Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem!
Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier.

Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

73. Neurodivergente Kinder und Übergänge

Shownotes

Übergänge sind Wechselmomente. Eine Tätigkeit, eine Umgebung, ein Verhalten, ein Zustand muss verlassen und etwas Neues begonnen werden. Das kann für viele neurodivergente Kinder eine große Herausforderung bedeuten. Ihre Schwierigkeiten im Bereich der exekutiven Funktionen, eine potenzielle Unvorhersehbarkeit, sensorische Veränderungen, all diese Dinge können es unlängst schwieriger machen gut von der einen Situation in die andere zu finden. Genauere Erklärungen dazu und wie wir in Schule und zu Hause hier unterstützen können, darüber sprechen wir in dieser Folge.

Hier geht es zu den angesprochenen Folgen:

https://open.spotify.com/episode/49ElkMyqgZI7PVrD7zjlR7

https://open.spotify.com/episode/5D7KLDEhu3U70SDr37aWXw

Ihr habt selbst eine Frage oder einen Themenvorschlag? Dann schreibt mir gerne: einkopfvollgold@gmail.com

Weitere meiner Impulse findest du hier:

Meine Webseiten:

Meine Kanäle:

Meine Bücher:

📚Wilma Wolkenkopf

📚 Wilma Wolkenkopf auf großer Fahrt

📚 Das kleine Häwas

📚 Ein Kopf voll Gold

📚 Hallo Schulanfang

💌 Kooperationsanfragen bitte an: einkopfvollgold@gmail.com

🎙️ Dieser Podcast wird produziert und betreut von Voice Art Productions

Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem!
Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier.

Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

Transkript anzeigen

00:00:01: Hi und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von ein Kopf vor Gold, dem Podcast in dem wir uns anschauen wie wir neurodivagente Kinder sicher unterstützend und stärkenorientiert begleiten können.

00:00:11: Und dabei ist es ganz egal ob wir das als Eltern tun oder als Lehrkräfte oder als andere wertvolle Bezugsperson.

00:00:17: für alle diese Menschen ist dieser Podcast gedacht und gemacht.

00:00:21: Und vielleicht ist jetzt schon aufgefallen, hey da war doch jetzt irgendwas anders im Intro!

00:00:25: Müsste heute nicht eigentlich eine Goldgeruf-Holge kommen?

00:00:28: Und ja absolut richtig genau das wäre heute dran.

00:00:31: aber quasi so pünktlich nach der Sommerpause ändert sich in diesem Podcast etwas und zwar wird es ab jetzt zu sein dass immer am ersten Donnerstag in einem Monat eine Interviewfolge kommt und sozusagen den Monat mit einem Jahrinterviewgespräch einleitet.

00:00:50: Und danach kommen ganz reguläre Kopf voll Gold folgen, um dann im nächsten Monat wieder zum ersten Donnerstag in diesem Monat ähm...mit einem Interviewformat weiterzumachen!

00:01:05: Ein Kopf voll gold was Neurodivagente Kinder brauchen und wie wir sie stärken können.

00:01:17: Warum machen wir das Ganze?

00:01:18: Es gibt diverse Gründe.

00:01:20: Zum einen gab es das ganz klare Feedback von euch, dass diese Interviewfolgen total interessant sind gleichzeitig eine ziemliche Informationsdichte haben und ja auch sehr, sehr viele, sehr unterschiedlich aber sehr wichtige Themen beinhaltet.

00:01:35: Die man vielleicht auch noch gar nicht so kannte vorher und wo man wirklich Lust hat sich da mal ein bisschen zu vertiefen genauer hinzuschauen vielleicht auch mal Zeit zu finden Die ganze Literatur, die wir auf den Show notes ja auch verlinken.

00:01:50: Mal überhaupt durchzuforsten und durchzublättern oder anzuhören je nachdem was wir da so verlinken sich vielleicht mit der Person, die dort zum Interview war etwas mehr auseinanderzusetzen.

00:02:03: Und jetzt ist es ja so dass dieser Podcast wöchentlich kommt zwar in diesem Interview-Formatswechsel also interview dann eine Gold to go Impulse Folge.

00:02:13: Und trotzdem war das Feedback, dass doch ganz schön Schlager auf Schlag geht und gerade diese Interviewformate eben oft so groß thematisch sind.

00:02:26: Dass man gar nicht so das Gefühl hat dahinter herkommen zu können.

00:02:30: Das kann ich sehr gut verstehen.

00:02:32: Es geht mir manchmal mit meinen eigenen Lieblingswissen-Spotcast auch so Und ich denke, okay mal kurz stoppen.

00:02:39: Ich musste erst mal überhaupt diese Themen alle verarbeiten und es gab dann gleichzeitig die Rückmeldung dass das in diesen Gold to go Folgen oft Themen sind, die ein bisschen breiter aufgestellt sind, in denen sich sehr viele Eltern und Lehrkräfte wiederfinden weil es so Tipps sind wo man sagt ok damit habe ich zu tun aber auch viele andere Eltern zum Beispiel neue, divergenter Kinder währenddass bei den Themen in diesen Interviewformaten oft manchmal speziellere Themen sind.

00:03:07: Und darum könne man so das Feedback, die Gold to go folgen ein bisschen leichter weghören und hätte gerne irgendwie etwas mehr davon.

00:03:18: Um dann gut Raum zu haben für diese wichtigen Themen in den... Interviewformaten und ehrlicherweise sehen wir das auch ziemlich deutlich in den Zahlen so.

00:03:30: Und ich möchte natürlich meinen Interview-Gästen diesen Raum auch irgendwie geben, und ich glaube dass es ganz schön sein kann wenn wir diese eine sehr besondere interview Folge pro Monat haben und das Thema wirklich Platz und Raum bekommen welches Thema es denn auch immer ist.

00:03:45: und die anderen sagen wir mal wahrscheinlich meist drei Donnerstag im Monat Gebe ich ja sehr alltagsnah Tipps rund um verschiedenste Themen innerhalb des Themenkomplexes, Neurodivergenz oder verantworte die vielen Fragen von euch.

00:04:03: Das ist nämlich der zweite Grund!

00:04:05: Ich bekomme unglaublich viele Fragen von Euch und ich habe damit glaube ich für das nächste Podcast ausgesorgt Und es ist so, dass ich ihm immer wieder denke, oh das würde ich jetzt wahnsinnig gerne irgendwie besprechen.

00:04:16: Aber jetzt ist ja erst mal wieder Interview-Format und dann muss ich danach besprechen und es stapelt und häuft sich.

00:04:22: Darum haben wir das Gefühl, dass auch tatsächlich eher dem Communitywunsch entspricht, das ein bisschen anders aufzuteilen.

00:04:31: Ein letzter kleiner eigener Gedanke dabei.

00:04:33: Ich werde ja nicht all zu seiner Zukunft irgendwann auch wieder aus der Elternzeit in die Schule zurückkehren und ich möchte frühzeitig alle Dinge, die mir ganz wichtig sind und ich beibehalten möchte, auch wenn ich wieder an meinen Hauptberuf zurückkehe – das ist der Podcast unter anderem!

00:04:48: Die möchte ich so gestalten... dass das auch wirklich gut miteinander vereinbar ist.

00:04:53: Und diese Gold to go Folgen, die ich nur mit mir selber aufnehme sind organisatorisch viel leichter zu bewältigen.

00:05:00: Ich habe eine Fragestellung und ein Thema.

00:05:02: Ich kann es ganz flexibel aufnehmen zur Zeit, die für mich gerade in der jeweiligen Situation gut passen und Interviewformate sind viel, viel aufwendiger in der Vorbereitung.

00:05:13: Ich muss passende Personen finden, ich muss die recherchieren.

00:05:17: Wir müssen Vorgespräche führen, wir müssen das Thema recherchiern.

00:05:20: Ich musste die Fragen gut vorbereiten, mich einlesen.

00:05:23: Wir mussten dann Termin finden wie Technik besprechen ... Und?

00:05:28: Das ist einfach schon auch irgendwie eine spannende Arbeit und macht mehr nicht ohne Grund.

00:05:33: Viel Spaß!

00:05:34: Ich mache das hier sehr gerne.

00:05:35: Aber wie gesagt, ich glaube so ist es auch realistischer das auf einem gewissen Level gut weiterführen zu können wenn eben mein sehr heiß gelebter Hauptberuf wieder ruft.

00:05:46: So, und wenn wir jetzt hier eh gerade im organisatorischen Geplauder sind noch eine kleine Bitte.

00:05:51: Ich freue mich sehr, wenn ihr diesen Podcast grade jetzt nach der Sommerpause empfiehlt ganz oft richtig zum Beispiel das Feedback des Kolleginnen in WhatsApp-Gruppen teilen also in der Kollegin WhatsApp Gruppe oder Eltern das an andere Eltern schicken die mit einem bestimmten Thema grad zu tun haben oder einfach ein bisschen Input brauchen oder ne Hand gereicht bekommen sollen.

00:06:12: Das ist immer besonders hilfreich.

00:06:15: Vielen Dank dafür, ansonsten wisst ihr was wir alles machen können.

00:06:19: Folgen abonnieren kommentieren liken und so weiter.

00:06:23: darüber freue ich mich sehr und ja alles was hilft diese wichtigen Themen die mir so sehr am Herzen liegen in die Welt hinaus zu tragen.

00:06:33: aber jetzt starten wir mal mit dem heutigen Thema und das heutige Thema ist etwas dass sowohl Eltern als auch Lehrkräfte gut kennen was nicht nur noch die vagente Kinder betrifft dieser aber ganz besonders nämlich das thema Übergänge.

00:06:50: Was sind eigentlich Übergenge?

00:06:52: Was ist das für Anforderungen, warum fallen die neurodivagenten Kindern eigentlich so schwer?

00:06:58: Wo haben wir sie im Alltag überhaupt und was können wir tun um diese Momente zu erleichtern?

00:07:04: All diese Fragen möchte ich heute klären und wir fangen erst mal ganz simpel an.

00:07:08: Was ist ein Übergang?

00:07:10: Ein Übergange eine Transition ist ein Wechsel von der Situation oder einer bestimmten Tätigkeit, einer Umgebung oder einem Zustand in einen anderen Zustand, einer anderen Umgebung eine andere Tätigkeit etc.

00:07:21: Das heißt das was ich zum Beispiel gerade eben getan habe bisher getan hab es muss sich beenden oder unterbrechen und muss meine Aufmerksamkeit, meine Tätigkeiten mein Verhalten auf eine neue Situation ausrichten.

00:07:37: wir können dabei von sehr großen Übergängen sprechen.

00:07:41: das sind so ganz große Lebensumbrüche zb.

00:07:43: wenn ein Geschwisterin kommt Oder wenn wir umziehen oder wir denken an den Wechsel von Kita und Grundschule, auch das ist ein sehr großer Übergang.

00:07:56: Dann gibt es Übergänge so im Alltag die ... ja, so eine mittlere Anforderung mit sich bringen.

00:08:05: zum Beispiel ist das Haus verlassen und sich auf dem Schulweg machen.

00:08:11: Ja, so'n ... mittelgrößere Alltagsübergang.

00:08:15: Und dann gibt es aber auch sehr, sehr viele kleine Übergänge bei denen wir manchmal gar nicht so auf dem Schirm haben dass das ein Übergang ist.

00:08:22: solche Mikrotransitionen finden wir ganz oft und es geht schon morgens los wenn wir aufwachen und aufstehen müssen.

00:08:27: Das ist ein Üergang denn wir wechseln von der Tätigkeit schlaf in die tätigkeit wach sein oder den zustand wachsein.

00:08:35: Wir müssen das Bett verlassen, wir wechseln vom Pyjama in die Tagesklamotten.

00:08:41: Auch das ist wieder ein einzelner Übergang.

00:08:43: Von dort geht es vielleicht zum Frühstückszischen wieder einen Übergangen und von da dann zum Zähneputzen wieder einen Übergang.

00:08:50: also allein diese eine Alltagsphase ist schon gespickt mit sehr vielen Übergängen und gerade die sind für neue, divergenten Kinder eine besondere Anforderung.

00:09:00: nicht pauschalen?

00:09:01: Ein paar von ihnen!

00:09:03: Einige neurodivagente Kinder bekommen das ganz gut hin, aber in der Tendenz ist es eher ein Herausforderungsfeld.

00:09:10: Und das gilt auch ein Stück weit natürlich für neurotypische Kinder.

00:09:13: Auch die haben ihre Schwierigkeiten mit Übergängen oder das kann auftauchen zum Beispiel wenn sie von einer Spielverabredung abgeholt werden.

00:09:23: Kann das auch mal eine Situation sein?

00:09:26: In der Sie nicht so gerne von der einen in die nächste Situation möchten?

00:09:29: oder auch diesen Kindern fällt es schwer morgens immer So kann es einfach und ohne Unterstützung gut aus dem Bett zu kommen.

00:09:36: Es geht also hier nicht um ein alleiniges neurodivergentes Merkmal, aber bei diesen Kindern ist es einfach wie bei so vielen anderen Dingen.

00:09:44: eine etwas intensivere Anforderung... betrifft eben nicht ein, zwei Situationen im Alltag sondern oft sehr viele Situation und braucht oft eine sehr konstante Begleitung um diese Momente gut zu schaffen oder sehr gute Strategien die man selber für sich gut schon trainiert und routiniert hat damit es alles so gelingt.

00:10:05: Aber warum ist das eigentlich so?

00:10:07: Es gibt unterschiedliche Gründe warum das Ganze schwierig sein kann.

00:10:10: Ein großer Punkt, ein großer Faktor dabei sind die sogenannten exekutiven Funktionen.

00:10:16: Sie sind vereinfacht gesagt.

00:10:18: Wir wissen die Steuerungsprozesse unseres Gehirns, die wir zum Beispiel brauchen um unser Verhalten so ganz zielgerichtet zu organisieren oder auch meine Aufmerksamkeit zielgerechnet zu steuern.

00:10:31: Zu diesen exekutiven Funktionen gehört ganz knapp das Arbeitsgedächtnis Inhibition und kognitive Flexibilität des Arbeitsgedächnes.

00:10:41: Bei dem geht es darum, dass wir Informationen ganz kurzfristig im Kopf behalten um dann danach mit ihnen weiterarbeiten.

00:10:49: Also zum Beispiel das kennen wir alle wenn ich jetzt außer Tür gehen möchte dann denke ich mir okay Jagd anziehen Schuhe anziehen meine Tasche mitnehmen Schlüssel mitnehmen Portmonee mitnehmen und los!

00:11:00: Gerade dieser Bereich ist im Kontext ADHS oft auffällig stark eingeschränkt übrigens ein sehr wichtiger Marker in der Diagnostik.

00:11:12: Da ist es oft die Rückmeldung, ja also sonst sind die kognitiven Leistungen im mindestens durchschnittlichen Bereich manchmal sogar echt deutlich im überdurchschnittlichem Bereich aber wir haben hier irgendwie eine deutliche Schwachstelle beim Arbeitsgedächtnis.

00:11:24: das ist natürlich kein alleiniges Diagnosekriterium, aber eben ein wichtiger Marker.

00:11:30: Und wenn man das gerade eben gehört hat ... Ja genau diese Dinge mit oh Gott ich muss jetzt diese mehreren Dinge im Kopf behalten und darf nichts davon vergessen und los geht's!

00:11:38: Es braucht nur einen kleinen Reiz von der Seite zu kommen und die Hälfte der Dinge, die wir uns eben auf diesem Weg zur Tür merken wollten sind weg.

00:11:48: Bei der Inhibition geht es darum dass ich dadurch eine Impulse oder das ist dafür da um eine Impuls- oder eine gerade laufende Handlung zu stoppen oder nach hinten zu stellen, zum Beispiel wenn ich eigentlich gerade mit dem Puzzle weiter machen möchte und ich möchte das unbedingt noch fertig kriegen.

00:12:07: Und ich schaffe es aber trotzdem sagen nee, es geht jetzt aber nicht!

00:12:10: Ich stoppe das weil ich habe einfach keine Zeit mehr, ich komme sonst zu spät zu meinem Termin.

00:12:15: Ich glaube, ich muss nicht weiter darauf eingehen warum dass eben im Kontext der S eine Rolle spielt und damit eben auch Übergänge schwieriger macht.

00:12:26: Dann gibt es noch die kognitive Flexibilität, da geht es darum, dass ich gedanklich aber eben auch im Handeln umschalten und mich relativ leicht auf etwas Neues einstellen kann.

00:12:38: Das heißt, ich beende das eine zum Beispiel das Puzzle und kann dann aber wirklich aufstehen und ganz simpel losgehen und meine Jacke holen.

00:12:46: beispielsweise Für Übergänge braucht man eben all diese Dinge.

00:12:50: Ich muss das bisherige stoppen, ich muss im Kopf behalten was als nächstes passieren soll.

00:12:55: gerade schwierig dann wenn es mehrere Dinge auf einmal sein sollen und ich muss auf die neue Situation umschalten und die wirklich in den Fokus nehmen können.

00:13:06: Und alle diese Dinge sind nicht nur im Kontext ADHS aber gerade zum Beispiel besonders da ja einfach erschwert und eingeschränkt.

00:13:15: so dass ist das eine also dieser ganze Bereich der Exekutiven Funktionen und ja die Anforderungen, die das mit sich bringt.

00:13:23: Ganz besonders deutlich wird es oder ganz besonders schwer wird es dann wenn wir etwas unterbrechen sollen oder wenn diese Kinder etwas unter brechen sollen was ganz besonders spannend ist Also sich von etwas zu lösen, dass ganz besonders spannend ist oder und das wird oft unterschätzt was ganz besonders unspannend ist.

00:13:43: Denn man würde ja jetzt denken naja also wenn sagen wir mal lange Weile.

00:13:47: auch darüber gibt es eine Podcastfolge die verlinke ich.

00:13:49: das Kind hat jetzt lange weile und da würde man ja denken wenn ich jetzt was anbiete, während das Kind da quasi halb umkommend vor langer Weile auf dem Sofa hängt.

00:14:01: Wenn ich jetzt etwas anbiete dann macht es also hops das Kind vom Sofa auf und es wird sofort mit der neuen Tätigkeit losgelegt.

00:14:13: aber wie wir schon mal besprochen haben ist langeweile ein oft sehr stark dysregulierender Zustand für neurodivergente Kinder.

00:14:21: Das heißt, die sind in keinem so guten Zustand, in einem Zustand der wahnsinnig viel Gehirnkapazität braucht und wahnsinnigt anstrengend ist.

00:14:30: Und aus dieser Anstrengung in eine andere Anstregnung zu gehen, nämlich einen Übergang zu schaffen kann wirklich deutlich erschwert sein.

00:14:37: Deswegen, obwohl man es erdenken würde, kann auch so eine Situation als Ausgangspunkt ganz schwierig Kommt immer so ein bisschen drauf an, was danach in Aussicht gestellt ist sage ich mal.

00:14:49: Aber das trotzdem mal als Hinweis, dass es gar nicht so ist.

00:14:52: Dass dann der Moment ist wo ein Übergang dann super leicht gelingt weil es ja nichts macht gerade was super spannend und interessantes.

00:15:00: aber in diesen beiden Fällen oder bei Dingen die einfach schon sehr viel Energie an sich brauchen ist es einfach schwieriger die Energie dann nochmal aufzubringen um aus der Situation rauszukommen.

00:15:10: manchmal positiv weil's eben was interessantes gibt was wir eigentlich lieber machen würden oder eben weil wir gerade in einem Zustand sind, der dysregulierend sehr anstrengend für uns ist.

00:15:24: Ein weiterer Punkt, der Übergänge schwierig machen kann, ist der Faktor der Vorhersehbarkeit oder auch der Fakter der plötzlichen Veränderung.

00:15:36: und da sind wir so ein bisschen auch klassischerweise bei Kindern im Autismus Spektrum.

00:15:42: die mögen sehr, sehr gerne wenn klar ist nicht nur was endet hier sondern was kommt denn eigentlich danach?

00:15:50: und je weniger darüber bekannt es umso schwieriger wird wahrscheinlich sich der Übergang gestalten.

00:15:57: Wenn wir da gleich etwas ganz Großes denken weil sie gerade sehr aktuell in den Bundesländern ist eine Einschulung zum Beispiel ein großer Unsicherheitsfaktor gerade in unserem Land sehr wenig Transparenz passiert.

00:16:15: Das ist natürlich von Region zu Region unterschiedlich, aber es kann eben sein dass ein Kind wenn er die Kita verlässt gar nicht weiß wie wird das in Schule für mich und wie sieht eigentlich mein Klassenzimmer aus?

00:16:26: Welche Lehrkraft bekomme ich?

00:16:28: Wie sind die anderen Kinder?

00:16:30: Es steckt sehr, sehr viel Unvorhersehbares in so einer Einschulung oder in so einem Schulstadt.

00:16:36: Selbst dann, wenn er zum Glück regional ganz gut vorbereitet werden kann, weil da das Personal z.B.

00:16:42: diese Kapazitäten hat.

00:16:44: und trotzdem wird ein gewisses Maß an UnvorHersehbarkeit bleiben.

00:16:50: Und es kann ganz schön stressig sein und diesen Übergang sehr intensiv werden lassen.

00:16:56: Das ist der eine Part!

00:16:58: Und dann gibt es aber auch den Part der abrupten Veränderungen.

00:17:03: Also je abrupter so ein Übergang erfolgt, desto schwerer wird er sich wahrscheinlich gestalten.

00:17:09: gerade dann wenn sich ein Kind oder ein divergentes Kind auf einen bestimmten Ablauf eingestellt hat und weiß okay das läuft ja jeden Morgen so und da kommt jetzt eine Veränderung rein dann wird es die nachfolgenden Übergänge oder den Übergang, der plötzlich neu auftaucht und gar nicht vorher klar war besonders schwer gestalten.

00:17:32: Und ein letzter Punkt, den man auch noch gut reinbringen kann in die Anforderung, die so einen Übergangs mit sich bringt das sind die sensorischen Veränderungen, die eine Veränderung der Situation mit sich bringen kann.

00:17:44: Das klassische Beispiel ist hier ganz auf Duschen oder Baden gehen.

00:17:50: Ich verändere ja nicht nur meine Tätigkeit oder vielleicht auch den Ort, sondern es kommen auch bestimmte sensorische Erfahrungen auf mich zu.

00:18:01: Ich muss mich ausziehen zum Beispiel.

00:18:04: Das heißt ich habe dann keine Kleidung an!

00:18:07: Ich muss irgendwie mit Wasser in Büro kommen.

00:18:12: ohne das Wasser gewesen wäre.

00:18:15: Ich muss vielleicht damit klarkommen, dass das jetzt nass auf mich runter prasselt und das mag ich vielleicht nicht.

00:18:23: oder ich muss mit dem Badezimmerlicht klarkommen.

00:18:26: Das wird ganz oft unterschätzt als badezimmalicht gar nicht immer unbedingt so ein angenehmes Licht ist.

00:18:32: Das heißt, ich habe auch da eine andere sensorische Erfahrung und die kann diesen Übergang zusätzlich anstrengend machen.

00:18:40: Da haben wir jetzt mal ein bisschen Einblicke bekommen, warum Übergänge überhaupt schwierig sein können.

00:18:47: und wenn man jetzt schon so ein bisschen weiter gedacht hat beim Zuhören gibt es da eine ganz gute Möglichkeit rauszulesen was denn dann helfen kann um diese Übergange etwas leichter zu machen.

00:19:03: All diese Dinge die ich jetzt gesagt habe die gelten bei schulischen Übergängen damit mich auch immer ganz viele Phasen Ganz genauso.

00:19:10: Wir haben ja auch in der Schule so Dinge wie Ankommen und dem Platz vorbereiten, vom Platz mal in den Sitzkreis kommen, eine Lernzeit beenden von der Lern-Zeit in die Frühstückspause zu gehen, von der Frühstückpause in die große Pause zu wechseln, von da wieder reinzukommen, von dort wieder an die Lernzahl zu finden.

00:19:28: Wir hatten ganz viele Übergänge im Schulalltag und in meinem Referendariat war das übrigens ein großes Thema sich mit diesen Übergängen zu befassen gerade in diesen Prüfungsstunden gestaltet.

00:19:42: Und die Sache an sich fand ich super wertvoll, weil ich dadurch erst mal gemerkt hab, ach stimmt da ist ein Phasenwechsel, hier ist einen Übergang und auf ganz kleiner Ebene denkt man es nicht immer mit aber so, man kriegt schon eine gewisse Achtsamkeit dafür.

00:19:58: bei uns war's so dass man die dann fast schauspielerisch trainiert hat.

00:20:02: das war dann fast wie so ein Theater-Stück aufführen weil man Hundertzwanzig Rituale hatte für diese ganzen Übergänge, das war dann schon fast ein bisschen adapsurum geführt.

00:20:12: Aber prinzipiell fand ich es nicht verkehrt, gut darauf gebrief zu sein, okay hier endet das eine, es beginnt was Neues!

00:20:18: Wie gestalte ich das?

00:20:19: Damit das vielleicht möglichst sicher abläuft, möglichst ruhig abläufst damit jedes Kind weiß bis danach zu tun ist und panne ich schon nicht verkehrt, fand ich wirklich wertvoll.

00:20:35: Was hilft denn jetzt bei Übergängen?

00:20:36: Und das kann man auf die Schule übertragen genauso wie im privaten Übergänge vorhersehbar machen.

00:20:45: Also wenn ich weiß, wann dieser Übergang kommt habe ich eine etwas höhere Wahrscheinlichkeit den auch zu meistern.

00:20:56: das kann ich einerseits durch ja Routine machen zum Beispiel dadurch dass dann Übergangen immer an einer bestimmten Stelle im Tagesablauf passiert oder dass ich weiß okay Immer an diesem Punkt wartet dann Übergang x, y auf mich.

00:21:16: Dass die eine Möglichkeit ist, dass es sowieso fest im Tagesablauf verankert ist und nicht noch mal extra angesagt werden muss kann unterstützend auch passieren, kann immer nochmal eine wertvolle Hilfe sein.

00:21:28: Wenn das aber ein Übergangen ist der jetzt nicht zur UNARZEN Alltagsroutine gehört sondern einer ist er eher einmalig ist oder nicht so oft vorkommt dann hilft das Ganze anzukündigen.

00:21:41: Und hier eben ein wichtiger Tipp, ja man kann das ganze zeitlich machen also nur noch fünf Minuten.

00:21:48: aber gerade im ADHS Kontext ist das nicht immer so konkret.

00:21:55: da gibt es auch das Phänomen der Zeitblindheit.

00:21:58: Ein bisschen schwierig.

00:22:00: Besser ist es zum Beispiel, dass viel konkreter zu verankern.

00:22:04: Zum Beispiel okay das vielleicht auch mit dem Kind vereinbaren noch dreimal rutschen und dann gehen wir beispielsweise Wir üben das zum Beispiel, haben wir schon Anfang an in den Medienzeiten unserer Kinder.

00:22:17: Wenn ihr an den Mediengeräten saßt und nicht gesagt habt ... In fünf Minuten macht er aus!

00:22:22: Und wir stellen jetzt ein Timer, weil dass er zu wirklich Kämpfen geführt hat.

00:22:28: Aber ich kann an dieser Stelle nicht speichern oder ich wollte aber jetzt grad ... Also dann dauert es noch zwei Minuten bis so eine Folge vorbei ist.

00:22:37: Und wir haben eher mit ihm immer ... Es gibt so eine ungefähre zeitliche Orientierung, die ist ein bisschen bedingt durch den Tagesablauf.

00:22:45: Und dann haben wir gute Ausstiege und wenn wir so sagen ja, wir bewegen uns hier wahrscheinlich jetzt noch im Kontext von fünf bis zehn Minuten, dann besprechen wir einen guten Abschluss zu finden, einen guten Ausstieg zu finden und das ist dann sowas wie die Folge noch zu Ende gucken oder ich probiere das Level jetzt noch einmal drei Minuten oder... Es kann allerdings auch durchaus sinnvoll sein, das ganze zeitlich zu visualisieren.

00:23:19: Dann bekommen nämlich fünf Minuten auch irgendwie so einen visuellen Ankerpunkt.

00:23:25: Das können eben Stoppuhren sein oder andere Zeit anzeigen.

00:23:29: aber auch hier kann man es manchmal eher unter Druck setzen vielleicht Stress erzeugen wenn da irgendwie im Hintergrund immer was tickt und abläuft.

00:23:36: Das muss man gut Schauen, was für so ein einzelnes Kind passt.

00:23:41: Melanie Kleefeld empfiehlt immer eine Konzentrationsampe die so ne Zwischenphase mit anzeigt.

00:23:48: Die verlinke ich nochmal in den Show Notes.

00:23:52: und was das genau ist darüber sprechen wir in Folge fünfundsechzig ein bisschen genauer.

00:23:56: da könnt ihr da noch gerne mal rein hören.

00:24:00: es hilft einen Übergang etwas leichter zu bewältigen wenn ich weiß was danach kommt.

00:24:07: Das ist auf jeden Fall, das ist meiner Erfahrung nicht die allergrößte Stellschraube.

00:24:15: Aber es hilft durchaus ... Wenn man eine Idee hat, ah ja, das folgt danach und auch das kann wieder durch den Tagesablauf bestimmt sein also dass ich weiß wenn diese Fahrsymptagesablauf erledigt ist oder auch im Stundenablauf in dem Unterricht dann kommt als nächstes das und das.

00:24:32: Und das ist auch mein ganz großer Tipp Wo immer das im Alltag geht und wo immer das in der Stunde oder im Unterricht, oder im Schultagesablauf geht, routiniert so viel wie möglich ein.

00:24:44: Lasst es so oft wie möglich sehr ähnlich ablaufen!

00:24:48: Denn auch ihr entlastet euch damit denn sonst seid ihr ja da wirklich immer die Alltagsspur, ihr seid die Erwachsenenperson, die ist ganz, ganz, begleiten müssen, die immer das Fahrwasser halten müssen und je mehr irgendwie allein durch den Ablauf klar ist.

00:25:01: Weil es aber jeden Tag so ist umso entlastener für euch weil ihr's vielleicht nicht extra immer wieder so stark begleitet und ankündigen müsst und immer wieder sagen müsst du, es kommt jetzt das und dass sondern es ist einfach relativ klar was dann und dann passiert.

00:25:18: sind wir bei mir nochmal beim Punkt Medien.

00:25:21: Es gibt bei uns in der Familie eine ganz klare Zeit für Medien unter der Woche, das ist eine ganz fest verankerte Zeit im Tagesablauf.

00:25:32: Und es ist relativ klar bei uns was davor passiert und es ist auch immer relativ klar was danach passiert.

00:25:39: Das hilft sehr doll, dass da zum Beispiel sowohl das hinein finden aber auch das hinausfinden wirklich ziemlich ich glaube jetzt sehr sehr doll auf Holz Problemlos passiert.

00:25:53: Wir hatten lange Zeit zur Unterstützung, einen Tagesablauf der gut sichtbar bei uns im Flur hängen.

00:26:00: das brauchen wir tatsächlich mit steigendem Alter der Kinder nicht mehr und unser Alltag ist ja durch so viele Ankerpunkte fixiert, sage ich mal.

00:26:11: Dass auch unsere jüngeren Kinder das gar nicht so krass brauchen weil da einfach schon von Geburt an der Tag relativ klaren Ablauf hat.

00:26:19: in der Schule fünf Stunden Tagestransparenzen um zumindest zu die grundlegenden Abläufe sichtbar zu machen.

00:26:28: dazu Ich bin mir gerade nicht sicher aber ich glaube ich habe dass auf meinem auf meiner Hauptwebseite, liniert kariert habe ich so eine Vorlagen auch kostenlos für Tagesabläufe und zu Hause.

00:26:41: Und ich glaube auch für Stunden abläufer- und Phasenabläufen im Unterricht.

00:26:47: Also alles was sich dazu erstellt hab' Ich bin mir gerade nicht mehr hundertprozentig sicher verlinke ich natürlich!

00:26:53: Dann ist ein ganz wichtiger Tipp Die Anforderungen, die in einem Übergang sind sicher mal klar zu machen.

00:27:02: Dass das was wir im Refs oder geübt haben, zu gucken okay?

00:27:05: Was ist die Anforderung in diesem konkreten Übergangen?

00:27:08: Das kann sehr, sehr unterschiedlich sein aber ich gebe euch mein ganz konkretes Beispiel Denn es hilft um gemein zu gucken.

00:27:14: was habe ich für Anforderungs- und kann nicht irgendwelche davon runter reduzieren?

00:27:19: Oder muss sich die ganze Palette auffahren?

00:27:22: Mir fällt der Übergange ins Duschen zu kommen zum Beispiel unglaublich schwer bis heute.

00:27:27: Keine Sorge, ich dusche und ich schaffe das aber es braucht immer meine Aufmerksamkeit, es passiert nicht selbstverständlich.

00:27:35: Es ist für mich einfach nach wie vor auch mit neun dreißig Jahren ein sehr anstrengender Übergang Und der hat ja... Ich habe es für ihn schon aufgemacht zu verschiedenen Anforderungen, ich weiß er ist jetzt so'n sensorischer Wechsel und das Badezimmerlicht.

00:27:49: wir haben da echt schon sehr drum rumgeschraubt und es ist echt okay Aber trotzdem ist es irgendwie BadeZimmerlicht.

00:27:56: Und ja, wie gesagt, es wird kalt und dann wird's danach warm.

00:28:00: Danach habe ich nasse Haare und so wie Doof mag ich nicht weil die kleben mir irgendwie an der Haut.

00:28:06: Naja verschiedene Dinge, die daran schwierig sein können für mich.

00:28:11: Jetzt ist es aber so dass unter anderem damit auch zusammenhängt das ich zum Beispiel von einem einen Raum irgendwie ins Badezimmer wechseln muss.

00:28:20: Ich finde zum Beispiel badezimmers sehr langweilig da passiert ja überhaupt gar nichts.

00:28:24: Ich mache mir da manchmal ganz laut ein Podcast an, dann geht es.

00:28:27: Dazu kommen wir gleich.

00:28:29: Aber dieser Raumwechsel ich weiß nicht warum das so ist für mich einfach eine Anforderung vielleicht weil Badezimmer eben jetzt ja nicht die Räume sind, die ich so ästhetisch am allergemütlichsten finde.

00:28:41: Ich finde unser Badetzimmer sehr hübsch aber irgendwie ist das jetzt einfach nicht der der Weib.

00:28:46: für mich vielleicht Und ich weiß nicht, ob ihr das kennt.

00:28:50: Aber in Hotelzimmern ist es ja nicht selten so ... dass das Badezimmer so an das Schlafzimmer sozusagen dran oder so wie das in amerikanischen Filmen ist, ist dann oft so ein Hotelz.

00:29:05: Dass man, dass das quasi einfach nur eine Verbindungstür ist und dann ist da sofort das Badeszimmer.

00:29:09: Man kann diese Tür auch offen lassen.

00:29:11: Es ist als wäre das wie so ne Extra-Nische im SchlafZimmer, so fühlt sich das für mich an Und ich kann die Tür auflassen und ich kann, wenn ich zum Beispiel irgendwie mit einem ... Mit meinem Mann oder einer Freundin oder wie auch immer.

00:29:26: Oder mit den Kids in so einem Hotelzimmer bin.

00:29:28: Kann ja die Tür auslassen, wenn Ich dann dusche und kann so weiter quasseln.

00:29:32: Quasseln wäre jetzt gedacht, mag ich mit sehr engen Menschen gerne.

00:29:37: Es ist für mich z.B.

00:29:38: im Urlaub in genau solchen Raumkonstellationen so viel weniger Anforderung duschen zu gehen, weil dieser Raum fast Teil des Schlafzimmers ist.

00:29:50: Und der Übergang von ich muss jetzt da irgendwie in einen ganz anderen Raum, der es abgeschlossen hat, gemütlich und äh ... Das ist alles viel, viel weniger schwierig für mich.

00:30:01: Kann nicht viel, viele leichter.

00:30:02: Ich weiß nur, ob das irgendjemand fühlt oder kennt aber das ist echt so viel besser!

00:30:08: Sollte ich jemals ein Haus bauen?

00:30:11: Oder kaufen?

00:30:12: oder umbauen, was sehr safe nicht passieren wird.

00:30:15: Weil wir nicht mehr hinkriegen die Vermieterinnen ans Ofen, wenn mit unserem Wasserhahn was nicht stimmt?

00:30:19: Also Probs dann alle, die irgendwie neurodivergent sind und sowas hinkregen mit so Verantwortung von Haus haben.

00:30:24: Aber sollte ich doch mal in die Verlegenheit kommen, einen zu bauen, dann wird definitiv ein Badezimmer so halb integriert ins Schlafzimmer.

00:30:34: Und wenn wir jetzt an Kinder denken... und so dieses klassische Jahrübergang zum Zähne putzen, dann kann es manchmal eine ganz unspektakuläre Unterstützung sein.

00:30:44: Wenn das Kind eben morgens an seinem Puzzle sitzt oder was weiß ich, morgens noch im Bett liegt und versucht in den Tag zu finden, dass man die Zahnbürste ... einfach zum Kind bringt und nicht noch sagt so, dafür wechseln wir jetzt den Raum oder gehen wir ins Badezimmer.

00:31:00: Da ist das Licht hell und ganz ungemütlich und dann putzt du dir die Zähne und da ist es irgendwie fliesig und kühl in diesem Raum.

00:31:10: aber das kriegen wir alles hin.

00:31:12: Sondern die Zahl bist du zu nehmen um zum Kind zu bringen, ist bei uns ein super simpler aber sehr fest estabilierter Gamechander.

00:31:22: Ja, wenn man dann die Zahnpasta nicht schluckern möchte.

00:31:25: Also entweder eine Zahnpasstente mit der das geht.

00:31:27: Ich hab gehört dass es bei manchen Zahn-Pastentas... ...Zahncremes geht.

00:31:35: Dann weiß ich nicht irgendwie ne Schüssel in dem wo man das dann hin ausspucken kann und dann spüren wir sie halt schnell aus.

00:31:40: und ja!

00:31:42: Neurodivergentes Familienleben, es sieht halt einfach ein bisschen anders aus.

00:31:45: Ihr kennt das!

00:31:46: Also das ist mal so ganz konkretes Beispiel wie man in einem Übergang quasi entscheidet okay was ist denn hier das Entscheidende?

00:31:54: Ich muss mich waschen ich muss duschen, ich muss sauber werden oder ich muss halt die Zähne putzen?

00:31:58: und welche anderen Anforderungen in diesem Übergangen kann ich vielleicht verringern oder sogar ganz abschaffen indem ich zum Beispiel die Zahnbürste zum Kind bringe?

00:32:14: Gerade Kindern, die ein gewisses Autonomie bestrieben haben hilft es sehr wenn so kleine Wahlmöglichkeiten innerhalb eines Übergangs bestehen.

00:32:27: Also zum Beispiel war bei uns ja dieses, hab ich ja erzählt wie wir so aus diesen Medienzeiten dann wieder rausfinden.

00:32:35: und da sagen auch wir nicht so du machst jetzt noch das zu Ende.

00:32:37: Und dann ist er aber Schluss sondern wir fragen okay was ist für dich ein guter Moment um damit aufzuhören?

00:32:44: Mach mal einen Vorschlag!

00:32:45: Dann einerseits finden wir es gut dass das Kind selber darüber nachdenken muss Wie komme ich jetzt hier?

00:32:50: Was wäre ein guter Moment, um auszusteigen und das Ganze zu beenden und das Gerät auszumachen.

00:32:56: Das finden wir in der wichtigen Übung oder ein wichtiges Training an sich.

00:33:00: aber es gibt eben auch eine gewisse Wahlmöglichkeit.

00:33:04: Wir geben das nicht so vor Es gibt einen gewissen Freiraum Und er erleichtert das ganze In diesem Fall doch deutlich.

00:33:14: Oder wenn man in so Abläufen, die jetzt einen gewissen Übergangskomplex darstellen.

00:33:19: Also gerade abends irgendwie nach sich fertig machen, Pichama an Szene putzen, da eben gucken dass man eine gewisse Wahlmöglichkeit im Ablauf ermöglicht oder freistellt welche Unterstützungsmöglichkeiten gerade gebraucht werden.

00:33:39: möchtest du Dass ich das mache mit dem Zähneputzen oder schrubbste selber, solche Geschichten.

00:33:47: Geben einfach so ein bisschen Möglichkeit zu sagen oh ich glaub dass brauche ich jetzt.

00:33:52: oder das wäre gut für mich.

00:33:53: das möchte ich so.

00:33:55: und mein Lieblingstipp im Kontext Übergänge ist Brücken bauen.

00:34:01: Also was eine Brücke sein kann, kann ganz unterschiedlich sein.

00:34:06: Zum Beispiel wenn man jetzt an den Schulweg denkt und man denkt daran der Übergang ist vom Ich verlasse das Haus mache mich auf den Weg haben wir die Erfahrung gemacht dass es zum Beispiel super helfen kann Wenn ein Freundin einen Freund getroffen wird um zb den Schul weg gemeinsam zu machen Und sie holen sich dann sozusagen gegenseitig ab.

00:34:30: dann ist es viel leichter loszukommen, wenn vor der Tür eben schon die Freundin der Freund steht und man gemeinsam losgehen kann.

00:34:36: Das wäre so eine Brücke, das wäre einer Personenbrücke sozusagen um diesen Übergang etwas leichter zu gestalten.

00:34:44: oder man trifft die Freundinnen den Freund irgendwie am Schuleingang und geht gemeinsam rein.

00:34:49: auch eine unterstützende Brücke.

00:34:51: Es kann sein etwas als Brückengegenstand aus der einen Situation mit in die andere zu nehmen, klassischerweise beispielsweise ein Kurscheltier.

00:35:04: Oder das haben wir früher als die Kinder noch viel viel kleiner waren und sich nicht so leicht gelöst haben.

00:35:10: bei Verabredungen war das ganz gut einritualisiert dass man sich was ausleiht zum Beispiel und das am nächsten Tag in der Kita dann wieder mitbringt.

00:35:24: Einfach um diesen Übergang zu erleichtern, das war super hilfreich.

00:35:29: und eine ganz besonders beliebte Brücke von mir ist Musik oder in meinem Fall mittlerweile auch Podcast aber oder ein Hörspiel.

00:35:43: Das ist für Kinder auch super hilfreich.

00:35:47: Hier zu Hause gelingen viele Übergänge, weil auf den Ohren der Lieblingspodcast ist oder ein Hörspiel oder die keine Werbung Tony Box oder ein anderes Abspielgerät überall mit hingenommen wird – auch zum Baden beispielsweise und so dieser Übergang viel leichter fällt.

00:36:08: also gerade Musik, Hörspiele... Et cetera, sind ein so manchmal simples Mittel auch um in Hausaufgaben zu finden beispielsweise.

00:36:18: Also nicht nur die dabei zu hören und das ein bisschen motivierender zu haben sondern auch um dahin reinzufinden.

00:36:25: Und mir helfen zum Beispiel auch Podcast auf den Ohren, um meine Alltagsspur gut zu halten.

00:36:31: Also ich hab gerade, wenn ich hier zu Hause rumwurschtil irgendwie ganz viel Podcast auf dem Ohren ... Wenn die Kinder dann wieder da sind und so natürlich nicht oder auch manchmal aber es meint jetzt vorhin nicht eher so meine Alltagsspur wo das leichter umzusetzen ist.

00:36:49: Aber es ist tatsächlich etwas, was mir super gut hilft und das nutze ich auch in Schule sehr viel!

00:36:55: Ich habe ganz viele Musikrituale für Übergänger.

00:36:59: Ich habe eine Aufräummusik, ich habe immer Musik laufen wenn die Kinder kommen.

00:37:05: Ganz zarte leise Entspannungsmusik die so ruhig im Hintergrund läuft, ist auch immer die gleiche.

00:37:13: Da bitte eine auswählen, die wirklich nicht mehr Aufmerksamkeit zieht und aber entspannt im Hintergrunt laufen kann, sodass die Kinder wenn sie reinkommen ins Klassenzimmer morgens diese Musik einfach schon hören.

00:37:27: Und irgendwann ... Ich mach zum Beispiel nicht so dass ich immer Punkt auf diese Kunde mit meiner Ja, mit dem Unterrichtsparty dann dran ist Anfange.

00:37:39: Sondern das Signal zum Jetzt geht's los!

00:37:44: Ist dass diese Musik langsam leiser wird und es kann mal zwei Minuten früher mal zwei minuten später sein.

00:37:50: aber so bin ich nicht auf die Zeiten getackert sondern das ist das Signal.

00:37:56: Ich habe ein Musiksignal oder eine Melodie die kommen wenn wir uns kurz im Gespräch treffen beispielsweise Und wir haben auch, ja ist das ein Übergang.

00:38:11: Es ist eine Unterstützung für eine Arbeitsphase.

00:38:16: Auch dort Musik laufendsam.

00:38:17: es gibt so Konzentrationsmusik.

00:38:20: Caroline das verlinke ich euch hat da mal eine Playlist zusammengestellt.

00:38:24: die habe ich immer genutzt.

00:38:25: jetzt wenn ihr schon anderthalb Jahre aus schulere wieder raus mit der Elternzeit ich weiß nicht noch aktuelles aber auch das verlinke ich sehr, sehr gerne.

00:38:33: Und wenn diese Musik dann langsam leiser wird, dann ist das immer ein Zeichen von jetzt ist hier irgendwie einen Wechsel und eine neue Musik beginnt und es ist super, super hilfreich nutze ich seit dem Referendariat.

00:38:49: Das habe ich da schon genutzt weil ich das irgendwie cooler fand als so weiß ich nicht, so komische Schauspielaktionen die wir da teilweise gemacht haben.

00:39:02: Und ach es entspricht einfach mir!

00:39:03: Für mich war's sehr authentisch und ich kann euch das nur sehr empfehlen, das auszuprobieren gerade im Schulkontext.

00:39:10: älter norivagenter Kinder-Kinder mit diesem Hörspiel vielleicht schon ein bisschen länger in diesen Sinne.

00:39:17: jetzt war er wieder Einiges drin, denke ich.

00:39:20: Ein bisschen Erklärung wo diese Schwierigkeit herkommt aber auch ein paar Impulse wie wir damit gut umgehen können und unterstützen können ergänzt gerne eure Gamechanger und Hacks Wie man so schön sagt in den Kommentaren.

00:39:34: Ich bin gespannt was sich da vielleicht noch zusammen tragen lässt Und freue mich auf die nächste Folge.

00:39:40: Da wird es darum gehen wie können wir eigentlich Schulgruppen?

00:39:49: gut in ein konzentriertes, halbwegs ruhiges Arbeiten bringen.

00:39:55: Gerade dann wenn so sehr viele und auch die divagente Kinder da drin sind, die sich gegenseitig eher ein bisschen... ich möchte nicht sagen anstacheln aber doch gegenseitung ein bisschen ins Gegrill bringen.

00:40:07: Sagen wir es mal so, das ist auch eine sehr häufig gestellte Frage und ich freue mich dass ich jetzt ganze Möglichkeit habe diesen Riesenfragenstabel mal so ein bisschen anzugehen und abzuarbeiten.

00:40:18: bis dahin Ich freue mich drauf!

00:40:22: Und zu guter Letzt natürlich noch ein herzliches Dankeschön an Jakob Jensch und VoiceUp Productions für die Bearbeitung und die Produktion dieser Folge.

00:40:34: Ein Kopf voll Gold was neurodivagente Kinder brauchen und wie wir sie stärken können.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.