltieres sind so ein unterschätztes einfaches Ding irgendwie nie wegen Brandschutz.

01:00:46: Also erstmal nicht verkehrt auf sie über solche Dinge zu sprechen oder auch ein bisschen Hygiene im Hinterkopf zu haben das ist ja erst mal nicht verkehrt aber sich dann an den Stellen aus der Trans-Sang kommen.

01:00:58: Wir machen das jetzt mal.

01:00:59: Ich erzähle das auch gerne auf den Elternabenden, solche Dinge die ich dann mache wo vielleicht eventuell Fragen kommen könnten.

01:01:06: Die bespreche ich dann dort.

01:01:07: aber Kuscheltiere waren echt finde ich da so ein ganz wertvollen Punkt und es war das was du auch vorhin gesagt hast ist Doktor gerade ganz gut an.

01:01:17: Jetzt sind wir schon am Ende dieser Folge!

01:01:19: Ich glaube wir haben unglaublich viel oder vor allen Dingen Du hast unglaublich viele unterbringen können und ich find's ganz ganz toll.

01:01:25: Es war eine super wertvolle Folge.

01:01:27: Du

01:01:28: bist in diesem Thema ja sehr tief, du bist eben auch fachlich da drin.

01:01:33: Und hast du einen Wunsch?

01:01:39: Was sich vielleicht insgesamt vielleicht verändern könnte um diesen Kindern noch besser gerecht zu werden ein Wunsch für diese Kinder in der Zeit etwas was du so als abschließende Worte mitgeben möchtest.

01:01:54: also ich glaube gerade für unser Bildungssystem wünsche ich mir sehr, dass weniger dieser Leistungsdruck ausgeübt wird und eine Rolle spielt.

01:02:06: Weil der Leistungs-Druck den das System macht auf die Lehrkräfte übergeht und die Lehrkräfte wiederum diesen Druck natürlich auch an die Kinder weiter gibt.

01:02:17: Und gerade die modistischen Kinder und viele andere neurodivergente Kinder natürlich auch.

01:02:22: Das gilt ja für viele da einfach unheimlich drunter leiden.

01:02:28: und gerade die motistischen Kinder sind sehr, sehr sensibel auf diese Drucksituationen.

01:02:33: Gerade wenn es um das Mündliche eben geht und da würde ich mir wünschen dass wir auch in Schule und auch in Kita also auch da haben wir natürlich ein bisschen etwas geschützterren Raum noch.

01:02:47: aber auch da merkt man schon Richtung Ende der Kita-Zeit auch dass dann der Druck kommt so langsam weil es geht ja jetzt in Schule dass wir da vielleicht auch als Gesellschaft einfach ein Stück weit Kinder auf so sein lassen und wie sie sind.

01:03:05: Und einen Raum den Kindern geben können, in denen die sich entfalten können und nicht indem wir sie irgendwie aushalten wollen, so wie wir das denken was gerade sinnvoll ist sondern also gerade bei den mutistischen Kindern merkt man immer wieder in der Therapie oder in der Begleitung Kinder, dass sie sehr gut wissen welche Schritte sie als nächstes gehen können und ein sehr gutes Gespür für sich haben.

01:03:30: Und das mehr Raum hat einfach in unserer Gesellschaft und gerade auch in unserem Bildungssystem.

01:03:37: Das würde ich mir sehr für die Kinder wünschen und dadurch eben auch eine größere Akzeptanz von Vielfalt bei den Lehrpersonen oder dem pädagogischen Fachpersonen, die im System sind.

01:03:49: Einfach da ist oder auch Entlastung bei ihnen um diesen Raum zu ermöglichen.

01:03:55: Ich glaube, das wird uns schon sehr viel

01:03:57: weiterbringen.".

01:03:59: Da sagst du so was Wichtiges und ich habe das Gefühl dass dieser Raum bildungspolitisch tendenziell gerade eher kleiner wird.

01:04:09: deswegen finde ich es so wichtig ihnen nochmal klarzunennen wie wichtig ist für so viele Kinder als um wie sehr sie leiden wenn wir den kleiner werden lassen.

01:04:17: und ich denke da nur an künstlerisch-musische sportliche Angebote, denn das sind oft die Angebote in die einfach mal eine andere Kommunikationsmöglichkeiten mit sich bringen.

01:04:27: Eine andere Ausdrucksform, Musik zum Beispiel, ne?

01:04:30: Eine Ausdrucksform, die nicht überschreiben und konkretes sprechen gehen muss wenn das noch nicht möglich ist.

01:04:37: Und all diese Dinge wo andere Ausdruchsformen mal Möglichkeiten hätten, ne, das sind die ersten die gerade wegfallen.

01:04:45: So so wichtig, dass wir immer wieder darauf aufmerksam machen was wir da tun oder was auch bildungspolitisch passiert wenn wir diese räume nehmen den druck wieder erhöhen leistungsdruck in den vordergrund stellen wie viele kinder massiv darunter leiden werden die entscheidungen fallen.

01:05:02: aber ich finde schon wichtig ganz klar zu benennen das schadet kindern das was ihr da tut.

01:05:07: Das schadete kindern.

01:05:08: Das Schadet Lehrkräften die da drunter genauso zu leiden haben weil sie es durchsetzen müssen Und von daher finde ich das ein ganz wichtigen Wunsch,

01:05:17: da...

01:05:19: weiterhin an ganz vielen Stellen stabil zu bleiben, liebe Kolleginnen auch wenn von höherer Seite nicht immer die besten Ideen kommen und sagen okay ich versuche.

01:05:29: Ich gucke wie weit ich hier komme und mache so viel Raumraumraum für diese Kinder auf.

01:05:34: Liebe Anja, ich danke dir für dieses ganz ganz tolle Gespräch.

01:05:37: da war soviel Informatives und Wertvolles drin und ich hoffe dass der auch einen guten oder diese Folge einen guten Beitrag leisten kann in Sachen Aufklärung.

01:05:49: und wenn Eltern das nächste Mal wieder in Erklärungsnot sind, können sie einfach diese Wolle schicken.

01:05:58: Das würde ich mir wünschen.

01:05:59: Sowas sind solche Angebote ja mal super!

01:06:02: Alles, was wir jetzt so an Literatur genannt haben.

01:06:04: Also die Screenings zum Beispiel werden mir den Schoenlords verlinken.

01:06:07: ich verlinke dort auch nochmal eine Sammlung, die unter anderem mit Sprachtherapeutinnen und Lehrkräften entstanden ist wie wir diesen Kindern z.B.

01:06:15: mündlich anders gerecht werden können als hebt den Finger und sag was oder stelle dich nach vorne und trag das Gedicht vor Und da sind Dinge drauf, wie du auch schon genannt hast sich mal zu trauen dann solltest Kindes auf einem Video aufnehmen wenn es denn machbar ist zum Beispiel Sich einfach für sowas zu öffnen, gerade an den weiterführenden Schulen.

01:06:36: Ihr macht einen Riesenunterschied für jedes einzelne Kind und für die Eltern am Ende auch.

01:06:43: Auch das verlinke ich nochmal.

01:06:44: Schaut euch also dort gerne um!

01:06:46: Und wir hören uns wieder in der nächsten Folge – bis dahin!

01:07:00: Dieser Folge.

01:07:04: Ein Kopf voll

01:07:05: Gold,

01:07:06: was Neurodivagente Kinder brauchen und wie wir sie stärken können!

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