78. Diagnose – Und was jetzt?
Shownotes
Viele Eltern stehen nach der Verkündung einer Diagnose oder auch mehreren erstmal etwas ratlos da? Was kommt jetzt? Womit fangen wir an? Wie besprechen wir die Sache mit unserem Kind? Welche Maßnahmen gibt es überhaupt und was passt für unser Kind? Viele dieser Fragen klären wir in der heutigen Folge.
Hier findet ihr die angesprochenen Folgen:
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🔗 https://ein-kopf-voll-gold.podigee.io/61-61-gold-to-go-was-wenn-keine-diagnose-gestellt-wird
🔗 https://ein-kopf-voll-gold.podigee.io/47-47-gold-to-go-wie-ist-das-mit-dem-nachteilsausgleich
Hier gibt es eine Kinderbuchempfehlung, die zumindest beim ersten Erklären und für den ersten Überblick hilft:
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Auf dieser Seite findet ihr alles an Material zum Nachteilsausgleich sowie z.B. Wochen- und Essenspläne:
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hi und ganz herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Einkopf voll Gold, dem Podcast rund um die Begleitung Neurodivagenta Kinder.
00:00:08: Und heute gehen wir mit einem Thema rein das mich sehr häufig erreicht und ich habe es mal zusammengefasst unter den prägnanten Titel Diagnose ja...und was eigentlich dann?
00:00:33: Wenn Eltern oder Eltern Teile dann diesen Diagnoseprozess durchlaufen haben, nach vielleicht einem ersten Bauchgefühl für Beratung langen Wartelisten.
00:00:42: Vielleicht auch einen emotional aufreibenden diagnostischen Prozess.
00:00:48: Dann sitzen sie meist am Ende in der Regel ohne Kind eben als Elternteil, als Elternpaar der diagnostizierenden Person gegenüber und erhalten dann die Diagnosse für ihr Kind oder die Diagnose sind.
00:01:03: Was passiert, wenn man keine Diagnose bekommt?
00:01:05: Darüber habe ich in einer anderen Folge gesprochen.
00:01:07: Da könnt ihr gerne nochmal reinhören die verlinke ich.
00:01:10: Wenn nun aber eine Diagnosis oder mehrere im Raum stehen bzw ja übermittelt werden was Passiert dann eigentlich danach?
00:01:20: Was sind die ersten Schritte, was ist dann sinnvoll.
00:01:24: Womit legen wir als Erstes los?
00:01:26: Wen informieren wir wie?
00:01:28: Das sind alles Fragen, die dann ziemlich schnell auf einen zukommen und darüber möchte ich heute ein bisschen sprechen.
00:01:34: Ganz zuerst möchte ich aber einmal diese Gefühlsperspektive aufmachen denn es ist vollkommen okay als Elternteil oder eben als beide Elternteile da zu sitzen und eine wahnsinnige Gleichzeitigkeit an Gefühlen zu spüren.
00:01:49: Es gibt oft eine gewisse Erleichterung, dass man diesen Prozess nicht umsonst beschritten hat.
00:01:56: Dass es da einen Grund für gab und es gibt einem so ein bisschen Recht das man die ganze Sache nicht ich sag mal völlig falsch eingeschätzt hat auch in der Erleicherung darüber, dass ne andere Antwort da ist.
00:02:10: also wir als Eltern haben sie einfach völlig verkackt.
00:02:14: Manchmal kommt auch eine gewisse Freude sogar mit, darüber jetzt wirklich eben eine Antwort zu haben die vielleicht auch konkrete Hilfsmaßnahmen nach sich ziehen kann.
00:02:24: Vielleicht andere Wege nochmal aufmachen können noch zusätzlich zu denen die man vielleicht schon gegangen ist.
00:02:30: also das ist so der eine Part.
00:02:31: dann gibt es einen ganz großen Bereich der somit Sorge und Angst einhergeht.
00:02:35: was passiert denn jetzt?
00:02:38: Was bedeutet das für unsere Familie, was bedeutet es für unser Kind diese Diagnose?
00:02:42: Wie werden andere damit umgehen und darauf reagieren?
00:02:44: wie sieht die Zukunft meines Kindes aus.
00:02:46: Es gibt auch Elternteile die eine Ablehnung in sich tragen und sagen nee also das hätte ich mir für mein Kind nun nicht unbedingt gewünscht.
00:02:56: ganz oft auch verknüpft damit welches Bild man selbst zu neurodivergenz im Laufe seines Lebens aufgebaut hat oder vermittelt bekommen hat.
00:03:05: Das kann auch eine Rolle spielen.
00:03:08: Es kommt oft auch ein kleines bisschen Überforderung dazu, genau darum werden wir uns in dieser Folge kümmern.
00:03:14: Wie stelle ich denn jetzt?
00:03:15: Was bedeutet das?
00:03:16: Wie sage ich es meinem Kind auf ne gute Art und Weise?
00:03:20: Und manchmal kommen auch Schuld- oder Schamgefühle dazu.
00:03:23: also warum habe ich das mich schon viel früher gemacht?
00:03:26: oder dann wandelt sich vielleicht dieses Schuldgefühl dass man vorher so diffus gespürt hat oh ich hab hier irgendwie Mein Kind verquarkst, wandelt sich etwas spezifischer um.
00:03:38: Ich bin vielleicht schuld an der ADHS meines Kindes und all das findet sehr gleichzeitig statt.
00:03:44: Manchmal gibt es dann auch noch eine Unterschiedlichkeit beim Partner bei der Partnerin.
00:03:49: die eine Person ist oft schon ein bisschen weiter als die andere.
00:03:52: Und ja auch das steht dann irgendwie noch im Raum und muss irgendwie erst mal sortiert werden.
00:04:00: Und jetzt habe ich noch mal ein bisschen zusammengetragen, welche Fragen mich in diesem Feld ganz besonders häufig erreichen.
00:04:09: Eine ganz besonders häufige Frage ist dann ja soll ich jetzt meinem Kind direkt die Diagnose sagen?
00:04:16: Grundlegend Ja!
00:04:18: Ich bin dafür und ich bin eigentlich auch immer dafür dass ein Kind diese Antwort braucht einen Recht darauf hat diese Antwort zu haben und diesen Part über sich der ja nicht weggeht, nur weil wir es dem Kind nicht sagen.
00:04:33: Der ja da ist und der ein Teil dieses Kindes ist... Das ist ein Recht darauf hat das zu wissen über sich selbst!
00:04:41: Es ist für mich eher die Frage zu welchem Zeitpunkt und wie vermittle ich das?
00:04:46: Und beim Zeitpunkt – das wird sicherlich sehr individuell in den Familien aussehen – kann ich aber eine Sache ganz grundlegend vorweg schicken macht euch als Eltern davor Gedanken Bin ich sortiert genug?
00:04:59: Nehmt euch Zeit, diese ganze Sache erst mal selbst zu verdauen.
00:05:03: Also selber erstmal zu schauen wie ist eigentlich mein Bild gegenüber neurodivergenz?
00:05:08: Wie ausbalanciert ist das schon?
00:05:10: Sehe ich das nach wie vor als was sehr defizitorientiertes, als etwas krankhaftes?
00:05:14: habe ich schon Antworten auf die Sorgen, die ich mir mache?
00:05:19: dass sich mir Sorgen mache ist doch völlig verständlich.
00:05:21: Ich hab mir auch Sorgen um die Zukunft gemacht meiner Kinder und das mache ich bis heute, würde ich sagen.
00:05:26: Aber habe ich vielleicht schon eine Richtung?
00:05:29: Falls mein Kind auch in diese Richtung fragt, habe ich schon Ideen wie wir den begegnen können.
00:05:36: Habe ich mich gut genug informiert fühle ich mich halbwegs stabil.
00:05:40: in dieser Sache sind wir als Partnerin ganz gut zusammen auf dem Weg.
00:05:45: irgendwie haben wir schon eine Art Konsens.
00:05:48: nehmt euch sonst bitte vorher ausreichend Zeit das auf ein Level zu bringen, bevor ihr mit euren Kindern sprecht.
00:05:54: Ihr dürft sehr gerne eurem Kind auch dann im Gespräch signalisieren, dass er auch weiter dazulernen werdet gemeinsam.
00:06:01: Es geht nicht darum, dass wir perfekt wandelnde Lexika sind für dieses Thema.
00:06:05: es geht eher darum selber irgendwie schon mal so ein bisschen für sich in bestimmte Richtungen geguckt zu haben vielleicht erste Antworten auf weitere Schritte zu haben, den Sorgen schon begegnet zu sein bevor wir eben unser Kind mit ins Gespräch holen.
00:06:19: Weil ihr wisst die Antennen der Kinder werden eh merken wo ihr da steht und je stabiler und sicherer ihr schon seid umso besser.
00:06:30: Um sich zu informieren, könnt ihr das empfehle ich ja immer wieder unterschiedliche Literatur lesen.
00:06:35: Guckt auf Social Media vernetzt euch dort mit ganz vielen Familien die über dieses Thema sich äußern informieren.
00:06:43: es gibt da wirklich mittlerweile eine sehr gute Community finde ich.
00:06:47: Isabel die auch mal gestin hier war hat er richtig so ein Netzwerk zugestaltet?
00:06:51: Ich verlinke ihren Account nochmal schaut da super gerne vorbei Sprechen mit vertrauten Personen.
00:06:57: Ihr könnt auch mit der diagnostizierenden Person sprechen und sagen, haben Sie vielleicht einen Tipp wie wir uns da jetzt gut informieren können?
00:07:04: Wo fangen wir denn an?
00:07:05: und da auch gerne Tipps abholen nach dem Wie man das nun am besten im Kind mitteilt.
00:07:12: als eine ist ganz wichtig uns erst mal stabilisieren, dann gerne Tipps dafür holen wie man das nur genau formulieren kann eben bei der Person, bei der Fachperson selbst oder ich habe dazu schon einmal eine ganz ausführliche Folge aufgenommen.
00:07:25: Wie man das formulieren können was man bedenken kann dass man sich nicht so ein Stress machen soll, dass es das eine große Gespräch werden muss.
00:07:32: in der Regel ist dieses erste Gespräch irgendwie trotzdem so ein bisschen schief und krumm und so ein bißchen angespannt.
00:07:38: macht euch da nicht so einen Kopf dann viel mehr um den weiteren Verlauf.
00:07:42: Also füllen wir das, was wir da besprechen wirklich mit Inhalten.
00:07:47: Nutzen wir Situationen im Alltag und sagen, ah guck mal hier!
00:07:49: Hier können wir doch jetzt gerade richtig gut etwas draus ziehen und lernen.
00:07:52: oder boah schau mal... Jetzt habe ich grad kapiert dass und das hat eventuell damit zu tun, dass dein Gehirn das und das und es braucht.
00:07:59: also Es kommt viel mehr auf diese ganze weitere Begleitung an als auf dieses eine Gespräch am Anfang.
00:08:06: Und das bespreche ich so ein bisschen in dieser Folge, die ich schon aufgenommen habe – die verlinke ich auch!
00:08:11: Also einmal wann?
00:08:13: Das wie hab' ich schon ganz ausführlich in der anderen Folge besprochen und dann gibt es aber oft noch die Frage benutzte ich die konkreten Fachbegriffe.
00:08:22: Ich würde erst mal sagen Grundlegend ja... Das ist einfach ein Name.
00:08:26: Und für Kinder, so ist meine Erfahrung, ist das auch einfach eine Name und der ist mit zwölf super abstrakt, der isst mit fünf super abstrakten.
00:08:33: Der war mir mich auch mit Anfang dreißig als ich meine Diagnose bekomme noch super abstrackt und von daher würde ich den jetzt nicht so problematisch sehen und einfach mit diesem Fachbegriffen arbeiten sagen dass was wir gerade besprochen haben es hat auch einen Namen und das heißt so und so.
00:08:50: Das wird oft von Kindern genau als dieser Name dann eingeordnet.
00:08:54: Ich weiß, dass es zwei Vorbehalte an dieser Stelle gibt.
00:08:57: Der eine Vorbehalt ist oft im Bereich der Hochbegabung.
00:09:01: Da fühlen sich viele Eltern nicht so wohl mit diesem Begriff zu arbeiten für mich total in Ordnung.
00:09:07: Wenn man sich sicherer fühlt, das auf anderen Wege zu vermitteln, dann ist das in Ordnungen.
00:09:10: Man kann zum Beispiel sagen, dass bei den Dingen die das Kind da vielleicht spielerisch erarbeitet hat rausgekommen ist oder auch noch mal gezeigt hat Es sich noch mal gezeigt hat, dass Gen wirklich sehr schnell denken kann und dann kann man gut mit diesem Bild arbeiten.
00:09:29: Dass diese große Schnelligkeit aber oft ganz viel Energie braucht oder nicht so einfach zu bremsen ist.
00:09:35: Man kann da ein bisschen in diesen Bild bleiben.
00:09:37: Man kan dann vielleicht im Nebensatz einwerfen das es dafür einen Begriff gibt der heißt so Aber dass man selber irgendwie die Beschreibung passender findet, weil man damit mehr anfangen kann.
00:09:49: Wie auch immer, also das müsst ihr sicherlich ein bisschen am Alter des Kindes vielleicht festmachen.
00:09:52: oder ihr kennt euer Kind gut, manche sind sowieso lieber mit diesen nüchternen Fachbegriffen als mit irgendwelchen hochemotionalen Reden.
00:10:01: andere fuchseln sich da vielleicht zu doll rein und die brauchen vielleicht erst mal diese Beschreibung und nähern sich dem Begriff ein bisschen dann bringt ihn irgendwann rein.
00:10:09: Das ist sicherlich der individuelle Part aber habt nicht so Angst vor diesem Begriff.
00:10:15: Das war der eine Part, der ist oft zum Bereich der Hochbegabung und das andere was oft kommt ist ja aber das enthält ja eigentlich das Wort Störung.
00:10:22: Also ganz viele neurodivagente Formen haben in ihrem Fachbegriff das Wort Strömung enthalten.
00:10:30: Mein Ansatz ist unterhaltet euch mit Kindern einfach darüber wie ihr das auch mit einer Freundin tun würdet natürlich in kindgerechter Sprache, dass das nicht die gleiche Sprache ist, die wir verwenden.
00:10:40: Ja aber habt keine Angst vor solchen Gesprächen mit Kindern.
00:10:43: also wenn man dann sagt wie das heißt und wir würden uns jetzt in der Community irgendwie unterhalten würde man auch sagen oder ihr würdet vielleicht sogar das krieg ich sogar öfter die Frage so ja aber das ist doch das Wort Störung drin.
00:10:54: ist es nicht irgendwie outdated als ist das nicht irgendwie veraltet?
00:10:57: Das passt gar nicht mehr richtig!
00:10:58: Das würdet ihr mich wahrscheinlich wenn ihr auf mich trefft und könnt Fragen stellen zum Beispiel fragen Das ist auch einfach, kann ich total nachvollziehen.
00:11:08: Ist für mich irgendwie auch kein passender Begriff mehr und das kann man auch mit Kindern machen.
00:11:13: Ja, das ist irgendwie... Ich mag diesen Begriff gar nicht so ganz gerne.
00:11:18: wie findest du ein Dudes?
00:11:21: Wie würdest du es nennen?
00:11:22: Auch das ist ein super spannendes Gespräch manchmal!
00:11:25: Man kann aber auch mit diesem Begriff Störungen je nachdem wir Alterskindes auch mal wirklich so ein bisschen rumhandeln und überlegen Ja, damit soll nicht gemeint sein dass das was du machst oder du störst.
00:11:36: Aber manchmal gibt es noch Situationen da ärgerst Du Dich richtig weil erinnert dich mal daran und daran Da hast Du mir erzählt Das hatte ich richtig geärgert Dass Du das und das nicht so hingekriegt hast wie Du das eigentlich wolltest.
00:11:48: Also manchmal kann Dich die Art wie Dein Gehirn da denkt oder arbeitet, wirklich selber auch ein bisschen stören.
00:11:58: Das ist okay und deswegen ist es wichtig zu begreifen was dein Gehirn da braucht damit du das und das eben trotzdem gut schaffen kannst.
00:12:07: also man kann über diesen Begriff wirklich ganz gut sprechen auch und habt keine Angst davor das zu tun wie gesagt voll ok wenn es am andern noch so ein bisschen schief und krumm ist.
00:12:18: Aus meiner Erfahrung werden diese Gespräche, wenn man die dann immer mal wieder am Alltag wirklich situativ passend in echten Situationen mit Inhalt für diese Begriffe und diese Erklärung – weil eine Situation vorgefallen ist an der man da wirklich gut was lernen kann.
00:12:33: Dann wird das zunehmend lockerer.
00:12:36: Das ist zumindest meine Erfahrung!
00:12:40: Eine weitere Frage, die oft kommt soll ich der Schule die Diagnose mitteilen?
00:12:45: Auch da Unbedingt.
00:12:47: Für Schulen ist das eine super wichtige Info, für Lehrkräfte sollte das bitte eine superwichtige Information sein und das muss man dazusagen je nach Bundesland.
00:12:55: Das ist leider sehr, sehr unterschiedlich.
00:12:57: kann man auch nur mit Diagnose bestimmte Maßnahmen ergreifen?
00:13:04: in Niedersachsen wo ich eingesetzt bin ist es etwas lockerer zum Glück und da gibt es auch einen neuen Erlass im Nachtherz ausgleich.
00:13:10: dazu kommt mal eine Folge euch dass er spannend finde Aber das ist eben sehr unterschiedlich gehandhabt.
00:13:17: Aber ich finde es auch für das Vertrauensverhältnis zur Lehrkraft eine wichtige Message zu sagen, hier gibt es etwas Wichtiges über unser Kind zu wissen.
00:13:25: Klar sollten wir Lehrkräfte ohnehin auf dem Weg sein immer zu gucken was braucht ihr welches Kind inklusive Lernumgebung vorbereiten damit wir von vornherein möglichst viele Kinder ob wir das nur wissen oder nicht wissen gut abholen.
00:13:38: und dennoch ist es ja einfach eine ganz wertvolle Info über ein Kind.
00:13:44: Jetzt weiß ich, dass viele Eltern große Sorgen haben.
00:13:46: Was ist... wie reagieren dann andere Kinder darauf?
00:13:49: Wie wird mit der Diagnose umgegangen?
00:13:51: Wer erfährt davon alles?
00:13:52: hat das ein Nachteil für unser Kind.
00:13:56: Wie reagiert die Lehrkraft selber?
00:13:57: Wie ernst nimmt ihr das oder geht sie damit?
00:14:00: umbietet überhaupt was an und das verstehe ich total Kann ich sehr gut nachvollziehen, darum wenn ihr um so ein Gespräch bittet und ich würde wirklich immer dazu ermuntern mit Lehrkräften zu sprechen.
00:14:11: Wenn ihr wirklich ein ganz, ganz schweres Verhältnis zu einer der Hauptlehrkräfte habt dann sucht vielleicht das Gespräch mit euch etwas vertrauter in Lehrkraft.
00:14:18: aber diese Info sollte möglichst in dieser Schule.
00:14:21: und wenn ihr vielleicht erstmal mit der Schulsozialarbeiterin dem Arbeiter sprecht sucht euch eine Person die diese Infos hat.
00:14:29: Und wenn ihr jetzt eben mit der Lehrkraft spricht und sagt, ich habe aber die und die Sorge dann bereitet das Gespräch wirklich vor.
00:14:35: Ich weiß, selbst wenn man auch noch selber Know-Divagent ist, da sind wir immer die leichteste Jünger und danach noch irgendwie das Gesprächen vorzubereiten.
00:14:42: Das ist ja gar kein Fun!
00:14:43: Aber in diesem Fall kann ich wirklich nur dazu ermuntern, dass zu tun heißt... Überlegt euch was denn meine konkreten Sorgen?
00:14:54: wird es hier ernst genommen.
00:14:57: Wie wird das in der Klasse besprochen?
00:14:59: Bitte nicht über mein Kind hinweg einfach mitteilen, wie sieht das hier so mit unterschieden Außenerklassen?
00:15:06: Wie offen sind die Kinder dafür?
00:15:09: Ist das sonst so
00:15:10: gelebt?".
00:15:12: Also solche Sorgen kann ich mir aufschreiben.
00:15:13: dann ist immer eine Frage gut was wünsche ich mir denn jetzt für meinen Kind?
00:15:17: Was soll denn für mein Kind möglichst etwas leichter und besser werden?
00:15:20: Was ist denn so ein Knackpunkt?
00:15:22: Und aus meiner Expertise als Elternteil, was ist denn so ein ganz besonders unterstützender Punkt?
00:15:29: Wenn wir da gleich mit einem riesen Forderungskatalog kommen.
00:15:32: Wie gesagt ich bin ja entspannt bei sowas und ich finde auch absolut gerechtfertigt zu sagen hier das und dass und das wären sinnvolle Punkte die man machen kann um das Kind zu unterstützen.
00:15:43: Ich weiß es ist ein bisschen sensibel manchmal wenn man dann gleich mit dem Forderungskatalog kommt und deswegen kleine Schritte überlegt euch was, wer wirklich so eine Maßnahme oder ein Bereich in dem ihr sagt wenn mein Kind da ein bisschen Unterstützung bekäme.
00:15:57: Im Sinne eines Nachteilsausgleichs oder einfach wirklich einen Angebot dann sind wir schon ganz das Stück weiter.
00:16:02: Dann nehmt dieses eine Ding mit und da ist es schon gut wenn man sich das im Vorfeld ein bisschen überlegt hat.
00:16:07: Und ich kann jetzt nur den Tipp geben gerade wenn ihr die Sorgen euch dann mal so betrachtet genau mit denen als Selbstoffenbarung ins Gespräch zu gehen habe ja schon öfter Mal gesagt Es bringt einfach das Gegenüber mit etwas höherer Wahrscheinlichkeit in eine offene, zugewandte Haltung.
00:16:23: Also wir haben ja eine Diagnostik durchlaufen und im besten Fall wissen das die Lehrkräfte auf, die mussten ja wahrscheinlich auch so ein Fragebogen ausfüllen ist jedenfalls häufig so... Und wir haben jetzt die Ergebnisse und da möchten wir gerne mit ihnen darüber sprechen.
00:16:34: aber es sind ganz ehrlich oder ich bin ganz ehrlich Ich mache mir einen ganz schönen Kopf um dieses Gespräch!
00:16:39: Ich bin super angespannend und irgendwie unsicher wie das so aufgefasst wird.
00:16:43: Ich habe wahnsinnige Sorge das und dann nennt ihr so ein zwei Sorgen.
00:16:50: Und ja, ich bin irgendwie richtig nervös!
00:16:53: Das bringt wie gesagt es gegenüber oft eher in die Haltung zu sagen ach nur erzählen sie doch erst na ah Mensch ist doch gar nicht nötig.
00:17:01: na einmal tief durchatmen na erzählen Sie mal.
00:17:04: Wie gesagt das haben wir keine Garantie.
00:17:05: aber oft ist das so.
00:17:07: die Tendenz dazu kann Ich nur raten Es macht authentisch Ja, ist einfach eine Selbstoffenbarung.
00:17:15: Ich sitze hier nicht als... Und jetzt müssen sie aber das und das und dass fordernde Personen so sitzen sich hier nicht.
00:17:20: ich sitze als besorgtes Elternteil hier.
00:17:22: ich mache mir wirklich ernsthaft Gedanken und ja ich würde mich total freuen wenn wir jetzt gemeinsam irgendwie schauen können an welchen Eins, zwei stellen wir vielleicht anfangen damit es für unser Kind ein bisschen leichter wird.
00:17:34: Man kann da auch schon eventuell Literatur mitbringen.
00:17:37: Da empfehle ich immer so in die Richtung zu argumentieren und sagen oh wie haben uns jetzt in den letzten Wochen das hier durchgelesen oder angeschaut?
00:17:43: Ich fand's für mich Zuhause auch nochmal super wertvoll weil ganz ehrlich ich stehe ab und zu auf dem Schlauch und weiß gar nicht wo ich anfangen soll oder wie ich was umsetzen soll, damit es gut für unser kind passt.
00:17:53: Da waren noch ein paar Sachen für Schule drin.
00:17:55: Ich fand es super spannend.
00:17:56: Vielleicht ist das ja für sie auch ein guter Anhaltspunkt weil Sie haben das ja hier mal zwanzig, mal dreißig.
00:18:01: Es sind immer viel mehr Kinder als nur unseres.
00:18:03: Da ist es glaube ich gar nicht so leicht, immer was Gutes zu finden.
00:18:06: vielleicht ist das ja etwas für sie auch mal ein paar konkrete Ideen reinzugeben.
00:18:11: ganz viel davon übrigens gibt's auch bei Herr Zelt.
00:18:13: da habt ihr mal wieder also in meinem aktuellen Buch da hat er jetzt mal wieder so einen Einblick bekommen wie die Tester drin aussehen.
00:18:21: Also neben diesen beiden großen Dingen, okay sich selber sortieren überlegen wie man das dem Kind mitteilt.
00:18:26: Wie man es der Schule oder auch der Kita mitteil.
00:18:29: Da könnte das ähnlich laufen wobei man da erfahrungsgemäß oft nochmal ein engeres Verhältnis hat weil man sich dann doch öfter mal in die Arme läuft.
00:18:36: und jetzt kommt ebenso dieser ganze große Punkt Unterstützungsmaßnahme.
00:18:45: also was mache ich denn?
00:18:46: jetzt beginne eine Therapie vielleicht.
00:18:48: Also ganz oft läuft auch schon eine, wenn man in die Diagnostik geht.
00:18:52: Ist zumindest nicht selten.
00:18:53: Welche Therapieformen passen jetzt?
00:18:55: Was mache ich zu Hause?
00:18:56: Welche häusliche Struktur?
00:18:58: Was veränder ich da noch?
00:18:59: Medikamente ja oder nein?
00:19:02: Zu all diesen Dingen habe ich mir eigentlich vorgenommen... Ne, nicht.
00:19:05: eigentlich hab' ich mir vorgenommen nochmal einzelne Folgen aufzunehmen aber ich möchte diese Felder jetzt natürlich trotzdem einmal aufmachen.
00:19:12: In meiner Erfahrung das ist natürlich nicht überall so Situation sind sehr unterschiedlich.
00:19:18: Aber in meiner Erfahrung ist es so, dass eigentlich notgedrungenermaßen die häusliche Gestaltung oft schon gar nicht so verkehrt läuft.
00:19:29: Also nicht ohnehin dauernd von richtig und falsch sprechen kann.
00:19:33: aber meine Erfahrungen wenn ich mit Eltern spreche die sich engagieren und gucken was sie machen können dann ist oft über die Jahre zu Hause schon eine Struktur gewachsen, die dem Kind eher entgegenkommt.
00:19:45: Einfach weil man sonst sehr schnell auch die Glittungen dafür bekommt, melde uns etc.. Also ganz oft gibt es da schon gute Ansätze und das sollte auch in der weiteren Begleitung von Familien.
00:19:55: So habe ich es zumindest gelernt, immer der Ansatzpunkt sein also ressourcenorientiert zu arbeiten.
00:20:00: was haben wir denn schon?
00:20:02: Was ist schon da?
00:20:03: Wo müsste man vielleicht nur noch mal ein bisschen anpassen?
00:20:05: Was könnte man dazu reingeben?
00:20:07: oder kann man auch sagen Bordershause?
00:20:09: Das läuft im Großen und Ganzen eigentlich ganz gut.
00:20:11: dann können wir doch mal schauen dass wir uns auf Schule konzentrieren auf die Zusammenarbeit dort und auf mögliche Anpassungen dass wir schauen können, welche therapeutischen Wege wären noch sinnvoll und starten mit Medikamenten ja oder nein.
00:20:28: Die Frage nach dem Therapieangebot.
00:20:30: starten wir mal mit diesem Bereich.
00:20:32: also therapeutische Maßnahmen sind eine sehr gängige Möglichkeit im Bereich von neurodivagenten Form zu unterstützen.
00:20:39: welchen da sinnvoll ist hängt natürlich von der Form ab von den Entwicklungsfeldern des Kindes wo Haber gerade wo braucht die Familie auch Unterstützung etc.
00:20:48: Das kann ganz klassisch eine Ergotherapie sein.
00:20:51: Es kann eine Logopädie oder eine andere Form der Sprachtherapie sein, das kann eine kindliche und Jugendpsychotherapie ein sein.
00:21:00: Das können Elterntrainingen und Elternberatungen sein.
00:21:02: es gibt manchmal Familienzentren die sowas anbieten.
00:21:05: Es gibt zum Beispiel auch Autismus-Zentren die ganz gezielt hier unterstützen.
00:21:12: Lerntherapien können sinnvoll sein.
00:21:14: Verhaltenstherapie, das ist ein Bereich der Psychotherapie kann sinnvoll seien.
00:21:20: Da wird es sich sicherlich im Gespräch mit den Fachpersonen geben was sinnvoll ist oder auch mit der Schule je nachdem in Zusammenarbeit mit den Kinderärzernen muss man eben schauen.
00:21:31: was jetzt ein guter Punkt braucht ist dass jetzt gerade und wenn ja was kann sinn voll sein.
00:21:40: Ganz wichtig da, und das war auch die Information, die wir bekommen haben.
00:21:45: Es muss wirklich irgendwo andocken!
00:21:48: Also nicht in so einem Überaktionismus... Okay jetzt haben wir die Therapie.
00:21:51: Jetzt machen wir mal die Therapies.
00:21:54: Das ist noch gut.
00:21:54: Hier setzen uns auf eine Warteliste.
00:21:56: Es kann natürlich nicht verkehrt sein sich hier unter Wartellisten zu setzen weil einfach die Wartilisten sehr lang sind.
00:22:01: aber wirklich schauen wo haben wir denn wirklich einen Bedarf?
00:22:04: Was ist jetzt für unser Kind wirklich wirklich sinnvoll.
00:22:11: Wir haben bei einem unserer Kinder einen längeren Therapieprozess gehabt.
00:22:15: vor der Diagnose, als die Diagnese gestellt war, war dieser Therapie Prozession vorbei.
00:22:22: zu dem Zeitpunkt hat das Kind oder ein bisschen nach diesem Zeitpunkt Hat das Kind aber ein großes Interesse in einer bestimmten Sportart entwickelt und es hat eine Weile gedauert bis wir da dann so richtig reingekommen sind.
00:22:34: dauerte denn alles auch immer so ein bisschen?
00:22:37: Und in dieser Sportart Gruppe, ja sehr grupige Klare Sprache manchmal.
00:22:46: Der Weg dorthin und und und lagen so viele Lernfelder die in diesem Fall nicht die Therapie ersetzt haben aber so gut genau die Bedarfe des Kindes unterstützt haben dass wir keine Notwendigkeit einer weiteren therapeutischen Maßnahme hatten nach der Diagnose Stellung.
00:23:07: Also zumindest nicht in diesem Bereich war alles etwas anderes, das ebenso gut aufgefüllt hat.
00:23:12: es kann auch sein dass mit Eintritt und Pubertät plötzlich wieder Themen aufkommen die dann Unterstützung notwendig machen.
00:23:18: also das kann wirklich wirklich sehr individuell aussehen Echt genau hinschauen.
00:23:23: Wo stehen wir denn gerade?
00:23:25: Wo brauchen wir eigentlich am dringendsten Unterstützung in der Begleitung des Kindes, wo braucht das Kind dringender Unterstützung und dann eben gucken kann dass eine therapeutische Maßnahme gut abdecken und welche den am ehesten?
00:23:36: Und wenn nicht haben wir genügend andere Punkte.
00:23:38: und in einer guten Diagnostischen Stelle wird es eben auch geguckt.
00:23:44: da werden die häuslichen Ressort oder auch diese ganzen ressourcen angeschaut.
00:23:47: man wird geschaut Was macht denn jetzt hier im weiteren Verlauf Sinn als Unterstützung?
00:23:56: Da auch da die Zeiten oft sehr knapp sind, die ganz viele Familien begleiten kann das man ja ein bisschen kurz kommen.
00:24:02: Dann müsst ihr euch dann doch wieder ein bisschen selber informieren dieser Podcast ist zum Beispiel eine Möglichkeit oder eben auch in der Community mal fragen wenn ihr euch so ein bisschen umhört bei anderen neurodivagenten Familien was hat denn euch gut geholfen?
00:24:16: Da ist in Klammern leider wieder ein bisschen Eigen-Engagement gefragt, aber in diesem Fall ist es ja auch so dass wir das am besten eigentlich wissen wo die Schwierigkeiten liegen.
00:24:29: In der häuslichen Gestaltung wie gesagt läuft eh oft schon sehr vieles ganz gut fürs Kind angepasst.
00:24:36: Es hilft sich da vielleicht das ganze nochmal gemeinsam anzuschauen Vielleicht auch als Paar wenn man sich da gut einig ist zu schauen okay Wo sind dann hier eigentlich so Stellschrauben?
00:24:47: Die kann man auch gut Vielleicht als Frage mit an die diagnostischen Stellen geben und sagen, da an der Stelle bräuchten wir jetzt doch nochmal eine dringendere Unterstützung.
00:25:00: Man kann sich an die Familienzentren wenden in der Region, in der man lebt aber auch da ist es so dass das Angebot leider nicht riesengroß ist, aber sich da vielleicht mal umschauen.
00:25:14: Es ist oft so, dass es im Familienalltag so die Übergänge sind oder auf dieser Wechsel von Betreuung oder Schule nach Zuhause wie man Nachmittage gut gestaltet.
00:25:28: Das ist nämlich gar nicht so einfach im neurodivergenten Kontext ein gutes Mittelmaß zu finden aus.
00:25:33: das Kind möchte irgendwie Input und braucht doch bestimmten Input möchte aber auch gleichzeitig viel Ruhe und braucht auch viel Ruhr Körperhygienesachen gut zu begleiten, Spezialinteressen zu bedienen.
00:25:48: Hobbys anzubieten.
00:25:49: Auch damit klarzukommen, wenn das gar nicht so gewünscht ist.
00:25:52: und also da gibt es wirklich viele Felder die so klassische Knackpunkte sind.
00:25:56: dazu gibt es ja zum Glück auch ziemlich viel Angebot.
00:25:59: in meinem Buch ein Kopf voll Gold.
00:26:00: z.B.
00:26:01: geht's ganz ganz viel darum Und ich habe gestern bei Instagram gesehen Das verlinke ich.
00:26:05: Ich weiß dass Nora Imlau in ihrem Podcast In der neuesten Folge darüber spricht wie man Nachmittage gut gestalten kann.
00:26:11: und dann Nora Die Norre die war gern im Kontext immer mitdenkt.
00:26:14: ich hab die folgen noch nicht gehört aber weißt du sie das Thema immer mit?
00:26:17: denk kann ich mir gut vorstellen, dass da noch mal ein paar tolle Impulse drin sind und man sich da ganz gut gesehen fühlen wird.
00:26:27: Genau das werde ich nochmal verlinken.
00:26:28: schaut da vielleicht dann auch nochmal rein und wie gesagt keine Scheu haben wenn da was vollbrich läuft sich wirklich auf Beratung zu suchen.
00:26:37: Das gerne auch online.
00:26:40: Ich verlinke mal zwei Beratungsangebote, die ich sehr oft verlinke von Sarah und Melanie.
00:26:46: Die viele Familien, neue divergente Familien begleiten und genau auf so Alltagssituationen auch gemeinsam schauen.
00:26:54: Kostet natürlich was!
00:26:56: Das ist ja immer der Part.
00:27:00: Aber hier und da mag es ja sinnvoll sein und wenn ihr euch das leisten könnt, ist es auf jeden Fall sehr empfehlenswert.
00:27:09: Kommen wir zu einer weiteren Säule, die immer eine große Rolle spielt nämlich Medikamente.
00:27:14: Gerade wenn es darum geht einem Kind ein solches Medikament zu geben sind die Vorbehalte groß, sie sorgen groß.
00:27:22: Die eigene Hemmschwelle sehr groß und es kann nicht total nachvollziehen.
00:27:25: Verstehe ich wirklich zu tausend Prozent!
00:27:28: Ich habe gerade ein Buch geschrieben.
00:27:30: Es kommt Anfang nächsten Jahres wo mal mit ganz viel Mythen und Falschaussagen und ihr Glauben über Medikamente aufgeräumt wird.
00:27:40: Und in diesem Zuge habe ich auch noch mal gelesen, dass zum Beispiel bei Kindern ist man da oft.
00:27:45: Es wird ja immer gesagt Ja und dann kriegen die Diagnose und dann werden die sofort mit Medikamenten vollgestopft.
00:27:50: Das ist sowieso schon ein sehr reißerisches Narrativ und das stimmt einfach nicht.
00:27:55: In der Erwachsenenleitlinie zur ADHS beispielsweise so, dass es empfohlen wird, möglichst früh anzudenken.
00:28:03: Einfach damit die anderen Prozesse also häusliche Umgebung Ja, die Education der Eltern und das Umfeld ist Schule.
00:28:13: Also gut, Schule ist jetzt nicht mehr Arbeitsumfeld mehr als dann im Erwachsenenbereich.
00:28:17: Und Therapie damit dass überhaupt richtig greifen kann?
00:28:21: Das ist nämlich nach wie vor erwiesen, dass für bestimmte Funktionen das einzig wirklich effektive Nachgewiesem Mittel doch das Medikament ist und dass das Gehirn durch die Medikamenteinnahme überhaupt erst in Zustände kommt, in denen sich bestimmte Dinge, die man verändern möchte und an dem man hart arbeitet und die therapeutisch begleitet werden, dass sie sich dann erst richtig festigen können.
00:28:48: Und ich kann zum Teil aus eigener Erfahrung aber auch als Lehrkraft sagen das merke ich ganz ganz ganz toll.
00:28:55: Wichtig ist sich diesem Feld einfach zu öffnen.
00:28:57: Wenn jetzt direkt nach der Diagnose sofort kommt, jetzt würde ich aber sofort das Medikament geben dann dürft ihr auch erst mal sagen Moment brauchen wir kurz ein zwei Wochen um uns zu sortieren zu informieren.
00:29:08: können wir da noch einmal einen Termin machen und das besprechen?
00:29:11: Wir brauchen wirklich mal einen kurzen Moment um das alles erstmal einzuordnen.
00:29:16: Die werden auch.
00:29:17: diese Angst besteht manchmal Aber keine diagnostische Stelle kann euch zwingen sofort irgendwie ein Medikament zugeben, aber bleibt bitte für diese Option sehr offen und auch nicht zu spät.
00:29:29: In der Q&A-Folge mit Melanie haben wir sehr ausführlich darüber gesprochen welchen Wert das Ganze haben kann.
00:29:36: Hört da super gerne noch mal rein.
00:29:38: Wir sprechen wirklich, wirklich über diesen Punkt sehr ausführlich.
00:29:42: Es kann Sinn machen erst einmal ein paar andere Dinge zu probieren und sich dann später nochmal diesem Thema zuzuwenden.
00:29:49: In meiner Erfahrung als Lehrkraft in der Community ist es aber oft so dass ich wirklich nicht also zu lang damit abzuwarten gerade wenn man merkt okay wir kommen irgendwie auch mit der Begleitung sehr, sehr schnell wieder an Grenzen oder merken dass die Dinge, die wir so als Tipps bekommen als Anregung, wie wir versuchen umzusetzen einfach unfassbar viel Energie brauchen und sich nicht so richtig einritualisieren.
00:30:13: Nicht so richtig ja festigen dann wirklich an diese Dinge denken.
00:30:18: Und ich hatte darüber erzähle ich auch in dem Gespräch mit Melanie mal eine Situation bei der ein Kind wirklich super toll unterstützt war, von zu Hause.
00:30:30: Die Schule hat das vorbildlichst gelöst und trotzdem kam dieses Kind einfach deutlich an Grenzen irgendwann.
00:30:38: Und dann wurde eben mit einer Medikamentengabe angefangen, auch gut begleitet.
00:30:45: Da hat dieses Kind irgendwann als es sich gut gefestigt hatte, gut eingestellt, war gesagt Boah!
00:30:51: Ich fand es toll, dass Mama und Papa immer helfen.
00:30:54: Und ich fand es auch total lieb, dass die Schule geholfen hat und immer hilft.
00:30:59: Aber ich wollte ja auch mal was ganz allein schaffen aber irgendwie ging das nicht!
00:31:06: Und jetzt mit den Medikamenten kriege ich das auch mal alleine hin.
00:31:11: Und dieser Part von...ich krieg ein Gefühl von Selbstständigkeit und Selbstwirksamkeit, das habe ich ehrlicherweise immer ein bisschen unterschätzt bei diesem Thema.
00:31:20: Man denkt so, dann wird das leichter.
00:31:22: Aber dass es für ein Kind auch einen Wert haben kann zu merken also diese Unterstützung ist toll.
00:31:27: Unterstützung ist auch super aber das Kinder eben dabei auch merken brauche ich brauch die aber leider auch irgendwie immer.
00:31:32: Ich will das aber auch mal alleine hinkriegen, dass das ein Weg in dieser Erfahrung zu ermöglichen.
00:31:38: Das habe ich lange nicht so auf dem Schirm gehabt und hat mich sehr doll berührt.
00:31:42: Und ja, ich bin ja nun keine medizinische Fachperson in diese Richtung.
00:31:46: Aber öffnet euch diesem Thema.
00:31:49: angemessen sag ich mal verschafft euch zeit wenn ihr noch unsicher seid.
00:31:54: lasst nicht zu viel Zeit ins land ziehen.
00:31:58: Lasst euch nicht verunsichern von all diesen Dingen, die da so drum herum an irgendwelchen Irrglauben in die Welt gepustet werden.
00:32:05: Wenn ihr euch an einer Stelle aber auch nicht gut beraten fühlt dann traut euch diese Stelle... Die Diagnose habt ihr ja.
00:32:11: dann versucht diese Stelle nochmal zu wechseln wenn es um die Medikamentengabe geht.
00:32:15: Wenn Ihr wirklich langfristig das Gefühl habt irgendwie wären wir hier gar nicht so richtig ernst genommen und nicht begleitet.
00:32:20: Da wird nicht sensibel mit umgegangen.
00:32:21: Dann dürft ihr auch wechseln, klar wieder Umstellung Wartezeit und so weiter aber in so einem sensiblen Fall absolut sinnvoll.
00:32:29: Wichtig es geht immer um die passende Dosierung.
00:32:31: wenn ihr auch merkt da brauchen wir nicht drüber zu diskutieren.
00:32:35: Es gibt Nebenwirkungen bei einer Medikament.
00:32:38: Es ist immer eine Abwägung von welchen Nutzen hat das was kostet das?
00:32:43: Und darüber bitte ganz ausführlich sprechen.
00:32:46: lasst euch gut beraten sprecht über eure Sorgen Ganz ganz wichtig Aber lasst Euch nicht dieses wahnsinnig wichtige Unterstützungsmittel verteufeln durch irgendwelche Schlagzeilen.
00:32:56: Das ist ganz, ganz wichtig und damit einhergehen das werde ich ganz oft gefragt.
00:33:01: wie ist das eigentlich mit diesem ganzen Nahrungsergänzungsgeschichten Omega-III usw.
00:33:05: und so fort?
00:33:06: Das würde den Rahmen hier ein bisschen sprengen.
00:33:08: Ich habe mir vorgenommen eine eigene Folge dazu zu machen dass aber gleich als kleiner ja als kleine Frau schau hier hin.
00:33:16: das ersetzt in keinem Fall irgendwie Medikamente und es kann auch in keinem Fall eine neue Divergenz heilen.
00:33:24: Das ist ja nichts, was man ... das kann man sowieso schon nicht heilen denn es ist einfach nichts, dass man heilen kann.
00:33:28: Es ist ja einfach Teil der gesamten neurologischen und der gesamte Persönlichkeitsstruktur.
00:33:33: Das is' ja nichts was wir wegheilen wollen genau!
00:33:35: Das ist eben der Ansatz den wir nicht mehr haben Und ich habe auch darüber in dem Buch geschrieben, die Effekte, die einzelne Dinge darauf haben können sind verschwindend gering.
00:33:48: Es kann Sinn machen da hinzuschauen aber die können auf gar keinen Fall das was viele andere Maßnahmen sehr gut können wenn sie gut ineinandergreifen.
00:34:00: Ein wichtiger Part in diesen ganzen Säulen ist dann eben auch noch Selbstidokation, also das Kind muss sich gut kennenlernen und einschätzen können.
00:34:09: Und das ist eben das was ich am Anfang gesagt habe.
00:34:11: Das eine Gespräch ist gar nicht so der, dass entscheidet ist eine große Gespräche und danach ist es gegessen sondern die vielen, vielen Momente im Alltag wo wir darüber sprechen und dann immer sagen hin schau mal, da wissen wir doch jetzt das bei uns war's zum Beispiel Bahnfahren eine Anforderung ist, also nehmen wir das nächste Mal Kopfhörer mit.
00:34:36: Und dann war völlig klar wenn Bahnfahren der Anforderungen ist, dann konnte unser Kind das übertragen auf hey das ist doch so ähnlich wie Bahnfahren da nehme ich da lieber auch meine Kopfhöre mit und machen mir mein Hörspiel darauf an weil dann ist das da bestimmt auch ne gute Hilfe und dass es Selbstsituationen einfach sich kennenlernen verstehen.
00:34:52: in solchen Situationen geht's mir sowieso das und das hat mich unterstützt.
00:34:55: Ich kann das dann plötzlich übertragen auf neue Situation auf andere Situation die so ähnlich sind und Und das ist natürlich super, super wichtig.
00:35:02: Gerade wenn wir eben vielleicht auch nicht ganz so unsorgend voll in die Zukunft schauen dass wir wissen unser Kind weiß viel über sich selbst und kriegt eine gewisse Selbstkompetenz in diese Richtung.
00:35:15: Und ganz zum Schluss ist natürlich gar nicht verkehrt zu überlegen was brauchen eigentlich wir Eltern?
00:35:19: Weil das was wir da tun und begleiten und machen ist eine große große Aufgabe.
00:35:27: Dazu kommt in den nächsten Folgen eine eigene Folge, nämlich wie kann ich als Eltern gut für mich sorgen?
00:35:32: Deswegen lasse ich auch diesen Part hier einmal nur erwähnt.
00:35:36: Aber schon mal als Hinweis bitte achtet auch gut auf euch selbst.
00:35:39: ein weiterer Punkt der ihr mit reinzählt und der aber auch eine eigene folge wird ist das Thema Pflege.
00:35:45: gerade viele viele Eltern und auch viele Schulen wissen nicht dass man für bestimmte neurodivergente Formen einen Pflegegrad beantragen kann.
00:35:55: Man kann sogar, das weiß ich sehr genau auch ohne schon eine festgestellte Diagnose ein Pflegegrat bekommen.
00:36:07: Das hängt nämlich wirklich an dem Pflegebedarf des Kindes und nicht ausschließlich an Diagnosen.
00:36:14: Dann wird es aber deutlich schwieriger, so eine Diagnose hilft schon damit das ein bisschen leichter ist für die gutachtende Person, die da kommt.
00:36:30: späterer Stelle natürlich in genau der dazu gehörigen Folge mehr.
00:36:34: Aber auch das schon mal der wichtige Hinweis, Pflegegrade und all das was damit einhergeht finanziell an Verhinderungspflegeunterstützungsmöglichkeiten ist natürlich auch ganz ganz wichtig.
00:36:45: Damit haben wir die Felder jetzt mal so ein bisschen ausgemacht.
00:36:48: In Shownotes habe ich jetzt die Aufgabe und ich bemühe mich dass diesmal da wirklich gut hinzukriegen ist es ja ein bisschen meine Achilles-Fersen mit den Shownodes.
00:36:56: Da verlinke ich jetzt jede Menge Folgen Und ich habe ja auch schon ein paar, die kommen angeteasert.
00:37:02: Das heißt ihr könnt euch auch weitere Folgen, die dieses Thema mit aufgreifen freuen und jetzt habt ihr hier erstmal ein paar Impulse und könnt euch auf die nächste Folge freuen.
00:37:13: bis dahin!
00:37:15: Und zu guter Letzt natürlich noch ein herzliches Dankeschön an Jakob Jensch und VoiceUp Productions für die Bearbeitung und die Produktion dieser Folge.
00:37:27: Ein Kopf voll Gold Was Neurodivagentekinder brauchen und wie wir sie stärken können.
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